Nette Wörtersuche.
Von David Mair (ca. 45 Min.; 2-6 Spieler)
Cross Words aus dem Hause Piatnik präsentiert sich als ein cleveres und zugängliches Wortspiel. Jede Runde wird eine Karte aufgedeckt, die eine bestimmte Kategorie oder ein Thema vorgibt. Alle Teilnehmenden versuchen nun gleichzeitig, ein möglichst langes und passendes Wort zu dieser Vorgabe zu finden. Dieses gefundene Wort trägt man dann waagrecht oder senkrecht in sein eigenes, leeres Kreuzworträtsel-Gitter auf dem Wertungsblock ein. Ab der zweiten Runde greift die wichtigste Regel: Jedes neue Wort muss zwingend mindestens einen Buchstaben eines bereits eingetragenen Wortes kreuzen und nutzen. Da sich das Gitter so immer weiter füllt und keine ungültigen Buchstabenkombinationen entstehen dürfen, muss man seine Einträge im Verlauf ständig überdenken, ausradieren und neu anordnen.
Auf den ersten Blick scheinen die veranschlagten zwanzig Runden pro Partie recht viel zu sein, doch im Spielverlauf erweist sich diese Struktur als absolut sinnvoll gewählt. In der Anfangsphase plätschert das Geschehen noch relativ ruhig dahin, aber erst wenn bereits mehrere Wörter kreuz und quer auf dem eigenen Raster stehen, wird das Spiel deutlich komplexer und dadurch auch spürbar spannender. Es entsteht eine motivierende Herausforderung, genau die passenden Begriffe zu finden, die sich perfekt in das bereits bestehende Buchstabengeflecht einfügen lassen. Für die praktische Umsetzung am Spieltisch sollte man während der gesamten Partie definitiv mit einem Bleistift arbeiten, denn das Löschen und Korrigieren der eigenen Entwürfe gehört hier zum absoluten Standardprogramm und man muss es ständig tun. Unterm Strich liefert der Titel eine solide Denksportaufgabe für Rätselfreunde, die vor allem in den späteren Runden ihre volle taktische Tiefe entfaltet.
Fazit: Empfehlenswert für Wortschatz-Akrobaten.
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Inhalt: Ein listiger Oktopus, ein Job im Aquarium und ein Familiengeheimnis führen in dieser Bestsellerverfilmung eine stoische Witwe und einen orientierungslosen jungen Mann zusammen.
Inhalt: Als ihr geliebter Schäfer unter höchst mysteriösen Umständen tot auf der Wiese aufgefunden wird, gerät die Welt einer friedlichen Schafherde völlig aus den Fugen. Zutiefst erschüttert beschließen die Tiere, den feigen Mord kurzerhand selbst aufzuklären. Für ihre unkonventionellen Ermittlungen müssen die wolligen Detektive jedoch zum ersten Mal ihre sichere Heimatweide verlassen. Auf ihrer Reise stellen sie schnell fest, dass die Welt der Menschen voller Tücken steckt.
Lone Wolves ist ein kompaktes Zweipersonenspiel, das die vertrauten Mechanismen eines Stichspiels mit einem taktischen Mehrheitenkampf auf einem gemeinsamen Spielplan verbindet. Als Anführer konkurrierender Wolfsrudel versuchen beide Kontrahenten, die Vorherrschaft in fünf verschiedenen Territorien zu erlangen, indem sie über dreizehn Runden hinweg ihre Handkarten geschickt ausspielen. Ein interessanter Kniff des Duells liegt darin, dass gewonnene Stiche zwar die eigene Präsenz im jeweiligen Gebiet stärken, eine Niederlage aber keineswegs bedeutungslos ist. Wer den Kürzeren zieht, muss seine Karte zwar auf die schwächere Wolfsseite umdrehen, erhält als Ausgleich jedoch wertvolle Narbenplättchen, die bei der finalen Abrechnung spielentscheidende Boni oder Sonderpunkte einbringen können. Zudem sorgt das dynamische System der Trumpffarben, die sich im Verlauf verändern, für ein variables Spielgeschehen. Diese enge Verzahnung erfordert ständige Abwägungen, bringt durch die zufällige Kartenverteilung aber auch eine spürbare Glückskomponente mit sich. Während Genreliebhaber das taktische Lavieren schätzen, kann die leicht unlogische Situation, dass sich Karten in völlig unterschiedlichen Landschaften gegenüberstehen, den thematischen Eindruck etwas trüben. Das Kartenspiel liefert unterm Strich ein solides und schnelles Duell für zwischendurch, das das Rad jedoch nicht völlig neu erfindet.
