Spiel: Wettlauf nach El Dorado – 1. Erweiterung „Helden & Dämonen“ (Ravensburger)

Wenn eines meiner liebsten Spiele der letzten Jahre eine Erweiterung bekommt, ist es nur logisch, dass ich da zuschlage. Wettlauf nach El Dorado hat also zusätzliches Material bekommen. Super!
Durch drei neue doppelseitige Geländeflächen wird das Spiel noch variantenreicher und die Strecke kann, wenn gewünscht, auf interessante Weise verlängert werden. Die neuen Helden- und Begleittier-Karten tragen dazu bei, dass die einzelnen Decks stärker individualisiert werden, was sehr interessant ist. Die zusätzlichen Expeditionskarten geben mehr Optionen auf dem Markt, was immer toll ist, das gleiche gilt für die neuen Höhlenplättchen. Ja, all das neue Material bereichert das Basisspiel auf positive Weise, ohne das Spiel zu verändern.
Das Hauptelement der Erweiterung sind aber die Flüche. Ich finde jedoch, dass diese nicht wirklich zum Tragen kommen. Man erhält nämlich zu wenige davon, um wirklich einen Einfluss zu haben. Sie sind ein nettes Element, absolut, bieten immer wieder ein Dilemma, aber für die Menge an Material hätte ich mir mehr Effektivität gewünscht. Ich finde sie nicht schlecht, absolut nicht, nur halt irgendwie wenig. Die Flüche sind der größte Teil der Erweiterung und der schwächste. Weil aber die anderen Elemente so toll sind und die Flüche durchaus auch ihren Reiz haben, gefällt mir die Erweiterung sehr gut und wird auch sicher bei jeder Partie integriert werden.
Fazit: Empfehlenswert.

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Wettlauf nach EL Dorado – Helden und Dämonen
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Buch: Molcho, Haya – Tel Aviv. Food. People. Stories.

Kochbücher sind immer etwas Tolles.
Das Werk hier schlägt in die gleiche Kerbe wie Lissabon – Das Kochbuch, da es eben gleichzeitig Reiseführer und Rezeptesammlung ist. Hier werden uns also 61 typische Speisen aus Tel Aviv präsentiert. Dazu gibt es im Anhang zwei übersichtliche Register, mit denen man das gewünschte Rezept rasch findet.
Das Buch ist unterteilt in die fünf Kapitel „Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte“, „Was wir immer zu Hause haben“, „Fisch“, „Fleisch“ und „Süßes“. In jedem Kapitel werden mehrere Personen aus Tel Aviv vorgestellt, die irgendetwas mit Kulinarik zu tun haben, ihre Stories und empfohlenen Rezepte präsentiert. Da wäre etwa der Foodblogger Kobi Rubin (S. 40), der Restaurantbetreiber Asaf Doktor (S. 110) oder der Bäcker und Philosoph Aner Zalel (S. 238) u.v.m. Es ist sehr interessant durch die Augen dieser vielen verschiedenen Personen Tel Aviv kennenzulernen, seine Kultur, Geschichte und Gastronomie.
Die Speisen selbst werden ordentlich auf jeweils einer Doppelseite präsentiert, eine Seite das Rezept, die andere das großformatige Foto. Die Bilder sind allesamt schön komponiert, dadurch appetitanregend und laden zum Schmökern ein. Die Rezepte selbst sind gut formuliert, also leicht nachvollziehbar. Auch die Zutaten sind keine außergewöhnlichen Produkte, die man schwer findet, man kann die Speisen also leicht nachkochen. Speziell jetzt der Herbst und Winter, wenn die Wochenenden verregnet sind, sind eine gute Gelegenheit, sich in der Küche auszutoben.
Besonders empfehlen möchte ich Frikeh mit Datteln und Nüssen (S. 32), Calamari mit gerösteten Kirschtomaten (S. 138) und als Nachspeise Ananas-Carpaccio mit Kokoseis (S. 232). Aber auch alle anderen Rezepte sind ein Versuch wert.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Tel Aviv by Neni. Food. People. Stories.
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Film: Phantastische Tierwesen 2 – Grindelwalds Verbrechen (2018)

