Spiel: Die Hängenden Gärten (Piatnik)

Netter Gartenbau.
Von Grégory Grard und Matthieu Verdier (ca. 30 Min.; 1-5 Spieler)
Die Hängenden Gärten überzeugt als angenehm kompaktes Strategiespiel, das mit einer gelungenen Mischung aus Worker Placement und cleverem Kartenpuzzle schnell in seinen Bann zieht. Gärtner platzieren, Plättchen nehmen, Garten erweitern. Einfach, geradlinig und doch taktisch spannend.
Der Aufbau des eigenen Gartens als wachsende Struktur sorgt für ein befriedigendes Spielgefühl, während die verschiedenen Wertungsarten und Ziele immer wieder neue taktische Entscheidungen erzwingen und jede Partie leicht anders verlaufen lassen. Der sich ständig ändernde zentrale Markt bringt auch angenehme Varianz. Besonders stark ist die Balance zwischen zugänglichen Regeln und spürbarer Tiefe, die sowohl Einsteiger als auch erfahrene Spieler anspricht und für flüssige, spannende Runden sorgt.
Auch thematisch funktioniert das Spiel überraschend gut, da das stetige Wachstum des Gartens sichtbar wird und die Entscheidungen nachvollziehbar bleiben, ohne dabei kompliziert zu wirken. Durch die kurze Spieldauer entsteht zudem ein angenehmer Flow, der oft direkt Lust auf eine weitere Partie macht. Insgesamt ist Die Hängenden Gärten ein rundes, taktisch reizvolles Spiel, das mit überschaubarem Aufwand viel Spielgefühl bietet und gerade in gemischten Spielrunden gut funktioniert.
Auch der Solomodus funktioniert gut und macht Spaß.
Fazit: Empfehlenswert.

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Das Spiel wurde dankenswerterweise vom Verlag zu Verfügung gestellt.
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Buch: Melber, Henning – Geschichte Namibias. Von der deutschen Kolonie bis zur Gegenwart

Guter Überblick mit einer persönlichen Note.
Geschichte Namibias bietet einen kompakten und zugleich fundierten Überblick über die Entwicklung des Landes von den frühen Gesellschaften über die Zeit der Kolonialherrschaft bis hin zur modernen Demokratie. Besonders hervorzuheben ist der klare Fokus auf die deutsche Kolonialzeit und ihre bis heute spürbaren Folgen, die sachlich und nachvollziehbar eingeordnet werden und dem Buch eine starke inhaltliche Relevanz verleihen.
Die Darstellung ist gut strukturiert und verständlich geschrieben, wodurch sich auch komplexe historische Zusammenhänge schnell erschließen lassen. Gleichzeitig bleibt das Buch aufgrund seines begrenzten Umfangs eher ein Überblickswerk, das viele Themen anreißt, ohne sie im Detail zu vertiefen. Wer eine tiefgehende wissenschaftliche Analyse sucht, könnte daher stellenweise mehr Tiefe vermissen.
Besonders spannend ist dabei, dass dieses Buch nicht nur aus akademischer Distanz nach ausführlicher Literaturrecherche geschrieben worden ist, sondern der Autor selbst in Namibia aufgewachsen ist und von 1974 bis 2025 Mitglied der Befreiungsbewegung SWAPO war. Diese persönliche Perspektive bereichert das Buch ungemein.
Insgesamt ist Geschichte Namibias ein informatives und gut lesbares Sachbuch, das sich besonders für den Einstieg eignet und einen soliden Überblick über ein historisch wie politisch spannendes Land vermittelt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: One Piece – Staffel 2

Es geht fantastisch weiter.
Dazu muss ich eigentlich keine Worte verlieren. Wer schon Staffel 1 mochte, wird hier wieder vollends zufriedengestellt und wir freuen uns schon alle auf die dritte Staffel nächstes Jahr. Wer diese Live Action Adaption des erfolgreichsten Mangas und Animes aller Zeiten hingegen noch nicht geschaut hat, sollte dies unverzüglich nachholen.
Es ist einfach ein Fest den Strohhüten zuzuschauen, wie sie die Meere befahren und Abenteuer erleben.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: War Machine (2026)

