Film: The Old Guard 2 (2025)

Große Enttäuschung.
Action / Fantasy mit Charlize Theron von Victoria Mahoney. 105 Min.
Inhalt: Andy, die bereits vor Jahrtausenden als Andromache von Scythia kämpfte, muss sich mit ihrer Sterblichkeit auseinandersetzen. Booker, der wegen Verrats verbannt wurde, trifft auf die Unsterbliche Quynh, die sich aus ihrem Unterwasser-Gefängnis befreien konnte. Sie sinnt nun auf Rache und holt sich dazu weitere Bösewichte an ihre Seite. Andy trommelt die alte Garde zusammen, um gemeinsam mit ihnen die Bedrohung zu bekämpfen.
Fünf Jahre sind vergangen seit der Überraschungshit The Old Guard auf Netflix die Actionfans begeisterte. Nun ist endlich Teil 2 da – aber leider bleibt er hinter den Erwartungen zurück.
Beginnen wir mit dem Elefanten im Raum: Das Ende. The Old Guard 2 fühlt sich nicht wie ein eigenständiger Film an, sondern eher wie ein Mittelteil – eine Art Übergangsprodukt, das uns bloß heiß auf Teil 3 machen soll. Nur: Dafür bräuchte es Substanz. Stattdessen serviert uns der Film einen Cliffhanger, der mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Und das ist frustrierend. Ein Film, der wie ein Trailer für seinen Nachfolger wirkt? Kein gutes Zeichen.
Was den ersten Teil besonders machte, war nicht nur die Action, sondern auch die Chemie zwischen den Figuren – allen voran Joe und Nicky und natürlich die geheimnisvolle Verbindung zwischen Andy und Quỳnh. In Teil 2? Fast nichts davon. Die wird hier zu einer vagen Andeutung degradiert. Die Dynamik zwischen Joe und Nicky? Kaum Screentime. Statt Charaktertiefe gibt’s Dialoge voller Exposition und Flashbacks, die einem irgendwann egal sind. Da wurde viel Potenzial verschenkt.
Klar, Action gibt’s. Und ein paar Szenen stechen sogar hervor – etwa ein stylisher Corridor-Fight und ein paar gut choreografierte Martial-Arts-Sequenzen. Doch insgesamt fehlt dem Film der Wumms. Die Kämpfe sind hektisch geschnitten, teilweise unübersichtlich, und wirken seltsam uninspiriert. Netflix-Mainstream eben – glattgebügelt, aber ohne Seele.
Was man The Old Guard 2 auch anmerkt: die holprige Produktion. Wechselnde Regisseure, Nachdrehs, Streiks – das alles hat sichtbare Spuren hinterlassen. Der Film wirkt, als hätte man ihn in Einzelteilen zusammengeklebt. Visuell fehlt die Handschrift: Das Licht ist oft flach, die Bilder generisch, die Inszenierung bemüht, aber nicht besonders stilsicher.
Gibt’s auch Positives? Ein bisschen. Charlize Theron bleibt auch im zweiten Teil ein Fels in der Brandung. Ihre Präsenz trägt viele der Szenen, selbst wenn das Drehbuch schwächelt. Einige Actionszenen sind sehenswert, und das Ensemble hat nach wie vor Charme – auch wenn es dieses Mal kaum Gelegenheit bekommt, ihn auszuspielen.
The Old Guard 2 ist kein Totalausfall, aber eine echte Enttäuschung – vor allem, wenn man den ersten Teil mochte. Statt einer packenden Fortsetzung bekommen wir ein holpriges Puzzlestück, das mehr an Marketing für Teil 3 erinnert als an gutes Storytelling.
Wer auf stylishe Action mit Charlize Theron steht, wird hier punktuell seinen Spaß haben. Wer auf Tiefe, Emotion und konsequente Figurenentwicklung hofft – wird leider enttäuscht.
Fazit: Sollte ignoriert werden.

Dieser Beitrag wurde unter Filme abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..