Spiel: Mozzaroller (Piatnik)

Flott, einfach, spannend.
Von Jeffrey D. Allers (ca. 20-30 Min.; 1-4 Spieler)
Zuerst möchte ich sagen, wie toll ich die Würfel finde. Auf den sechs Seiten finden sich keine Zahlen, sondern die Pizzazutaten. Diese Würfel sind sehr gut gemacht, sowohl haptisch als auch optisch. Allein schon wegen diesen Würfeln macht es Spaß, dieses Spiel auszupacken.
Wenn ein Spieler also an der Reihe ist, rollt er die 8 Würfel und belegt dann beliebig viele Pizzen damit, doch immer entsprechend der Kundenwünsche. Wurde mindestens 1 Würfel gelegt, kann der Rest nochmal gerollt werden, ansonsten ist die Runde zu Ende. Für jeden Kundenwunsch, den ich komplett erfüllt habe, erhalte ich die entsprechende Karte. Für jeden Kundenwunsch, den ich nicht komplett erfüllt habe, erhalte ich einen Strafchip. Kundenwünsche, die ich gar nicht begonnen habe, werden nicht betrachtet. Es ist also ein spannendes Push-Your-Luck-Element vorhanden, ob ich einen weiteren Kundenwunsch beginnen soll, oder auf Nummer sicher gehen und schon aufhören soll. Doch die Karten der erfüllten Kundenwünsche sind die Siegpunkte bei Spielende und kann man ohne Risiko gewinnen? Außerdem kann man mit diesen Karten auch Sets für Bonuspunkte sammeln und wenn da eine Karte perfekt in mein Set passen würde, warum sollte ich da mein Glück nicht herausfordern? Spannung und tolle emotionale Momente sind garantiert.
Je mehr Spieler dabei sind, desto intensiver wird die Konkurrenz um die Set-Bonuspunkte, desto spannender ist es also. In diesem Sinne ist das Spiel für 3-4 Spieler zu empfehlen, aber auch zu zweit funktioniert es tadellos, ist da halt ein bisschen gemächlicher.
Mein großer Kritipunkt betrifft jedoch die Solovariante. Ein Spiel ohne Solovariante kommt bei mir eigentlich kaum noch ins Haus und Spiele mit Solovariante schaue ich im Geschäft immer etwas länger an. Weil das für mich also ein wichtiges Element ist, schaue ich da auch immer genauer hin und leider musste ich feststellen, dass die Solovariante in diesem Spiel nicht funktioniert. Das Problem ist nämlich, dass Angelo (so heißt der Automa) immer alle übrig gebliebenen Auftragskarten der Runde erhält. Es liegen pro Runde 6 Karten aus und ich schaffe es normalerweise 2-3 zu erfüllen, Angelo erhält also regelmäßig 3-4 Karten. Bei diesen Proportionen ist es unmöglich, dass ich je gegen Angelo gewinne.
Ist diese Variante nie getestet worden und einfach nur aus Modegründen pro forma hinzugefügt worden? Mir würden da spontan auch gleich ein paar Dinge einfallen, die man testen könnte, um eine bessere Balance reinzubringen. Z.B. könnte Angelo jede Runde eine zufällige Karte entfernen oder der Spieler bekommt mehr Würfelchancen (auch wenn er nichts gelegt hat).
Jedenfalls finde ich durchaus, dass das Spiel gelungen ist und Spaß macht, ich finde es einfach schade, was hier mit der Solovariante passiert ist. Doch für die meisten Familien ist diese eh nicht relevant und somit gibt es auch keine weiteren Bedenken.
Fazit: Empfehlenswert.

