Spiel: Splendor Marvel (Space Cowboys)

Tolle Splendor-Variante.
Von Marc André (ca. 30 Min.; 2-4 Spieler)
In Splendor geht es um das Sammeln von Chips und Kartenentwicklung. Wenn man an der Reihe ist, kann man entweder Chips sammeln oder eine Karte kaufen und bauen oder eine Karte reservieren. Diese Simplizität der Züge führt zu einem angenehmen Spielfluss mit kaum Downtime.
Splendor Marvel unterscheidet sich nicht stark genug vom Original, um dieses zu ersetzen. Es ist im Grunde das gleiche Spiel mit der gleich hohen Produktionsqualität, nur mit anderen Bildern, eben jenen aus dem Marvel Universum. Auch die Siegbedingungen wurden thematisch angepasst und sind somit mechanisch der einzige Unterschied zum Original. Wer das eine hat, braucht das andere nicht. Wer aber noch keins hat, soll einfach entscheiden, welches Thema ihm besser gefällt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Brynn, Kris – A.R.T., Coup zwischen den Sternen

Nettes Sci-Fi-Abenteuer mit Schwächen.
Inhalt: Kunstgalerien haben ihre Versteigerungen in die Weite zwischen den Sternen verlagert: Auf Luxusraumschiffen der Extraklasse können illustre Kunstliebhaber ihrem Vergnügen frönen und ungestört Milliarden für die kostbaren Schätze ausgeben. Doch auch im All bedarf es eines besonderen Schutzes, sei es nun vor Kunstschändern, Möchtegern-Dieben oder religiösen Fanatikern. Dafür ist Savoy Midthunder zuständig. Sie arbeitet bei ArtSecure, einer Sicherheitsfirma, die sich auf die Bewachung von Kunstauktionen im Weltall spezialisiert hat. Ihr neuer Auftrag lautet, ein ebenso geheimnisvolles wie spektakuläres Objekt während einer Auktion zu schützen. Doch darauf haben es mehrere Gruppen abgesehen und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Auch wenn das Buch ein gut durchdachtes und spannendes Szenario präsentiert, hatte ich doch Mühe, es fertig zu lesen. Einerseits habe ich einfach keinen Zugang zu den Charakteren gefunden und andererseits war der ganze Handlungsstrang rund um die katholische Kirche überhaupt nicht nachvollziehbar. Erst im letzten Drittel des Buches, als sich die Wege der vier Protagonisten ständig kreuzen, kommt etwas Fahrt auf und am Ende ist das Buch dann auch schön in sich geschlossen.
Mein Problem war, dass ich eine ganze falsche Erwartungshaltung hatte. Ich dachte nämlich, dass das hier eine Art Ocean’s Eleven in space sei, die Hauptfigur ist jedoch die Chefin des Sicherheitsteams und die Eindringlinge sind mehr fanatisch als raffiniert. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht genauso spannend sein kann. Es ist halt einfach eine andere Art von Geschichte und dessen sollte man sich bewusst sein.
Insgesamt hat mich das Buch leider nicht umgehauen. Es ist eine nette kurzweilige Lektüre bei Regenwetter mit einigen richtig coolen Ideen. Wie gesagt ist der Hintergrund durchaus spannend mit einigen interessanten Details, aber Plot und Charaktere sind leider der große Schwachpunkt. Zum Glück ist das Buch recht kurz und die tollen Szenen ziehen sich kontinuierlich bis zum Ende durch.
Fazit: Kann gelesen werden.

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Film: Everything Everywhere All at Once (2022)

Zu viel Hype.
Action / Sci-Fi mit Michelle Yeoh von Daniel Kwan und Daniel Scheinert. 140 Min.
Inhalt: Die Chinesin Evelyn betreibt in den USA einen Waschsalon und lebt ein beschauliches Leben mit den üblichen Problemen. Während einer Steuerprüfung wird Evelyn plötzlich in ein Multiversum katapultiert. Sie erfährt, dass sie die Fähigkeiten ihrer Selbst in den einzelnen Universen adaptieren und miteinander verknüpfen kann. Damit nicht genug, ist sie die Einzige, die das Multiversum vor einem Verbrecher bewahren kann. Um die Welten zu retten, startet Evelyn eine atemlose Jagd durch die Dimensionen.
Dieser Film war sicherlich die größte Kinoüberraschung des Jahres. Nicht nur finanziell war er ein absoluter Erfolg, sondern er wurde auch von den Kritikern und vom Publikum in den höchsten Tönen gelobt. Aber wie immer, wenn man eine zu große Erwartungshaltung hat, kann man nur enttäuscht werden.
Ich finde den Film nicht schlecht, keine Frage. Er erzählt eine originelle Geschichte und präsentiert sehr gut gemachte Action, allein deshalb ist der Film schon sehenswert. Auch die Mutter-Tochter-Beziehung wird sehr schön thematisiert, ebenso wie der geplatzte amerikanische Traum. Der Film ist aber im Herzen ein perfekt choreographiertes Chaos. Jeder Ton, jedes Bild, jede Sequenz ist perfekt durchegplant. Und genau das ist es, was für mich an diesem Film zu viel wurde. Auch wenn die Ideenflut grandios ist, ist es am Ende eine Flut, die einen orientierungslos mitreißt und schließlich erschöpft zurücklässt. Doch alles wird am Ende meisterlich auf einen Punkt zusammengeführt, fokussiert und bringt damit einen zufriedenstellenden Abschluss.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: The Queen’s Gambit (Asmodee)

