Spiel: Machi Koro – Erweiterung „Haven“ (Kosmos)

Interessante Karten, aber schlechter Mechanismus.
Von Masao Suganuma (ca. 30 Min.; 2-5 Spieler)
Machi Koro ist ein einfaches, flottes Kartenspiel, von dessen Erweiterungen man sich eigentlich nur mehr Karten erwartet, die man ins Original reinmischen kann. Wie ich auch bei Plättchen-Legespielen in den Erweiterungen mehr Plättchen bekommen will. Ärgerlich wird es dann, wenn solche Erweiterungen mit einem neuen Mechanismus daherkommen, neuen Regeln, die das Spiel verändern. So auch hier.
Die neuen Karten sind sehr interessant und ich hätte es lieber wie bei Dominion gehabt, wo man einfach zufällig dann aus der Fülle an Karten auswählt, mit was man spielt. Hier aber wurde das gesamte Grundprinzip auf den Kopf gestellt. Sämtliche Karten werden zu einem Stapel zusammengemischt und dann liegen zufällig ein paar offen, die man kaufen kann. Für meinen Geschmack ist Machi Koro dadurch noch glückslastiger geworden, als es ohnehin schon ist, also für mich zu viel. Ein Spieler kann etwa zufällig eine super Karte bekommen, weil die gerade aufgedeckt wurde, bevor er an der Reihe ist, und die anderen können mehrere Runden nur Schrott kaufen.
Machi Koro hat mir deshalb gefallen, weil sämtliche Karten ständig zur Auswahl stehen und du einfach entscheiden musst, in welcher Reihenfolge und wie du deine Auslage optimierst. Das ist es jetzt so nicht mehr möglich. Aber man muss ja nicht mit dem neuen Mechanismus spielen.
Fazit: Wegen der neuen Karten empfehlenswert.

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Buch: Lustiges Taschenbuch Crime 02

Super! Das, was LTB Crime sein soll.

© 2019 Disney/Egmont
Alle zwei Monate erscheinen die Abenteuer von Micky Maus und Co. in der Sonderreihe „LTB Crime“ bei Egmont Ehapa Media.

Nachdem mich der erste Band doch ziemlich enttäuscht hatte, war ich zunächst etwas skeptisch, hier wieder zuzugreifen, aber zum Glück habe ich das dennoch getan. Spannung und Spaß gehen Hand in Hand und dann wird auch noch ein Falco-Song zitiert. Großartig!
In diesem Band haben wir nun 10 Geschichten, von denen 8 deutsche Erstveröffentlichungen sind. Dabei besteht die erste Geschichte „Der Raub des Jahrtausends“ aus 10 Teilen und ist 140 Seiten lang geraten, macht also den Hauptteil dieses Bandes aus. Ein Glück, dass es sich hierbei um eine gelungene Geschichte handelt, die einen fesselt und die man gleich verschlingt. Auch mein Liebling Kommissar de Mauss ist zurück und mit Spezialagent Franz Gans ist eine lustige kulinarische Krimireihe geglückt. Interessanterweise ist aber meine Lieblingsgeschichte hier, nämlich „Das verzögerte Telefonat“, keine Erstveröffentlichung. Wenn mehr Geschichten in diesem Stil in den nächsten Bänden folgen, dann wäre das echt super.
Da es hier keine fortlaufende Geschichte gibt, die sich durch sämtliche Bände zieht, wie letztes Jahr mit Galaxy, kann dieser Band auch für sich allein unabhängig von der Reihe gelesen werden.
Fazit: Für Entenhausen-Krimi-Fans sehr zu empfehlen.

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Serie: MacGyver (2016) – Staffel 3

Unterhaltsam.
An sich haben mir die ersten beiden Staffeln nicht schlecht gefallen und so habe ich auch hier gerne eingeschaltet. Aber leider wurde meine Hoffnung, die ich am Ende der zweiten Staffel hatte, nicht erfüllt. Im Gegenteil ging es weiter um Spionage und internationale Kriminalität. Es ist also nicht besser geworden, aber zumindest qualitativ gleichwertig wie die letzte Staffel geblieben. Wer also da gut unterhalten wurde, wird es auch hier weiterhin sein. Action, Spannung und Humor finden eine gute Balance, die Charaktere sind auch weiterhin interessant. Manchmal etwas zu überdramatisiert, aber das ist man aus Hollywood eh schon gewohnt und es ist hier eh nicht so schlimm wie in manchen anderen Serien. Schlimm habe ich aber sehr wohl die letzte Episode gefunden, denn da wurde eine bestimmte Entwicklung gestartet und ich befürchte, dass der Hauptfokus der nächsten Staffel darauf liegen wird und das gefällt mir eigentlich nicht. Weiterschauen werde ich aber trotzdem.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft (Anime 2018; Originaltitel: Mirai no Mirai)

