Spiel: Agatha Christie’s Death On The Cards (Modiphius Entertainment)

So ein tolles Thema leider nicht so toll umgesetzt.
Von Tomas Rawlings (ca. 20-40 Min.; 2-6 Spieler)
Dies hier ist ein Social Deduction und Take That Kartenspiel mit vielen Agatha Christie Anspielungen und schön gestalteten Karten. Wer diese Genres mag und ein Fan von Agatha Christie ist, der wird hier seine helle Freude haben. Bei mir trifft das Alles leider nicht zu. Konkret ist es aber das Kartenglück, das mich am meisten gestört hat. Andererseits ist es natürlich so, dass wenn man das weiß und sich darauf einlässt, dann kann einem das eh Spaß machen.
Konkret spielt jeder Spieler der Reihe nach eine Karte aus und macht, was drauf steht. Dann zieht er eine neue Karte. Und hoffentlich haben die Spieler durch diese Aktionen irgendwann rausgefunden, wer der Mörder ist, bevor der Nachziehstapel aufgebraucht ist, da sie sonst verloren haben. Das Kartenglück kommt nun daher zum Tragen, dass einige Karten eindeutig besser sind als andere, oder man benötigte Karten zu spät bekommt oder von Sets zu wenig Teile hat, um sie zu spielen. Aber wie gesagt, in der richtigen Runde mit der entsprechenden Stimmung kann man hier durchaus Spaß haben.
Fazit: Kann probiert werden.

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Buch: Esch, Arnold – Von Rom bis an die Ränder der Welt. Geschichte in ihrer Landschaft

Ein schwieriges, aber interessantes Buch für Liebhaber mit ordentlich Vorwissen.
Vorweg sei gesagt, dass dies kein „rundes“ Buch ist, sondern eine Artikelsammlung des Autors, der ein emeritierter Professor für Mittelalterliche Geschichte ist und lange Zeit Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom war. Einige dieser Artikel sind bereits irgendwann veröffentlicht worden, aber „die meisten Kapitel sind unveröffentlicht, einige greifen auf frühere Arbeiten zurück, alle beruhen auf eigener Anschauung und eigener Forschung.“ (S. 7) Das erklärt auch, warum das gesamte Buch in der alten Rechtschreibung verfasst worden ist, über dessen Sinnhaftigkeit man natürlich diskutieren kann.
Es braucht schon ein fundiertes Wissen, um mit dem Autor hier von Kapitel zu Kapitel zeitlich und geographisch kreuz und quer zu springen, denn vorausgesetzt wird viel. Außerdem ist der Schreibstil kein einfacher, als gemütliche Lektüre für den interessierten Laien sicher nicht geeignet. Weiters sei noch angemerkt, dass in jedem Kapitel sehr intensiv und breit die entsprechenden Quellen ausgeführt und interpretiert werden. Wer nun die nötigen Voraussetzungen erfüllt und entsprechendes Interesse besitzt, der wird in diesem Buch viele spannende Details und überraschende Anekdoten entdecken.
Thematisch passen sämtliche Artikel dahingehend zusammen, dass in allen mehr oder weniger Landschaft ein zentrales Element ist. Manche Kapitel, wie etwa „IV. Ferrovia locale“, können sogar als Reiseführer für Wanderungen verwendet werden.
Der Aufbau dieses Buches führt eben auch dazu, dass man manche Kapitel von der Qualität her besser und manche schlechter findet, manche dem persönlichen Interesse mehr entsprechen und manche weniger, weil das hier eben nicht in einem Guss mit einem einheitlichen Konzept geschrieben wurde. So war für mich persönlich etwa das Kapitel „V. Archipelagos“ sehr spannend, in welchem jene Quellen zusammengetragen werden, in welchen Reisende der Renaissance die griechische Inselwelt beschreiben. Oder „XVIII. Endlose Weite“, wo die Berichte der Reisenden zusammengetragen werden, die vor Marco Polo bereits ins Herz des Mongolenreiches vorgedrungen sind.
Eben diese thematische Varianz ist das Besondere an diesem Buch. Aber nicht nur offensichtliche Varianz, sondern wirklich faszinierende untypische Themen, über die man sonst wohl nie nachdenken würde, etwa die Beschreibung der Reise eines Ablasskollektors, die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Nachricht oder die Verwahrlosung freier Landschaft in der Spätantike.
Auch wenn ich Thema und Inhalt sehr spannend finde, hat der Schreibstil leider dazu geführt, dass ich das Buch eher als intensive Lektüre empfunden habe, für die man sich bewusst Zeit nehmen muss.
Fazit: Nur einem begrenzten Publikum zu empfehlen.

