Spiel: Imagenius (Piatnik)

Tolles Kinder-Zeichnen-Ratespiel.
Von Olivier Mahy (ca. 20 Min.; 2-4 Spieler)
In diesem Spiel bekommt jeder Spieler ein Tableau mit vielen kleinen Bildern. Dann wird eine Karte in die Tischmitte gelegt und die Spieler müssen sämtliche Bilder auf dieser Karte auf ihrem Tableau finden, dann mit einer Linie verbinden und dann erraten, was das darstellt. Das ist sehr clever, spannend, lustig und manchmal auch frustrierend. Also gelungene Unterhaltung.
Das Spiel hat jedoch eine große Schwachstelle. Es gibt nämlich keine Sichtschirme. So können die Spieler also immer auf die Tableaus der Gegner schauen, dies kopieren und dadurch sogar die Lösung erraten. Die Spielregel sagt nämlich explizit, dass man sein Bild nicht fertig gezeichnet haben muss, um es zu erraten. Warum ich das extra erwähne ist, weil wir in unserer Runde einen Extremfall hatten. Ein Spieler hat ein Bild auf seinem Tableau nicht gefunden und schaute dann zu seinem Nachbarn, der schon fast fertig war. Weil die Zeichnung kopfüber war, hat er es dadurch erraten, während der Zeichner es noch nicht erkannt hat. Ich finde es halt einfach unschön, wenn so etwas passieren kann.
Trotzt dieser Schwachstelle funktioniert Imagenius sehr gut, macht viel Spaß und wenn man das als Eltern mit Kindern spielt, kann man das Abgucken eh leicht managen oder sogar bewusst erlauben.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Zainagova, Rimma – Zeichne deinen eigenen Tieratlas!

Großartiges Lehrbuch um Zeichnen zu lernen.
In diesem Buch finden sich 176 Schritt-für-Schritt-Zeichenanleitungen zu den unterschiedlichsten Tieren. Eigentlich habe ich dieses Buch für meine Tochter besorgt, die sehr gerne zeichnet, damit sie ein paar neue Ideen bekommt, aber jetzt kann ich selbst nicht mehr aufhören Tiere zu zeichnen.
Zusätzlich gibt es in diesem Buch auch noch Tiersticker und eine Weltkarte, die zeigt, wo die Tiere jeweils vorkommen. Man kann also auf der Weltkarte sich das Tier suchen, das man zeichnen möchte und dann im Register die benötigte Seitenzahl. Im Register finden sich zu jedem Tier zwei Seitenzahlen: die erste führt zu einer Seite mit interessanten Informationen zu dem Tier, die zweite zur Zeichenanleitung.
Das Buch ist wirklich absolut gelungen und wenn man einmal anfängt, kann man kaum noch aufhören Tiere zu malen. Meine Tochter jedenfalls versinkt teilweise stundenlang darin.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Wächter der Galaxis (2020)

Nettes Sci-Fi-Abenteuer aus Russland.
Sci-Fi / Abenteuer mit Evgeniy Romantsov von Jahongir Fayziev. 118 Min.
Inhalt: Im Jahr 2070 wurde nach einem Angriff der Außerirdischen, angeführt von Cherno, das Klima der Erde zerstört. Armut und Nahrungsmittelknappheit beherrschen seitdem den Alltag. Die einzige Ablenkung für die Bevölkerung sind die Cosmoball-Turniere, die in einem Stadion in den Wolken stattfinden. Der talentierte Anton wird als neustes Mitglied ins Team der Erdenbewohner berufen und muss schon bald feststellen, dass es bei diesem Turnier um viel mehr geht.
Der Film schaut optisch toll aus und macht alleine deshalb schon Spaß. Nette Action und coole Cosmoball-Partien garantieren eine kurzweilige Unterhaltung. Der Plot, wenn man sich darauf einlässt, ist bis zum Ende spannend. Andererseits ist das Geheimnis rund um das Cosmoball-Turnier schon sehr weit hergeholt, eigentlich lächerlich, und dennoch in der inneren Logik konsistent. Wie so oft bei Sci-Fi muss man gewisse Dinge halt einfach akzeptieren, nicht zu viel drüber nachdenken, dann wird man Spaß haben.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Spiel: Night Parade (Brueh Games)

Nettes Spiel mit großen Schwächen.
Von Luís Brüeh (ca. 30-45 Min.; 1-4 Spieler)
Dieses Spiel ist ein gutes Beispiel dafür, wovor man sich bei Kickstarter hüten sollte. Der Autor hatte eine coole Spielidee, jedoch nicht ausführlich genug getestet, war aber dennoch voll davon überzeugt, weshalb er eine Kampagne auf Kickstarter machte. Die Optik des Spiels war dann gut genug, um die Kampagne erfolgreich sein zu lassen und dann erhielt man dieses Resultat.
Dieses Spiel ist ein Paradebeispiel dafür, an wie vielen Stellen es unausgewogene Elemente geben kann. Totally Unbalanced! Beginnend bei den asymetrischen Startfraktionen über die Aktionskarten hin zu den geheimen Missionszielen. Das alleine bringt schon mehr Frust als Spaß. Dazu kommt aber auch noch, dass sich das Spiel extrem in die Länge zieht, teilweise auch wegen dieser Unausgewogenheit. Die Angabe mit „30-45 Minuten“ ist frei erfunden, man muss mindestens mit der doppelten Spielzeit rechnen.
Night Parade ist ein Mehrheitenspiel, angesiedelt in der japanischen Mythologie. Mit Aktionskarten, die wir im Laufe des Spiels erwerben, setzen wir die Figuren unserer Fraktionen in die verschiedenen Regionen und versuchen unsere geheimen Ziele zu erreichen. Was ja eh interessant klingt und durchaus spannend wäre, wird durch die extreme Unausgewogenheit ruiniert.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Buch: Tordjman, Nathalie – Das große Buch der Bäume