Schön, aber leider zu inkonsequent.
Drama von Mamoru Hosoda. 100 Min.
Inhalt: Der vierjährige Kun, der bis zur Geburt seiner kleinen Schwester Mirai der Star der Familie war, glaubt, dass seine Eltern jegliches Interesse an ihm verloren haben. Erst als er durch den Besuch der älteren Mirai aus der Zukunft mehrere Epochen besucht, lernt Kun, was es bedeutet, ein großer Bruder zu sein.
Der Film behandelt sehr schön die Familiendynamik, wenn plötzlich ein zweites Kind da ist. Wer selbst Kinder hat oder selbst ein älteres Geschwister ist, wird sich rasch damit identifizieren können. Zumal die Zeichnungen auch noch sehr gelungen sind und einen schnell in diese Welt ziehen. Mir gefällt die Idee des Films sehr gut und bis zu einem bestimmten Punkt passt der Plot auch ideal dazu. Doch dann schweift der Film leider ab. Kun lernt seine Familiengeschichte kennen und erfährt dabei, warum die Situation heute so ist, wie sie ist. Nur leider entspricht Kuns Lehre am Ende nicht dem Gedanken, mit dem der Film begonnen hat. Denn nichts von dem, was er gelernt hat, hat etwas damit zu tun, dass er plötzlich nicht mehr das Zentrum der Familie ist und Platz für seine Schwester machen muss.
Der Film ist durchaus schön und emotional, nur weiß der Regisseur meiner Meinung nach nicht genau, was er vermitteln möchte.
Fazit: Andere Anime-Filme würde ich eher empfehlen, aber dieser hier kann durchaus geschaut werden.

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Spiel: Clank! In! Space! (Renegade Game Studios)

Großartiges Deck Building Dungeon Crawl. Diesmal die richtige Version gespielt.
Von Paul Dennen (ca. 60 Min.; 2-4 Spieler)
Das hier ist die Sci-Fi-Variante zum Fantasy-Spiel Clank!, was ja seinerseits die Vielspielerversion mit Action und einer eher düsteren Atmosphäre zum Spiel Wettlauf nach El Dorado ist. Wir versuchen also ganz klassisch ein Deck zu basteln, mit dem wir so schnell wie möglich den Weg ablaufen und Hindernisse überwinden wollen.
Mit gefällt Clank! In! Space! aus verschiedenen Gründen viel besser als das originale Clank!. Einmal sagt mir persönlich das Sci-Fi-Thema viel mehr zu. Dazu passend haben die Karten zahlreiche Anspielungen auf verschiedenste Sci-Fi-Werke und es macht einfach Spaß, diese zu erkennen und dann damit zu spielen. Wenn man es etwa schafft, den Eliminator mit einem Lichtschwert und einem Star Trek Werkzeug auszustatten, dann ist das schon ein toller Moment. Aber abgesehen davon ist das Spiel hier nicht mehr nur ein geradliniger Wettlauf, sondern man muss vorher noch an drei Orten die Computersysteme hacken, bevor man den gesicherten Bereich betreten und das Artefakt stehlen kann. Geschwindigkeit alleine reicht also nicht. Zu welchen Computerterminals will ich? Welcher ist der effizienteste Weg dorthin?
Neben diesen Elementen wurden die Karten nun auch in Kategorien unterteilt. Man kauft also nicht mehr einfach nur blind die beste Karte, die man sich leisten kann, sondern versucht auch Kategorien zu sammeln, da die sich gegenseitig verbessern, wenn man mehrere gleiche ausgespielt hat. Dadurch wurde in die Kaufphase ein cooles strategisches Element eingebaut.
Trotz all dieses Lobgesanges gibt es aber auch einen sehr großen Kritikpunkt: Die Teleporter sind zu mächtig. Wenn jeder Spieler die Möglichkeit hätte, wäre es noch okay, aber es gibt nur zwei und die restlichen Spieler blicken durch die leeren Finger. Als Alternative zum Teleporter kann jeder Spieler den zentralen Turbolift verwenden, der zwar nicht so schnell ist, aber mit einem guten Deck den Nachteil wieder wettmacht. Wenn da nicht irgendwann die letzte Station blockiert werden würde. Und eben diese Blockade macht es für Spieler ohne Teleporter fast unmöglich, das Spiel zu gewinnen. Andererseits sind die Teleporter-Stationen durchaus schwierig positioniert und wenn man das nicht gut plant, dann nützen sie einem auch nicht viel.
Nichtsdestotrotz gefällt mir das Spiel sehr gut, macht viel Spaß und ich würde es jederzeit wieder spielen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Huber, Vitus – Die Konquistadoren