Fantastisch. Aber ich bin auch das Zielpublikum.
Fantasy-Abenteuer mit Eddie Redmayne von David Yates. 133 Min.
Inhalt: Am Ende des ersten Films wurde der mächtige Dunkle Zauberer Gellert Grindelwald (Johnny Depp) vom MACUSA (Magischer Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika) mit der Hilfe von Newt Scamander (Eddie Redmayne) festgenommen. Doch Grindelwald macht seine Drohung wahr und entkommt dem Gewahrsam. Er schart ein Gefolge um sich, das seine wahren Pläne nicht kennt: die Herrschaft reinblütiger Zauberer über alle nichtmagischen Wesen. Um Grindelwalds Pläne zu vereiteln, wendet sich Albus Dumbledore (Jude Law) an seinen ehemaligen Schüler Newt Scamander, der seine Hilfe zusagt, ohne sich über die Gefahren im Klaren zu sein. Liebe und Loyalität werden auf die Probe gestellt, und selbst zwischen besten Freunden und innerhalb von Familien entstehen immer mehr Spaltungen in der magischen Welt.
Wie bereits beim ersten Teil muss man auch hier ein Harry Potter Fan sein und sich voll auf den Film einlassen, um ihn richtig genießen zu können. Sehr oft versuchen Filmschaffende ja, eine Balance zu finden, zwischen Fans zufrieden zu stellen und neues Publikum anzulocken. Hier aber scheinen sie nach dem Motto „Sch*** auf neues Publikum, es gibt genug Harry Potter Fans“ vorgegangen zu sein und das mit Erfolg. Zahlreiche Details und Anspielungen, nicht zuletzt die Rückkehr nach Hogwarts, verleihen diesem Film den einzigartigen magischen Flair. Dazu kommt aber auch noch ein sehr spannender Plot und interessante Charaktere. All das wirkt aber nur dann, wenn man wirklich aktiv schaut, sich voll einlässt, zwei Stunden mental den Alltag ausklammert.
Während wir bei Harry Potter immer in England waren und im ersten Teil der neuen Reihe in New York, reisen wir diesmal ins magische Paris, was einen sehr interessanten Ausflug darstellt. Wenn die letzte Szene als Ausblick dient, könnten wir im dritten Teil dann das magische Österreich / Wien erleben. Schön wär’s, aber ich möchte mir keine zu großen Hoffnungen machen.
Fazit: Für Harry Potter Fans ein Muss, der Rest braucht hier nicht einzuschalten.

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Spiel: This War of Mine – Das Brettspiel (Asmodee)

Ein heftiges Spiel. Sowohl thematisch als auch mechanisch. Aber falsch.
Von Michał Oracz und Jakub Wiśniewski (ca. 45-120 Min.; 1-6 Spieler)
Wenn man dieses Spiel spielen möchte, muss man sich darauf vorbereiten, sich mental darauf einzulassen. Wir schlüpfen schließlich in die Rollen von Überlebenden inmitten eines tobenden Bürgerkriegs, wir simulieren also eine brutale, traumatische Erfahrung. Dabei sollen wir in diesem kooperativen Sandbox-Spiel einige Ziele erreichen, um zu überleben und somit das Spiel zu gewinnen.
Wie in solchen Spielen üblich erforschen wir Orte, sammeln Dinge und handeln Begegnungen ab. Das gestaltet sich jedoch als sehr schwierig und man muss mehrere Partien hinter sich haben, um von Anfang an eine Strategie verfolgen zu können, die eventuell zum Erfolg führt. Den enormen Zufallsfaktor muss man einfach akzeptieren und darf sich nicht frustrieren lassen.
Mein Problem mit dem Spiel aber war, dass ich nicht Mitleid mit den Figuren verspürte, die sich da herumbewegten. Wenn nicht immer mal wieder ein Flavor Text vorgelesen worden wäre, hätte ich ganz vergessen, dass wir uns in einem Bürgerkrieg befinden. Als ich darüber nachdachte, weshalb das so ist, erkannte ich das Problem: Das hier ist ein 0-8-15 Zombie-Survival-Spiel mit einem tragischen Thema draufgeklebt. Der Flavor-Text ist das einzige konkret thematische und sogar der kann häufig 1:1 auf ein Zombie-Setting übertragen werden. Das liegt nämlich daran, dass die Lebensrealität der Zivilisten in dieser Situation, also die Aktionen, die sie ausführen, falsch dargestellt sind. Zivilisten schleichen nicht in der Nacht in einem Kriegsgebiet herum, um die Gegend zu plündern, schon gar nicht mit Dietrichen. Außerdem töten sie sich auch nicht gegenseitig für Nahrung und andere Produkte. Das ist alles Zombie-Apokalypse-Fantasy. Während hingegen die realen organisierten verbrecherischen Kampagnen der verschiedenen Kampfgruppen außen vor gelassen werden.
Hätte man tatsächlich ein reales Bild zeichnen wollen, würden die Figuren das Haus nie verlassen, außer wenn ein Versorgungswagen vorbeikommt und dann wären sie da stundenlang in der Schlange gestanden. Oder sie hätten sich irgendeinem Flüchtlingskonvoi angeschlossen.
Nein, dieses Spiel kann einfach nicht ernst genommen werden. Es ist mechanisch sicher kein schlechtes kooperatives Survival-Spiel, aber thematisch ist das hier ein kompletter Fehlschuss.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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This War of Mine – Offizielles Brettspiel | DEUTSCH 11 Bit Studios
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Buch: Jonasson, Jonas – Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten

