Spiel: Eclipse – Das zweite galaktische Zeitalter (Pegasus Spiele)

Weltraum-Epos.
Von Touko Tahkokallio (ca. 60-200 Min.; 2-6 Spieler)
Eclipse – Das zweite galaktische Zeitalter liefert den beeindruckenden Beweis, dass ein monumentales Weltraum-Epos keine acht Stunden dauern muss, um ein echtes 4X-Gefühl zu erzeugen. Das Spiel optimiert das klassische „Explore, Expand, Exploit, Exterminate“-Prinzip radikal und gießt das raumgreifende Science-Fiction-Thema in das mathematisch präzise Korsett eines modernen Eurogames. Wer nach einem interstellaren Strategiespiel sucht, das ökonomische Disziplin genauso belohnt wie militärische Stärke, findet hier ein Meisterwerk des modernen Spieldesigns.
Das Spielprinzip erstreckt sich über exakt acht Runden, in denen die Spielenden die Führung einer eigenen, auf Wunsch auch asymmetrischen Alien-Zivilisation übernehmen. Der Ablauf wird durch eine faszinierend elegante Aktionsscheiben-Mechanik gesteuert. Wer an der Reihe ist, versetzt einen seiner Marker auf dem eigenen Tableau, um eine von sechs Hauptaktionen auszuführen: Erkunden, Beeinflussen, Erforschen, Aufwerten, Bauen oder Bewegen. Der geniale Kniff dabei ist, dass jede durchgeführte Aktion ein neues Feld auf der Ausgabenleiste freilegt. Je mehr ein Imperium in einer Runde unternimmt, desto höher steigen am Rundenende die Unterhaltskosten, die in Form von Geld bezahlt werden müssen. Wer sich wirtschaftlich übernimmt und seine Ausgaben nicht durch die Besiedlung neuer Planeten deckt, schlittert unweigerlich in den Staatsbankrott.
Ein weiteres Highlight ist das modulare Baukastensystem der Raumschiffe. Durch das Erforschen neuer Technologien schalten die Spielenden verbesserte Antriebe, Schilde, Computer oder verheerende Plasma- und Antimateriewaffen frei. Diese Plättchen werden physisch auf die eigenen Schiffstableaus gelegt, wodurch Abfangjäger, Kreuzer und Schlachtschiffe völlig individuell angepasst und spezialisiert werden können. Am Rundenende krachen die Flotten schließlich in Würfelkämpfen aufeinander, bei denen die zuvor verbauten Computer die Trefferwahrscheinlichkeit diktieren.
Wer über galaktische Großreiche spricht, kommt an einem Vergleich nicht vorbei: Wie schlägt sich Eclipse gegen den unangefochtenen König des Genres, Twilight Imperium (4. Edition)? Hier offenbart sich eine klare Trennlinie im Spieldesign. Eclipse ist das deutlich stromlinienförmigere, mechanisch sauberere und vor allem zeitsparendere Spiel. Während man für eine Partie Twilight Imperium gut und gerne einen kompletten Tag einplanen muss, ist eine Sechs-Personen-Runde Eclipse oft nach drei bis vier Stunden absolut fair und planbar beendet. Eclipse mag daher für strategische Eurogamer, die ökonomische Ketten und kalkulierbare Optimierung schätzen, das interessantere und spielerisch rundere Design sein. Es gibt kaum Downtime, der Glücksfaktor der Würfel lässt sich durch geschicktes Upgraden minimieren und der Fokus liegt stark auf dem Ressourcenmanagement. Dennoch liefert Twilight Imperium letztlich die epischeren, emotionaleren und erinnerungswürdigeren Momente am Spieltisch. Wo Eclipse eine mathematische Optimierungsaufgabe im Weltall bleibt, lebt Twilight Imperium von seiner tiefen politischen Komponente, den dramatischen Verhandlungen, dem kalten Verrat in der Agenda-Phase und den lautstarken Diskussionen über galaktische Gesetze. Wer ein klares, taktisch anspruchsvolles Euro-Wirtschaftsspiel mit Raumschiffen sucht, greift zu Eclipse. Wer hingegen eine unvergessliche Weltraum-Oper sucht, bei der Geschichten geschrieben werden, von denen man noch Jahre später erzählt, wird trotz der monumentalen Spielzeit weiterhin zu Twilight Imperium tendieren.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: The Terminal List – Staffel 2

