Spiel: Obscurio (Libellud)

Nettes Spiel im Schatten von Dixit.
Von L’Atelier (ca. 40 Min.; 2-8 Spieler)
In diesem Spiel gibt es einen Meister, der jede Runde ein Bild auswählt und dazu den anderen Spielern Hinweise gibt. Mithilfe dieser Hinweise müssen die Spieler entscheiden, welches der ausliegenden Bilder das Gesuchte ist. Doch ein Spieler ist ein Verräter, der die anderen auf eine falsche Fährte locken möchte. Haben die Spieler irgendwann zu viele Fehler gemacht, hat der Verräter gewonnen. Erraten sie hingegen alle Bilder, haben sie gewonnen.
Was nett und einfach klingt, hängt leider sehr stark vom Meister ab, denn dieser ist während des gesamten Spiels die gleiche Person. Damit meine ich nicht nur seine Fähigkeit Hinweise zu geben, sondern auch seine Fingerfertigkeit beim Organisieren der Bildkarten auf dem Tableau. Doch auch das Talent des Verräters ist entscheidend für ein tolles Spielerlebnis.
In der richtigen Runde kann Obscurio viel Spaß machen, man kann damit aber genausogut ein enttäuschendes Erlebnis haben.
Fazit: Kann probiert werden.

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Obscurio (Libellud)
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Buch: Rohrsen, Peter – Das Buch zum Tee. Sorten, Kulturen, Handel

Als Teeliebhaber ist es höchste Zeit, dass ich auch mal ein Sachbuch darüber lese.
Ich beginne jedoch mit einem Manko: Kein Früchtetee! Ich bin mir durchaus bewusst, dass Früchtees keine richtigen Tees sind, sondern „teeähnliche Erzeugnisse“, bzw. „teeähnliche Aufgussgetränke“. Ich hätte mir aber gewünscht, dass der Autor sich etwas mehr Zeit nimmt, um über diese Unterschiede zu sprechen und klarer definiert, was genau er nun einbezieht und hier bespricht, statt das nur im Vorwort mit einem Nebensatz abzutun. Denn man darf nicht vergessen, dass im deutschen Sprachgebrauch, im allgemeinen Verständnis und bei Produktbezeichnungen im Handel das Wort „Tee“ doch sehr weit gefächert ist.
Abgesehen davon, bietet das Buch alles, was man sich von einem Buch zum Thema „Tee“ erwartet: botanische Einordnung, geographische Verbreitung, Produktion, Logistik und Handel, Kultur und Zubereitung. Noch dazu in einem angenehmen Schreibstil, wodurch das Buch flott gelesen wird. Viele kleine Zusatzinformationen übers Buch verstreut lockern die Lektüre auf und auch die Fotos in der Buchmitte sind sehr gut gewählt. Das nützliche Register am Ende hilft bei der Suche nach speziellen Informationen. Insgesamt also ein durchaus gelungenes Werk.
Wie gesagt, hätte ich mir ein Einstiegskapitel „Was ist Tee?“ gewünscht, aber auch den Abschnitt „XI. 5. Zukunftsperspektiven“ (S. 196) hätte man ausbauen können, etwa mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Teeproduktion oder technischen Innovationen. Ansonsten wurden meine Erwartungen voll erfüllt, habe ich die Lektüre sehr genossen.
Fazit: Empfehlenswert mit einer Tasse Tee nebenbei.