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Mozzaroller – Piatnik Brettspiel
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Buch: Weir, Andy – Project Hail Mary

Großartige Space-Sci-Fi.
Inhalt: Als Ryland Grace erwacht, muss er feststellen, dass er ganz allein ist. Er ist anscheinend der einzige Überlebende einer Raumfahrtmission, Millionen Kilometer von zu Hause entfernt, auf einem Flug ins Tau-Ceti-Sternsystem. Aber was erwartet ihn dort? Und warum sind alle anderen Besatzungsmitglieder tot? Nach und nach dämmert es Grace, dass von seinem Überleben nicht nur die Mission, sondern die Zukunft der gesamten Erdbevölkerung abhängt.
Andy Weir ist durch seinen Roman Der Marsianer weltberühmt geworden und hat dann – wie jeder Autor – noch rasch ein zweites Buch hinterhergeschoben, nämlich Artemis. Doch das floppte extrem. Danach hat er sich wieder mehr Zeit genommen und jetzt dieses dritte Buch veröffentlicht. Man merkt einfach, dass hier mehr Herzblut drinnen steckt, mehr Freude und ein klares Zielpublikum angesprochen wird, ganz im Gegensatz zu Artemis. Wer also Der Marsianer mochte, wird auch hier vermutlich glücklich werden.
Das Buch beginnt sehr gelungen damit, dass der Hauptcharakter auf dem Raumschiff in einem fernen Sonnensystem aufwacht, sich aber an nichts erinnert. Mit den Flashbacks kommen die Erinnerungen zurück und Ryland versteht Stück für Stück, was er machen soll und plant entsprechend seine nächsten Schritte. Doch leider wird dieses Stilmittel nicht durchgehalten, denn irgendwann verkommen die Flashbacks zu klassischen Informationsbomben, auf die der Held nicht weiter reagiert. Speziell bei einer dieser Informationen hätte ich mir eine konkrete Aktion erwartet, doch nichts. Aber das ist nicht weiter ein Problem, denn der Plot ist einfach sehr spannend und man will unbedingt weiterlesen.
Wir haben hier also ein spannendes Abenteuer mit interessanten Wendungen und faszinierenden wissenschaftlichen Ausführungen. Eine Lektüre, die man nicht mehr weglegen möchte.
Bis das Abenteuer abgeschlossen ist und man ein Ende erwartet. Doch dann taucht noch ein Problem auf! Denn sehr oft ist es so, dass am Ende noch irgendein Hindernis eingebaut wird, nur um Seiten zu schinden. Mit diesem Gedanken habe ich mich dann geärgert, aber zu Unrecht! Denn dieses letzte Hindernis ist tatsächlich noch nötig, um die Charakterentwicklung des Helden wunderbar abzurunden, was dann zu einem absolut gelungenem Ende führt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Der Astronaut: Roman
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Serie: Jean-Claude Van Johnson – Staffel 1 (abgeschlossen)

Eigentlich eine schlechte Serie, aber toll für Fans von Jean-Claude Van Damme (also mich). Doch anscheinend gibt es nicht genug Fans, denn die Serie wurde bereits nach der ersten Staffel abgesetzt.
Die Serie stellt die Frage, was wäre, wenn Jean-Claude Van Damme kein richtiger Schauspieler wäre, sondern in Wahrheit ein Geheimagent und all seine Filmrollen nur zur Tarnung dienten. Aufgrund dieser Prämisse schwingt in der Serie dann natürlich viel Nostalgie und viel Selbstironie mit. Die Serie nimmt sich selbst nicht ernst und darin liegt auch ihr Charme. Obligatorische Generationenwitze gibt es natürlich auch.
Mir hat die Serie Spaß gemacht und der Plot ist auch fertig erzählt, mit einem zufriedenstellenden Schluss. Es gibt dann zwar am Ende einen Ausblick auf eine mögliche zweite Staffel, die jedoch nie gedreht wurde. Auch wenn mir die erste Staffel gefallen hat, ist sie für mich ausreichend. Eine lustige Geschichte wurde erzählt, es gibt ein Ende und ich brauche keine Fortsetzung.
Es muss aber auch gesagt werden, dass man diese Serie nur wirklich schätzen kann, wenn man Jean-Claude Van Damme mag und sich mit seiner Filmografie auskennt, ansonsten wird man dem hier gar nichts abgewinnen können.
Fazit: Bedingt empfehlenswert.

