Schottische Zukunft.
Von Reiner Knizia (ca. 45-60 Min.; 2-4 Spieler)
Kennerspiel des Jahres 2026
Das neue Legespiel Rebirth von Frosted Games ist ein wahres Highlight für Taktiker, das völlig zurecht als Kennerspiel des Jahres ausgezeichnet wurde. Das Werk von Starautor Reiner Knizia besticht durch extrem schlanke Regeln und entfaltet auf dem Tisch dennoch eine erstaunliche strategische Tiefe. Das Spielprinzip ist denkbar geradlinig und verzichtet auf jegliche Wartezeiten. Wer an der Reihe ist, deckt einfach das oberste eigene Landschaftsplättchen von seinem verdeckten Stapel auf und platziert es auf dem gemeinsamen Spielplan, der uns wahlweise nach Schottland oder Irland führt. Auf der Landkarte versuchen wir als konkurrierende Clans, eine untergegangene Zivilisation im Einklang mit der Natur wieder aufzubauen. Dabei gibt es drei verschiedene Arten von Plättchen, die jeweils eigene Wertungen auslösen. Energieanlagen und Farmen bringen Punkte basierend auf der Größe zusammenhängender Gebiete der eigenen Farbe. Bei den Häusern wiederum geht es um knallharte Mehrheitenwertungen in den einzelnen Regionen. Richtig spannend wird das Ganze durch das taktische Gerangel um Burgen und Kathedralen, welche lukrative Bonuspunkte oder geheime Missionskarten für das Spielende freischalten. Da alle auf demselben Plan agieren, entsteht eine hochgradig interaktive Dynamik, bei der man die Pläne der Konkurrenz blockieren und eigene Gebiete geschickt absichern muss.
Das taktische Legespiel von Frosted Games entfaltet trotz seiner minimalistischen Regeln eine beachtliche strategische Tiefe auf dem gemeinsamen Spielplan. Das kontinuierliche Abwägen zwischen Gebietsvergrößerungen und dem Sichern von regionalen Mehrheiten fordert ein vorausschauendes Positionieren der eigenen Landschaftsplättchen. Da alle Clans auf demselben Terrain agieren, entsteht ein hochgradig interaktives Gerangel um die besten Plätze und die wertvollen Sonderwertungen.
Fazit: Empfehlenswert.
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Das neue Kinderspiel Die Insel der Mookies von Kosmos erweist sich als zauberhaftes Sammelabenteuer. Das Prinzip des liebevoll gestalteten Zweipersonenspiels ist denkbar einfach und zieht schon Kinder ab vier Jahren sofort in seinen Bann. In jedem Spielzug steht man vor einer klugen Entscheidung zwischen zwei ausliegenden Karten. Man wählt eine Seite und entscheidet, welches Wesen aus den fünf verschiedenen Familien wie Sonne, Mond oder Fossil in die eigene Sammlung wandert. Das Ziel ist es, am Ende die meisten Mookies einer Art zu besitzen, um sich die dazugehörige, schicke Trophäe zu sichern. Ein genialer Kniff bringt zusätzliche Spannung ins Spiel, denn auf manchen Karten lauern diebische Spinnen. Wer diese zieht, muss sie in die Sammlung des Gegners legen. Bei der finalen Abrechnung sorgt das für Nervenkitzel, da die Person mit den meisten Spinnen eine bereits gewonnene Trophäe wieder verliert. Mit seinen kurzen Runden und den wunderschönen Illustrationen ist das Spiel sehr gut geeignet für Familien.
Inhalt: Der Film ist eine Adaption des Homer zugeschriebenen antiken griechischen Epos Odyssee. Der Film erzählt von der Heimkehr des Königs von Ithaka und den Gefahren, denen er dabei begegnet.
Boreal aus dem Hause Game Factory entpuppt sich als ein cleveres und kompaktes Zweipersonenspiel, das taktischen Tiefgang auf kleinem Raum bietet. Das Spielprinzip ist schnell verstanden, fordert die Kontrahenten aber dennoch kontinuierlich heraus. Beide Teilnehmenden versuchen abwechselnd, Karten aus einer gemeinsamen, zentralen Auslage zu erwerben, um vor sich eine eigene Pyramide aufzubauen. Als Währung dienen Entdeckungspunkte, die über einen eigenen Schiebermarker auf einer gemeinsamen Leiste verwaltet werden. Die Position des Markers schränkt dabei gleichzeitig ein, welche Karten in der Reihe überhaupt in Reichweite für den Kauf liegen. Jede neu erworbene Karte muss regelkonform in die eigene Pyramidenstruktur aus vier Reihen eingefügt werden und generiert entweder sofortiges Einkommen oder bringt spezifische Bedingungen für die finale Wertung mit sich.