Schlechter Start, aber dann wird’s flott.
Nachdem mir die erste Staffel und das Prequel Dark Wolf eigentlich gut gefallen haben, habe ich hier direkt eingeschaltet, um es zu schauen, wurde aber mit einem enttäuschenden Start bestraft, was sich dann aber zum Glück ab der dritten Episode ändert.
Dass die ersten beiden Episoden der zweiten Staffel von The Terminal List so billig, klischeehaft und visuell enttäuschend wirken, liegt an einer unglücklichen Kombination aus Drehbuchproblemen und Produktionskürzungen. Weil reale geopolitische Ereignisse die Romanvorlage überholt hatten, mussten die Autoren die Handlung hastig umschreiben, was zu hölzernen Dialogen, logischen Lücken und einem erzwungenen Wechsel hin zu abgedroschenen 80er-Jahre-Spionageklischees führte. Gleichzeitig leidet die Optik massiv unter dem exzessiven Einsatz von schlechtem Green Screen und künstlichem CGI. Um Kosten für die vielen internationalen Schauplätze wie Mosambik zu sparen, wurde kaum an echten Schauplätzen gedreht, während das Budget durch das parallel produzierte Prequel Dark Wolf und namhafte Cast-Neuzugänge ohnehin stark strapaziert war. Das Ergebnis ist ein spürbarer Qualitätsverlust, der die einstmals dreckige, handgemachte Identität der Serie gegen sterile Studio-Optik und lahmes Storytelling eintauscht.
Ab Episode 3 fängt sich die Serie jedoch spürbar und gewinnt die Qualitäten der ersten Staffel zurück, da die ersten beiden Folgen lediglich als zäher Prolog fungieren. Sobald James Reece (Chris Pratt) offiziell von der CIA rekrutiert wird, bekommt die Handlung einen klaren roten Faden, wodurch die anfängliche Ziellosigkeit und die hölzernen Dialoge verschwinden. Zudem verlagert sich das Geschehen auf klassische Sets und geheime Stützpunkte, wodurch der künstliche Green-Screen-Look der ersten Stunden einer authentischen, taktischen Militär-Action und präzisem Schießtraining weicht. Dadurch gewinnt die Dynamik deutlich an Fahrt, sodass die Staffel ab der dritten Folge wieder zu dem gewohnt packenden und rasanten Thriller wird.
Mich persönlich hat diese zweite Staffel gut unterhalten und sie bietet auch einen zufriedenstellenden, runden Abschluss. Im Gegensatz zur ersten Staffel ist hier jedoch ein Handlungsstrang für alle sichtbar offen gehalten worden, um jetzt schon Lust auf die dritte Staffel zu machen, die ich sicher wieder schauen werden.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: The Uprising – Für die Freiheit (2026)

