Spiel: 4mation (Piatnik)

Ähnlich wie 4 Gewinnt, aber mit coolem Twist.
Von Melanie Haumer (ca. 10 Min.; 2 Spieler)
Dies hier ist ein tolles abstraktes Spiel, das im Kern wie 4 Gewinnt funktioniert, aber einen spannenden Twist einführt. Es darf hier nämlich nur an den jeweils zuletzt gelegten Würfel angelegt werden. Das führt zu sehr interessanten Entscheidungen und speziellen Strategien.
Als ich von diesem Twist gelesen habe, habe ich mir eigentlich nicht viel erwartet, aber es hat sich dann herausgestellt, dass dies das schlechte 4 Gewinnt komplett auf den Kopf stellt und dadurch ein spannendes Spiel entsteht, das wirklich Spaß macht.
Wenn man dieses Spiel das erste Mal spielt, erwartet man eigentlich, dass man das gesamte Spielbrett voll macht, weil man sich ständig blockiert, aber nein, bevor man sich versieht, hat schon jemand gewonnen. Dann kommt der Aha-Effekt und ab der zweiten Partie geht man ganz anders an die Sache ran und will dann nochmal spielen und nochmal und nochmal.
Fazit: Empfehlenswert.

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Piatnik – 4Mation
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Buch: Haldeman, Joe – The Accidental Time Machine

Nette Zeitreisegeschichte. Immer vorwärts!
Inhalt: Matt Fuller arbeitet am MIT und erschafft rein zufällig eine kleine, kastenartige Zeitmaschine, während er eigentlich ein Gravitometer konstruieren will. Da der Kasten verschwindet und wieder auftaucht, beginnt Fuller damit Experimente zu machen und erkennt, dass es eine Zeitmaschine ist, die in die Zukunft springt. Doch mit jedem Sprung erhöht sich die Weite um den Faktor 12, ohne Rückweg. Damit beginnt für Fuller eine Reise in die ferne Zukunft, von einer Epoche in die nächste und die Erde wird ihm immer fremder.
Das Buch hier erinnert stark an The World at the End of Time von Frederik Pohl, wo der Hauptcharakter immer wieder eingefroren wird und dadurch verschiedene Zeitalter der menschlichen Entwicklung kennenlernt. Während im Buch von Pohl das alles jedoch zwischen den Sternen stattfindet und Astrophysik ein zentrales Element ist, spielt die Geschichte hier nur auf der Erde und es sind eher philosopische und anthropologische Fragen, die diskutiert werden.
Ich finde die Idee absolut faszinierend, dass jemand immer weiter in die Zukunft springt und so all die Veränderungen kennenlernt, die die Erde und auch die Menschheit durchmacht. Also nicht nur einen Punkt in ferner Zukunft, sondern auch die Schritte dorthin. In dem Sinne hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ein spannende kurzweilige Lektüre.
Wenn ich die beiden Bücher nun konkret vergleiche, dann gefällt mir jenes von Pohl jedoch fast besser, denn ich finde die astrophysische Ebene einfach interessanter und auch die Charaktere dort sind meiner Meinung nach besser ausgeformt. Aber eigentlich gefallen mir beide und ich würde auch immer beide empfehlen.
Fazit: Empfehlenswert.

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The Accidental Time Machine
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Film: Findet Dorie (2016)

Schöne Fortsetzung von Findet Nemo.
Animation / Kinderfilm / Abenteuer von Andrew Stanton. 120 Min.
Inhalt: Die vergessliche Paletten-Doktorfischdame Dorie, die Clownfischvater Marlin auf seiner Suche nach Sohn Nemo tatkräftig unterstützt hat, wohnt nun bei ihren Freunden im Korallenriff. Ihr Gedächtnis bereitet ihr noch immer Schwierigkeiten. Eines Tages fragt sie sich, wo denn eigentlich ihre Eltern abgeblieben sind. Gemeinsam mit Nemo und Marlin begibt sie sich auf die abenteuerliche Suche, die sie bis ins Meeresbiologische Institut in Kalifornien führt.
Findet Nemo hat mir zwar sehr gut gefallen, aber irgendwie konnte ich mich dennoch nie aufraffen die Fortsetzung auch zu schauen. Da trifft es sich gut, dass meine Tochter nun alt genug ist, um das nachzuholen, wie ja auch schon mit Die Eiskönigin 2. Nun, meiner Meinung nach ist der Film eine würdige Fortsetzung und wird die Fans zufriedenstellen. Humor und Emotionen kommen in ordentlichem Maße vor, dasselbe Rezept wie bereits beim Vorgänger. Persönlich finde ich, dass sie es teilweise etwas übertrieben haben, aber meiner Tochter hat’s gefallen, Zielgruppe also erfolgreich erreicht. Meiner Tochter hat’s sogar so gut gefallen, dass sie schon gefragt hat, ob es auch einen dritten Teil gibt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Streamingdienste