Die vierte Staffel der gefeierten Neo Noir Serie
Inhalt: In den 1990er-Jahren war Sonny Hayes der vielversprechendste Fahrer der Formel 1, bis ein Unfall auf der Rennstrecke fast seine Karriere beendete. Dreißig Jahre später überredet der Besitzer eines angeschlagenen Formel-1-Teams Sonny zur Rückkehr. Bald fährt Sonny an der Seite eines jungen Rennfahrers des Teams und muss lernen, dass er seinen Weg zum Erfolg nicht allein gehen kann.
Das packende und kooperative Hybridspiel Boss Fighters QR von Pegasus Spiele verbindet gelungen klassische Kartentaktik mit moderner Appsteuerung. Das innovative Spielprinzip schickt die Spielgruppe als mutiges Heldenteam in epische Schlachten gegen insgesamt zehn einzigartige und mächtige Endgegner. Zu Beginn stellen alle Beteiligten aus einer Kombination von vier unterschiedlichen Helden und vier Klassen ihr ganz individuelles Startdeck zusammen. Der eigentliche Spielablauf funktioniert über eine clevere Scan und Play Mechanik: Reihum spielt das Team Handkarten aus um Angriffe zu starten, Schilde aufzubauen oder sich gegenseitig zu heilen. Der Clou ist die zwingend erforderliche Begleitapp, mit der die QR Codes auf den Rückseiten der ausgespielten Karten in Sekundenschnelle eingescannt werden. Die App übernimmt die komplette Verwaltung der gegnerischen Lebenspunkte und lässt die künstliche Intelligenz des Bosses sofort in Echtzeit auf die Aktionen der Gruppe reagieren. Nur durch präzise Absprachen und das gemeinsame Entschlüsseln der gegnerischen Schwachpunkte lässt sich der Boss bezwingen, wodurch das Deck im Kampagnenverlauf mit mächtiger Beute aufgewertet werden kann.
Das minimalistische Zweipersonenspiel Duell um Cardia von Hans im Glück enttäuscht trotz seines eigentlich vielversprechenden Ansatzes. Das Spielprinzip basiert auf einem direkten Schlagabtausch, bei dem beide Parteien mit einem identischen Deck aus 16 Karten antreten. In jeder Runde wählen beide Spielenden verdeckt eine Karte aus ihrer Hand und decken diese gleichzeitig auf. Der grundlegende Mechanismus sieht vor, dass die Karte mit dem höheren Zahlenwert ein begehrtes Siegel gewinnt, während die unterlegene Karte im Gegenzug ihre spezielle Fähigkeit aktivieren darf. Das übergeordnete Ziel ist es als Erster fünf Siegel auf den ausliegenden Karten anzuhäufen. Was in der Theorie nach einem raffinierten psychologischen Mindgame mit taktischen Kniffen klingt, entpuppt sich in der Realität als frustrierendes und extrem glückslastiges Erlebnis. Da man mit exakt denselben Karten agiert, artet das Geschehen schnell in ein stumpfes Raten aus, bei dem strategische Planung durch den hohen Zufallsfaktor beim Nachziehen komplett ausgehebelt wird. Die Effekte der Karten, die eigentlich für Wendepunkte sorgen sollen, führen stattdessen oft zu unübersichtlichen Kettenreaktionen, die den Spielfluss massiv stören. Am Ende bleibt statt eines epischen Machtkampfs um die magische Stadt nur das schale Gefühl eines glorifizierten Schere-Stein-Papier-Spiels, das aufgrund mangelnder spielerischer Tiefe bereits nach wenigen Partien jeglichen Reiz verliert.
Das turbulente Partyspiel Hot Streak von Strohmann Games setzt voll auf das Prinzip Hoffnung und richtet sich an alle, die unkomplizierte Jux- und Gaudi-Rennen mögen. Das Spielprinzip schickt die Beteiligten in die Rolle von Pechvögeln, die über drei Runden hinweg Wetten auf absurde Maskottchen wie einen Hotdog, einen Fisch, einen Bär oder einen König platzieren. Vor dem Start werden in bester Drafting-Manier Wettscheine ausgewählt und eine Vorschau auf die ausliegenden Bewegungskarten gewährt. Jede Person wählt zudem eine geheime Karte aus der eigenen Hand, um den finalen Rennstapel zu manipulieren. Sobald das Rennen beginnt, herrscht am Tisch akute Tatenlosigkeit, da nacheinander Karten vom Stapel aufgedeckt werden, die Aktionen wie Sprinten, Stolpern oder Schupsen auslösen. Wer nach drei Durchgängen das meiste Geld durch richtige Vorhersagen verdient hat, gewinnt die Partie.