Schlechte Spiele zu tollen Serien sollten eigentlich ein Ding der Vergangnheit sein.
Von Rebecca Bleau und Nicholas Cravotta (ca. 15 Min.; 2-4 Spieler)
Zuerst sei einmal klargestellt: Das hier ist nicht Schach. Es ist ein Spiel zu einer Serie über Schach. Doch auch mit dieser Serie hat dieses Spiel nicht viel zu tun, außer Titel und Umschlagbild. Wir programmieren hier unsere Figuren, damit sie sich dann auf einem Raster bewegen und hoffentlich Siegpunkte einsammeln. Das gestaltet sich jedoch sehr langweilig und das bisschen Spannung basiert auf dem Zufallsfaktor, der jeglichen Versuch von Taktik sinnlos macht. Ingesamt einfach ein schlechtes Spiel, das schnell produziert wurde, um von einem Netflix-Hit zu profitieren.
Fazit: Finger weg!

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Buch: Siegner, Ingo – Der kleine Drache Kokosnuss erforscht den Weltraum (Alles klar! Drache-Kokosnuss-Sachbuchreihe, Band 9)

Tolles Sachbuch für Kinder.
In diesem Buch erlebt der kleine Drache Kokosnuss nicht nur ein großartiges Abenteuer, sondern lernt dabei gleichzeitig den Weltraum kennen. Und mit ihm lernen auch die Leser. Auf dem Weg von der Erde zum Planeten Zitterpappel erfahren wir, seit wann Menschen die Sterne beobachten, wie unser Sonnensystem aufgebaut ist, was die ISS ist, wie eine Mondlandung funktioniert u.v.m. Zum Glück sind der Fressdrache Oskar und das Stachelschwein Matilda auch dabei, damit wir neben all der Informationen ebenso viele lustige Momente haben.
Wie immer bei den Büchern des kleinen Drachen Kokosnuss gibt es auch hier zahlreiche Bilder, diesmal natürlich gekonnt dazu da, um die Informationen aus dem Text auch optisch zu vermitteln, ohne jedoch den typischen Charme und Humor zu verlieren.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Star Wars Geschichten der Jedi – Staffel 1

Cooles Addendum zum Star Wars Universum.
Hierbei handelt es sich um eine animierte Anthologie-Serie, in welcher jene Geschichten erzählt werden, welche in den anderen Serien und Filmen übersprungen wurden. Konkret werden hier in der ersten Staffel die Lücken aus Ahsoka Tanos Leben gefüllt und in anderen Episoden der Weg von Meister Dooku hin zu Count Dooku nachgezeichnet. Speziell Dookus Werdegang hat mir sehr gut gefallen und ist in meinen Augen viel nachvollziehbarer als jener von Anakin Skywalker.
Für Star Wars Fans, die alles gesehen haben, ist das hier wirklich ein tolles Bonbon, wer aber nicht tief im Star Wars Universum eingetaucht ist und die animierten Serien nicht geschaut hat, der kann das hier ignorieren.
Fazit: Für Fans sehr zu empfehlen.

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Film: Carter (2022)

Coole non-stop Action.
Action mit Joo Won von Byeong-gil Jeong. 132 Min.
Inhalt: Nach einer tödlichen Pandemie, die die Vereinigten Staaten und Nordkorea verwüstet hat, wird ein Mann ohne Erinnerungen in eine mysteriöse Mission verwickelt: Eine Stimme in seinem Ohr befiehlt ihm, nicht getötet zu werden.
Der Charme dieses Films liegt in seiner Kameratechnik, er wurde nämlich ohne Schnitt gedreht. Dadurch wird das Tempo des Films noch rasanter, denn eine Actionszene reiht sich nahtlos an die nächste Actionszene, keine Pause, keine Erholung, Adrenalin pur. Da eben ständig Vollgas gegeben wird, bleibt keine Pause, darüber nachzudenken, wie hanebüchen der Plot eigentlich ist und wie viele Logikfehler es da gibt. Im Gegenteil sitzt man am Ende da und denkt sich: „Wow, war das toll!“
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Kingdomino Origins (Pegasus Spiele)