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Film: Space Sweepers (2021)

Wow! Absolut begeistert.
Space / Sci-Fi / Action mit Song Joong‑ki von Jo Sung-hee. 136 Min.
Inhalt: Im Jahr 2092 steht die Erde kurz vor dem Aussterben und die Menschen flüchten in den Weltraum. Dadurch wird die Entsorgung von Weltraummüll zu einem lukrativen Geschäft. Die Mannschaft der „Victory“ hat sich zur Aufgabe gemacht, den Müll zu beseitigen, und bei einer Mission finden sie ein Mädchen, bei dem es sich um einen humanoiden Roboter handelt. Die Mannschaft stellt fest, dass der Roboter von den „UTS Space Guards“ gesucht wird, jedoch wollen sie das Mädchen unbedingt beschützen.
Dass in Korea großartige Filme produziert werden, ist mittlerweile ja kein Geheimnis mehr, aber dass solche Blockbuster auch möglich sind, ist doch eine weitere positive Überraschung. Der Plot ist sehr spannend, von Anfang bis zum Ende mitreißend, kein langatmiger Moment; Die Charaktere sehr interessant, die Schauspieler top; Die Effekte großartig. Speziell die Effekte sind es, die diesen Film so hervorheben. Man schaut den Film und glaubt, eine Disney-Produktion vor sich zu haben, einen Star Wars- oder Marvel-Film. Wenn solch eine Produktionsqualität in mehreren Filmnationen zur Norm wird, dann sollte sich Hollywood warm anziehen.
Denn das ist es ja, was Hollywood vorgeworfen wird: Ideenlosigkeit mit tollen Effekten zu kaschieren. Wenn jetzt aber aus anderen Ländern neue Geschichten kommen, aber mit einer gleichwertigen Produktionsqualität, ist dies natürlich toll fürs Publikum.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Mein Kickstarter-Experiment – Update V

Fast genau ein Jahr nachdem ich fünf Spieleprojekte auf Kickstarter unterstützt hatte, hätten die ersten beiden, beinahe zeitgleich, bei mir ankommen sollen.
Doch nur eines kam, nämlich jenes, bei dem ich mich im letzten Update geärgert habe, dass der Fachhandel die Spiele vor den Unterstützern erhalten hat.
Das zweite hat auch eine interessante Geschichte zu erzählen. Nun, ich sah auf den verschiedenen sozialen Medien, dass immer mehr Leute ihr Exemplar erhielten, ich aber nicht, nicht einmal eine Versandbestätigung. So wartete ich eine Woche und dann noch eine zweite, bevor ich mich informierte. Was ist passiert? Im europäischen Verteilerzentrum müssen 25.000 (Angabe des Verlags kann nicht verifiziert werden) Pakete erstellt werden, wobei beinahe jedes anders ist, wegen der verschiedenen Pledge-Levels und der zahlreichen Add-On-Optionen. Dieses Verteilerzentrum schafft am Tag ca. 200 Pakete. Also vergeht schon einige Zeit, bis das letzte verschickt worden ist. Und da holt mich halt ein, was mich bereits mein Leben lang plagt, dass ich wegen meines Familiennamens am Ende einer jeden alphabetischen Liste stehe. – Mittlerweile habe ich mein Spiel auch erhalten, ca. 2 Monate nach dem ersten auf der Liste.
Bei den anderen drei Spielen war vor einem Monat die folgende Situation: Eines bereits auf dem Weg, das andere mitten in der Produktion, das letzte noch gar nicht mit der Produktion begonnen.
Situation jetzt: Das erste Spiel ist immer noch auf dem Weg! Das Schiff steckt irgendwo in Asien. Von dem Spiel, das vor einem Monat hätte produziert werden sollen, gibt es keine Updates mehr. Das dritte Spiel wurde mittlerweile produziert und ist auch schon auf dem Weg, scheint also die anderen beiden zu überholen.