Super! Alles was man über Bäume wissen möchte.
Dieses flache, handliche Sachbuch erklärt uns alles, was für Bäume relevant ist. Unterlegt mit den fantastischen Illustrationen von Isabelle Simler und Julien Norwood. Das Buch ist einfach schön und lädt zum Schmökern ein. Hinsetzen, blättern und staunen.
In vier übersichtlichen und ausführlichen Kapiteln wird uns erklärt, was ein Baum ist, wie er wächst, wie er entsteht und was er alles kann. Im letzten Abschnitt „Wundervolle Bäume“ lernen wir dann die unterschiedlichen Bäume mit ihren Namen und wichtigsten Details kennen. Allein deshalb bin ich schon voll begeistert.
Immer wieder gibt es im Buch kleine Quiz, deren Lösungen sich ganz am Ende finden. Eine tolle Idee, die gut beim Mitdenken hilft. Ebenfalls auf der letzten Seite über den Lösungen befindet sich ein alphabetisches Index, wo man im Buch welchen Baum findet, was natürlich ideal ist, wenn man nicht schmökern möchte, sondern gezielt eine Information sucht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Foundation – Staffel 1

Wer hat sich das nur ausgedacht?
Um zu erklären, was das hier für eine Serie ist, wird es wohl am besten sein, dass ich das entsprechende Pitch-Meeting so darstelle, wie ich es mir in meiner Fantasie vorstelle.

Studioboss: „Wir brauchen eine mega Sci-Fi-Serie für unsere Streamingplattform.“
„Okay.“
„Gibt es irgendein Buch, dass voll bekannt ist, aber noch nicht verfilmt wurde?“
Foundation von Isaac Asimov.“
„Asimov ist toll. Der zieht sicher. Gut! Macht daraus ein Game of Thrones im Weltall.“
„Aber Game of Thrones und Foundation haben nichts gemeinsam.“
„Dann schreibt das einfach um. Macht doch eh jeder immer, wenn sie ein Buch verfilmen.“
„Okay.“
„Und nehmt so viel Geld, wie ihr braucht, damit das richtig geil ausschaut und tolle Action vorkommt.“
„Aber in Foundation gibt es keine Action.“
„Dann erfindet einfach ein paar Szenen. Es wird doch wohl mal jemand irgendwo rumschießen oder Weltraumpiraten angreifen.“
„Okay.“
„Ach, und der Hauptcharakter muss eine junge schwarze Frau sein.“
„Aber Foundation hat keinen Hauptchrakter.“
„Wie bitte?“
Foundation ist eine Reihe von Kurzgeschichten mit jeweils anderen Charakteren, die einfach zeitlich hintereinander spielen.“
„Nein, das geht nicht! Wir können nicht ständig Schauspieler wechseln. Schreibt das um, damit ein Hauptcharakter durchgehend dabei bleibt.“
„Okay. Aber was ist mit den Fans.“
„Wer das Buch nicht gelesen hat, dem wird das nicht weiter interessieren. Macht es einfach toll genug, damit die dran bleiben. Geile Bilder reichen. Und wer das Buch gelesen hat und sich dann beschwert, der wird eh von den meisten ignoriert.“

Und so haben wir hier eine Serie, die so weit von der Vorlage entfernt ist, wie selten zuvor, aber dabei echt gut ausschaut. Ich jedenfalls kann mich nicht dazu aufraffen, das hier nach den paar Anfangsepisoden weiterzuschauen.
Fazit: Wer das Buch nicht gelesen hat, dem könnte die Serie vielleicht sogar gefallen.

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Film: Honest Thief (2020)

Mäh.
Action / Thriller mit Liam Neeson von Mark Williams. 98 Min.
Inhalt: Ein Bankräuber möchte sich der Polizei stellen, um ein ehrliches Leben mit seiner Freundin zu führen. Er gibt das gestohlene Geld zurück. Jedoch haben zwei Agenten des FBI einen anderen Plan für den Mann. Nach einer tödlichen Auseinandersetzung begibt er sich auf die Flucht.
Der Plot ist wenig spannend, absolut vorhersehbar, teilweise unlogisch, mit eindimensionalen Charakteren und billiger Action. Seichte Unterhaltung, wenn man sich langweilt und absolut etwas schauen möchte.
Fazit: Okay.

