Spiel: Res Arcana (Sand Castle Games)

Cooles Engine Building mit schöner Grafik.
Von Thomas Lehmann (ca. 20-60 Min.; 2-4 Spieler)
Das Spiel ist eigentlich sehr geradlinig: Ich will Karten kaufen, die mir Punkte bringen. Dafür brauche ich Ressourcen, wovon es fünf verschiedene gibt. Das Puzzle besteht nun darin, wie ich mit meinen Aktionskarten eine effektive Maschinerie aufbauen kann, um Ressourcen zu erhalten und diese dann zu vermehren oder einzutauschen. In diesem Sinne erinnert das Spiel ein bisschen an Century. Während man aber bei Century immer nur eine Karte spielt, die Züge also schnell gehen, baue ich mir hier eine Auslage und kann dann in jedem Zug verschiedenste Kettenreaktionen auslösen, je nachdem, mit welcher Aktion ich beginne, bzw. welche Ressourcen ich am Ende benötige. Es gilt also gut zu überlegen, in welcher Reihenfolge ich die Aktionen ausführe, damit die Zahnräder effektiv ineinandergreifen und mir das bestmögliche Resultat liefern.
Die ersten Züge sind extrem mühsam, aber sobald ein paar Karten in der Auslage liegen, kommt Dynamik auf. Dadurch vergrößert sich die Auslage immer schneller, wodurch es immer mehr Möglichkeiten gibt, was richtig Spaß macht. Außerdem gibt es viele verschiedene Karten und somit werde ich in jeder Partie eine andere Auslage, eine andere Engine haben. Wenn diese Engine dann richtig gut funktionier, ist das extrem befriedigend.
Fazit: Empfehlenswert.

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Sand Castle Games – Res Arcana
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Buch: Westerfeld, Scott – The Risen Empire (Succession 1)

Tolles, kurzweiliges Sci-Fi-Abenteuer.
Inhalt: Der untote Imperator hat für 1.600 Jahre über 80 Welten geherrscht. Seine Macht liegt darin, Unsterblichkeit zu verleihen, wodurch er eine Elite Namens „Risen“ erschaffen hat. Gemeinsam mit seiner Schwester, der ewig kindlichen Imperatorin, ist seine Macht absolut. Die Gegner des Imperiums sind die Rix, durch Maschinen verbesserte Menschen und von Künstlichen Intelligenzen kontrolliert. Diese haben die Kind-Imperatorin gekidnappt. Captain Laurent Zai wird damit beauftragt, die Situation zu lösen, muss sich dann aber auch noch mit imperialer Politik herumschlagen. Währenddessen versucht seine Geliebte, Senatorin Nara Oxham, inhumane und brutale Impulse der verschiedenen Politiker zu kontrollieren.
Ich finde, dass dieses Buch sehr interessant aufgebaut ist. Die Rix haben nämlich nicht nur die Kind-Imperatorin, sondern einen ganzen Planeten gekidnappt und der gesamte Plot behandelt eben diese Situation. Darin hinein verwoben sind die Geschichte des Imperiums sowie jene von Zai und Oxham, es entfaltet sich also ein ganzes Universum mit faszinierenden Details und interessanten Charakteren. Der Plot ist aber auch sehr spannend, denn es gibt einen speziellen Grund, weshalb die Rix genau diesen Planeten ausgewählt haben. Am Ende gibt es dann einen Cliffhanger, der direkt in den zweiten Teil überführt, den ich sofort lesen möchte.
Dieses Buch wirkt für mich persönlich wie ein Übergang von Simmons‘ Hyperion bzw. Endymion zu Brandhorsts Ikarus. Dabei meine ich jedoch weder Plot noch Charaktere, denn die sind in diesen Werken allesamt komplett eigenständig, sondern vielmehr Hintergrunddetails und philosophische Gedankengänge. Andererseits ist es auch normal, dass man, wenn man viele Bücher eines Genres liest, irgendwann auf Ähnlichkeiten und Kontinuitäten stößt. In diesem speziellen Fall wollte ich es einfach erwähnen, weil es für mich persönlich so eklatant war und in keinster Weise als Kritik.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Risen Empire (Succession, Band 1)
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Serie: Shetland – Staffel 4

Immer noch toll.
Wie bereits die vorhergehenden Staffeln ist auch diese hier sehr spannend mit wunderschönen Landschaftsbildern und interessanten Charakteren. Einzig eine Szene am Ende hätte man sich sparen können, war in meinen Augen unnötig. Das ist aber wirklich nur ein winziges Detail, das die allgemeine Qualität nicht beeinflusst. Ich habe diese Staffel, wie auch bereits die vorhergehenden, absolut genossen und beinahe in einem Durchgang geschaut.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Er ist wieder da (2015)