Wie Predator, nur mit einem Roboter statt einem Alien.
Action/Sci-Fi mit Alan Ritchson von Patrick Hughes. 107 Min.
Inhalt: In einem Boot-Camp für die Elite-Abteilung der US Army Rangers müssen sich die verbliebenen Rekruten einer ultimativen Bedrohung stellen. Inmitten der Wildnis stehen sie plötzlich einer intelligenten, übernatürlichen Tötungsmaschine gegenüber.
War Machine versucht den Geist klassischer Sci-Fi-Actionfilme einzufangen und kombiniert ein Ranger Trainingsszenario mit einer tödlichen Begegnung mit einer außerirdischen Maschine. Die Grundidee funktioniert zunächst überraschend gut, denn das militärische Setting und der Überlebenskampf im Gelände sorgen für solide Spannung und einige intensive Momente. Gleichzeitig konzentriert sich der Film jedoch sehr stark auf den traumatisierten Hauptcharakter, wodurch zu viel unnötiges Drama entsteht, während die Gruppe selbst erstaunlich wenig clevere Gegenwehr gegen die Bedrohung entwickelt. Statt eines taktischen Katz und Maus Spiels dominiert lange Zeit ein reines Weglaufen, bis der Gegner schließlich recht plötzlich besiegt wird.
Als kurzweilige Streaming Action funktioniert das durchaus, und die Mischung aus Militärfilm und Alienbedrohung erinnert deutlich an Klassiker wie Predator. Doch obwohl die Idee nett ist und technisch ordentlich umgesetzt wurde, erreicht der Film nie den Charme und die Spannung seines offensichtlichen Vorbilds. Am Ende bleibt War Machine ein unterhaltsamer, aber erzählerisch etwas unausgewogener Genrebeitrag, der interessante Ansätze zeigt, sie jedoch nicht vollständig ausspielt.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Gedankensprung: Oscarverleihung 2026

Okay, diese Veranstaltung hat halt auch wieder stattgefunden.
Dieses Jahr habe ich von den nominierten Filmen keinen einzigen gesehen. Dafür stehen vier auf meiner Watchlist ganz oben, nämlich One Battle After Another, der auch als bester Film ausgezeichnet wurde, Blood & Sinners, F1 und Marty Supreme.
„Die Oscarverleihung am Sonntag erreichte in den USA 17,9 Millionen Zuschauer. Das entspreche einem Rückgang von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr und sei der niedrigste Wert seit 2022, berichtet der Sender ABC. Die ermittelte Zahl umfasst die Zuschauer von ABC und jene beim Streaming-Dienstes Hulu, die beide das Event fürs US-Publikum übertragen haben und zu Walt Disney gehören.“ (>>Quelle<<)
Damit hatte die diesjährige Veranstaltung das drittschlechteste Ergebnis aller Oscarverleihungen. Wie bereits letztes Jahr angemerkt, half der großartige Conan O’Brien leider nicht, diese Show zu alter Größe zurückzuführen. Während man letztes Jahr jedoch mit der Auswahl der Filme eine Ausrede parat hatte, weshalb weniger Leute einschalten, gibt es dieses Jahr keinen Sündenbock. Man muss einfach akzeptieren, dass es weniger Interesse dafür gibt. Andererseits betonen die Produzenten, dass dafür auf Social Media jährlich das Interesse wächst. Ja eh, die Leute schauen halt lieber die wichtigsten Szenen und witzigsten Momente in aller Kürze, statt einen ganzen Abend damit zu verschwenden.
Doch ab 2029 werden die klassischen Einschaltquoten ohenhin kein Maßstab mehr für den Erfolg der Oscars sein, denn dann wird die Show auf YouTube umziehen.
Meine Lieblingskategorie ist jedenfalls wie immer der beste Animationsfilm und von den fünf Nominierten habe ich diesmal drei gesehen, nämlich KPop Demon Hunters, der mir sehr gut gefallen hat und der auch gewonnen hat, Elio und Zoomania 2. In meinen Augen ist zumindest in dieser Kategorie der Gewinner absolut verdient.