Nett.
Historisch/Action mit Andrew Garfield von Paul Greengrass. 128 Min.
Inhalt: Im England des Jahres 1381 verhängt König Richard II. eine brutale Steuer gegen die ärmsten Mitglieder der Gesellschaft. Als das in einen offenen Aufstand mündet, führt ein Bauer Tausende von einfachen Leuten in einem Marsch nach London an.
The Uprising hat vieles, was ein großes Historienepos braucht: schmutzige Straßen, aufgebrachte Menschen, brutale Machtverhältnisse und eine Rebellion, die jederzeit außer Kontrolle geraten kann. Paul Greengrass inszeniert den englischen Bauernaufstand von 1381 mit spürbarer Dringlichkeit und zieht durchaus interessante Parallelen zwischen mittelalterlicher Not und heutigen gesellschaftlichen Spannungen. Allerdings bleibt die Geschichte überraschend schematisch. Figuren werden häufig eher als Vertreter bestimmter Ideen behandelt denn als glaubwürdige Menschen, und manche Dialoge erklären ihre politische Botschaft etwas zu deutlich.
Andrew Garfield spielt toll, vor allem weil er seinem nur „Ploughman“ genannten Bauern Verletzlichkeit, Zorn und eine stille Würde verleiht. Selbst pathetische Sätze gewinnen durch ihn an Gewicht. Doch auch Garfield kann den Film nicht retten. Seine Figur bleibt zu grob gezeichnet, und je stärker The Uprising in Richtung konventionelles Heldenepos und Robin-Hood-Vorgeschichte abbiegt, desto mehr verliert der Film von seiner anfänglichen Glaubwürdigkeit. Besonders der aufgesetzte Epilog wirkt wie der Versuch, einer komplizierten historischen Niederlage nachträglich einen publikumsfreundlichen Hoffnungsschimmer zu verpassen.
Historisch akkurat ist The Uprising deshalb nur in den Grundzügen. Die Pestfolgen, der Arbeitskräftemangel, gesetzlich gedrückte Löhne, hohe Steuern zur Finanzierung des Krieges gegen Frankreich und der junge König Richard II. bilden einen weitgehend stimmigen Hintergrund. Ploughman selbst ist jedoch keine belegte historische Person, sondern eine stellvertretende Kunstfigur für die namenlosen Aufständischen. Regisseur Greengrass wollte die Ereignisse bewusst nicht aus Sicht bekannter Anführer wie Wat Tyler oder John Ball erzählen. Auch Richards Beteiligung an den Verhandlungen wird verändert, während die große Schlusskonfrontation bis auf ihren Schauplatz fast vollständig erfunden ist.
So bleibt The Uprising ein ordentlich gespieltes und handwerklich kraftvolles, aber zunehmend vereinfachendes Historienkino. Der Film vermittelt überzeugend, warum Menschen rebellieren, weniger überzeugend dagegen, wer diese Menschen tatsächlich waren. Garfield ist sein emotionales Zentrum, nur leider bleibt um dieses Zentrum herum viel brach liegen.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Gedankensprung: SPIEL Essen 2026

Auch dieses Jahr ist die SPIEL in Essen nicht komplett an mir vorbeigegangen.
Ich habe sie auf verschiedenen Social Media Kanälen verfolgt und einige meiner Freunde waren dieses Jahr auch wieder dort, ich werde also in den nächsten Monaten hoffentlich in den Genuss kommen, einige der Neuigkeiten auszuprobieren.
Hier ein paar konkrete Zahlen: Die SPIEL Essen 2026 hat alle Rekorde eingestellt. Es war nicht nur die größte Brettspielmesse, die jemals stattgefunden hat, sondern auch die mit den meisten Menschen auf dem Gelände. 230.000 Menschen aus allen Ecken der Erde kamen vom 22. bis zum 25. Oktober nach Essen, um bei der Messe dabei zu sein. Die SPIEL war an allen Tagen restlos ausverkauft. Und das, obwohl es dieses Jahr sogar mehr Tickets gab, da durch die Öffnung der Halle 8 als Ausstellungsfläche erstmals alle Hallen der Messe Essen bespielt wurden, eine Gesamtfläche von 81.200 Quadratmetern. Insgesamt brachten 997 Aussteller aus 53 Ländern insgesamt 2.012 Neuheiten ins Herz des Ruhrgebiets. (Presse SPIEL Essen)
Meine negative Perspektive auf das „Loot-Problem“ habe ich ja letztes Jahr >>an dieser Stelle ausgeführt<< und werde ich daher nicht wieder thematisieren.
Bei all den neuen Spielen in Essen (boardgamegeek.com listet 1410 Titel für 2026), stellt sich natürlich wie immer die Frage, wer die alle spielen soll. Aber wenn die Community groß genug ist, hoffen wir, dass sich für jedes Spiel genug Interessenten finden. Das wichtigste für sich selbst ist aber zu lernen, dass es kein Problem ist, irgendein Spiel nicht ausprobiert, nicht gespielt und nicht gekauft zu haben. Nur weil eine Marketing-Kampagne erfolgreich Hype generiert, muss man sich da nicht mitziehen lassen. Die meisten Spiele sind nach wenigen Tagen eh wieder aus dem allgemeinen Diskurs verschwunden.
Kommen wir aber jetzt konkret zu den Spieleneuheiten, die mir aufgefallen sind und auf die ich mich jetzt schon freue, sie irgendwann zu spielen: -60° (Nanox Games), Drillers (Czech Games Edition (CGE)), Citadels Duel (Z-Man Games), Spooky Bar (Edition Spielwiese) und Skyrift (Origames).
Queen Alice und Kingdom Come: Deliverance waren aus meiner Perspektive neben -60° und Drillers jene, die in den Sozialen Medien am häufigsten gezeigt wurden, reizen mich persönlich jetzt aber nicht. Zwei Freunde haben mir nach ihrer Rückkehr bereits ihren „Loot“ präsentiert und es war interessanterweise keines meiner Wunschspiele dabei. Aber ich freue mich schon, die auszuprobieren.