Weil ich mich gerade darüber ärgere, habe ich mir gedacht, ich schreibe mal was dazu.
An sich wären Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime oder Disney+ eigentlich genau das, was meinen Lebensstil unterstützt, nämlich Serien und Filme anschauen, wann, wo und wie ich will. Doch das ist leider nur die Werbung, nicht die Realität.
Einen Fernsehanschluss habe ich schon seit Jahren nicht mehr, weil ich einerseits das Programm großteils als extrem schlecht, zumindest aber als uninteressant empfinde. Und das, was ich schauen möchte, kommt zu unmöglichen Uhrzeiten. Und selbst wenn es eine akzeptable Uhrzeit ist, muss alles da drum herum angeordnet werden. Nein, dazu habe ich einfach keine Lust.
Der Slogan dieser Streamingdienste lautet also: „Alles schauen, wann, wo und wie du willst.“ Tja, leider nicht ganz.
Das große Problem ist nämlich, dass das Internet die Welt nicht vereint, sondern dort die nationalen Grenzen immer noch gelten. Als erstes ist mir dies explizit aufgefallen, als ich vor etwas über einem Jahr die fünfte Staffel von Shetland schauen wollte, diese aber nur auf amazon.uk zur Verfügung stand, nicht jedoch auf amazon.de, obwohl ich durchaus bereit gewesen wäre, dafür extra zu bezahlen. Die wollten mein Geld nicht, also habe ich es halt auf ner illegalen Streamingseite geschaut.
Wegen dieser Grenzen im Internet haben die Streamingplattformen in den verschiedenen Ländern ein unterschiedliches Angebot. Die Frage lautet nämlich, wer hat in welchem Land welche Rechte? Und deshalb läuft der Film New Mutants beispielsweise auch noch nicht im deutschen Disney+.
Doch es bleibt nicht nur beim Programm, sondern reicht auch zu den Sprachen. Warum kann ich einen Film auf Netflix nicht in allen Sprachen schauen, in die er übersetzt worden ist? Nein, es gibt fast nur Deutsch, Originalsprache und Englisch. Obwohl ich genau weiß, dass es davon bereits italienische und russische Übersetzungen gibt. Aber so ist es auch auf den anderen Streamingplattformen. Manchmal möchte ich mit meiner Tochter einen Film oder eine Serie auf Russisch schauen, aber das geht nur mit russischen Produktionen. Warum? Kein einziger Animationsfilm auf Disney+ bietet eine russische Tonspur.
Es gibt die Tonspuren ja schon, sie müssten nur integriert werden.
Aber dem nicht genug sind die Untertitel teilweise ein Katastrophe. Wenn ich alleine bin, schaue ich eigentlich nur auf Englisch und ohne Untertitel. Wenn aber meine Frau dabei ist, schauen wir auf Deutsch und lassen dabei noch die deutschen Untertitel laufen. Auf Amazon Prime wird zwar viel gekürzt, wie es eh oft der Fall ist, aber es ist dennoch alles korrekt. Auf Disney+ hingegen sind die Untertitel eine Katastrophe. Letztens bei Findet Nemo wurde das Wort „Flosse“ im Untertitel mit „pinna dorsalis“ geschrieben. Das nur als ein Extrembeispiel. Allgemein sind die Untertitel bei Disney+ in den Bereich Wortwahl und Syntax schon sehr schlecht. Das zeigt einfach gut, dass bei Disney+ irgendein billiges Computerprogramm benutzt wurde und niemand nachher noch kontrolliert hat.
Das größte Problem aber ist, dass sich die Inhalte auf diverse Plattformen aufteilen. In Europa haben wir dieses Problem eh nicht so stark wie in den USA. Dort gibt es unzählige Streamingdienste und wenn man alles schauen will, was einen interessiert, braucht man viele Abonnements, also viel Geld. Kein Wunder also, dass illegale Streamingseiten weiterhin blühen.