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Spiel: Rainbow (Piatnik)

Mühsames Memory.
Von Mathias Spaan (ca. 10-15 Min.; 2 Spieler)
In diesem farbenfrohen Kartenduell versuchen zwei Spieler, so viele Regenbögen wie möglich zu bilden, indem sie ihre Karten im gemeinsamen Bereich platzieren. Das Ziel des Spiels ist es, durch geschicktes Ausspielen mehr Karten als dein Gegner zu sammeln.
Rainbow wirkt auf den ersten Blick wie ein einfaches, farbenfrohes Zwei-Personen-Kartenspiel mit einem reizvollen Merk- und Kombinationsmechanismus, doch in der Praxis hinterlässt es eher gemischte Gefühle. Die Regeln sind zwar unkompliziert und der Einstieg leicht, doch bleibt das Spiel stark von Zufall und dem Memory-Effekt abhängig, sodass strategische Entscheidungen oft von der Handkartenverteilung überschattet werden und cleveres Taktieren weniger belohnt wird als man denkt.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass trotz des hübschen Farbschemas nicht genügend visuelle Unterscheidungsmerkmale vorhanden sind. Insbesonders ähnlich wirkende Farben können im Spielverlauf verwirren, was den Spielfluss eher hemmt als fördert und gerade bei flinken Partien von rund zehn Minuten auffällt.
Insgesamt bleibt Rainbow ein kurzes, leicht zugängliches Kartenspiel, dem es aber an taktischer Tiefe und Konsistenz mangelt, um über ein gelegentliches, kurzweiliges Vergnügen hinaus nachhaltig zu begeistern.
Fazit: Kann probiert werden.

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Buch: Osmers, Maria – Die Römische Kaiserzeit. Von Augustus bis Diokletian

Schöne Übersicht.
In ihrem Werk zur römischen Kaiserzeit konzentriert sich Maria Osmers auf die Transformationsprozesse des Römischen Reiches zwischen der Herrschaft von Augustus und der Regierungszeit Diokletians. Das Buch beleuchtet fundiert, wie nach den Krisen der späten Republik eine neue, stabile Herrschaftsform etabliert wurde, die Frieden und Wohlstand in den Mittelmeerraum brachte. Osmers analysiert dabei nicht nur die politische Rolle der Kaiser, sondern gibt auch Einblicke in die sozialen und administrativen Strukturen, die das Imperium über Jahrhunderte stützten. Dank der kompakten Darstellung im Rahmen der Reihe C.H.Beck Wissen gelingt es der Autorin, die wesentlichen Entwicklungsschritte und die schrittweise Erosion der republikanischen Verfassung nachvollziehbar aufzuzeigen. Eine sachliche und gut strukturierte Übersicht für alle, die ein tieferes Verständnis für die Mechanismen römischer Machtentfaltung gewinnen möchten.
Fazit: Empfehlenswert.

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Serie: Young Sherlock – Staffel 1