Daneben gibt es aber auch noch meine persönliche Spielewunschliste, die ich seit Jahren an dieser Stelle platziere und die immer noch gigantisch ist. Ich habe keine Ahnung, wann ich die mal spielen soll:
Earth (Inside Up Games), Endeavor: Deep Sea (Grand Gamers Guild), Arche Nova (Feuerland), Distant Suns (IELLO), Trails of Tucana (Pegasus Spiele), Dive (Pegasus Spiele), Beyond the Sun (Rio Grande Games), Aquatica (Cosmodrome Games), Ecos – First Continent (AEG), Ishtar (Iello), Queenz (Rio Grande Games), Barrage (Feuerland Spiele), Black Angel (Asmodee), Detective – City of Angels (Van Ryder Games), Deep Blue (Days of Wonder), Hadara (Hans im Glück), Cassiopeia (Hobby World), Offshore (Aporta Games), Orb Hunters (Ediciones Primigenio), Skytopia (Cosmodrome Games), City of Rome (Abacusspiele), Futuropia (Friedemann Friese, 2F-Spiele), Blue Lagoon (Blue Orange), The River (Days of Wonder), Ceylon (Ludonova), Passing Through Petra (Renegade), Carpe Diem (Alea), Teotihuacan (Schwerkraft), City of Gears (Grey Fox Games), Altiplano (dlp games), Majesty (Hans im Glück), First Class (Hans im Glück), Madeira (What’s Your Game?), Yokohama (Tasty Minstrel Games), Blood Rage (CMON), Abyss (Bombyx), New York 1901 (Blue Orange Games), Ostia (Skellig Games) und Oben und Unten (Schwerkraft-Verlag).

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Spiel: Power Plants (Skellig Games)

