Spiel: Black Jacky (Ravensburger)

Coole Blackjack-Variante für die ganze Familie.
Von Johannes Krenner (ca. 20 Min.; 2-6 Spieler)
Im Unterschied zum normalen Blackjack haben wir hier zunächst einmal coole Katzenbilder. Außerdem spielen wir nicht um Geld gegen die Bank, sondern gegeneinander. Jede Runde können wir eine Karte spielen und deren Aktion ausführen, dann eine Karte ziehen oder klopfen, also passen. Wir zählen die Kartenwerte auf der Hand zusammen und versuchen dabei so nahe wie möglich an den Wert „21“ heranzukommen, aber ihn nicht zu treffen oder gar drüber zu sein. Wenn wir glauben, dass wir einen guten Wert erreicht haben, klopfen wir, sonst ziehen wir eine Karte. Wenn mal einer klopft, sind alle anderen noch genau einmal dran, es sei denn, einer spielt die Karte mit der Aktion „Klopfen aufheben“ aus. Nachdem dann alle fertig sind, deckt jeder seine Karten auf und jeder, der „21“ oder mehr hat, verliert ein Leben. Sollte das niemand sein, verliert der mit dem kleinsten Wert.
Das hier ist also Blackjack mit Interaktion und Spieler-Elimination. Das tolle aber ist, dass wenn Spieler einmal ausgeschieden sind, sind sie nicht komplett draußen, sondern können darauf wetten, wer als nächstes ausscheidet und vielleicht sogar wieder ins Spiel zurückkehren.
Wir haben hier ein lustiges, spannendes Spiel für Zwischendurch.
Fazit: Empfehlenswert.

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Black Jacky
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Buch: Vössing, Konrad – Die Vandalen

Nein, nicht die Leute, die nebenan den Spielplatz verwüstet haben, sondern deren historische Namensgeber.

Konrad Vössing
Die Vandalen
C.H.Beck Wissen

Nachdem ich letztens das tolle Büchlein zu Byzanz gelesen hatte, habe ich angekündigt, weiter meine weißen Geschichtsflecken füllen zu wollen und da trifft es sich super, dass gerade neu ein Buch zu den Vandalen erschienen ist. Ein Volk, dessen Name man oft hört, von dem man aber fast nichts weiß. Eine Schande ist das! Haben wir hier doch ein Volk, das irgendwo in Mitteleuropa startet (406 den Rhein überquert), quer durch Westeuropa nach Nordafrika zieht und dort ein Königreich mit der Hauptstadt Karthago errichtet, das beinahe das westliche Mittelmeer beherrscht. Wenn das nicht der Stoff für ein Epos ist? Ich sag’s ja immer, die Geschichte hat die besten Geschichten.
Das Buch ist wie alle anderen aus der Reihe gleichsam wissenschaftlich und verständlich geschrieben und gehört in meinen Augen vom Stil her zu den besseren Bänden. Man merkt aber, dass es die erste Edition ist, gibt es hier doch noch vereinzelt Fehler bei den Seitenverweisen, die aber nicht weiter stören, sowie einige „Schusterjungen“, die aber genauso wenig die Qualität schmälern.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: MacGyver (2016) – Staffel 2