Jetzt bin ich auch endlich dazu gekommen, diesen Film zu schauen. Besser als erwartet.
Satire mit Oliver Masucci von David Wnendt. 116 Min.
Inhalt: Der ehemalige Führer Adolf Hitler erwacht Jahrzehnte nach dem Ende des zweiten Weltkrieges in Berlin Mitte. Er ist verwirrt und versucht zu verstehen, was passiert ist. Die Welt, wie er sie vorfindet ist geprägt von Frieden, Fernsehen und sozialen Medien. Hitler möchte sein Ziel, die Weltherrschaft an sich zu reißen, weiterverfolgen, doch die Menschen, die er trifft, halten ihn für einen witzigen Imitator. Er begegnet einem Fernsehproduzenten und wird schnell zu einem TV-Star.
Neben der sehr guten Produktionsqualität und den tollen Schauspielern steht natürlich die Botschaft im Zentrum: Geht’s den Menschen schlecht – oder sie glauben, dass es ihnen schlecht geht – dann suchen sie einen (vermeintlich) starken Führer. Der Film zeigt wunderbar, wie einfach es ist, mit richtigen Worten Menschen zu manipulieren. Eigentlich hat dieser Film eh genau das vorweggenommen, was dann in den USA mit Donald Trump passiert ist und was viele andere Populisten weltweit auch machen.
Das Problem ist aber nun, dass ich mir solcher Zustände durchaus bewusst bin, aber Menschen, die diesen Film schauen sollten, es sicher nicht tun. „So etwas wie Hitler kann nicht mehr passieren?“ – Lächerlich! Man muss den Menschen nur lange genug mit Gratiszeitungen und Click-Bait-Artikeln erklären, dass alles schlecht und böse ist, dann wird eine ganz bestimmte Art von Politikern gewählt, die dann alles daran setzen, ihre eigene Macht zu erhalten und eventuell sogar die Demokratie abzuschaffen. Sie sind ja legitim gewählt worden, es ist also der Wille des Volkes. Dass dieses durch billigste Propaganda und Fake News manipuliert wird, interessiert dann niemand mehr.
Fazit: Sehr zu empfehlen. Sollte jede Schulklasse schauen.

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Spiel: Monsterjäger (Schmidt Spiele)

Eine Spielewarnung am Ende der Kinderspielwoche.
(ca. 20 Min.; 2-4 Spieler)
Hierbei handelt es sich um eine Neuauflage eines Spielzeugs aus den 80ern, was man auch merkt. Es wurde weder verbessert noch modernisiert, nur optisch etwas aufgepäppelt. Die Maschine generiert ein zufälliges Monster und wer dann schneller mit seinem Stock auf die richtige Karte haut, bekommt sie. Wer am Ende die meisten Karten hat, gewinnt. Auch wenn dieses Spiel lustig klingt und momentan intensiv vermarktet wird, muss ich davon abraten. Jüngere Kinder tun sich sehr schwer, die minimalen Unterschiede zu erkennen und langweilen sich rasch. Ältere Kinder werden keinen Reiz sehen, das länger oder öfter zu spielen. Und die Kinder, die Spaß haben mit dem Stock rumzuschlagen, werden rasch den Generator ignorieren und einfach irgendwie rumschlagen, weil es lustig ist. Außerdem ist es extrem nervig, wenn ein Monster generiert wird, das schon weg ist und man eine gefühlte Ewigkeit danach auf dem Tisch sucht, ehe man merkt, dass es schon weg ist.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Schmidt Spiele – Monsterjäger
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Spiel: Nuss voraus! (Ravensburger)

Lustiges Suchspiel.
Von Kai Haferkamp (ca. 15-20 Min.; 2-4 Spieler)
Das hier ist im Grunde ein Memory-Spiel, nur halt mit einem Eichhörnchen, das Laute von sich gibt und dadurch anzeigt, ob die Stelle richtig ist oder nicht. Es ist ein absolutes Zufallsprinzip, ob ich eine Nuss finde oder nicht und der Memoryeffekt kommt darin zu tragen, dass man sich merken sollte, wo man bereits nachgeschaut hat, um nicht einen Zug zu verschwenden. Auch wenn der Mechanismus relativ banal wirkt, macht es doch sehr viel Spaß, das Eichhörnchen zu bewegen und ihm zuzuhören. Wenn es dann „Juhu!“ schreit, ist das schon ein toller Moment. Es ist ein Spiel, das für jüngere Kinder, bei denen der Zufall noch etwas Tolles und Spannendes ist, absolut geeignet ist.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Hakenschlagen (Clemens Gerhards)