Die meisten US-Produktionen werden zum Glück von Netflix und Amazon Prime für den internationalen Markt gekauft, womit man dann in Europa das meiste unter zwei Dächern hat. Doch eigentlich nicht ganz. HBO Max wird über Sky vertrieben und Disney+ kocht sein eigenes Süppchen. Dazu kommen noch einige Filme und Serien, deren Rechte in Europa bei verschiedenen Vertreibern liegen. Also auch hier ist es nicht ganz so einfach und wer wirklich alles schauen will, was ihn interessiert, muss auch hier einige Abos abschließen.
Das gleiche betrifft auch Animes. Crunchyroll wäre eigentlich eine Streamingplattform, die das Ziel hätte, sämtliche Animes für den internationalen Markt unter einem Hut zu versammeln. Aber selbst auf so ein kleines Genre reduziert funktioniert das nicht. Tatsächlich waren im Winter 2021 nicht einmal die Hälfte der Serien, die ich geschaut habe, auf Crunchyroll.
Im Bereich Anime kommt dann noch das Netflix-Gefängnis ins Spiel. Netflix kauft sich nämlich die internationalen Rechte für Anime-Serie, die in Japan wöchentlich erscheinen. Doch statt diese wie bei Crunchyroll gleichzeitig zu veröffentlichen, werden die Episoden bis ans Ende geblockt, also im Netflix-Gefängnis aufbewahrt, und dann auf einem Schlag online gestellt. Die Fans wollen die Episoden aber gleich sehen, wie sie in Japan gezeigt werden, um eben sich in der Comunity unterhalten zu können und müssen daher, troz Netflix-Abo, auf illegale Seiten ausweichen.
Nun gut, dann mag man sich denken, ich muss ja nicht alles schauen, was mich interessiert, sondern bleibe bei einer einzigen Plattform, denn die haben ja viel Angebot und vielleicht finde ich ja doch was Nettes. Aber falsch gedacht, denn sehr viel ist nur billiger Schrott. Wie gesagt sind Netflix und Amazon Prime in diesem Bereich nicht so schlecht aufgestellt, denn sie kaufen international ein und somit kann man da, wenn man über den eigenen Tellerrand hinausblickt, durchaus interessante Dinge finden. Disney+ hingegen ist einfach nur eine Enttäuschung.
Ich habe mir Disney+ besorgt, weil ich mit meiner Tochter jetzt sämtliche Pixar- und Prinzessinnenfilme schaue, in dem Sinne zahlt es sich voll aus. Aber wenn ich da dann ein bisschen herumstöbere finde ich absolut nichts für mich. Es gibt da halt nur die Eigenproduktionen und die Interessanten davon kenne ich schon. Die Marvel-Serien interessieren mich leider nicht und auf die nächste Star Wars-Serie muss noch gewartet werden. Ab Juni wird man auf Disney+ Raya und der letzte Drache ohne Aufpreis und den neuen Pixar-Film Luca, ebenfalls ohne Aufpreis, sehen können. Darauf freue ich mich, aber ob ich danach den Dienst verlängern werde, bezweifle ich. Auch Netflix hole ich mir immer nur monateweise, wenn es was gibt, was ich sehen will. Einzig Amazon Prime habe ich konstant, aber das ist halt eine eigene Situation.
Was mich bei Disney+ auch noch voll überrascht hat, war, dass dort die aktuelle Simpsons-Staffel nicht läuft, aber auch hier haben wir wieder eine Frage der Rechteinhaber in den verschiedenen Ländern.
Auch wenn man sagen kann, dass Streamingdienste eigentlich eine sehr gute Idee sind, sind die interessanten Inhalte leider extrem aufgeteilt und in den verschiedenen Ländern auch noch anders zugänglich. Wer alles haben will, muss tief in die Tasche greifen, kann dafür aber alles immer sehen, wie und wo er will. Oder man macht es wie ich, überlegt sich genau, was man sehen will, bündelt dies und macht ein Abo immer nur für 1-2 Monate.
Im Grunde darf man sich jedoch nicht wundern, dass die illegalen Streamingseiten derart aufblühen, wenn es so viele Inhalte gibt, die jedoch nur schwer zugänglich sind.