Magischer Pflanzenkrieg.
Von Adam E. Daulton (ca. 30 Min.; 1-5 Spieler)
Power Plants tarnt sich als charmantes, buntes Legespiel im Zauberwald-Stil, entpuppt sich am Tisch aber als knallhartes, taktisches Area-Control-Feuerwerk. Unter der fantasievollen und detailverliebten Optik von Apolline Etienne verbirgt sich ein erstaunlich konfrontatives Puzzle, bei dem sich die Spielenden sprichwörtlich gegenseitig das Wasser, oder vielmehr den magischen Boden, abgraben. Es kombiniert geschickt Plättchenlegen mit harten Mehrheitenkämpfen und punktet durch eine enorme Variabilität.
Das Spielprinzip dreht sich um den gemeinsamen Anbau eines magischen Gartens. Alle Beteiligten schlüpfen in die Rolle von Zauberern, die um das einzige fruchtbare Beet der Region buhlen, um dort wertvolle magische Zutaten zu ernten. Zu Beginn zieht jeder zwei hexagonale Pflanzenplättchen aus einem Stoffbeutel. Wer am Zug ist, legt genau eines dieser Plättchen an den bereits ausliegenden, gemeinsamen Garten an. Danach wird die eigene Zauberer-Figur auf dieses neu platzierte Feld gestellt. Nun folgt das mechanische Herzstück des Spiels: die Entscheidung zwischen zwei völlig unterschiedlichen Aktivierungsarten.
Die „Sprout“-Aktion löst die mächtige Hauptfähigkeit dieser spezifischen Pflanze aus, während die „Grow“-Aktion stattdessen alle direkt angrenzenden Plättchen, die schon vorher im Garten lagen, aktiviert. Dieser Kniff erfordert ständiges Abwägen.
Nach der Aktivierung wird der Zauberer wieder vom Feld genommen, ein neues Plättchen nachgezogen und der nächste Spieler ist an der Reihe. Auf den ausgelegten Beeten sammeln sich im Laufe der Partie immer mehr Feen der verschiedenen Spieler sowie wertvolle Edelsteine an. Das Spiel endet, sobald eine bestimmte Anzahl an Plättchen verbaut wurde. Bei der finalen Abrechnung wird jedes zusammenhängende Beet aus identischen Pflanzenarten gewertet. Wer in einem solchen Gebiet die Mehrheit an Feen besitzt, streicht die Punkte für alle dort liegenden Plättchen sowie die darauf gesammelten Edelsteine ein.
Jede Partie fühlt sich dabei anders an. Aus einem Pool von insgesamt acht verschiedenen Pflanzensorten werden pro Spiel immer nur fünf ausgewählt. Da jede Pflanze über zwei völlig unterschiedliche Verhaltensmuster verfügt, lässt sich der Aggressionsgrad und die Komplexität einer Runde vorab extrem präzise steuern. Während das „Honigblatt“ für ein friedlicheres Verteilen von Feen sorgt, bricht mit dem „Rankendorn“ eine erbarmungslose Verdrängungsschlacht aus, bei der gegnerische Arbeiter kurzerhand vom Feld gefegt werden.
Power Plants ist ein spielerischer Tausendsassa, der die perfekte Balance zwischen Zugänglichkeit und strategischer Tiefe meistert. Die Regeln sind innerhalb von fünf Minuten verstanden, doch das taktische Potenzial entfaltet sich erst beim geschickten Kombinieren der Pflanzenfähigkeiten. Man darf sich von der niedlichen Aufmachung nicht täuschen lassen: Das Spiel kann im positiven Sinne richtig fies werden, da sich die Mehrheitsverhältnisse auf dem Spielfeld im Sekundentakt verschieben können. Wer ein schnelles, hochgradig variables Taktikspiel mit hoher Interaktion sucht, bekommt hier eine dicke Empfehlung für den nächsten Spieleabend.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Runner (2026)