Unterhaltsam.
In der ersten Staffel hatte ich ja noch den langweiligen und abstrusen staffelübergreifenden Plot kritisiert und meine Hoffnung hat sich zum Glück erfüllt: Hier nun wurde dieser ordentlich zurückgeschraubt, damit wir viele tolle Einzelfolgen hatten. Sehr viele Situationen sind schon ziemlich hanebüchen, aber es ist dennoch toll MacGyver zuzuschauen, wie er sein Hirn verwendet, um mit Ingenieurskunst und Chemiewissen sich überall herauszuwinden. Die Actionszenen sind gut gemacht, aber nicht das Zentrale der Folge, sondern nur Mittel zum Zweck, um MacGyver in eben diese Situationen zu bringen, bzw. umgekehrt, damit seine Lösungen gleich noch viel fulminanter wirken.
Am Anfang der Staffel wirkte es jedoch so, als würde die Serie qualitativ abstürzen, als nämlich ein neues Mitglied zum Team dazu gestoßen ist, das schauspielerisch zur untersten Kategorie gehört. Warum gerade diese Dame ausgewählt wurde, mag sich jeder selbst überlegen. Der Fehler wurde jedoch bald eingesehen und sie wurde kurzerhand wieder entfernt.
Die letzte Folge wies dann den selben Plot auf wie das neue Buch der Knickerbockerbande, Alte Geister ruhen unsanft, was mich doch zum Schmunzeln gebracht hat. Es war halt umso evidenter, weil ich diese Folge direkt nach der letzten Seite des Buches geschaut habe. Aber natürlich hat da keiner voneinander kopiert, es ist einfach ein lustiger Zufall. Außerdem bietet diese letzte Folge einen guten Abschluss, es gibt also keinen Cliffhanger, der einen mit offenen Fragen zurücklässt. Im Gegenteil erlaubt die letzte Szene für eine tolle dritte Staffel, wenn man sie gut ausnützt. Denn was ich mir sehr wünsche und was bisher zu kurz kam, sind Probleme im Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft, die MacGyver ohne großen Geheimdienst und internationale Terrorverwicklungen löst. Das könnte jetzt gezeigt werden und würde mir sehr gefallen. Ich bin gespannt und freue mich schon auf die dritte Staffel.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Mary and the Witch’s Flower (Anime 2017; Originaltitel: Mary to Majo no Hana)

Der erste Film von Studio Ponoc, der Ghibli-Kopie, ist okay.
Anime / Fantasy von Hiromasa Yonebayashi. 103 Min.
Inhalt: Die junge Mary entdeckt in einem Waldstück einen magischen Besen, der sie zum Endor College fliegt, wo sie für ihre neu gefundenen Fähigkeiten selbst von den magiebegabten Schulleitern gefeiert wird. Doch Marys Kräfte sind nicht von Dauer, und die Schulleiter zwingen sie, das Geheimnis dahinter preiszugeben. Dabei macht Mary eine furchtbare Entdeckung.
Um über diesen Film zu sprechen, muss man ein bisschen ausholen. Das Studio Ponoc wurde von ehemaligen Ghibli-Mitarbeitern gegründet, nachdem Hayao Miyazaki sich zurückgezogen und das Studio eine neue Richtung eingeschlagen hatte. Der computeranimierte Film Ronja Räubertochter war optisch und inhaltlich eine Katastrophe, weshalb sogar die Frage aufkam, ob sich das Unternehmen nun ganz aus dem Filmgeschehen zurückzieht.
Der Regisseur Hiromasa Yonebayashi hatte für Ghibli bereits die Filme When Marnie was There und Arrietty gedreht, dann nach Miyazakis Abgang beschlossen mit Kollegen eine neues Studio aufzumachen, das die Tradition Miyazakis aufrecht erhalten sollte. Doch nun hat Miyazaki seine Rückkehr angekündigt. Er möchte einen Film machen, der 2020 zu den Olympischen Spielen in Tokyo präsentiert wird. Nun sind Ghibli und Ponoc also Konkurrenten.
In diesem Sinne ist dieser Film hier sehr gut gemacht und wird sicher allen gefallen, die bisher Freude an den Ghibli-Filmen gehabt haben. Er basiert auf dem Kinderbuch Der verhexte Besen von Mary Stewart und erinnert teilweise stark an Das Schloss im Himmel und Chihiros Reise ins Zauberland. Die Charaktere sind sympathisch, das Abenteuer spannend, der Zeichenstil großartig, also alles, was man für eine gute Unterhaltung benötigt.
Persönlich muss ich schon sagen, dass mich der Film nicht so fesseln konnte, wie jene von Miyazaki zu dessen Höhepunkt. Ich habe ihn schon gern geschaut, keine Frage, er hat mir auch Spaß bereitet, aber wie schon bei den letzten Ghibli-Filmen fehlt ihm irgendwie die spezielle Magie. Vielleicht bin aber auch ich mittlerweile zu verwöhnt, zu erfahren, zu alt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Reales Japan vs. Anime-Japan