Ein Freund von mir hätte gern einen Account für alle Streamingdienste, bei dem du monatlich 20-30 Euro bezahlst. Aber dafür kannst du alles schauen. Und die 20-30 Euro werden dann prozentell auf die Plattformen aufgeteilt, die du konkret angeschaut hast. Wäre doch eine Idee, oder?

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Buch: Haldeman, Joe – The Forever War

Tolles Military-Sci-Fi Werk, doch eigentlich ein gelungener Antikriegsroman.
Inhalt: Krieg. In gigantischen Raumschiffen werden die Soldaten mit Lichtgeschwindigkeit von einem Gefecht zum anderen befördert. Doch während es für sie immer nur einige Monate dauert, vergehen auf der Erde Jahrhunderte.
Der Autor Joe Haldeman ist mittlerweile ein Großmeister der Sci-Fi und allen Fans bekannt, doch sein bedeutendstes Buch, mit dem er auch einige Preise gewonnen hat, ist dieses hier. The Forever War oder auf Deutsch Der ewige Krieg, war sein Depütroman. Haldeman hat dieses Buch geschrieben, als er aus dem Vietnam-Krieg zurückgekehrt war und die Erlebnisse aus diesem aufarbeiten wollte. Das Buch legt dabei aber nicht den Fokus auf die Gräueltaten, sondern auf zwei andere Elemente.
Zunächst einmal geht es darum, dass Soldaten, die in ihre Heimat zurückkehren, das Gefühl haben, eine andere Welt zu betreten, die für sie eigentlich total fremd ist. Das reale Trauma von Soldaten wird in diesem Buch mit dem Element der Lichtgeschwindigkeit und Relativitätstheorie überspitzt dargestellt. Der Mann zieht in den Krieg, kehrt zurück und es gibt wortwörtlich nichts mehr für ihn.
Das zweite Element ist die eigentliche Sinnlosigkeit von Krieg. Die Auflösung des Konflikts nach über 1.000 Jahren aufgrund einer Banalität treibt diese Absurdität auf die Spitze.
Das Buch ist spannend, die Charaktere interessant und die Botschaft eindeutig.
Fazit: Empfehlenswert.

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The Forever War
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Film: Detective Dee und das Geheimnis der Phantomflammen (2010)

Eigentlich nicht sehr gut und doch möchte ich die Fortsetzung auch schauen.
Mystery-Wuxia mit Andy Lau von Tsui Hark. 122 Min.
Inhalt: Mit Wu Zetian soll zum ersten Mal kein Mann, sondern eine Frau den Kaiserthron besteigen. Eine Revolution im China des sechsten Jahrhunderts! Doch die Vorbereitungen zur Krönung werden von Aufsehen erregenden Todesfällen überschattet. Da holt Wu ihren Erzfeind Dee aus dem Gefängnis, einen der besten Ermittler des Reiches.
Bereits die erste Szene hat mich komplett aus dem Konzept gerissen und ich musste den Film pausieren, um meinen Kopf wieder klar zu kriegen. Denn was ist da los? Nun, es wird eine Buddha-Statue gezeigt, um die ein paar Touristen herumspazieren. Wer sind diese Touristen? Römische Legionäre! Im China des sechsten Jahrhunderts! Und welche Sprache sprechen diese Römer? Spanisch!
Nachdem ich also diesen Anfang überwunden habe, beginnt der eigentliche Film. Generell sei gesagt, dass er optisch nicht in der ersten Liga chinesischer Produktionen mitspielt, aber schlecht ist er keinesfalls. Das selbe gilt für die Kämpfe. Der Kriminalfall selbst ist durchaus spannend, mit einigen interessanten Wendungen, das mit dem Hohepriester am Ende war mir dann aber doch ein bisschen zu viel.
Es sei auch hervorgehoben, dass der Film einige Fantasy-Elemente aufweist und diese den Kriminalfall ausmachen. Es ist also nicht eine traditionelle Mördersuche. Ich habe am Anfang gedacht, dass der Film mit Übersinnlichem spielt und man lange nicht weiß, ob das real ist oder nicht. Doch eigentlich wird rasch klar, dass das tatsächlich Fantasy ist.
Die konkrete Qualität des Films liegt an den Schauspielern. Diese sind sehr gut, charismatisch und tragen den Film, machen ihn also sehenswert.
Auch wenn ich finde, dass dieser Film einige Schwächen hat, sehe ich doch großes Potenzial in Fantasy-Mystery-Wuxia-Filmen und werde daher gern dem nächsten Fall von Detective Dee ebenfalls eine Chance geben.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Gedankensprung: Oscarverleihung 2021