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Serie: Cobra Kai – Staffel 1

Super Anfang, aber dann für meinen Geschmack zu viel Drama.
Zunächst sei lobend angemerkt, dass die Serie sehr gut auf den Vorgängerfilmen Karate Kid aufbaut. Wer die mochte, wird sich also auch hier gleich wohl fühlen. Doch auch ohne Vorkenntnisse kann man hier problemlos einsteigen, obwohl ich doch empfehle, die Filme vorher zu schauen, um wirklich alles zu erfassen und zu schätzen. Außerdem sind die Filme einfach toll und können immer geschaut werden.
Wie gesagt finde ich, dass die Serie echt toll beginnt. Die Charaktere sind interessant, nachvollziehbar und auch durchaus sympathisch. Es gibt einige witzige Momente und die Trainigsmontagen sind super nostalgisch. Die verschiedenen Ereignisse sind realistisch und die Entwicklungen der Charaktere in diesem Sinne verständlich. Eines führt zum anderen und die Situation schaukelt sich immer weiter auf, bis es eigentlich nur noch Drama gibt. Die Hoffnung, dass sie sich am Ende irgendwie zusammenraufen und die Wogen glätten, erfüllt sich nicht, führt der Plot doch direkt in die zweite Staffel.
Wie gesagt, war es für meinen Geschmack zu viel Drama in den letzten Episoden und was ich so mitbekommen habe, zieht sich das durch die gesamte zweite Staffel weiter durch. Ich weiß also nicht, ob ich das wirklich schauen möchte. Denn die Serie ist eigentlich schon gut gemacht, aber ich erlebe genug Drama im Alltag, da muss ich es nicht auch noch in meiner Freizeit haben.
Fazit: Gute Serie, aber halt nicht für mich.

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Film: Tomiris (2019)

Interessanter Film aus Kasachstan über die historische Königin der Massagaten / Skythen.
Historiendrama mit Almira Tursyn von Akan Satayev. 156 Min.
Inhalt: Erzählt wird das Leben von Tomyris, von ihrer Kindheit bis zu ihrem Aufstieg zur Königin und schließlich den berühmten Kampf gegen den großen Perserkönig Kyros II. um 530 v. Chr., der da angeblich einen Feldzug unternahm und fiel.
Vom Leben der Königin Tomyris ist nur wenig bekannt, hauptsächlich überliefert von Herodot, dessen Fokus jedoch auf Kyros II. lag und der Tomyris somit nur nebenbei erwähnt. Im Anschluss daran wurde Tomyris noch von weiteren Schriftstellern erwähnt, jedoch immer anders dargestellt. Die Drehbuchautoren haben also ihre Fantasie spielen lassen, um eine komplette Biographie erschaffen zu können. Entsprechend wurde ihr Leben extra tragisch und ihre Fertigkeiten amazonengleich dargestellt. Wie historisch korrekt der Film also ist, sei einmal dahingestellt.
Der Film an sich hat mir nicht schlecht gefallen. Die Kampf- und Schlachtszenen sind sehr gut gemacht, die Schauspieler sind durchaus talentiert. Aber der Film fühlt sich aus verschiedenen Gründen nicht so episch an, wie er sollte. Zunächst gibt es keine grandiosen Landschaftsbilder, obwohl der Film in einer einzigartigen Gegend spielt. Dann gibt es einige billige Computeranimationen, ohne denen der Film genauso gut wäre. Ich verstehe nie, warum Regisseure beschließen Geld für schlechte Animationen auszugeben. Schließlich ist der Film auch ständig sehr dunkel und düster gehalten, was auf die Dauer sehr ermüdend ist.
Der Film ist durchaus interessant und schön anzuschauen, hat aber leider wegen einiger Details die Chance verpasst, ein Meisterwerk zu werden.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Neom (Lookout Spiele)

Tolles Plättchen-Drafting, Plättchen-Engine-Building und Plättchen-Legespiel.
Von Paul Sottosanti (ca. 45 Min.; 1-5 Spieler)
Jeder Spieler versucht hier eine eigene futuristische Stadt aufzubauen. Dazu erhält jeder ein individuelles Tableau, auf dem er bauen kann, also eine Matrix, um die Plättchen reinzulegen. Das zentrale Feld dieser Tableaus ist unterschiedlich, es ist also von Anfang an ein asymmetrisches Spiel. Jedes Plättchen ist dabei ein Gebäude, die gemeinsam am Ende eine Stadt bilden sollten. Aber Achtung! Es gibt bestimmte Legeregeln zu beachten, denn sonst wäre es natürlich zu einfach. Jedes Plättchen, bzw. Gebäude hat eine Sonderfunktion, die man hoffentlich geschickt einsetzt, um den Sieg davonzutragen.
Der Kern ist aber das Plättchen-Drafting. Welches Plättchen nehme ich? Welche gebe ich weiter? Soll ich Minuspunkte akzeptieren? Die Sonderfunktion von dem würde super zu mir passen, aber ich habe so gebaut, dass ich es wegen der Legeregeln nicht nehmen kann. Viele schöne Dilemmata und interessante Entscheidungen machen das hier zu einem sehr spannenden Spiel.
Die Solo-Variante ist einfach nur, den eigenen Highscore zu schlagen, also nichts Besonderes. Aber das Spiel gefällt mir so gut, dass ich es gerne auch mal solo auf den Tisch bringe und schaue, ob ich heute besser unterwegs bin. Man kann da dann auch schön immer wieder andere Strategien ausprobieren.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Lookout Games: Neom – Erbaue die Stadt der Zukunft (Kennerspiel)
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Buch: Clauss, Martin – Militärgeschichte des Mittelalters