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Spiel: Kannste Knicken (Schmidt Spiele)

Flott, einfach, spannend.
Von Klaus-Jürgen Wrede und Ralph Querfurth (ca. 20 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem Spiel rollen wir zwei Würfel, entscheiden uns für einen davon und machen so viele Kreuze auf unserem Raster, wie der Wert angibt. Dabei gibt es einige wenige Regeln und Bonusfelder zu beachten. Klingt einfach und ist es auch. Wer zuerst die fünf Siegpunktfelder verbunden hat, hat gewonnen. Die Spannung entsteht also durch dieses Wettrennen. Aufgrund der Größe des Rasters ist das Spiel auch recht flott und eine zweite Partie will sogleich noch einmal gespielt werden.
Das Besondere an diesem Spiel ist nun das Knicken. Sobald ich nämlich gewisse Voraussetzungen erfülle, darf ich eine Ecke knicken. Ich muss alle vier Ecken knicken, weil ich sonst die benötigten Siegpunktfelder nicht erreichen kann. Das Spannende hierbei ist nun, ob ich die Ecke klein oder groß knicken möchte. Um sie groß zu knicken, brauche ich mehr Voraussetzungen, es vergeht also mehr Zeit, doch dafür erhalte ich dann einen Bonus uns das Siegpunktfeld ist weiter in der Mitte. Oder ich knicke sie klein, weil ich dessen Voraussetzungen schneller erfüllt habe, verzichte dabei dann aber auf den Bonus. Dies ist ein interessantes Dilemma und jeder Knick erhöht den Druck auf die Mitspieler, erhöht also die Spannung.
Ein gewisser Wiederspielreiz ist dadurch gegeben, dass es insgesamt vier Varianten gibt, also vier unterschiedliche Raster mit verschiedenen Regeln und Bonusfeldern.
Auch die Solovariante funktioniert sehr gut. Weil es da natürlich kein Wettrennen mit Spielern gibt, geht die diesbezügliche Spannung verloren. Dafür gibt es aber einen Rundenzähler, der vorgibt, wie schnell du fertig sein musst, um zu gewinnen. Außerdem darfst du nicht frei entscheiden, welchen Würfel du nimmst, das wird auch vom Rundenzähler vorgegeben. Dadurch entsteht ein interessantes Puzzle, das eine eigene Spannung erzeugt und auch durchaus Spaß macht.
Fazit: Empfehlenswert.

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Serie: The Undoing – Miniserie (abgeschlossen)

Spannende Psychogramme.
In dieser Serie verfolgen wir Grace Sachs (Nicole Kidman), die plötzlich aus ihrem idyllischen Leben gerissen wird, als ihr Mann (Hugh Grant) des Mordes verdächtigt wird und sie anschließend mit einer Reihe von Enthüllungen konfrontiert wird. Im Kern verfolgt die Serie also die Polizeiermittlung und die anschließende Gerichtsverhandlung, immer aus der Perspektive von Grace. Dies ist durchaus spannend gestaltet und einige Episoden enden mit gelungenen Cliffhangern.
Mehr aber lebt die Serie von der psychologischen Tiefe der beiden Hauptcharaktere, die hier sehr gut dargestellt werden. Wie viel hätte man also Ehefrau wissen können / sollen? Wie viel verdeckt die rosarote Brille? Wie viel kann ein Ehemann, wenn er ein guter Schauspieler ist, ohne unterbewusste Hilfe der Frau tatsächlich verbergen? Was am Anfang nur impliziert wird, wird am Ende dann auch konkret angesprochen.
Was jedoch nicht explizit gesagt wird, aber aus psychologischer Sicht wichtig ist, ist die Tatsache, dass diese Geschichte in der Schicht der Superreichen spielt. Denn je behüteter jemand aufwächst, je weniger ihm im Leben gefehlt hat, desto leichter ist es für so eine Person, Dinge idealisiert zu sehen, weil einfach die negativen, dramatischen Lebensereignisse fehlen, die einen Menschen vorsichtig machen und wecken.
Wer die Serie rein wegen dem Mystery-Aspekt schaut, wird eher enttäuscht werden. Krimiserien gibt es viele und zahlreiche davon sind besser. Nein, hier geht es um Psychologie, um Drama, und dafür muss man sich halt interessieren. Ich tue das zwar nicht, mir hat die Serie aber dennoch gefallen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Sind Anime und Manga sexistisch?