Interessantes Buch über einen wichtigen, doch eher unbekannten Abschnitt der Geschichte.
Normalerweise liest man Bücher über die Geschichte der Azteken oder Inka und erfährt dann im letzten Kapitel, wie dieses Volk durch die Konquistadoren Cortés, bzw. Pizarro in den Untergang getrieben wurde. Aber Amerika ist ein großer Doppelkontinent mit zahlreichen weiteren Völkern, Stämmen und Politischen Gefügen, neben diesen beiden Reichen. Und eben die Conquista in ihrer Gesamtheit, nicht nur mit dem Fokus auf die beiden berühmtesten Begebenheiten, wird in diesem Buch präsentiert. Ich habe es sehr interessant gefunden zu lesen, wie das alles Zustande kam. Wie das Kolonialreich eigentlich nur zufällig entstanden ist, weil die Konquistadoren sich zwecks Legitimation freiwillig der Krone unterworfen haben; Wie Teile der indigenen Bevölkerung auch davon profitierten; Warum Nordamerika nicht spanisch wurde; Dass auch viele Conquista-Züge erfolglos endeten. Alltag, Motivation und Folgen werden hier einfach und spannend erläutert. Das Buch wirft Licht auf eine der wichtigsten Begebenheiten der Weltgeschichte und macht dies auf sehr anschauliche Weise.
Fazit: Empfehlenswert.

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Die Konquistadoren: Cortés, Pizarro und die Eroberung Amerikas (Beck’sche Reihe)
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Serie: The Orville – Staffel 2

Fantastisch! Ich will mehr davon!
Nachdem mir ja die erste Staffel so gut gefallen hat, konnte ich das hier kaum noch erwarten. Und wow, ich wurde nicht enttäuscht. Die Serie macht einfach alles richtig: Charakterentwicklung; soziale und moralische Fragestellungen; Spannung; Humor etc. Ich wüsste nicht, was ich von einer Serie mehr verlange? Orville macht einfach Spaß, bietet großartige Unterhaltung und schaut auch optisch richtig gut aus.
Dennoch scheint damit nur ein Nischenpublikum erreicht zu werden, denn die Quoten sind nicht so gut, wie man es gern hätte, weshalb eine dritte Staffel noch diskutiert wird. Sollten wir keine bekommen, kann man das hier dennoch beruhigt schauen, denn das Staffelfinale ist sehr gelungen und kann auch als Serienfinale problemlos herhalten.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Avengers – Endgame (2019)

Tolle Bilder!
Superhelden / Science-Fiction / Action mit Robert Downey Junior von Anthony Russo und Joe Russo. 182 Min.
Inhalt: Die Hälfte allen Lebens im Universum wurde ausgelöscht und es scheint nur eine mögliche Zukunft zu geben. Besitzen die Avengers und ihre verbündeten Superhelden was nötig ist, um die vernichtende Macht der Infinity-Steine aufzuheben?
Wer Avengers – Infinity War gesehen hat, muss natürlich auch diesen Film schauen, alle anderen brauchen hier erst gar nicht einzuschalten. Und mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.
Ich sage ganz ehrlich, dass der Film für sich allein betrachtet wirklich schlecht ist und mich nur darin bestätigt hat, Zeitreisen nicht zu mögen. Weil der Film hier aber das Finale einer monumentalen Reihe ist und eben genau davon lebt, ist er beinahe perfekt. Denn wie bereits gesagt: Wer die anderen Marvel-Filme nicht gesehen hat, wird dem Film hier absolut gar nichts abgewinnen können, wer aber aber mit dem Vorwissen reinkommt, der wird belohnt werden und dem wird auch ein absolut zufriedenstellendes Ende geboten. Hier geht es nicht um Logik, sondern um Emotionen. Wenn sich sämtliche weibliche MCU-Charaktere um Captain Marvel versammeln, darfst du nicht fragen „warum?“, sondern musst einfach das tolle Bild genießen. Das gleiche gilt für so viele andere Szenen. Endgame ist ein Meisterwerk in dem Sinne, dass er das Publikum emotional zufriedenstellt und zwar derart, dass alles andere drum herum schnell vergessen ist.
Fazit: Wem die Marvel-Filme auch nur ein bisschen gefallen, der sollte Infinity War & Endgame auf jeden Fall schauen. Wer aber mit diesem Superhelden-Quatsch generell nichts anfangen kann, wird auch hier seine Meinung nicht ändern.