Fortsetzungen sind immer eine schwierige Sache.
Inhalt: Allan Karlsson ist wieder da! Der Hundertjährige hat genug vom Dauerurlaub auf Bali und ist begeistert, als sich ein neues Abenteuer ankündigt. Bei einer Ballonfahrt geraten sie auf Abwege, und Allan und sein Gefährte Julius müssen im Meer notlanden. Zum Glück werden sie gerettet. Pech ist jedoch, dass sich das Rettungsboot als nordkoreanisches Kriegsschiff entpuppt und Kim Jong-un im Atomkonflikt gerade seine Muskeln spielen lässt. Und schon steckt Allan, der sich mit Atomwaffen schließlich bestens auskennt, mitten in einer heiklen politischen Mission, die ihn von Nordkorea über New York bis in den Kongo führen wird. Dabei nimmt er auch Kontakt zu Donald Trump und Angela Merkel auf – mit ungeahnten Folgen.
Mir hat das Buch leider nicht so gut gefallen. Man merkt, dass der Autor viele witzige Szenen im Kopf hatte, bei der Ausführung sind sie dann leider nicht so witzig geworden. Was halt vor allem auch daran liegt, dass der Hundertjährige noch lebende und aktive Personen trifft, der Autor sich also auch etwas zurückhielt. Bei historischen oder gar fiktiven Personen kann man natürlich seiner Fantasie freien Lauf lassen und daher war der erste Band auch so super. Dazu kommt auch noch, dass im ersten Band die Reihe an Begegnungen zwar zufällig war, es aber immer noch eine klar nachvollziehbare Logik gab, warum er wann wohin kam. Hier jedoch ist es einfach absolut zufällig. Speziell der Aufenthalt in Schweden war extrem langatmig und sehr zäh. Auch hätte ich die Idee sehr gut gefunden, anhand des schwarzen Tabletts Medien- und Sozialkritik zu üben, was aber für meinen Geschmack nicht genug ausgeführt wurde und daher ziemlich flach fällt. Der Plot selbst ist aber durchaus spannend, einige Szenen sind auch witzig, und so möchte man eigentlich schon wissen, wie alles endet. Mit dem Ergebnis jedoch, dass man in der Mitte immer wieder mehrere Seiten überspringt.
Was ich gerne gesehen hätte, wäre ein weiteres Buch wie Die Analphabetin, die rechnen konnte, also im Stil wie Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand, aber mit anderen Charakteren und anderen Konflikten des Atomzeitalters. Mit Pakistan, Indien, Israel und Brasilien gäbe es genug Material, ein drittes solches Werk zu verfassen. Stattdessen wurde hier eine Fortsetzung in der Gegenwart angelegt und der große Konfliktherd Iran wurde gänzlich ausgelassen. Nein, dieses Buch ist leider wie bereits Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind für mich eher flach gefallen.
Fazit: Nur für sehr große Fans des ersten Bandes zu empfehlen.

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Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten: Roman
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Film: Mamma Mia! Here We Go Again (2018)

Ganz tolle Unterhaltung.
Musical / Komödie mit Lily James von Ol Parker. 114 Min.
Inhalt: In diesem Film wird die Vergangenheit der Hauptcharaktere des ersten Teils beleuchtet. 1979 schließt die junge Donna die Oxford University ab und begibt sich auf eine Reise durch Europa, auf der sie die drei Männer Harry, Bill und Sam trifft. In der Gegenwart versucht Donnas Tochter Sophie eine Taverne auf der griechischen Insel Kalokairi zu renovieren.
Wer den ersten Teil wegen des gelungenen Gesangs und Tanzes, wegen der lustigen Sprüche und Emotionen mochte, der wird hier auch wieder voll auf seine Kosten kommen. Ja, in diesem Sinne ist das hier eine gelungene Fortsetzung, Prequel und Sequel in Einem. Für mich aber waren die Schauspieler ein wichtiger Teil des Charmes im ersten Teil. Daher war ich dann doch ziemlich enttäuscht, dass diese zwar wieder vorkommen, aber eben nicht mehr derart mitmachen beim Singen und Tanzen. Nein, der Hauptfokus lag diesmal auf den Schauspielern, welche die jungen Versionen der Charaktere im Jahre 1979 spielen. Die sind nicht schlecht, keinesfalls, sie sind frisch und lustig, aber halt gewöhnungsbedürftig. Sind dann die ersten paar Songs um, hat man eh schon vergessen, dass es da noch andere Schauspieler gibt und schon ist man im Film gefangen, der einen dann bis zum Ende mitreißt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: K2 – inklusive Broad Peak Erweiterung (Asmodee)