Coole Abenteuer-Detektiv-Serie.
In der Serie Young Sherlock wird der 19-jährige Sherlock Holmes in ein gefährliches Mordgeheimnis an der Universität Oxford verwickelt. Um seine Unschuld zu beweisen, muss er ohne seine spätere Erfahrung, aber mit rohem Talent eine weltweite Verschwörung aufdecken.
Diese neue Serie auf Amazon Prime Video ist eine erfrischende und extrem kurzweilige Neuinterpretation des weltbekannten Meisterdetektivs. Regisseur Guy Ritchie bleibt seinem unverkennbaren Stil treu und inszeniert die Lehrjahre des 19 jährigen Sherlock Holmes als rasanten Mix aus klassischer Ermittlungsarbeit und moderner Action. Besonders beeindruckend ist die Chemie zwischen Hero Fiennes Tiffin als rebellischem Sherlock und Dónal Finn als James Moriarty, die hier zur Überraschung vieler als Freunde und intellektuelle Partner eingeführt werden. Die Kulissen des viktorianischen Oxford sowie die visuell kreativen Darstellungen von Sherlocks Gedächtnispalast sorgen für eine packende Atmosphäre, die sowohl Fans der Originale als auch Neueinsteiger begeistert. Wer auf der Suche nach einer cleveren sowie spannungsgeladenen Coming-of-Age-Geschichte mit einer gehörigen Portion britischem Charme ist, wird hier bestens bedient.
Es sei aber betont, dass man es hier mit einer Serie von Guy Ritchie zu tun hat. Wer dessen Stil nicht mag, sollte hier wohl einen Bogen drum herum machen. Speziell die erste Folge ist fast schon zu viel Guy Ritchie, was aber wohl hauptsächlich der Vorgabe des Studios geschuldet ist, aus dem Anfang einen „Banger“ zu machen. Im Laufe der Serie zügelt sich der Regisseur jedoch, was zu einem angenehmeren Tempo führt.
Insgesamt hat mir die Serie sehr gut gefallen. Die Geschichte ist abgeschlossen, mit ein paar Andeutungen, die Spielraum für eine zweite Staffel geben, auf die ich mich bereits freue.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Borderlands (2024)

Nette Action.
Action/Sci-Fi mit Cate Blanchett von Eli Roth. 101 Min.
Inhalt: Die Kopfgeldjägerin Lilith kehrt unfreiwillig auf ihren Heimatplaneten Pandora zurück und geht eine Allianz mit einem Team von Außenseitern ein. Dazu gehören unter anderem ein ehemaliger Soldat, eine abgeklärte Wissenschaftlerin und ein Roboter, der immer alles besser weiß. Gemeinsam kämpfen sie gegen außerirdische Monster und gefährliche Banditen, um ein verschwundenes Mädchen zu finden, das den Schlüssel zu unvorstellbarer Macht besitzt.
Borderlands schafft es trotz eines hochkarätigen Casts und einer bunten Welt voller Potenzial einfach nicht zu überzeugen und lässt Fans der Vorlage wie Kinoneulinge gleichermaßen ratlos zurück. Der Film kämpft mit einem wirren Plot, uninspirierten Witzen und einer flachen Action, die kaum Spannung erzeugt, so dass die Versuche witzig oder aufregend zu sein meist nur wie lauwarme Kopien aus bereits zig Mal gesehenen Blockbustern wirken. Selbst starke Schauspieler wie Cate Blanchett oder Jack Black können dem Ganzen keinen echten Funken Lebendigkeit einhauchen, was besonders enttäuschend ist, wenn man bedenkt, wie reich und anarchisch die Spielewelt von Pandora eigentlich ist. Die Figuren bleiben eindimensional, die Gags verpuffen und am Ende hat man eher das Gefühl, ein uninspiriertes CGI-Spektakel gesehen zu haben als eine gelungene Adaption eines Kultspiels. Borderlands ist ein Film, der seine großen Ideen nie wirklich in Szene setzen kann und deshalb leider hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Fazit: Kann probiert werden.

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Der Entenhausen Podcast – Antikenrezeption in Entenhausen und Primus von Quack

Die neue Folge vom Entenhausen Podcast ist da!
Diesmal geht es um Antikenrezeption in Entenhausen und Primus von Quack.

Der Podcast über Enten und Mäuse. Hier erzähle ich euch von unseren Lieblingscomics aus Entenhausen und stelle die verschiedenen Charaktere vor, die uns dort immer wieder begegnen: Donald Duck, Micky Maus & Co.
Taucht ein mit mir in die Welt von Entenhausen!

Mittlerweile ist bereits die zehnte Folge erschienen. In dieser Folge erzähle ich darüber, was ich im Februar gelesen habe: Lustiges Taschenbuch Nr. 607 „Schneezauber“, Lustiges Taschenbuch Europareise Nr. 2 und Lustiges Taschenbuch Enten-Edition Nr. 95 „Die Legende von Emil Erpel“. Außerdem stelle ich diesmal als Entenhausen Charakter Primus von Quack vor und spreche über Antikenrezeption in Entenhausen.

Hören könnt ihr den Podcast auf diesen Plattformen:
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