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Spiel: Decrypto (Asmodee)

Interessantes Wort-Assoziationsspiel.
Von Thomas Dagenais-Lespérance (ca. 15-45 Min.; 3-8 Spieler)
Ich habe selten ein Spiel gesehen, das so kompliziert zu erklären, aber dann doch so einfach zu spielen ist. Hier ist einfach zu Beginn eine Proberunde nötig, und dann ist eh alles klar. Das Problem ist nämlich, dass hier auf zwei Ebenen gespielt wird. Einerseits wollen wir es für unsere Teamkollegen so einfach wie möglich, für die Gegner aber so schwer wie möglich machen. Wie das genau dann funktioniert ist zu kompliziert, um es hier zu erklären.
Das Spiel geht über mehrere Runden mit den gleichen Begriffen, aber es müssen immer andere Assoziationswörter verwendet werden. Das führt normalerweise spätestens in der dritten Runde dazu, dass der Wortgeber in eine Analyse-Paralyse verfällt, um ausgeklügelte Assoziationen zu fabrizieren und die Teamkollegen sich dann auch ordentlich abmühen. Das wäre grundsätzlich eh ein lustiger Moment, aber er zieht das Spiel in die Länge und irgendwann ist man nur noch frustriert, weil es sich halt mit jeder Runde noch weiter steigert.
Ich finde die Idee des Spiels grundsätzlich sehr gut und es macht auch durchaus Spaß, aber es dauert einfach viel zu lang. Es ist weder ein schnelles und gemütliches Partyspiel, noch ein ausgeklügeltes Puzzle, in das man sich hineinkniet. Daher empfehle ich wirklich von Rundenbeginn an eine Uhr zu verwenden und das auch wirklich dann strikt einzufordern.
Fazit: Kann gespielt werden.

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Buch: Wilson, Daniel H. – Die Dynastie der Maschinen

Interessantes Roboter-Abenteuer.
Inhalt: Die Awtomat sind uralte menschenartige Roboter, die seit Jahrtausenden unerkannt unter uns leben. Doch ihre Zeit läuft ab, denn ohne neue Energiequelle droht ihnen der Untergang. Noch dazu herrscht ein brutaler Machtkampf zwischen den Awtomat. Mitten in diesen mörderischen Konflikt gerät die Archäologin June, die das Rätsel eines mysteriösen Artefakts lüften möchte.
Dieses Buch erinnert mich irgendwie an die Vampir- und Werwolf-Epen, deren Erzählungen sich über mehrere Jahrhunderte hinweg ausbreiten, nur eben mit den Awtomat. Bei der Beschreibung dieser Roboter stützt sich der Autor auf die zahnradgetriebenen Maschinen der Renaissance, wie sie etwa von Leonardo da Vinci angeführt werden, aber auch schon in älteren antiken Texten Griechenlands und Chinas erwähnt werden.
Es macht einfach Spaß in diese Welt einzutauchen, die auf realer Recherche basiert und dann mit viel Fantasie ausgeschmückt wurde. Der Stil ist auch sehr flüssig und so hat man rasch viele Seite hinter sich gebracht, bevor man wieder aufblickt. Der Plot selbst ist zweigeteilt: Einmal in der Gegenwart mit June und einmal in der Vergangenheit mit dem Awtomat Peter. Letztere ist eine Jahrhunderte überspannende Geschichte, die dann schließlich in die Gegenwart mündet. Ich persönlich habe zunächst beide Ebenen sehr spannend gefunden, doch der June-Plot hat irgendwann an Fahrt verloren, weshalb ich mich auf den Peter-Plot konzentriert habe.
Aber dann kommt dieses Ende und hier spalten sich die Gemüter. Manchen gefällt’s und Anderen nicht. Ich persönlich bin zwiegespalten. Normalerweise gefallen mir solche Enden und solche Erklärungen nicht, aber ich verstehe absolut, dass wir hier Roboter haben und die logischerweise einen konkreten Erschaffer brauchen. Speziell das Konzept der Anima macht es schwer, diesen in einen realen historischen Kontext einzufügen. Dennoch hätte mir das besser gefallen. Außerdem fühlt sich das Ende auch überhastet an, so als ob der Autor die Geschichte einfach schnell abschließen wollte. Andererseits ist das Ende aber auch nicht wirklich enttäuschend. Wir haben hier einen durchaus zufriedenstellenden Abschluss, der die wichtigsten Fragen löst und sämtliche Handlungsstränge zu einem Ende führt. Was am Ende offen bleibt sind nicht Fragen zum Plot oder zu den Charakteren, sondern dazu, was es in diesem Universum noch alles geben könnte. Mir erging es am Ende also schon so, dass ich gern weitergelesen hätte.
Ich kann durchaus nachvollziehen, dass jemand mit dem Ende unzufrieden ist. Aber mir hat das ganze Buch eigentlich gut gefallen, ich habe es regelrecht verschlungen und wenn das Ende auch nicht das ist, was ich erwartet habe, so hat es mich doch zufrieden gestellt.
Der Autor hat zwar gemeint, dass dieses Buch für sich allein steht und es keine Fortsetzung geben wird. Jedoch wird das Buch jetzt verfilmt und dadurch ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er seine Meinung ändern wird. Man darf gespannt sein.
Fazit: Empfehlenswert.

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Die Dynastie der Maschinen: Roman
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