Schöner Hasenwettkampf.
Von Dieter Stein (ca. 30-40 Min.; 2-5 Spieler)
Das erste, was hier ins Auge fällt, ist das Material, ist das Spiel doch wunderschön aus Holz gefertigt. Aber nicht nur das Material ist toll, sondern das Spiel selbst auch. Wir ziehen drei Murmeln aus dem Beutel und diese geben an, zu welchen Farben wir ziehen dürfen. Dabei können wir selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge wir die Murmeln abhandeln. Es gilt hier also, ganz kindergerecht, das effektivste Muster zu erkennen, um am weitesten nach vor zu kommen. Schön, schnell, spannend.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Scubi Sea Saga (Rudy Games)

Nettes Spiel nach Candy-Crush-Prinzip.
(ca. 20-30 Min.; 2-5 Spieler)
Das Spiel ist eigentlich recht simpel. Viele Fische liegen in mehreren Reihen auf und wenn drei oder mehr nebeneinander liegen, darf ich sie entfernen und zu mir nehmen. Der Rest rückt nach. Ich möchte also die Fische so nehmen, dass beim Nachrücken weitere Ansammlungen entstehen, die ich dann ebenfalls nehmen kann. Alle genommenen Fische sind für mich Punkte. Wenn ich nichts mehr nehmen kann, kommen sämtliche Marker zurück in den Beutel und alles wird neu ausgelegt, dann ist der nächste Spieler an der Reihe.
Das Spiel ist eine nette Mischung aus Puzzle und Suchspiel und eignet sich ideal für Kinder. Das Spiel sollte unbedingt mit der App gespielt werden, denn einerseits können dort ganz einfach über mehrere Runden die Punkte addiert werden, andererseits kommen dadurch Zufallsereignisse ins Spiel und die Schiebrichtung der Fische ändert sich auch zufällig.
Das einzige, was mich am Spiel stört, ist das ständige Einsammeln sämtlicher Marker in den Beutel und das anschließende neu Auflegen. Denn es sind wirklich viele Marker und da sie nur einseitig bedruckt sind, muss man wirklich jedes Einzelne hinlegen. Tja, das gehört halt dazu. Ein beidseitiger Druck hätte das definitiv vereinfacht, wäre aber teurer.
Fazit: Empfehlenswert.

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SCUBI SEA STORY
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Spiel: Ab durch die Mauer (Zoch)

Spannendes Spiel mit tollem Mechanismus.
Von Jürgen Adams (ca. 20 Min.; 2-4 Spieler)
In diesem Spiel gibt es ein Spielbrett, das in Räume unterteilt ist, die durch Mauern voneinander getrennt sind. Überall auf dem Spielbrett gibt es Objekte, die gesammelt werden sollten, aber unserer Figuren dürfen die Mauern nicht einfach so durchqueren. Dafür gibt es einen ganz eigenen Mechanismus. Unter dem Brett befinden sich nämlich Stäbe, auf denen unregelmäßig Magnete angebracht sind. Diese Stäbe können verschoben werden und wenn man Glück hat, bewegt man dadurch die eigene Spielfigur durch die Mauer hindurch. Man kann aber auch das gesamte Spielbrett um 90 Grad drehen und wenn die eigene Figur dabei gerade auf einem Magneten steht, bewegt sie sich auch durch mehrere Mauern hindurch, da sich ja das Brett unter ihr verschiebt und sie sich nicht mit.
Aufgrund dieses Verschiebe- und Drehmechanismus entsteht ein äußerst interessantes Puzzle, das ordentlich räumliches Vorstellungsvermögen erfordert.
Was mir jedoch nicht gefallen hat, sind die verdeckten Stapel. Denn wenn ich endlich ein Objekt erreicht habe, dann aber den falschen Stapel aufdecke, bekomme ich es dennoch nicht. Das ist ein unnötiges Glücks- und Memoryelement, das einfach nur frustriert. Es wäre viel besser, speziell für Kinder, wenn jeder einfach zu Beginn vier zufällige Karten erhält und der gewonnen hat, der seine vier zuerst erreicht hat. So spielen wir es und es funktioniert super.
Fazit: Empfehlenswert.

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Kinderspielwoche

Da ja die Weihnachtszeit immer eine Geschenkezeit ist und ich finde, dass Brettspiele die besten Geschenke sind, speziell für Kinder, möchte ich in dieser Woche fünf neue Kinderspiele präsentieren, die ich letztens auf dem Spielefest in Wien kennengelernt habe. Der erste Beitrag folgt sogleich:

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