Nach vielen Jahren bin ich endlich wieder dazu gekommen dieses großartige Spiel zu spielen. Als neue Edition und mit Erweiterung inklusive.
Von Adam Kałuża (ca. 30-60 Min.; 1-5 Spieler)
In diesem sehr gut ausgeklügelten Spiel simulieren wir die Besteigung des K2. Wir möchten hoch hinaus, um viele Punkte zu ergattern, aber wenn wir nicht ordentlich akklimatisieren, dann sterben wir und umsonst war der ganze Aufstieg. Ich habe das Spiel damals geliebt, kam dann aber jahrelang nicht mehr in dessen Genuss. Nun also konnten wir es wieder auspacken und die erste Partie war zunächst irgendwie, nun ja, langweilig. Ich habe das dann darauf zurückgeführt, dass wir auf der leichten Mappe mit dem leichten Wetter gespielt haben. Aber als sich die Partie dann dem Ende näherte wurde der Akklimatisierungsdruck schon sehr hoch und schließlich ist einer meiner beiden Bergsteiger auch noch gestorben. Puh, aufgrund meiner Erinnerungen und eines falschen Eindrucks habe ich eine falsche Strategie gewählt und brutal verloren. Tja, so kann es gehen.
Ich finde das Spiel super, weil man eben jede Runde neu entscheiden muss, wie viel man klettern und wie viel man akklimatisieren möchte. Das wird natürlich auch von den Karten beeinflusst, die man gerade hält. Dazu kommt noch das Wetter, das sich jede Runde je nach Höhenlage ändert. Ja, wenn man mit der leichtesten Variante spielt, ist die Partie, solange man sich noch in den unteren Höhenlagen befindet, recht simpel. Das ändert sich aber drastisch, sobald man hoch oben ist, wo die Luft dünner wird. Das ist auch ein tolles Element des Spiels, dass man eben auf der leichten Mappe mit leichtem Wetter oder schwierigem Wetter spielen kann, bzw. auf der schwierigen Mappe mit leichtem Wetter oder schwierigem Wetter. Das Grundspiel bietet also vier verschiedene Stufen. Dazu kommen jetzt auch noch mit der Broad Peak Erweiterung zwei neue Mappen mit ganz unterschiedlichen Zielen und Regeldetails. Der Wiederspielwert ist also für zahlreiche Partien garantiert.
Aber nicht nur die Spielmechanik ist super, sondern auch die Optik. Das Spiel schaut echt toll aus und allein deswegen möchte man sich schon in die Kletterpartie stürzen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Spiel: Great Western Trail – Erweiterung „Rails To The North“ (eggertspiele)