Ich kenne genug Anime-Fans, die mit Japan nicht viel am Hut haben und umgekehrt Japan-Interessierte, die Anime & Manga vollkommen ignorieren. Was auch verständlich ist, denn diese beiden Welten haben nichts miteinander zu tun. Der Großteil aber ist an beidem interessiert und man erlebt immer wieder, wie überrascht Anime-Fans sind, wenn sie mal nach Japan reisen. Als ich selbst in Japan war, war diese Überraschung für mich nicht so groß, denn ich hatte mich aus beruflichen Gründen schon vorher intensiv mit Land & Kultur auseinandergesetzt. Es ist aber schon interessant, wie Anime & Manga ein bestimmtes Japan-Bild vermittelt, gewisse Erwartungen schürt, die so einfach nicht erfüllt werden können.
Das fängt schon damit an, dass nicht jeder Japaner Animes schaut und Mangas liest. Man trifft auch kaum einen Japaner, der so extrovertiert und gekleidet ist wie die Anime-Charaktere, im Gegenteil sind die ziemlich konservativ, für unsere Verhältnisse teilweise altmodisch, und sehr zurückhaltend. Dazu kommt noch die kulinarische Welt. Als Anime-Fan könnte man den Eindruck bekommen, dass Japaner nur Sushi und Ramen essen, was aber natürlich ein Fehler ist, denn Speisen gibt es dort noch viel mehr, wie etwa Okonomiyaki oder Karaage. Dazu kommt noch die Arbeits- und Studienwelt. So streng, wie es da zu geht, kann man sich aus den Animes heraus gar nicht vorstellen. Mein Arbeitskollege durfte beispielsweise nicht heiraten, weil sein Vorgesetzter nicht verheiratet ist und das dann respektlos wäre. Politik, Protestkultur, Armut etc. werden ohnehin in diesen Geschichten nie thematisiert.
Was hingegen sehr wohl den Darstellungen in Anime & Manga entspricht, ist die Religiosität sowie die Bewahrung von Traditionen inmitten modernster Technologien und Strukturen. Speziell die Straßenfeste – Matsuri – scheinen direkt einem Anime oder Manga entsprungen zu sein.
Als ich das erste Mal einen Anime-Fan traf, der sich nicht für Japan interessierte, blieb ich ein bisschen perplex zurück. Mittlerweile habe ich aber gelernt, dass diese beiden Dinge nicht Hand in Hand gehen müssen, vor allem, da man eben durch diese Medien keinen vollständigen und realen Einblick in die japanische Gesellschaft erhält. Nur weil ich gern Mexikanisch esse, plane ich noch lange keine Reise nach Mexiko und nur weil mir Neuseeland gefällt, lass ich mich nicht tätowieren. Genauso wenig wie die Serie Hawaii Five-0 das Hawaii zeigt, das man real vor Ort antrifft, zeigen Anime & Manga kein reales Japan.

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Spiel: Loot Island (What’s Your Game?)