Klassischer Action-Vibe ohne Schnörkel.
Action/Abenteuer mit Alan Ritchson von Scott Waugh. 97 Min.
Inhalt: Hank Malone (Alan Ritchson) hat seine Zeit als Elitesoldat hinter sich gelassen und arbeitet inzwischen als Spezialkurier für besonders sensible Transporte. Gemeinsam mit dem medizinischen Kurier Ben (Owen Wilson) soll er ein lebenswichtiges Spenderorgan rechtzeitig zu einer schwerkranken Siebenjährigen bringen. Die Mission nimmt jedoch eine unerwartete Wendung, als ein mächtiger Verbrecherboss ebenfalls Jagd auf die wertvolle Fracht macht. Plötzlich befinden sich Hank und Ben auf der Flucht vor einer brutalen Gang, die jedes Mittel einsetzt, um das Organ in ihre Gewalt zu bringen.
Mit Runner erwartet den Zuschauer ein Film, der sich erfrischend unkompliziert präsentiert und das Rad des Genres keineswegs neu erfinden will. Der gesamte Streifen fühlt sich an wie ein klassischer Actionfilm aus den 80er oder 90er Jahren. Regie und Inszenierung verzichten glücklicherweise auf verschachtelte Zeitebenen, pseudo-philosophische Dialoge oder übertriebene CGI-Effekte und setzen stattdessen auf Old-School-Vibes. Wir bekommen einen absolut geradlinigen Plot mit viel Geballer serviert, der ohne Umschweife von einer Actionszene zur nächsten hetzt. Wer eine tiefgründige Story mit überraschenden Wendungen sucht, ist hier definitiv falsch. Doch genau diese Einfachheit ist die größte Stärke des Films. Runner will einfach nur krachen und macht dabei über die gesamte Laufzeit hinweg ordentlich Spaß. Die handgemachten Stunts und die wuchtig inszenierten Schießereien lassen das Herz jedes Nostalgikers höherschlagen und sorgen für kurzweilige Popcorn-Unterhaltung.
Fazit: Empfehlenswert.

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Der Entenhausen Podcast – Die zweite Staffel ist da!

Die neue Folge vom Entenhausen Podcast ist da!

Der Podcast über Enten und Mäuse. Hier erzähle ich euch von unseren Lieblingscomics aus Entenhausen und stelle die verschiedenen Charaktere vor, die uns dort immer wieder begegnen: Donald Duck, Micky Maus & Co.
Taucht ein mit mir in die Welt von Entenhausen!

Mittlerweile ist bereits die dreizehnte Folge erschienen. In dieser Folge erzähle ich darüber, was ich in den Sommermonaten gelesen habe und möchte noch einmal ein bisschen über die App Swoosh sprechen.

Hören könnt ihr den Podcast auf diesen Plattformen:
Spotify
Amazon Music
Castbox

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Spiel: dnup (asmodee)

Kartenchaos.
Von Kei Kajino (ca. 15-20 Min.; 2-5 Spieler)
dnup dreht das klassische Kartenspielprinzip sprichwörtlich auf den Kopf und bietet clevere Innovation im Hosentaschenformat. Das rasante Absacker-Spiel konfrontiert die Spielenden mit der Herausforderung, Handkarten loszuwerden, die bei fast jeder Aktion ihren Wert verändern. Wer hier stur nach Schema F spielt, sammelt schneller ungewollten Ballast an, als ihm lieb ist.
Das Ziel ist simpel: Alle Handkarten müssen so schnell wie möglich abgelegt werden. Der Clou liegt im doppelseitigen Design. Jede Karte besitzt oben und unten zwei unterschiedliche Zahlenwerte (1 bis 10). Die Karten werden auf die Hand genommen und dürfen zwar umsortiert, aber niemals eigenmächtig umgedreht werden.
Wer am Zug ist, räumt ein eventuell noch aus der Vorrunde vor sich liegendes Kartenset ab, das endgültig aus dem Spiel fliegt. Danach muss eine von vier Aktionen gewählt werden: Ein eigenes Set ausspielen, an ein gegnerisches Set anlegen, ein gegnerisches Set auf die eigene Hand nehmen oder die komplette Hand um 180 Grad rotieren. Letzteres macht alle bisher inaktiven unteren Werte schlagartig zu den neuen, aktiven Werten.
Der namensgebende Kniff („dnup“ für down/up) entsteht beim Überbieten. Legt man ein gleich großes Set wie die Konkurrenz mit einem höheren Wert aus, wird das gegnerische Set geschlagen. Die unterlegene Person muss diese Karten sofort wieder auf die Hand nehmen, allerdings um 180 Grad gedreht. Ein starkes Paar aus Neunen mutiert beim unfreiwilligen Rückzug so blitzschnell zu zwei schwachen Zweien.
dnup ist ein erstaunlich cleveres Kartenspiel, das trotz minimaler Regeln und kurzer Erklärzeit eine beachtliche Spieltiefe erreicht. Das physische Drehen der Karten fühlt sich frisch und dynamisch unterhaltsam an. Da eine Runde selten länger als 15 Minuten dauert, entfaltet das emotionale Auf und Ab eine enorme Sogwirkung.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Mickey 17 (2025)