Dies ist eine alte Diskussion, die immer wieder von jenen losgetreten wird, die weder Animes schauen noch Mangas lesen.
Immer wieder stören sich manche Menschen daran, dass in Anime und Manga die Frauen so leicht bekleidet sind und ihre femininen Körperteile ziemlich stark betont sind. Ist das sextisch? Ja. Ist das schlimmer als bei uns hier im Westen? Sicher nicht.
Wenn ich mir anschaue, wie Frauen hier im Westen in Serien, Filmen und TV-Shows gekleidet sind, ist das genauso anrüchig. Selbst Superheldinnen in den westlichen Comics sind keinen Deut besser als die weiblichen Charaktere in Mangas. Der Unterschied? Das eine kennt man, das andere ist noch fremd. Denn wenn man sich mit Animes beschäftigt, wird man entdecken, dass es dort genug Serien gibt, in denen die Frauen normal gekleidet sind und nichts überdimensional ist. Und meistens ist das Sexy-Element auf eine Person begrenzt, deren Charakter darauf hingeschrieben wurde, also Sinn ergibt und nicht einfach nur der Erotik wegen.
Was es sehr wohl gibt, ist die sogenannte Ecchi-Kategorie. Aber das ist ein klar definiertes Genre, das kein Fernsehsender im Nachmittags- oder Vorabendprogramm zeigen wird. Man muss da wirklich speziell auf den Anime-Streamingseiten danach suchen. Was ist das eigentlich? Schlüpfriger Humor, ganz einfach ausgedrückt. Extrem knappe Kleidung, übertrieben weibliche Proportionen, regelmäßig eine Perspektive mit Blick auf die Höschen. Aber eben noch keine Pornographie. Doch da es genug Seiten im Internet mit gratis Pornos und Hentai (Anime-Pornos) gibt, frage ich mich, warum ich so etwas schauen sollte. Nun gut, Geschmäcker sind unterschiedlich und wem das gefällt, der soll damit seine Freude haben.
Wenn ich also zu Beginn einer neuen Season entscheiden muss, welche Animes ich in den nächsten drei Monaten schauen werde, dann filtere ich Ecchi immer sofort aus, denn 90% davon sind einfach nur schlecht und der schlüpfrige Humor ist es absolut nicht wert, Zeit mit einer miesen Serie zu verbringen.
Also abgesehen von diesem speziellen Genre und dem, was Fans als Fanservice bezeichnen, sind Anime und Manga nicht schlimmer als unsere westlichen Produktionen. Wer also das eine wegen Sexismus kritisiert, muss auch das andere kritisieren. Es gibt dort die gleichen Charakter-Archetypen wie bei uns, die gleichen Tropen in den Geschichten.
Natürlich gibt es genug Geschichten, in denen der männliche Hauptcharakter die weiblichen rettet, aber nicht nur. Im Gegenteil ist Asuna eine der beliebtesten Figuren in Japan. Sie ist der weibliche Hauptcharakter in der Serie Sword Art Online. Sie ist stark und mutig. Ja, manchmal muss sie gerettet werden. Aber sie bietet auch großartige Kämpfe und rettet ihrseits ständig auch andere Leute. Ihre Kleidung und Proportionen sind in keinster Weise extra sexy. Sie ist einfach ein toller weiblicher Charakter und dass sie so beliebt ist, sagt doch einiges über die Anime-Community. Und es gibt noch zahlreiche weitere solcher Charaktere.
Doch nicht nur das, Japan geht noch viel weiter als der Westen, denn es gibt ein eigenes Genre namens Yuri, also Geschichten, in denen manchmal nur angedeutet, manchmal explizit, lesbische Beziehungen im Mittelpunkt stehen (Yaoi wäre die männliche Variante). Wie oft gibt es hier im Westen denn Serien und Filme, in denen ein homosexuelles Paar im Mittelpunkt steht? Gibt es durchaus, aber nicht in dieser Menge und in dieser Konstanz. Speziell werden hier im Westen diese oft als Comedy verpackt oder mit einem Fokus auf Gesellschaftskritik geliefert, während in Anime & Manga diese Geschichten die Gefühlsebene behandeln und dabei oft auch noch einen spannenden Plot liefern, wie etwa Otherside Picnic, eine Yuri-Science-Fiction-Horror-Serie, oder Izetta – The Last Witch, eine spannende Yuri-Fantasy-Serie, oder Amanchu, eine wunderschöne Serie rund ums Tauchen.
Was ich damit sagen möchte, ist, dass es in Anime und Manga für jeden Geschmack etwas gibt und sie sogar noch mehr Angebot haben, als die westlichen Produktionen.