Auch wenn man die Gefahren einer überhöhten Erwartungshaltung kennt, ist es nur schwer sich dagegen zu wappnen. So auch hier.
Von Aaron Haag (ca. 30-60 Min.; 2-5 Spieler)
Nur von wenigen Spielen habe ich in den letzten Monaten mehr gehört, gelesen und gesehen als von Loot Island. Als ich es dann aber endlich gespielt habe, bin ich doch ziemlich enttäuscht zurückgeblieben, denn es ist weder großartig, noch besonders, noch bietet es etwas Neuartiges. Andererseits bin ich mir sicher, dass es mir gut gefallen hätte, wenn es aus dem Nichts aufgetaucht und zufällig auf dem Tisch gelandet wäre.
Wir sind in diesem Spiel also Abenteurer, die einen verfluchten Schatz bergen wollen. Dazu legen wir in Anlehnung an Lost Cities Zahlenkarten aufsteigend an und nur wenn eine Reihe eine bestimmte Kartenzahl erreicht, darf dort gegraben werden. Wer mit Karten seinen Beitrag leistet, erhält einen Teil der Beute. Es kann aber sein, dass meine Karten wegen der Werte nicht mehr in die Reihe passen und ich dann also außen vor bleibe. Man kann die Karten aber auch benutzen, um spezielle Aktionen auszuführen. Eigentlich alles recht simpel und geht auch flott. Ziel ist es, sich bei jeder Grabung Beutekarten zu schnappen, die dann bei Spielende nach verschiedenen Set-Collection-Prinzipien gewertet werden.
An sich stecken hier viele gute Ideen drinnen und es würde auch Spaß machen, wenn es nicht so viele Schwächen gäbe. Das Regelheft ist ziemlich unübersichtlich und unvollständig, was ich nicht verstehe. Vor nicht all zu langer Zeit habe ich mit einem Freund darüber diskutiert, dass es heutzutage eigentlich keine schlechten Regelhefte mehr gibt, dass da ein sehr gutes Niveau erreicht worden ist. Die letzten Monate aber hatte ich jedoch das Gefühl, dass die Industrie da einen ordentlichen Rückschritt eingelegt hat. Und das beeinträchtigt auch den Spielspaß, denn die Schlusswertung ist ziemlich konfus und dass auf dem Wertungsblock nicht alles dargestellt ist, was in eine Spalte gehört, hilft da auch nicht wirklich.
Dann gibt es da noch Heilerkarten, die bei Spielende vor der Wertung abgehandelt werden. Warum heißen die Heiler? Sie geben dir jedenfalls Minuspunkte für deine erhaltenen Flüche, jedoch jede Karte in einem anderen Ausmaß. Wer wenig Flüche hat, bekommt die beste Karte, wer viele hat, die schlechteste. Das wirkt zunächst so, als würde auf den Schwachen nochmal draufgehauen werden. Das ist aber falsch, denn wer viele Flüche hat, hat auch allgemein mehr Beutekarten, also mehr Punkte. Die Heiler gleichen die Spieler nochmals punktemäßig aneinander an. Außer am Abstand ändert das jedoch nur höchstselten die konkrete Spielerreihenfolge. Viele Flüche, da viele Beutekarten, ist allgemein besser. Daher empfehle ich die Variante zu spielen, bei der jeder Spieler zwei Heilerkarten zu Spielbeginn erhält und dadurch konkret weiß, auf was er hinarbeitet und nicht zufällig am Ende nochmal irgendwelche Minuspunkte bekommt.
Weiters möchte ich dringend davon abraten, das Spiel zu fünft zu spielen, denn da gibt es eine riesige Downtime und vorausplanen kann man da gar nichts. Zu zweit hingegen ist es recht monoton und langweilig. Drei und vier Spieler wären am idealsten.
Fazit: Ein gemütliches Spiel für Zwischendurch. Die Schwächen rücken mit der Spielerfahrung in den Hintergrund und so kann man hiermit eigentlich schon Spaß haben.