Schon wieder ein Filmjahr vorbei und schon wieder wurden die Oscars verliehen.
Nachdem ich letztes Jahr die Oscarverleihung ja als „gut“ bezeichnet habe, war sie in diesem Jahr wieder komplett uninteressant. Ich habe keinen einzigen der nominierten Filme gesehen und von den meisten nicht einmal etwas gehört. Natürlich könnte man sagen, dass wegen der Pandemie viel weniger Filme erschienen sind, aber gerade deshalb sollte man als Kinofan die paar Filme dann auch gesehen haben. Außer sie sind eben, wie in diesem Fall, einfach komplett uninteressant oder in irgendwelchen Nischen versteckt.
Aber nicht nur ich sehe das so. Die TV-Quoten letztes Jahr waren so schlecht wie noch nie (ca. 21 Millionen Zuschauer), doch dieses Jahr stürzten sie noch weiter ab (auf ca. 9 Millionen).
Nun denn, Nomadland wurde also der beste Film. Vielleicht schau ich ihn irgendwann mal an.
Meine Lieblingskategorie ist wie immer der beste Animationsfilm und von den fünf Nominierten habe ich genau zwei gesehen, nämlich Soul und Over the Moon. Dass Soul dann als Gewinner dastehen würde, war für mich keine Überraschung.

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Spiel: Mission ISS (Schmidt Spiele)

Schönes Spiel, das speziell Solo viel Spaß macht.
Von Michael Luu (ca. 90 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem Spiel schlüpfen die Spieler in die Rollen von Astronauten und bauen die Raumstation ISS. Man kann dies entweder kooperativ spielen oder in einer Solo-Variante. Es gibt viele Spielelemente, die sich nahtlos ineinander fügen, nichts wirkt fehl am Platz oder einfach irgendwie dazugeklebt.
Als Astronauten bewegen wir uns durch die Module der ISS, forschen, trainiern und bauen neue Module. Dabei gilt es eine Zeitleiste zu beachten, die dir sagt, wann du bereits wie viele Module errichtet haben solltest. Ist dies nicht gelungen, ist das Spiel frühzeitg verloren. Andererseits ist das Spiel frühzeitig gewonnen, wenn alle Module errichtet worden sind.
Neben dem Bauen von Modulen müssen auch Experimente durchgeführt werden. Doch wenn zu viele Experimente gleichzeitig laufen, werden die Würfel rot und es dürfen keine weiteren Module errichtet werden, bis die Farbe der Experimente wieder blau ist. Es gilt also sich zu koordinieren zwischen forschen und bauen. Doch die Astronauten müssen auch trainieren, um effizienter zu werden, denn die Bauprojekte und Experimente werden immer schwieriger. Dazu gibt es noch Hilfsroboter und abgeschlossene Experimente geben dir einmalige Boni.
Mir persönlich gefällt der Solo-Modus sehr gut. Im Unterschied zu anderen kooperativen Spielen wurde hier für die Solo-Variante eine eigene Kartenmechanik entwickelt, die super funktioniert. Es gefällt mir einfach, alleine da zu sitzen und das Puzzle rund um die Raumstation ISS zu lösen.
Wenn man mit mehreren Leuten spielt, kommen natürlich Kommunikation und Kooperation dazu, die Gruppendynamik muss also passen. Was in der Gruppe schwieriger ist als Solo, ist das Management der Zeitleiste.
Das Spiel bietet jedoch keinerlei Varietät. Die ISS ist, wie sie ist und das Spiel wird immer gleich ablaufen. Einzig welche Experimente wo stattfinden und die Schwierigkeiststufen der Module ist dem Zufall überlassen. Es gibt also keinerlei Anreiz, das Spiel wieder auf den Tisch zu bringen, wenn man es einmal durchgespielt hat.
Andererseits ist das Spiel recht simpel, es hat wenig Regeln und einen logischen Fluss. Das gemeinsam mit einem sehr interessanten Thema macht es ideal für eine schnelle Partie mit einer neuen Gruppe. Rasch aufgebaut und erklärt, geht es flott zur Sache.
Fazit: Empfehlenswert.