Leider nicht, was ich erwartet hatte.
Dieses Buch ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch der fantastischen Beck-Wissen-Reihe manchmal Fehlgriffe passieren. Was mich hier am meisten stört, ist, dass dieses Büchlein eigentlich nur eine Ereignisgeschichte mit Fokus auf der Abfolge von Schlachten, Kämpfen und Kriegen ist, während hingegen Militärtechnik, Strategien, Logistik und all die anderen Dinge viel zu kurz kommen. Meine persönliche Erwartungshaltung wurde somit nicht erfüllt, aber vielleicht gibt es ja Leser, die genau das wollen.
Mein zweiter Kritikpunkt betrifft die geographische Eingrenzung. Ich finde es sehr schade, dass der Fokus auf Frankreich, England, Deutschland und Italien beschränkt wurde, wobei England und Italien auch noch sehr kurz kommen. Statt einer trockenen Ereignisgeschichte hätte ich mir einen größeren geographischen Blickwinkel gewünscht mit eben der militärischen Differenzierung. So aber habe ich das alles als relativ uninteressant empfunden.
Fazit: Nicht zu empfehlen, außer man interessiert sich für genau dieses spezielle Thema.

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Film: Тобол – Die Schlacht um Sibirien (2019)

Netter russischer Film mit ein bisschen zu viel Patriotismus.
Historisch / Drama / Action mit Ilja Andrejewitsch Malanin von Igor Zaytsev. 108 Min.
Inhalt: Russland zu Zeiten des Herrschers Peter der Große. Ivan Demarin, ein junger Offizier der Garde, wird im Auftrag des Zaren nach Sibirien geschickt, um die Festung Tobolsk zu besetzen. Dort begegnet der unerfahrene Soldat seiner ersten Liebe und wird in eine Verschwörung des korrupten lokalen Fürsten miteinbezogen. Dieser möchte nämlich entgegen dem Willen des Zaren einen Krieg vom Zaun brechen. Derweil ist Ivans Festung von Feinden umringt und keine Hilfe kann erwartet werden.
Dieser Film basiert anscheinend auf wahren historischen Begebenheiten, aber fragt mich bitte nicht weiter danach. Ich kenne mich mit diesen Ereignissen nicht aus. Der Film selbst jedoch ist nicht schlecht, hat eine hohe Produktionsqualität, schöne Kostüme und ordentliche Kämpfe. Das einzige, was mich gestört hat, sind die Schnitte und Szenensprünge. Schlechtes Editing habe ich schon öfters gesehen, aber selten hat es mich so genervt.
Wer gerne historische Filme schaut und sich nicht nur auf Hollywood beschränken möchte, der sollte hier zugreifen.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Spiel: Imperial Settlers – Roll & Write (Pegasus Spiele)

Nettes Roll & Write Spiel ohne Besonderheit.
Von Ignacy Trzewiczek (ca. 30 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem Spiel erhält jeder Spieler ein Blatt Papier und dann wird reihum gewürfelt. Die Würfel sind Rohstoffe, die man einsetzt, um sich Dinge zu kaufen, also auf seinem Blatt Kästchen durchzustreichen. Das bringt entweder Punkte oder Sonderfunktionen. Die meisten Sonderfunktionen bestehen darin, mehr Rohstoffe zu kriegen, um teurere Kästchen kaufen zu können. Nach zehn Runden gewinnt der mit den meisten Punkten.
Das Spiel ist nett und spielt sich recht flüssig, ist aber zu keinem Zeitpunkt irgendwie taktisch oder strategisch und hebt sich von anderen Roll & Write Spielen auf dem Markt in keinster Weise ab, ist im Gegenteil sogar eines der Langweiligeren. Du schaust einfach immer nur den Würfelwurf an und was du damit kaufen kannst. Weil man Rohstoffe eben nicht aufsparen kann, gibt es keine Möglichkeit irgendwas zu planen.
Außerdem ist das Regelheft sehr schlecht geschrieben, viel muss intuitiv erfasst und in der ersten Partie aus dem Kontext eruiert werden.
Das Spiel bietet auch einen Solomodus und man muss löblich hervorheben, dass da viel Energie investiert worden ist, denn jedes Blatt vom Solo-Block ist anders, bietet also andere Gebäude mit anderen Sonderfunktionen. Man kann also 48 mal solo spielen und hat jedes Mal ein anderes Spiel. Das wäre eh super, wenn mir das Spiel allgemein besser gefallen würde.
Fazit: Kann probiert werden.