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Buch: Brezina, Thomas – Alte Geister ruhen unsanft (Die Knickerbocker-Bande 4 immer)

Nur für Knickerbocker-Fans. Aber für die erst recht.
Inhalt: Aus dem Streit wurde Schweigen. Aus Tagen wurden Monate. Aus Monaten wurden Jahre. Aus der verschworenen Bande wurden Fremde und Erwachsene, die ihren Weg gingen. Allein. Bis zu jenem Brief. Die Einladung zu einem Treffen der vier Knickerbocker kam überraschend für jeden Einzelnen von ihnen. Aber die Dringlichkeit des Schreibens ließ ihnen keine Wahl. Es musste ein Wiedersehen geben – nach 20 Jahren. Auf Canon Island, der Insel des Schreckens, wartete man geduldig auf ihr Eintreffen und beobachtete jeden ihrer Schritte. Wie schon damals, vor dem Streit. Alles war geplant und vorbereitet. Das Projekt ging in seine entscheidende Phase.
Als ich die ersten Seiten dieses Buches gelesen hatte, musste ich es kurz weglegen und tief in mich gehen. Habe ich als Jugendlicher wirklich so einen Schrott gelesen? Oder ist das Buch hier einfach viel schlechter? Andererseits lese ich heute Bücher, die ich vor 20 Jahren nie angefasst hätte. Geschmäcker ändern sich, und das ist auch gut so. Nachdem ich mich dann durch die ersten 50 Seiten durchgekämpft hatte, wird das Buch endlich zu dem, was ich mir erwartet hatte, also ein Abenteuer mit einer erwachsenen Knickerbocker-Bande. Das Buch ist von Stil und Plot her eindeutig ein Jugendbuch, auch wenn es anders beworben wird, das macht aber nichts, für die Knickerbocker stürze ich mich gerne da hinein.
Das Buch hat eine klar definierte Zielgruppe: Leute, die als Jugendliche Knickerbocker-Fans waren und jetzt als Erwachsene wissen wollen, wie es mit ihren Helden weitergegangen ist. Das wäre ich also und ich bin voll zufrieden. Ja, der Plot ist schon ziemlich hanebüchen und dass einer der Vier zum Alkoholiker wird, eine andere in psychologischer Behandlung landet, wirkt zunächst wie ein Messerstich in jedes Fan-Herz. Wenn dann aber Poppi am Ende „Na endlich“ sagt, dann ist wohl jeder glücklich und zufriedengestellt. Denn ganz ehrlich, kaum jemand von uns greift zu diesem Buch, weil er sich für das Abenteuer hier interessiert, sondern jeder will nur wissen, was aus seinen geliebten Junior-Detektiven geworden ist. Und dieses Bedürfnis erfüllt das Buch vollkommen.
Fazit: Nur für Knickerbocker-Fans. Aber für die erst recht, denn hier erfahren wir endlich, warum die früher so viele Preisausschreibungen gewonnen haben.

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Film: 5 Zimmer Küche Sarg (2014)

Nachdem ich letztens mit Hunt for the Wilderpeople und Boy ins Neuseeländische Kino eingetaucht bin, habe ich bemerkt, dass beide Filme vom gleichen Regisseur stammen, nämlich von Taika Waititi, der auch Thor 3 – Tag der Entscheidung gedreht hat. Da ich alle drei Filme super finde, habe ich beschlossen, weitere Filme vom gleichen Regisseur zu schauen und habe dabei diesen fantastischen Film hier entdeckt.
Horrorkomödie / Mockumentary mit und von Taika Waititi. 87 Min.
Inhalt: Der Film folgt einem Kamerateam, das das Leben in einer Vampir-Wohngemeinschaft filmt und die Bewohner in deren Alltag begleitet. Von den Vampiren wurde ihnen für die Dauer der Dreharbeiten körperliche Unversehrtheit garantiert. Den gesamten Film sieht der Zuschauer aus dem Betrachtungswinkel dieser Kameramänner, was dem Film die Optik und Atmosphäre einer mit Handkamera gedrehten Dokumentation verleiht. In dieser Wohngemeinschaft treten gelegentliche Konflikte auf, wie Streit über Jahre nicht abgewaschenes, blutverschmiertes Geschirr, sowie Probleme, die das Dasein als Vampir mit sich bringen, etwa beim Einkleiden bei fehlendem Spiegelbild.
Dieser Film ist einfach verdammt witzig. Ich habe schon lange bei einem Film nicht mehr so gelacht. Es sind hier die klassischen Vampire, die Silber und Kreuze nicht ausstehen können und vom Türsteher extra eingeladen werden müssen, um einen Nachtclub betreten zu dürfen. Das macht auch einen Großteil des Charmes aus, dass eben im Unterschied zu den jüngsten Vampiradaptionen hier die Mythologie sehr gut recherchiert und eingebaut wurde. Das Herzstück des Films aber sind die drei Vampire der WG, die wie in einer Reality-Show begleitet werden und verschiedene Aktivitäten erklären. Taika Waititi spielt einfach fantastisch einen affektierten Dandy, der seine Mitbewohner ständig mit seiner pedantischen Art nervt.
Dazu kommen noch die tollen Spezialeffekte, die sich vor keinem Hollywood-Blockbuster verstecken müssen und dem Ganzen dadurch einfach eine tolle Atmosphäre bereiten.
Fazit: Absolut zu empfehlen!