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Film: Your Voice – Kimikoe (Anime 2017)

Schöne Geschichte über die Macht der Worte.
Anime / Drama / Fantasy von Naoyuki Itō. 94 Min.
Inhalt: In Worten leben laut den Erzählungen der Großmutter von Oberschülerin Nagisa Geister. Das junge Mädchen findet eine verlassene Radiostation und beginnt damit zu spielen. Sie weiß noch nicht, wie viele Herzen sie damit bewegen wird.
Der Film ist zwar kein Meisterwerk, über das noch jahrelang gesprochen wird, aber auch nicht schlecht. Für Animefans definitv zu empfehlen. Wer aber noch nie einen Animefilm gesehen hat und mal einen probieren möchte, für den gibt es genug andere, die ich eher empfehlen kann.
Insgesamt erzählt der Film eine schöne Geschichte mit viel Herz und einem Hauch Magie, wie man es eben von den meisten Animefilmen kennt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Welcome to your perfect home (Pegasus Spiele)

Nettes Spiel, aber zu komplex für das, was es bietet.
Von Benoit Turpin (ca. 25 Min.; 1-100 Spieler)
An sich wäre das ein sehr nettes Flip’n’Write Spiel. Karten umdrehen, sich für eine entscheiden und bei sich zeichnen. Doch gibt es dabei sehr viel zu bedenken und jeder Strich ist Punkte wert oder eben nicht, wenn das Risiko nicht aufgeht. Dann hätte man vielleicht doch lieber auf Nummer sicher gehen und den Strich woanders einzeichnen sollen.
Das Problem ist leider, dass das Spiel sehr viele Optionen bietet und man in jedem Zug sehr viel kalkuieren könnte (und meistens auch tut). Doch für die Kürze des Spiels, das Ergebnis am Ende und das Erlebnis ingsgesamt, ist diese Komplexität einfach zu viel. Wenn man dieses Spiel das erste Mal spielt, wird man erschlagen, was hier umso schlimmer ist, weil man sich eben mit einer komplett anderen Erwartungshaltung hinsetzt. Man müsste mehrere Partien spielen, um die Regeln zu verinnerlichen, die Möglichkeiten rascher zu sehen und insgesamt flüssiger zu spielen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob dieses Spiel es wert ist, diese Zeit und Energie zu investieren.
Fazit: Kann probiert werden.

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Buch: Pratt, Tim – The Necropolis Empire (Twilight Imperium)

Tolles Space-Sci-Fi-Buch, nicht nur für Fans des Spiels.
Inhalt: Bianca Xing hat ihr Leben auf einem Provinzplaneten verbracht und davon geträumt, zu den Sternen zu reisen. Als ihr Planet von der Baronie Letnev annektiert wird, wird Bianca in Gewahrsam genommen und ihr wird gesagt, dass sie etwas Besonderes ist – die heimliche Tochter eines brillanten Wissenschaftlers, die sich zu ihrer eigenen Sicherheit auf einem abgelegenen Planeten versteckt. Aber die Wahrheit über Bianca ist seltsamer. In ihrem genetischen Code sind Geheimnisse verborgen, die Auswirkungen auf die Galaxie haben könnten. Angetrieben von einer unglaublichen Sehnsucht und unterstützt von Dampierre, dem furchterregenden Letnev-Kapitän, muss Bianca ihrem Schicksal bis zum Ende folgen, selbst wenn es zu Orten führt, die am besten vergessen werden.
Das hier ist also das zweite Buch, das im Universum von Twilight Imperium angesiedelt ist. Wie bereits der erste Band The Fractured Void steht auch dieser hier für sich alleine und ist in sich geschlossen. Man könnte die beiden Bücher also in beliebiger Reihenfolge lesen. Aufgrund eines Charakters und einiger Anspielungen würde ich aber dennoch die Bücher hintereinander wie veröffentlicht lesen.
Für Fans des Spiels ist auch noch wichtig zu erwähnen, dass dieses Buch jetzt konkret die Vorgeschichte für die Erweiterung Prophezeiung der Könige erzählt. Wie aber schon beim ersten Band muss man das Spiel nicht kennen, um das Buch hier zu lesen. Es reicht, wenn man ein Space-Sci-Fi-Fan ist.
Das Buch für sich selbst betrachtet ist sehr unterhaltsam, kurzweilig und spannend, mit einer guten Prise Humor und einigen tollen Actionszenen. Die Geschichte ist zufriedenstellend abgeschlossen, kann also getrost jederzeit genossen werden.
Da mir bisher beide Bücher aus dem Twilight Imperium Universum gefallen haben, freue ich mich schon auf den dritten Band, der auch schon bald erscheinen soll.
Fazit: Empfehlenswert.