Für mich ist Great Western Trail eines jener großartigen Spiele, die meiner Meinung nach keine Erweiterung nötig hätten, die für sich allein schon ein tolles Werk sind.
Doch wie in der Filmindustrie wird auch bei Brettspielen einfach so lange Material nachgeschoben, bis es sich finanziell nicht mehr rentiert. Und weshalb sollten die Verlage das nicht tun, wenn die Konsumenten Geld dafür ausgeben?
Es gibt Spiele, wie etwa Isle of Skye, die laden Erweiterungen ein und als Spieler wartet man auch darauf. Aber dann gibt es Spiele, wie Great Western Trail, bei denen man eigentlich nie damit gerechnet hat, weil es sich, nun ja, nicht wirklich anbietet und das Basisspiel schon rund und abgeschlossen ist. Bei solchen Spielen laufen die Erweiterungen dann auch enorm Gefahr, in einem Debakel zu enden, wie es etwa bei der Erweiterung Die Gefährten für Marco Polo (Hans im Glück) geschehen ist. Daher war ich hier nun sehr skeptisch, habe es aber dennoch ausprobiert.
Zunächst erwartet einen aber ein kleiner Schockmoment, wenn man die ziemlich große Schachtel aufmacht und fast nur Luft drinnen findet. Da fragt man sich, weshalb man so viel Geld ausgegeben hat. Ich verstehe Länge und Breite wegen dem neuen Brett, aber diese Höhe ist einfach nur lächerlich.
Die Erweiterung selbst ist in dem Sinne eine gute Erweiterung, weil sie eben wirklich Teil des Spiels wird. Oft gibt es ja Erweiterungen, die man ignorieren kann oder solche, die so wichtig sind, dass man den Rest ignorieren muss. Diese hier aber fügt sich schön in das gesamte Gefüge ein. Sie schwächt eine Strategie und stärkt eine andere, bringt also mehr Balance ins Spiel, mehr Möglichkeiten.
Besonders gefällt mir auch, dass das neue Spielbrett so gestaltet ist, dass man es so ans alte Brett anfügen kann, dass es sich leicht über dieses legt und eine Leiste ersetzt. Das ist eine sehr schöne Möglichkeit, die Werte dieser Leiste zu ändern und von dort Wege in das neue Gebiet zu eröffnen.
Mit diesem neuen Spielbrett gibt also im Norden mehr Städte, in welchen wir unsere Kuhherden verkaufen können. Die verschiedenen Städte bringen aber verschiedene Boni und ich kann sie erst benutzen, wenn ich einen Handelsposten dort errichtet habe. Es gilt also dort oben ein lukratives Handelsnetz aufzubauen, um den Sieg davonzutragen.
Mir gefällt diese Erweiterung sehr gut, aber ich finde trotzdem, dass diese Schachtel mit diesem Preis eine Mogelpackung ist. Als Vergleich: Die Erweiterung Druiden für Isle of Skye hat eine angenehmere Schachtel, gefühlt mehr Material und einen niedereren Preis. Rails To The North ist gut, aber nicht so gut.
Fazit: Für diese Erweiterung gibt es von mir die Empfehlung, auf eine Preissenkung zu warten, denn sie ist nicht so super, dass man sie sofort unbedingt haben muss. Aber für wen Geld keine Rolle spielt, der sollte hier zuschlagen.

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Great Western Trail – Rails to the North (Erweiterung)
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Buch: Guerre, Isabelle – Die besten Rezepte vom Blech

Leckere Rezepte für große Runden.
Wir haben hier eine Sammlung von 40 Gerichten, die allesamt auf einem Backblech zubereitet werden, also aus dem Ofen kommen. Keine Töpfe, keine Pfannen. Obst und Gemüse schmort im eigenen Saft. Die Vorteile solcher Rezepte liegen auf der Hand: Schnell sind Speisen für viele Personen zubereitet und man muss nicht am Herd stehen und ständig umrühren, bzw. wenden.
Die Speisen finden sich wie gewohnt auf je einer Doppelseite, wobei auf einer Seite das großformatige Foto ist, auf der anderen das leicht nachvollziehbare Rezept. Die Zutaten sind hier leider nicht angegeben. Dafür muss man ans Ende des Buchs blättern, wo sich für alle Rezepte auf einer Doppelseite die Zutatenlisten befinden. Das finde ich insofern eine nette Idee, da der Leser so auf einem Blick sofort sieht, was in welche Speise kommt und dadurch einfach direkt zu der blättern kann, die ihm geschmacklich am meisten zusagt. Auch ein alphabetisches Register findet sich am Ende.
Die Fotos sind sehr appetitanregend und aufgrund der Einfachheit möchte man sofort das erste Blech vorbereiten. Persönlich empfehle ich „Hähnchen Hawaii“ (S. 12) und „Eier mexikanisch“ (S. 74).
Fazit: Empfehlenswert.

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Die besten Rezepte vom Blech für Hauptgerichte und Desserts: schnell belegt, gebacken, fertig!
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Serienpause

Wie bereits an einer anderen Stelle angekündigt, hat momentan keine Serie, die mich interessiert, eine abgeschlossene Staffel. Dazu kommt auch noch, dass ich das Computerspiel Deus Ex 4, das mich über 7 Monate beschäftigt hat, beendet habe. Wow, was ist das für ein Gefühl? Leere? Langeweile? Freie Zeit? Nein, das muss gleich geändert werden. Ich nutze jetzt einfach die Gelegenheit, um einige Animes zu schauen, die schon eine ganze Weile auf meiner To-Watch-List stehen, angefangen beim bekannten und beliebten Sword Art Online.

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