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Spiel: The Decades (Jumbo)

Nettes Jahreszahlen-Trivia-Spiel.
Von Team Jumbo (ca. 45 Min.; 2-8 Spieler)
In diesem Spiel geht es ums Jahreszahlen raten, begrenzt auf den Zeitraum 1980-2019. Die Spieler teilen sich in zwei Teams und spielen gegeneinander. Mehrere Fragen werden dann vorgelesen und die Teams müssen auf ihren Tableaus die korrekten Antworten markieren. Anschließend werden die Antworten kontrolliert, Punkte verteilt und nach mehreren Runden der Sieger gekürt.
Die Zielgruppe hierfür ist klar: Trivia-Fans mit einem Faible für Jahreszahlen. Die werden hier dann auch sicher gut unterhalten werden.
Mein Problem mit dem Spiel ist jedoch die Punkteverteiltung. Es ist ganz klar, dass man mehr Punkte kriegt, je näher man am korrekten Datum liegt und das Maximum, wenn man exakt richtig liegt. Mich stören jedoch vehement die Minuspunkte, wenn man im falschen Jahrzehnt liegt. Es ist schon okay Minuspunkte zu erhalten, wenn man extrem daneben liegt, aber nicht so viele! Und außerdem kriegt man diese Minuspunkte auch schon, wenn man knapp daneben liegt, aber eben im falschen Jahrzehnt. Wenn die korrekte Antwort 1999 wäre und ich 1991 sage, bin ich daneben, kriege aber keine Minuspunkte. Wenn ich jedoch 2003 sage, bin ich näher dran, aber kriege trotzdem Minuspunkte, weil ich im falschen Jahrzehnt bin.
Als Hausregel würde ich die Minuspunkte einfach weglassen oder zumindest auf einen einzelnen Punkt reduzieren, denn eigentlich macht das Spiel eh Spaß und wird bei der Zielgruppe sicher gut ankommen. Wenn man jedoch ständig mit diesen unausgewogenen Minuspunkten konfrontiert wird, wird es schnell frustig.
Fazit: Empfehlenswert.

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Jumbo Partyspiel Die Jahrzehnte
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Buch: Muir, Tamsyn – Ich bin Harrow (The Ninth, Band 2)

Puh, schwere Kost.
Inhalt: Es herrscht Krieg im Imperium – ein Krieg, von dem die meisten Planeten bislang verschont wurden. Zu verdanken haben sie dies dem aufopfernden Dienst der neun Nekromanten, die dem Imperator im Kampf gegen die Angriffe eines todbringenden Feindes helfen. Harrow Nonagesimus, die Erbin des Neunten Hauses, ist nun eine von ihnen – doch der Dienst, der von ihr verlangt wird, ist so ganz anders als erwartet. Und sie weiß nicht, ob sie ihn überleben wird.
Das Problem mit diesem Buch ist, dass es absichtlich so entworfen und strukturiert wurde, um seine Leser zu verwirren; Die Erzählung möchte, dass wir wirklich miterleben, wie die Dinge aus Harrows Perspektive gesehen werden. Die Geschichte wechselt ständig die Zeitachsen, und um die Sache noch schlimmer zu machen, verhielten sich fast alle Charaktere anders als im Vorgängerband Ich bin Gideon. Außerdem jongliert die Erzählung auch ununterbrochen zwischen der zweiten und dritten Person.
Der Anfang des Buches ist wie ein Schlag ins Gesicht, so ungewohnt, so heftig, so anders. Das Universum ist immer noch faszinierend, doch der Plot ist extrem verwirrend und das ganz bewusst. Die Zeitsprünge und Perspektivwechsel kommen irgendwann zusammen und ergeben dann auch Sinn, führen zu einem ordentlichen Abschluss, aber bis dahin ist es ein brutaler Ritt.
Wer ein Fan des Vorgängerbandes ist und wieder in dieses Universum eintauchen möchte, all der Verwirrung zum Trotz, die ja eh am Ende Sinn ergibt, der sollte hier zugreifen. Wer aber bereits mit dem ersten Teil nicht recht glücklich wurde, sollte hier einen Bogen drum herum machen.
Fazit: Nur für Fans der Reihe.

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Ich bin Harrow: Roman (The Ninth, Band 2)
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Serie: Squid Game – Staffel 1 (abgeschlossen)

Sehr gut!
Diese südkoreanische Serie erzählt mit der gewohnt hohen Netflix-Produktionsqualität eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren, die in sich geschlossen ist. Zweite Staffel ist auch gar nicht geplant, nach dem Riesenerfolg wird aber doch darüber diskutiert.
Es geht hier um eine Gruppe von Menschen, die allesamt hochverschuldet sind, am untersten Ende der sozialen Pyramide angekommen sind und keine Hoffnung mehr haben. Diese werden eingeladen, an einer Reihe von Kinderspielen teilzunehmen, deren Verlierer jedoch getötet werden. Die Sieger am Ende erhalten hingegen mehr Geld, als sie sich je erträumt hätten.
Diese Serie ist nichts für schwache Nerven, aber insgesamt sehr gut gemacht, in allen Aspekten absolut gelungen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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