Spiel: Caper (Jumbo)

Schönes 2-Personen-Spiel.
Von Unai Rubio (ca. 30 Min.; 2 Spieler)
Zunächst möchte ich hervorheben, wie schön die Grafik dieses Spiels ist. Es macht einfach Spaß, diese wunderbaren Karten in der Hand zu haben und anzuschauen. Das Spiel selbst macht aber auch ordentlich Spaß. Wir wollen nämlich unsere Diebe in drei verschiedene Orte schicken, sie mit Ausrüstung ausstatten und mehr Zeug stehlen als der Gegner.
Das Ganze basiert dabei auf einem Draft-Mechanismus. Man muss also nicht nur überlegen, welche Karte an welchem Ort am effektivsten ist, sondern auch, welche Karten ich dem Gegner rüberreiche, damit ihm ja kein tolles Manöver gelingt. Teilweise sollte man sich auch merken, welche Karten gerade beim Gegner sind, um eine eigene Kombination aufzubauen. Das alles führt zu interessanten strategischen Entscheidungen.
Die Runden gehen schnell, das Spiel ist kurz und man möchte es dann gleich nochmal probieren. Da es im Spiel insgesamt 23 Ortskarten gibt (die Gebäude, in denen eingebrochen wird), davon aber immer nur 3 im Spiel sind, ist durchaus ein großer Wiederspielwert gegeben. Denn jeder Ort hat eine andere Funktion, wodurch jedes Spiel immer anders ist.
Es gibt auch noch integrierte Varianten für 3 und 4 Spieler, aber die sind nicht zu empfehlen, denn sie fühlen sich gekünstelt, unbalanciert und erzwungen an. Caper ist für mich ein reines 2-Personen-Spiel und als solches sehr gut.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Werbeanzeigen
Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Buch: Liu, Cixin – Jenseits der Zeit (Trisolaris 3)

Großartiger Abschluss einer faszinierenden Trilogie.
Inhalt: Ein halbes Jahrhundert nach der Entscheidungsschlacht hält der Waffenstillstand mit den Trisolariern immer noch stand. Die Hochtechnologie der Außerirdischen hat der Erde zu neuem Wohlstand verholfen, auch die Trisolarier haben dazugelernt, und eine friedliche Koexistenz scheint möglich. Der Frieden hat die Menschheit allerdings unvorsichtig werden lassen. Als mit Cheng Xin eine Raumfahrtingenieurin des 21. Jahrhunderts aus dem Kälteschlaf erwacht, bringt sie das Wissen um ein längst vergangenes Geheimprogramm in die neue Zeit. Wird die junge Frau den Frieden mit Trisolaris ins Wanken bringen – oder wird die Menschheit die letzte Chance ergreifen, sich weiterzuentwickeln?
Es gibt eigentlich nicht viel zu sagen. Wer bereits Band 1 Die drei Sonnen und Band 2 Der dunkle Wald mochte, wird auch hier voll auf seine Kosten kommen. Persönlich habe ich den Hauptcharakter in Der dunkle Wald als besser ausgearbeitet empfunden, aber die Stärke des Autors liegt ohnehin in Plot und Wissenschaft. Mit kreativen, neuartigen und unkonventionellen Sci-Fi-Ideen geht es auch in Jenseits der Zeit weiter und dieser Aspekt hat mir hier sogar noch besser gefallen als in den Vorgängerbänden, wo es auch schon sehr toll war.
Das Ende ist absolut gelungen und garantiert, dass diese Trilogie ihren hochverdienten Platz inmitten anderer großer Sci-Fi-Werke einnehmen wird.
Fazit: Die gesamte Trilogie ist nur für Sci-Fi-Fans zu empfehlen, aber für die mit mehrmaligem Ausrufezeichen.

Auf Amazon zu kaufen:
Jenseits der Zeit: Roman (Die Trisolaris-Trilogie, Band 3)
Wenn Ihr das Buch über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Serie: Fresh Off the Boat – Staffel 5

Was für ein Spaß!
Wir haben hier qualitativ eine solide Fortsetzung der vierten Staffel, also ein konstant gutes Niveau mit gelungenem Humor. Auch das Rezept funktioniert immer noch: Generelle Probleme mit einem chinesischen Touch. Es macht einfach Spaß, dieser Familie zuzuschauen, wie sie trotz all ihrer Eigenheiten versucht den Alltag zu meistern.
Diese Staffel endet mit einer schönen Szene, welche als Serienfinale durchaus akzeptabel ist. Das ist insofern wichtig, weil es noch keine Verlängerung für die sechste Staffel gibt und der wichtigste Showrunner, der auch die gesamte Serie überhaupt konzipiert hat, ausgestiegen ist. Andererseits haben die Schauspieler in einem öffentlichen Auftritt Interesse an einer Verlängerung bekundet und den Sender auch darum gebeten. Wir dürfen also gespannt sein wie es weitergeht.
Fazit: Weiterhin momentan meine liebste Comedy-Serie, also immer noch absolut empfehlenswert.