Gut unterhalten, aber die Satire verfehlt ihr Ziel.
Sci-Fi/Komödie mit Robert Pattinson von Bong Joon-ho. 139 Min.
Inhalt: Mickey Barnes arbeitet als ein sogenannter „Expendable“ auf einem Raumschiff, das Kolonisten zu dem unerforschten Planeten Niflheim bringen soll. Als Expendable wird er für gefährliche Missionen eingesetzt. Sollte er dabei sterben, wird mit der Hilfe eines Bioprinters einfach ein Klon von ihm angefertigt. Als er bei der Erkundung des neuen Planeten in eine Gletscherspalte gerät, halten ihn die Kolonisten für tot und drucken eine neue Version. Doch das Original ist noch am Leben.
Mit Mickey 17 liefert Regisseur Bong Joon-ho ein absurdes Science-Fiction-Abenteuer ab, das mich ehrlich gesagt mit gemischten Gefühlen, aber insgesamt positiv überrascht zurücklässt. Um es gleich vorwegzunehmen: Ich hatte mir im Vorfeld definitiv etwas völlig anderes von diesem Film erwartet. Wer hier ein düsteres, existenzielles Sci-Fi-Drama sucht, greift fehl. Stattdessen schlägt das Werk eine merklich humorvollere und groteskere Richtung ein. Auch wenn der Streifen nicht ganz die erwartete emotionale Tiefe erreicht, wurde ich über die gesamte Laufzeit hinweg dennoch gut unterhalten. Das Tempo stimmt und die visuelle Umsetzung der sterilen Kolonialwelt ist absolut gelungen.
Das unbestrittene Highlight und das Fundament des Films ist jedoch Hauptdarsteller Robert Pattinson. Er spielt einfach fantastisch und trägt den gesamten Film quasi im Alleingang auf seinen Schultern. Die Herausforderung, zwei unterschiedliche Versionen desselben Charakters – den eher zurückhaltenden Mickey 17 und den völlig chaotischen, aggressiveren Mickey 18 – gleichzeitig zu verkörpern, meistert er mit einer grandiosen darstellerischen Phantasie. Seine Mimik und die feinen Nuancen, mit denen er den Klonen eine eigene Identität verleiht, machen unheimlich viel Spaß und retten so manche erzählerische Länge im Drehbuch.
Wo der Film im Vergleich zu Bong Joon-hos früheren Meisterwerken wie Parasite allerdings spürbar schwächelt, ist der gesellschaftskritische Unterton. Die eigentlich vielversprechende politische Satire verpufft hier leider komplett. Das liegt vor allem daran, dass die Kritik nicht allgemein und universell gehalten ist, um Missstände in Systemen oder der menschlichen Natur zu beleuchten. Stattdessen fokussiert sich das Skript viel zu sehr auf eine ganz spezifische, reale Person der Zeitgeschichte, was der gesamten Prämisse ihre Bissigkeit und zeitlose Relevanz raubt. Anstatt einer tiefgreifenden Parabel bekommt man so eher eine recht plakative Abrechnung serviert. Wer darüber hinwegsehen kann, erlebt dank eines genialen Hauptdarstellers dennoch ein unkonventionelles und kurzweiliges Weltraum-Abenteuer.
Fazit: Empfehlenswert.

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Reblog vom 11.10.2017

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