Serie: Black Mirror – Staffel 1-4

Coole Mystery-Sci-Fi-Anthologie-Serie mit Qualitätsabfall.
Das Konzept dieser Serie ist sehr interessant. Man nehme eine vorhandene Technologie – oder eine, die gerade erforscht wird – und stelle sich vor, wie sich die Welt dadurch in 10, 20, 30 Jahren verändert hat. Übrigens jedes Mal negativ, also mit einer dystopischen Zukunftsvision. In den Augen der Produzenten führt jede technologische Neuerung zu einer Verschlechterung der Zivilisation. Natürlich, sonst wäre die Serie ja nicht spannend. Wer würde schon eine Serie schauen, in der alles positiv ist und die Zukunft rosig präsentiert wird? [*räusper – ich, deshalb gefällt mir ja Star Trek so gut – räusper*]
Nun gut, das ist also die Prämisse der Serie und sie weckt dein Interesse oder nicht. Es ist eine Anthologie-Serie, wie Philip K. Dick’s Electric Dreams, und hat daher jede Folge einen anderen Drehbuchautor, einen anderen Regisseur und andere Schauspieler, es ist aber dennoch gelungen eine konstant hohe Qualität zu bewahren, Netflix eben. Und da kommt die Crux an der Sache. Die ersten beiden Staffeln zu je drei Folgen waren von einem britischen Fernsehsender produziert worden und haben eine richtig coole Atmosphäre. Hier werden verschiedenste Aspekte tiefgründig beleuchtet und man scheut vor nichts zurück, das Ende ist immer eine Überraschung. Aber dann wurde die Serie von Netflix gekauft, welches dann zwei weitere Staffeln zu je sechs Folgen produziert hat. Auch wenn ich meistens ein Netflix-Fan bin, muss ich hier eine Kritik anbringen. Die Serie hat am neuen Standort einfach an Tiefsinnigkeit und Atmosphäre verloren, man merkt, wie manche Themen plötzlich tabu wurden und die Enden waren meistens vorhersehbar.
Die Netflix-Folgen waren nicht schlecht, absolut nicht, sie beleuchten immer noch interessante technologische Aspekte und verleiten zum Nachdenken. Aber sie erreichen nicht jene Qualität der originalen sechs britischen Folgen. Würde es diese ersten sechs Folgen nicht geben, würde ich wohl keine Kritik anbringen. Man könnte diesen Aspekt jetzt auf sämtliche Netflix-Serien übertragen und sich fragen, ob alle hätten noch besser werden können. Das ist aber eine sinnlose, philosophische Diskussion für die abendliche Stammtischrunde.
Black Mirror ist eine coole Serie, viel besser als Philip K. Dick’s Electric Dreams, wenn man ethische, moralische, philosophische Fragen mag. Jede einzelne Folge hat eine hohe Produktionsqualität und ist spannend. Naja, fast jede. Es gibt da eine Folge, nämlich „USS Callister“ (4.1), die mir gar nicht gefallen hat und über die ich mich auch geärgert habe. Denn natürlich ist ein introvertierter, asozialer Mensch automatisch Star Trek – Fan, oder? Abgesehen davon gibt es schon ein paar weitere Folge, die eher auf der langweiligen Seite sind, aber dennoch interessant genug, um sie zu schauen.
Fazit: Empfehlenswert.

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2 Antworten zu Serie: Black Mirror – Staffel 1-4

  1. Wortman schreibt:

    Ich finde black Mirror echt klasse. Die ein oder andere Folge ist zwar bisschen mau, dafür sind andere Folgen dabei, die fressen sich ins Gehirn.

  2. Michael Kleu schreibt:

    Die ersten beiden Staffeln fand ich toll, drei und vier habe ich noch nicht gesehen.

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