Buch: Pohl, Frederik – Heechee Rendezvous (Heechee Saga 3)

Auch der dritte Band der Reihe enttäuscht nicht.
Inhalt: Bob Broadhead, inzwischen reichster Mensch, versucht politische und persönliche Krisen zu bewältigen und neue Entdeckungen zu managen, während ein Prospektor Schwarze Löcher untersucht und dabei etwas furchtbares findet. Dann taucht auch noch ein Heechee auf.
Das Buch erzählt spannend die Geschichte um die Erforschung der Heechee weiter und behält weiterhin den interessanten Fokus auf Psychologie, auch wenn das Explorative, das noch in den ersten beiden Bänden zentral war, hier leider ziemlich in den Hintergrund rückt. Das Buch wirkt aufgrund seines Erzählstils teilweise etwas überhastet und unnötig verkürzt, passt aber als Gesamtwerk. Nur das Ende ist, im Gegensatz zum ersten und zweiten Band, hier offen, ein Cliffhanger, der direkt in den vierten Band überleitet.
Fazit: Wer schon die ersten beiden Bücher mochte, wird auch hier voll auf seine Kosten kommen.

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Film: I Want to Eat Your Pancreas (Anime 2017; Originaltitel: Kimi no Suizo wo Tabetai)

Ein Film, wie es ihn schon hundertmal gibt, und trotzdem wurde effektiv die Tränendrüse aktiviert.
Drama von Shinichiro Ushijima. 108 Min.
Inhalt: Ein introvertierter Junge findet zufällig das Tagebuch eines todkranken Mädchens. Da er nun der einzige ist, der ihr Geheimnis kennt, beschließt sie Zeit mit ihm zu verbringen, weil sie nur bei ihm „normal“ sein kann, also keine Fassade benötigt. Er lernt, seine Schale zu verlassen und sie versucht in den letzten Monaten ihres Lebens ihre Wunschliste abzuarbeiten.
Der Film ist eine 0-8-15-Variante des Genres „zum Sterben verurteilter Hauptcharakter“: generisches Setting, generische Charaktere, generischer Plot, generischer Zeichenstil. Nichts an diesem Film ist irgendwie neu oder überraschend. Dennoch funktioniert er. Oder: gerade deswegen. Wenn man sich emotional fallen lässt, ist man schnell gefangen und wird am Ende ohne große Taschentuch-Packung nicht auskommen. Wer das nicht macht, wird dem Film nichts abgewinnen können.
Fazit: Für Leute, die gerne weinen.

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Spiel: Tokaido (Funforge)

Ein gemütliches Spiel mit einem gemütlichen Thema.
Von Antoine Bauza (ca. 45 Min.; 2-5 Spieler)
Dieses Spiel bietet eine sehr seltsame Erfahrung. Das Thema ist nämlich, dass man von Kyoto nach Tokyo (oder umgekehrt) reist und dabei eine schöne Zeit hat: gutes Essen genießen, wunderbare Landschaften malen, Souvenirs kaufen, Freunde finden und im Onsen relaxen. Diese thematische Gemütlichkeit wurde auch auf die Mechanik übertragen, was dazu führt, dass die Regeln sehr einfach sind und es kaum Tiefe gibt.
Es ist absolut durchschaubar, was der Autor hier schaffen wollte, welche strategischen Optionen er bieten wollte und das klingt auch zunächst sehr spannend. Doch es funktioniert nicht, denn es ist am Effektivsten, sich so langsam wie möglich zu bewegen, alle möglichen Dinge zu sammeln und dadurch eine Punktemasse anzuhäufen. Quantität vor Qualität lautet die Devise, Strategie braucht es dafür keine.
Fazit: Aufgrund der Optik und des Themas empfehle ich absolut Tokaido einmal kennenzulernen, aber Wiederspielwert gibt es leider kaum einen.