Eine interessante Variante von Kingdomino.
Von Bruno Cathala (ca. 20-40 Min.; 2-4 Spieler)
Kingdomino Origins ist Queendomino ist Kingdomino. Die drei Spiele haben das gleiche Material, das gleiche Design und die gleichen Regeln. Mit dem Unterschied, dass es bei Queendomino Gebäude gibt und hier bei Kingdomino Origins Vulkane, die natürlich anders funktionieren. Es gibt aber ein weiteres Element hier bei Kingdomino Origins, das es von den anderen beiden merklich abhebt, nämlich die Module. Wenn man nur die Grundvariante spielt, unterscheidet sich Kingdomino Origins nicht stark genug von Queendomino oder Kingdomino, um eines dem anderen vorzuziehen. Wenn man aber die zwei Module anschaut, die hier noch enthalten sind und damit das Spiel erweitern, dann sieht die Sache anders aus. Das erste bringt Ressourcen aus Holz, das zweite Höhlenmenschen-Marker.
Für mich hat Kingdomino Origins eindeutig Queendomino und Kingdomino ersetzt. Mit neuen Spielern spielt man das Basisspiel, für erfahrene Spieler fügt man dann noch eins der Module hinzu.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Grataloup, Christian – Die Geschichte der Welt. Ein Atlas

Neue Pflichtlektüre für Geschichtsinteressierte.
In diesem opulenten, 640 Seiten starken Werk präsentiert der Autor globale Ereignisgeschichte von den Anfängen der Menschheit bis zur Gegenwart anhand toller, spannender Kartographie. Es ist ein Atlas, in welchem auch neueste Erkenntnisse und aktuelle Daten eingeflossen sind. Außerdem werden auch Aspekte betrachtet, die man so in traditionellen historischen Atlanten eher selten sieht. Es ist ein Atlas, der versucht allumfassend zu sein und dem das auch sehr gut gelingt. Politik, Religion, Kultur, Soziologie – zu allen Bereichen gibt es Karten. Interessant ist auch, dass die Karten am Ende bis ins 21. Jahrhundert reichen, also wirklich sehr modern und aktuell sind.
Die Karten stehen nie für sich alleine, sondern haben auch immer einen kleinen Text zur historischen Einordnung dabei, sowie übersichtliche Legenden, manchmal auch Chronologie-Leisten und regelmäßig Hinweise, auf welchen Seiten man weiterführende Karten zu diesem Thema findet. Lobend soll auch bemerkt werden, dass immer wieder Pläne wichtiger Städte abgebildet werden, also nicht nur weitläufige Landkarten. Das durchgehend auf glattem Papier gedruckte Buch ist auch haptisch sehr angenehmen. Im hinteren Teil des Buches gibt es eine detallierte Inhaltsübersicht sowie ein ausführliches Register, also ingesamt genug Hifsmittel, um sich im Atlas gut zurechtzufinden.
Auch wenn ich es wirklich genieße, in diesem Atlas zu schmökern, habe ich auch ein paar Kritikpunkte, konkret zu Kapitel 3 „Vernetzung der Alten Welt“. Die Anordnung der Karten darin finde ich etwas verwirrend, z.B. ist die erste Karte aus dem Jahr 200 n.Chr. und danach springen wir zurück ins vierte Jahrtausend v.Chr. Darauf folgt eine logische Abfolge, nur um dann von S.45 auf S.46 wieder einen tausendjährigen Sprung zu machen und dann auf S.48 wieder in die ursprüngliche Konsequenz zurückzukehren. Mehr noch als über diese seltsame Abfolge habe ich mich über die beiden Europakarten auf den Seiten 50 und 51 geärgert, denn diese sind um 90 Grad gedreht, was einfach extrem verwirrend ist. Neben diesem Kapitel gibt es im Atlas eigentlich nichts zu bemängeln, außer S. 240/241, wo die Karte Südamerikas ebenfalls um 90 Grad gedreht ist. Wenn da nicht groß in der Überschrift stehen würde, was wir hier sehen, hätte ich nichts erkannt.
Bis auf diese negativen Stellen, die man auf einer Hand abzählen kann, hat mir der Atlas sehr gut gefallen. Wenn ich mich auf dem Polstersessel hinsetze und anfange da drin zu schmökern, vergeht die Zeit im Nu. Als Geschichtsinteressierter kann man wunderbar da drin versinken.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Star Trek Lower Decks – Staffel 3

Einfach nur großartig.
Nach Strange New Worlds eindeutig die beste der neuen Star Trek Serien. Sie macht mir einfach Spaß und vermittelt gleichzeitig das klassische Star Trek Feeling. Wie so oft gilt auch hier der Standardsatz: Wem die Serie bisher gefallen hat, dem wird auch diese Staffel gefallen, wem nicht, der wird hier nicht umgestimmt werden.
Mein persönliches Highlight war natürlich die Episode, in der sie Deep Space Nine besuchen, was ja meine absolute Lieblingsserie ist. Sogar zwei Schauspieler sind dafür zurückkgekehrt und haben ihre Rollen wieder aufgegriffen. Allein deshalb ist diese Serie schon sehenswert.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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