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Buch: Bungert, Heike – Die Indianer. Geschichte der indigenen Nationen in den USA

Tolles Buch über ein spannendes, immer noch aktuelles Thema.
Die Geschichte der Indigenen Amerikas hat immer schon ein großes Interesse in mir geweckt und daher habe ich bereits vor ein paar Jahren aus der Beck-Wissen-Reihe das Büchlein Die Indianer Nordamerikas gelesen, welches ich nur empfehlen kann. Der selbe Verlag hat nun dieses Buch hier zum selben Thema veröffentlicht, aber in einem doppelt so großen Format und mit dreimal so vielen Seiten.
Es bietet sich also an, hier einen Vergleich zu ziehen, obwohl der eigentlich gar nicht nötig ist, denn die Formate allein sagen schon, was die Unterschiede sind. Beide Bücher sind sehr gut geschrieben und angenehm flüssig zu lesen. Während das Buch aus der Beck-Wissen-Reihe gelungen einen kompakten, zusammenfassenden Überblick bietet, ist das Buch hier umfassender, geht genauer auf verschiedene Aspekte ein, bietet mehr Details und präsentiert auch einige weniger bekannte Nebenschauplätze. In diesem Sinne muss jeder für sich entscheiden, ob er nur einen Überblick möchte oder richtig in die Materie eintauchen möchte, ob er wie ich eine Beck-Wissen-Sammlung hat, die es zu erweitern gilt, oder ob das Format irrelevant ist.
Persönlich würde ich schon das Buch hier empfehlen, weil es so umfassend ist, dabei aber immer noch relativ kompakt und einen nicht erschlägt. Außerdem wird hier viel stärker auf die Differenzierung der einzelnen Stämme und deren Untergruppen eingegangen, als es im kleinen Büchlein geschehen ist, was ich einfach sehr interessant finde. Erzählt wird hier die Geschichte der Indianer, beginnend vor 16.000 Jahren bis ins Jahr 2017. Und eben diese Darstellung der gegenwärtigen Situation habe ich auch sehr spannend gefunden.
Aber eigentlich würde ich mir mehr wünschen: Streichen wir das Wort „USA“ aus dem Titel und bauen auch die Geschichte der Indigenen Kanadas ein; Alaska und Hawaii sollten ebenfalls nicht ausgeklammert werden; Eine Zeitleise sollte eigentlich selbstverständlich sein; Und eine bessere Erklärung der beiden Karten wäre ebenfalls schön, wobei ich eigentlich gerne sogar noch mehr Karten hätte; Ein paar Fotoseiten in der Buchmitte wären schließlich die Krönung. Aufgrund dieser Mankos kann ich dieses Buch nicht als das „definitive Werk“ bezeichnen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Away – Staffel 1

Eine weitere Drama-Schlaftablette hinter einer Sci-Fi-Maske versteckt.
Ich gebe einfach dem neuen Format die Schuld, dass viele moderne Serien langatmige Schlaftabletten sind. Als man noch eine ganze Story in vierzig Minuten quetschen musste, war das einfach viel spannender und hatte ein besseres Tempo. Jetzt sind die Episoden über 50 Minuten und der Plot geht über die ganze Staffel und wenn man da dann keinen ordentlichen Stoff hat, passt es halt nicht. Wie eben auch hier: Die erste bemannte Marsmission. Klingt als Prämisse eigentlich super, doch dann wurde da so viel unnötiges Drama reingestopft, um irgendwie die Zeit zu füllen, dass es beinahe schon wie eine billige Seifenoper wirkt. Spannung kommt eigentlich keine auf. Das liegt hauptsächlich daran, dass ständig von den Szenen im Weltraum zu jenen auf der Erde gewechselt wird, was jedoch nicht fließend oder passend geschieht, sondern man wird immer wieder rausgerissen und woanders reingeworfen. Die Serie ist einfach langweilig, langatmig, von den Schauspielern her nicht sehr ansprechend und ganz allgemein komplett uninteressant. Es ist nämlich eine typische Hollywood-Marsmission, wo alles schiefgeht, was schiefgehen kann. Als hätte man das nicht schon oft genug gesehen.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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