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Pratt, Tim – The Necropolis Empire (Twilight Imperium)
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Film: Prey (2022)

Großartiger Actionkracher! Predator trifft auf Indianer.
Action / Sci-Fi mit Amber Midthunder von Dan Trachtenberg. 99 Min.
Inhalt: Vor 300 Jahren im Volk der Comanchen. Naru, eine wilde Kriegerin jagt ein außerirdisches Raubtier mit einem technischen Arsenal neuen Ausmaßes.
Für mich persönlich ist das hier der zweitbeste Film aus der Predator-Reihe nach dem Original. Es ist einfach ein toller Film, der in hohem Tempo geradlinig eine actiongeladene Geschichte erzählt, ohne Längen, ohne Umwege. Der Plot ist durchaus spannend und die Kämpfe toll gemacht.
Der große Kritikpunkt am Film ist ja, dass Naru eine junge Frau ist und daher eigentlich keine Chance gegen der Predator hätte. Ich sehe das aber genau andersherum. Der Hauptcharakter in diesem Film ist nicht nur deshalb weiblich, um irgendeine Gender-Quote zu erfüllen, sondern weil dadurch der Film erst funktioniert. Die Männer das Stammes, allesamt viel stärker als Naru, sind richtige Krieger, die vom Predator dahingemetzelt werden. Naru aber hat bereits von Kindesbeinen ihren Kopf benutzt, um mit cleveren Tricks als Mädchen den Burschen ebenbürtig zu sein. Und eben diese Cleverness ist es, die dann zum Sieg gegen den Predator führt.
Ein weiterer cooler Punkt zum Film ist die Tatsache, dass der Film neben Englisch auch komplett in die Comanchensprache übertragen wurde, einige Szenen sogar doppelt gedreht wurden für beide Sprachen. Die Indiander-Darsteller sind nämlich allesamt echte Comanchen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Spiel: Superhot – The Card Game (Grey Fox Games)

An sich wäre das voll meine Art von Spiel, aber es hat leider zu viele Schwachpunkte.
Von Manuel Correia (ca. 20-40 Min.; 1 Spieler)
In diesem Spiel versuchen wir umherfliegenden Kugeln auszweichen und gleichzeitig die Angreifer auszuschalten. Das funktioniert durch einen komplizierten Kartenmechanismus, der aufgrund des schlechten Regelhefts noch komplizierter wird. Hat man ihn aber mal durchschaut, fließt das wirklich flott dahin und macht Spaß. Doch irgendwann kommt der Punkt, leider zu schnell, an den man die Kartenbewegungen zu gut planen kann und daher nicht mehr verliert. Superhot ist also schnell „ausgespielt“ und hat kaum einen Wiederspielreiz.
Eine Partie besteht aus der drei Runden, in denen man jeweils Missionsziele erreicht muss. Das Problem ist nun, dass diese Missionsziele sehr schlecht balanciert sind. Manche frustrieren einfach, manche hat man zufällig sofort in der ersten Runde erfüllt, einige wenige verlangen wirklich Planung und Taktik. Doch auch wenn diese Missionsziele wirklich unterschiedlich sind, fühlen sie sich irgendwann nur noch gleich an.
Insgesamt ist Superhot ein Solospiel, das durchaus Spaß macht, wenn man sich einmal durch die Regeln gekämpft hat, aber leider nicht lange spannend bleibt.
Fazit: Kann probiert werden.