Auf Thalia zu kaufen:

Mission ISS
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Buch: Bonnett, Alastair – Das Zeitalter der Inseln

Eine Mogelpackung.
Wenn ich ein Buch über Inseln kaufe, erwarte ich mir drei Dinge: Bilder der besprochenen Inseln, Landkarten der besprochenen Inseln und eine Weltkarte, auf der die besprochenen Inseln eingezeichnet sind. Doch nichts von alledem ist hier enthalten. In der Mitte gibt es ein paar Fotoseiten, doch diese Fotos sind weder optisch schön noch inhaltlich relevant. Außerdem hat der Autor zu jeder besprochenen Insel eine handgezeichnete Landkarte hinzugefügt, die jedoch so hässlich sind, dass meine Tochter im Kindergarten das vermutlich besser hinkriegen würde.
Also zum Schmökern ist dieses Buch hier absolut nicht geeignet.
Und inhaltlich? Da wird es nicht besser. Das Buch wird unterteilt in Inseln, die gebaut wurden, Inseln, die zufällig entstanden sind, Inseln, die untergehen und Inseln, die gerade geplant werden. Doch der Autor geht auf diese Themen nur extrem oberflächlich ein und hauptsächlich werden einfach Inseln aufgelistet, die in diese Kategorien fallen. Und wenn der Autor dann mal eine Insel herauspickt und sich damit intensiver beschäftigt, ist es nur ein misslungener Reisebericht, der weder spannend noch lehrreich ist.
Dieses Buch hier ist ein absoluter Fehlgriff, sowohl inhaltlich als auch optisch. Die grundsätzlich Idee, ein Buch über die sich verändernde Inselwelt zu schreiben, ist ja absolut interessant und deshalb habe ich hier auch zugegriffen, doch die Ausführung ist in diesem Fall einfach nur schlecht.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Das Zeitalter der Inseln: Von untergehenden Paradiesen und künstlichen Archipelen
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Filme: The Gangster, the Cop, the Devil (2019)

Spannende Jagd nach einem Serienmörder.
Actionthriller mit Ma Dong‑seok von Lee Won-Tae. 110 Min.
Inhalt: In der südkoreanischen Stadt Cheonan treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Als er dann zufällig einen lokalen Gangsterboss angreift, wendet sich sein Glück. Denn nun schließt sich der zuständige Polizist mit dem Gangster zusammen und sie jagen gemeinsam den Killer. Dabei prallen zwei unterschiedliche Welten aufeinander.
Die Prämisse des Films ist sehr spannend und der Film setzt sie gut um. Mir gefallen meistens Filme, in denen ein Serienmörder gejagt wird, nicht so gut, weil es oft auf ein Katz-und-Maus-Spiel reduziert wird. Hier jedoch kommt noch der Konflikt zwischen den beiden Jägern dazu, was den eigentlichen Reiz des Films ausmacht.
Auch dieser Film ist wieder ein Beweis dafür, dass Südkorea als Filmnation aufblüht und eine Perle nach der anderen raushaut.
Fazit: Empfehlenswert.

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