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Buch: Pohl, Frederik – Beyond the Blue Event Horizon (Heechee Saga 2)

Tolle Rückkehr ins Heechee-Universum.
Inhalt: Eine verlassene Station der Heechee wird jenseits des Pluto entdeckt. Sogleich wird eine Expedition, weniger wissenschaftlich als kommerziell, dorthin geschickt.
Zunächst möchte ich meine Aussage bezüglich der „Saga“, die ich bei meiner Kritik zum ersten Teil getätigt habe, revidieren. Der erste Band ist tatsächlich in sich geschlossen, aber den zweiten kann man nur verstehen, wenn man den ersten auch gelesen hat, er ist jedoch auch zufriedenstellend abgeschlossen mit Optionen auf mehr.
Das Buch hier nun erinnert mich stark an Allen Steele – Coyote 04 (Spindrift), geht es doch beide Male um die Erkundung eines außerirdischen Artefakts. Während Steele jedoch ein Meister des Unbekannten ist, ist Pohl ein Meister der Psychologie. Beide Bücher sind absolut faszinierend zu lesen, haben jedoch einen unterschiedlichen Fokus. Vor allem gefällt mir an den beiden Büchern auch, dass die Artefakte dann auch wirklich sinnvolle, nachvollziehbare Aufgaben haben. Denn sehr oft entpuppen sich solche Artefakte als ziemlich lächerlich, wie etwa in John Sandford & Ctein – Das Objekt, wo man dann mit einem „echt jetzt?“ Gefühl zurück bleibt.
Ich finde, das vorliegende Buch ist eine sehr gelungene Fortsetzung, spannend und interessant, mit faszinierenden Theorien und Erklärungen sowie gut ausgearbeiteten Charakteren. Gern mehr davon!
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Gänsehaut 2 – Gruseliges Halloween (2018)

Auch mal eine Idee: Statt den Plot tauscht man den Cast.
Jugend-Horror mit Madison Iseman von Ari Sandel. 103 Min.
Inhalt: Siehe >>Teil 1<<, nur eben zu Halloween statt zur Prom Night.
Dieser Film ist das, was passiert, wenn man unbedingt eine Fortsetzung möchte aber während der Vorproduktionsphase so alles schief geht, was schief gehen kann. Am Ende scheint man dann das identische Drehbuch noch einmal verwendet zu haben, nur halt mit komplett anderen Schauspielern. Hebt dieser Film sich irgendwie vom ersten Teil ab? Nein. Eher das Gegenteil ist der Fall. Tatsächlich sehe ich in den meisten Punkten keine großen Unterschiede zwischen den beiden Filmen und wer damals Spaß hatte, wird es auch jetzt wieder haben. Was mir aber gefehlt hat, ist die Teenie-Romanze. Die war nämlich im ersten Teil sehr gut gemacht, doch hier gibt es gar nichts in diese Richtung. Ken Jeong als verrückter Nachbar und der Kurzauftritt von Jack Black sind große Pluspunkte, aber ansonsten gibt es nicht viel was in Erinnerung bleibt.
Fazit: Fans des ersten Teils bekommen hier nochmals gute Unterhaltung geboten.

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Spiel: Te-Trix (moses.)

Schnelles und einfaches Würfel-Schreibspiel.
Von Christof Tisch (ca. 20 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem flotten und lustigen Spiel, spielen wir Tetris mit Würfeln. Ein Spieler wirft die 4 Würfel und sortiert sie dann zu einer Tetris-Form zusammen. Anschließend müssen alle Spieler versuchen, diese Form irgendwie in ihr Raster einzubauen, wobei es gilt, gleichartige Symbole aneinander zu reihen, damit man viele Punkte bekommt. Was sehr einfach klingt, erweist sich als äußerst knifflig, wenn man versucht, das Maximum an Punkten herauszuholen. Je mehr Spieler, desto spannender, denn da gibt es mehr fremde Formen. Daher ist meine Empfehlung auch mit 4 Spielern zu spielen. Denn je weniger Spieler, desto einfacher wird es und dementsprechend gehen Spannung und Spaß verloren. Speziell die Solo-Variante ist aus diesem Grund ziemlich langweilig.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Pohl, Frederik – Gateway (Heechee Saga 1)