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Buch: Wells, Martha – Tagebuch eines Killerbots (dt. #3; eng. #6): Fugitive Telemetry

So, jetzt beginnt das Nummerierungschaos. Aber ein tolles Buch!
Inhalt: Ein Mord auf einer Raumstation muss aufgeklärt werden. Nachdem alles abgeriegelt wurde, muss der Mörder sich noch an Bord befinden. Und ein Saboteur.
Vorneweg sei gesagt, dass mir dieser Band sehr gut gefallen hat. Ich bin ein großer Killerbot-Fan und verschlinge alles sofort, was von dieser Reihe erscheint. Speziell der sehr gut durchdachte Mörder-Mystery-Plot war hier sehr spannend und wie immer natürlich die Gedankengänge des Killerbots. Fans werden begeistert sein.
Aber jetzt ein paar Worte zur Nummerierung der Bände. Die ersten vier englischen Bände, allesamt Kurzromane, sind auf Deutsch zu einem einzigen Band zusammengefasst worden. Somit war dann Der Netzwerkeffekt auf Englisch Band 5, aber in der deutschen Übersetzung Band 2. Fugitive Telemetry hier ist nun auf Englisch Band 6, wird aber dann logischerweise auf Deutsch Band 3 werden. Hierbei handelt es sich jedoch wieder um einen Kurzroman und Martha Wells hat bereits einen Vertrag für drei weitere Killerbot-Kurzromane unterschrieben. Vermutlich werden dann die Bände 6-9 auf Deutsch wieder zu einem einzigen zusammengefasst werden. Da ich aber nicht warten kann, bin ich auf Englisch übergestiegen, um diesen neuen Band sofort zu lesen (bzw. zu hören) und bin dabei dann auf dieses Nummerierungschaos gestoßen.
Fazit: Immer noch sehr zu empfehlen.

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Fugitive Telemetry (Murderbot Diaries, Band 6)
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Serie: Hubert und Staller – Staffel 9

Toll, spannend, lustig.
Nachdem Amazon Prime nun auch die letzte Staffel ohne Aufpreis zur Verfügung stellt, musste ich natürlich sofort zugreifen und bereue es nicht. Mir haben ja schon die ersten acht Staffeln sehr gut gefallen und hier geht es genauso weiter. Fans werden also zufriedengestellt.
Sollte jemand die Serie noch nicht kennen, kann er eigentlich mit jeder Staffel, mit jeder beliebigen Episode beginnen. Es gibt ja schließlich keinen Plot, der sich übergreifend durchzieht, es ist also null Vorwissen nötig. Persönlich finde ich aber das Ensemble der ersten Staffeln am besten und würde daher auch empfehlen, dort zu beginnen.
Fazit: Für Krimifans und Freunde der leichten Unterhaltung sehr zu empfehlen.

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