Inhalt: Schwere Zeiten für Amanda Black: Nach dem niederschmetternden Ausgang des letzten Abenteuers gönnt ihre Gegenspielerin ihr keine Ruhe. Sie schlägt die gefährliche Jadeglocke an, und alle, die den Klang des Grauens hören, werden zu Zombies. Amanda ist fest entschlossen, kein zweites Mal zu versagen. Aber gelingt es ihr, das Artefakt zu zerstören, bevor die ganze Stadt der Invasion der Untoten zum Opfer fällt?
Die Serie schließt qualitativ nahtlos an
Inhalt: Bob ist ein gescheiterter Revolutionär, der in einem Zustand ständiger Paranoia lebt und mit seiner temperamentvollen und selbstständigen Tochter Willa fernab der Zivilisation überlebt. Als sein Erzfeind Lockjaw wieder auftaucht und Willa verschwindet, macht sich der ehemalige Radikale auf die Suche nach ihr, während sowohl Vater als auch Tochter mit den Folgen ihrer Vergangenheit zu kämpfen haben.
Ich habe letztens meine Prognose für das
Das Austria Center Vienna (ACV) stand am vergangenen Wochenende erneut ganz im Zeichen des digitalen und analogen Spielspaßes. 28.700 Gaming-, E-Sport sowie Fans des analogen Spielvergnügens und der Popkultur pilgerten zum Spielefest Wien. Beide Veranstaltungen fanden erneut als Kombi-Event statt, denn der Eintrittspreis inkludierte unbeschränkten Zugang zu allen Bereichen. Einerseits zum digital orientierten Esports Festival, zur analogen Schwesterveranstaltung, dem Spielefest Wien sowie auch zum Food Festival auf dem Vorplatz des ACV. Zusätzlich gab es noch eine Artist Alley, ein Cosplay Village, zahlreiche Spieleverlage, Wiener Spieleclubs und Vereine, Prototypen von unabhängigen Spieleautoren, einen Trading Card Bereich sowie eine Merch-Zone mit zahlreichen Verkaufsständen.
2 Win präsentiert sich als ein schnelles und schnörkelloses Familienspiel, das auf einem simultanen Zahlenmechanismus basiert. Das grundlegende Ziel in diesem kompakten Kartenspiel besteht darin, durch das geschickte Ausspielen von zwei Handkarten fortlaufend höhere zweistellige Zahlenwerte als in der vorherigen Runde zu bilden. Da alle Teilnehmenden ihre Ziffernkarten von eins bis neun gleichzeitig offenbaren, entsteht eine kurzweilige Spieldynamik mit einer Prise Nervenkitzel. Zusätzlichen taktischen Spielraum liefert das Nachziehen neuer Karten, welches an bestimmte Bedingungen wie das Legen eines Pasches, das Sammeln von Sternen oder Farbkombinationen gekoppelt ist. Wer keine Steigerung mehr vorweisen kann, scheidet unweigerlich aus, sodass am Ende nur eine Person übrig bleibt. Diese gnadenlose Elimination sorgt zwar für eine hohe Interaktion, kann bei unglücklichen Kartenverteilungen jedoch auch zu frühzeitigen Frustmomenten führen. Das Design der Karten ist übersichtlich gestaltet und das Regelwerk innerhalb weniger Minuten verstanden. Für zwischendurch oder als unkomplizierter Absacker eignet sich der Titel durchaus, bietet tiefgründigen Taktikfans auf lange Sicht allerdings etwas zu wenig strategische Varianz.