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Film: Spiderman – No Way Home (2021)

Wenn die besten Momente eines Films die Nostalgie-Momente sind, dann ist das nicht so gut.
Superhelden-Action mit Tom Holland von Jon Watts. 148 Min.
Inhalt: Peter Parker kann sich nicht länger hinter seinem Alter Ego „Spider-Man“ verstecken. Quentin Beck hat dafür gesorgt, dass die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft als Peter Parker bekannt wird und er zudem für den Drohnenangriff in London verantwortlich gemacht wird. Damit die Welt diesen Vorfall wieder vergisst, bittet Peter den Zauberer Doctor Strange um Hilfe. Ein neues Multiversum eröffnet sich, in dem böse Mächte Peters Plan zunichtemachen.
Die erste Hälfte des Films ist geprägt von unlogischen und idiotischen Entscheidungen. So dumm und infantil habe ich Peter Parker noch nie erlebt. Aber diese Momente sind nötig, um die zweite Hälfte des Films herbeizuführen. Man merkt sehr gut, dass die Filmemacher eine bestimmte Szene erreichen wollten und auf Biegen und Brechen einen Plot konstruiert haben, egal wie lächerlich, um diese zu erreichen.
Der zweite Teil des Films ist dann derart tief in Emotionen und Nostalgie getränkt, dass man den schlechten ersten Teil sogleich vergisst und am Ende überwältigt dasitzt. Ich kann durchaus verstehen, dass man als Spiderman-Fan total begeistert davon ist, die Charaktere der alten Filme mit den neuen gemeinsam auf der Leinwand zu sehen, hat mir selbst ja auch total gut gefallen. Aber wenn das alles ist, was den Film gut macht, dann ist er objektiv betrachtet eigentlich schlecht. Ja, das Aufeinandertreffen der verschiedenen Helden und Antagonisten ist gut gemacht, der große Kampf am Ende absolut gelungen, aber der Rest hat mir einfach nicht gefallen.
No Way Home hat es wie bereits Endgame geschafft, das Publikum emotional zufriedenzustellen und zwar derart, dass alles andere drum herum schnell vergessen ist. In diesem Sinne kann der Film dann auch nicht als schlecht bezeichnet werden, denn die Zuschauer bleiben am Ende glücklich zurück. Außer jene, die nicht Spiderman-Fans sind und einfach einen guten Film schauen wollten.
Anderseits zwingt sich hier aber regelrecht der Vergleich zum Animationsfilm Spider-Man – Into the Spider-Verse auf und mich beschleicht das Gefühl, dass dieser als Vorbild gedient hat. Persönlich hat mir der Animationsfilm viel besser gefallen, da es dort einen logischen und spannenden Plot mit einem ordentlichen Abschluss gibt.
Fazit: Für Spiderman-Fans ein Muss.

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Spiel: Super-Skill Pinball – 4-Cade (Pegasus Spiele)

Nein.
Von Geoff Engelstein (ca. 30 Min.; 1-4 Spieler)
Ich habe noch nie in meinem Leben ein Spiel nicht gespielt, weil das Regelheft zu kompliziert, zu verwirrend, einfach nur schlecht ist. Das hier ist also eine Premiere für mich. Ich kann nichts zum Spiel sagen, denn ich habe es nicht verstanden.
Fazit: Wen das Thema interessiert, der soll’s selbst probieren.

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Serie: Only Murders in the Building – Staffel 2

Tolle Fortsetzung einer großartigen Serie.
Wem bereits die erste Staffel gefallen hat, der sollte hier unbedingt wieder einschalten. Der Cliffhanger wird gut aufgelöst und der Plot ordentlich zu Ende erzählt, spannend bis zum Schluss.
Wer die erste Staffel nicht geschaut hat, sollte dies hingegen dringend nachholen.
In der letzten Szene wird ein neuer Kriminalfall eröffnet, denn die dritte Staffel ist bereits in Produktion. Ich freue mich schon sehr darauf. Andererseits könnte man die Serie hier auch beenden, denn der Hauptplot ist abgeschlossen und keine Fragen bleiben offen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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