Tolles Space-Sci-Fi-Abenteuer.
Inhalt: Gateway ist eine Raumstation der längst ausgestorbenen Heechee. Die Menschen haben sie zufällig entdeckt und versuchen nun, die Technologie zu entschlüsseln. Der Prospektor Bob Broadhead erinnert sich an seine Zeit dort und an seine Missionen an Bord von Heechee-Schiffen, deren Steuerung niemand versteht und bei denen es keine Garantie auf Rückkehr gibt.
Auch wenn das der Auftakt einer „Saga“ ist, ist das Buch dennoch in sich geschlossen, denn die fünf Bände wurden erst im Nachhinein als eine gemeinsame „Saga“ zusammengefasst. Der Autor hat einfach ein Buch nach dem anderen im selben Universum geschrieben.
Mir hat dieses Buch deshalb so gut gefallen, weil es nicht wieder ein Menschheits-Rettungsplot mit eindimensionalen Charakteren ist, sondern eine Person wunderbar zum Leben erweckt wurde und wir mit ihr das Drecksloch Gateway kennenlernen. Bob Broadhead hat ein miserables Leben gelebt und versucht ein besseres Leben für sich aufzubauen, wobei ihm jedes legale Risiko recht ist. Innerhalb dieses sehr interessanten Charakterbildes lernen wir auch das Heechee-Universum kennen, ein äußerst faszinierender Ort, der Lust auf mehr macht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Wreck-It Ralph 2 – Chaos im Netz (2018)

Ganz nett.
Animation / Abenteuer mit John C. Reilly von Phil Johnston und Rich Moore. 116 Min.
Inhalt: Als ein WLAN-Router in der Spielhalle Einzug hält, gehen Randale-Ralph und Vanellope online, rauschen auf der Datenautobahn einmal quer durchs Internet und bringen von Online-Games über Websites bis hin zu den sozialen Medien so einiges durcheinander.
Nette Unterhaltung und besser als so manche andere Fortsetzung, aber wie immer kein Vergleich zum Original. Ein wenig spannender Plot und eine seltsame Botschaft halten das Publikum kaum gefesselt, ebenso wenig die eher mauen Witze. Es gibt durchaus einige sehr gelungene Szenen, wie etwa die Versammlung der Disney-Prinzessinnen oder die Kritik an sozialen Medien, was den Film rettet. Es wirkt beinahe so, als hätte man diese Szenen zuerst erdacht und dann den Rest um diese herum irgendwie zusammengeschustert. Das reicht absolut für gute Unterhaltung, aber sicher nicht für irgendwelche Lobgesänge.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Spiel: Planet (Blue Orange)

Das ist mal so richtig außergewöhnlich.
Von Urtis Šulinskas (ca. 30-45 Min.; 2-4 Spieler)
In diesem Spiel erhält jeder Spieler einen großformatigen zwölfseitigen Würfel, bei dem jede Seite ein Magnet ist. Im Laufe des Spiels erhalten wir Plättchen, die dann an diesen Seiten haften bleiben und dadurch entsteht ein bunter Planet. Die Plättchen zeigen verschiedene Landschaftsformen, die man hoffentlich so anbaut, dass eine sehr große einheitliche Fläche entsteht. Denn die Tiere kommen nur zu jenem Spieler, der in der entsprechenden Landschaft die größte Fläche aufweist. Die Tiere bringen wiederum Punkte, die man für den Sieg benötigt.
Das Spiel ist grundsätzlich sehr einfach: Man nimmt ein Plättchen und legt es an. Der Clou dabei ist aber der große Würfel, den man dabei in den Händen hält. Man muss ihn ständig drehen, um zu schauen, welche Landschaft wo angrenzt und wie ich das neue Plättchen am effizientesten platziere. Das ist ein wirklich tolles, innovatives Element, das sehr viel Spaß bereitet, weil es nicht zuletzt qualitativ hochwertig produziert worden ist und dadurch problemlos funktioniert.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: A Series of Unfortunate Events / Eine Reihe betrüblicher Ereignisse – Staffel 3 (abgeschlossen)

Großartiges Finale einer tollen Serie.
Wem Staffel 1 und Staffel 2 gefallen haben, der wird auch hiermit voll zufrieden gestellt werden. Mehr noch finde ich, dass diese 3. Staffel die beste ist, denn sie hat all das, was die Serie bisher so großartig gemacht hat und wird sogar noch spannender. Speziell gefällt mir, dass hier die verschiedenen Charaktere einen interessanten Hintergrund erhalten und die Grauzonen von Moral und Ethik erforscht werden.
Einzig das mehrdeutige Ende, das in den Büchern sehr gelungen ist und dort die Fans voll zufrieden gestellt hat, wird hier vielleicht einige Zuschauer vor den Kopf stoßen. Ich bin damit zufrieden, mit gefällt’s, aber ich kann verstehen, wenn jemand das ein bisschen anders sieht.
Fazit: Die gesamte Serie ist sehr zu empfehlen.

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