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Werbung: Instagram für Brettspieler

Hallo!
Wer von Euch auf Instagram unterwegs ist und sich für Brett- & Kartenspiele interessiert, kann sich ja mal den Account „board_game_pictorama“ anschauen. Danke!

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Buch: Lustiges Taschenbuch Galaxy 02

Nachdem mir der erste Band so gut gefallen hat, musste ich sofort beim Nächsten zugreifen und der ist sogar noch besser!

© 2018 Disney
Alle vier Wochen erscheint eine neue Ausgabe vom Lustigen Taschenbuch bei Egmont Ehapa.

Hier gibt es mit 10 Geschichten zwar 4 weniger als im ersten Band, was aber daran liegt, dass dort einige Kurzgeschichten waren und hier nicht. Seitenmäßig ist es also dasselbe. Von diesen sind 8 deutsche Erstveröffentlichungen, es gibt also auch hier wirklich viel neues zu entdecken. Die Geschichten werden wieder in drei Kategorien aufgeteilt, wobei sich eine davon geändert hat:
A) Star Top (1 Geschichte): Die USS Entermouse kehrt zurück, diesmal jedoch nur für ein Abenteuer. Das Star Trek Feeling ist immer noch sehr stark, wirklich toll.
B) Q-Galaxy (4 Geschichten, aber 1 Abenteuer): Wow, was für eine tolle Story. Tick, Trick und Track als Q-Agenten, die die Natur im gesamten Universum schützen. Die drei Brüder erinnern mich hier irgendwie an Valerian, also intergalaktische Agenten mit superfuturistischer High-Tech-Ausrüstung. Teilweise aber auch an die Power Rangers, wegen ihrer Anzüge, die sie tragen, und der Maschinen, die sie steuern. Wie bei Star Top haben wir auch hier einen sehr spannenden, gut durchdachten Plot, mit vielen witzigen Momenten. Mit diesen 4 Geschichten ist das Abenteuer sogar abgeschlossen, also kein Cliffhanger zum nächsten Band! Absolut empfehlenswert und allein deswegen zahlt sich dieser Band voll aus.
c) Galaktische Geschichten (5 Geschichten): Wie bereits im ersten Band ist das eine Sammlung von verschiedenen Geschichten, wobei jede für sich alleine steht und sie spielen alle im Entenhausen der Gegenwart, nur eben mit ausgereifter Raketentechnologie, um das Universum unsicher zu machen. Diesmal aber sind nur 2 davon bereits einmal irgendwo in einem LTB auf Deutsch veröffentlicht worden, 3 sind ganz neu und durchaus lustig.
Fazit: Wie bereits beim ersten Band kann ich allein wegen den Geschichten aus den Kategorien A und B dieses LTB nur empfehlen. Sie sind kreativ, lustig, spannend und sehr gut gezeichnet.

www.lustiges-taschenbuch.de

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