Veröffentlicht unter Serien | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Film: Game Night (2018)

Standard Hollywood-Komödie.
Mystery / Komödie mit Jason Bateman von John Francis Daley und Jonathan Goldstein. 100 Min.
Inhalt: Annie und Max veranstalten regelmäßig Spieleabende mit ihren Freunden. Doch dieses Mal hat sich Max‘ Bruder Brooks etwas Ausgefallenes ausgedacht: eine Mystery-Mordnacht. Einige Freunde sollen dabei Kriminelle spielen, die ihn entführen. Auch die Rolle eines Polizisten und eines FBI-Agenten ist vorgesehen. Es gibt keine Regeln zur Aufklärung des Spieles. Die anfängliche Begeisterung nimmt ab, als die Grenzen zwischen Spiel und Realität immer weiter verschwimmen und echtes Chaos ausbricht.
Mein Problem mit dieser Komödie ist das gleiche, was ich mit fast allen Hollywood-Komödien habe. Die Prämisse wäre eigentlich interessant und auch der Cast ist super, nur leider werden die guten Ideen schnell verpulvert, dann herrscht Kreativlosigkeit und man flüchtet sich in billige Action-Szenen, die man in dieser Form schon hundert mal gesehen hat. Es ist eigentlich eh das passiert, was ich befürchtet hatte und weshalb ich lange einen weiten Bogen um diesen Film gemacht habe. Nur hat ein Kritiker, vor dem ich nun jeglichen Respekt verloren habe, gemeint, dies sei die beste Komödie seit vielen Jahren und daher habe ich ihr dennoch eine Chance gegeben. Leider. Ich habe nur wenig gelacht und das auch nur zu Beginn des Films. Er war weder spannend noch sonst irgendwie interessant. Auch der an sich hochkarätige Cast scheint mit dem Drehbuch nichts angefangen haben zu können und schwimmt teilweise durch die Szenen.
Viel spannender wäre es gewesen, wenn man wirklich bis zum Ende nicht gewusst hätte, ob das nun Spiel oder Realität ist. Vielleicht sogar ohne Auflösung am Ende, damit der Zuschauer es sich selbst überlegen muss.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , , , | 1 Kommentar

Spiel: Tribes (Kosmos)

Was für ein tolles Spiel. Genau mein Geschmack!
Von Rustan Hakansson (ca. 45 Min.; 2-4 Spieler)
In diesem Strategiespiel geht es darum, unseren Stamm von der Steinzeit in die Bronzezeit zu führen und dabei mehr Prestige als die Konkurrenz zu erlangen. Dabei wird ein sehr spannender Mechanismus zur Aktionswahl verwendet. Die sechs Aktionsplättchen befinden sich in einer zufälligen Reihe. Wenn ich als aktiver Spieler das vorderste wähle, ist dies gratis für mich, ansonsten muss ich pro Plättchen, das ich überspringe, bezahlen. Das von mir gewählte Plättchen wandert dann ans Ende, wodurch es einen ständigen Fluss gibt. Das ist daher wichtig, weil im Laufe des Spiels Ereignisplättchen zwischen die Aktionsplättchen hineingelangen. Diese sind für manche positiv und für manche negativ. Wenn ich also nicht genug Geld habe, kann es passieren, dass ich so ein negatives Plättchen nehmen muss. Das ist ein sehr gut ausgeklügelter und balancierter Mechanismus, der einen immer wieder vor schwierige Entscheidungen stellt.
Mit einer Aktion ziehe ich Ressourcenplättchen aus dem Beutel, mit denen ich mein Siedlungsgebiet vergrößere. Die zweite Aktion ist nötig, um meine Stammesmitglieder zu bewegen, denn die müssen auf den richtigen Ressourcenplättchen stehen. Die dritte Aktion vergrößert meinen Stamm, damit mehr Plättchen besetzt werden können. Die vierte Aktion erlaubt es mir Errungenschaften zu erhalten, wenn die Stammesmitglieder auf den richtigen Plättchenkombinationen stehen. Diese Errungenschafte wiederum sind nötig, damit ich zusätzliche Boni bei den einzelnen Aktionen und Siegpunkte erhalte.
Das Spiel hat eine ideale Komplexitätsebene. Einerseits steht man schon immer wieder vor schwierigen Entscheidungen und Dilemmata, es ist durchaus nötig vorauszuplanen und sich eine Strategie zurechtzulegen. Andererseits gibt es aber keine Momente, die zu einer Analyse-Paralyse führen oder sich frustrierend anfühlen. Es ist ein mittelschweres Strategiespiel, das auch für den Familienspieleabend geeignet ist. Tribes erfordert nicht zu viel und nicht zu wenig Denkarbeit, es hat für mich persönlich den perfekten Mittelweg gefunden. Für Vielspieler mag es schon zu einfach sein, aber manchmal hat man halt Lust auf ein Strategiespiel, hat jedoch keine Lust ein Schwergewicht auszupacken, das einem das Hirn zum Kochen bringt, dann ist das Spiel hier ideal.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Tribes
Wenn Ihr das Spiel über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Buch: Küster, Hansjörg – Der Wald

Interessantes Buch zu einem spannenden Thema.
Ich lese immer gerne Bücher zu Themen, mit denen ich mich nicht gut auskenne. Jeder weiß, was ein Wald ist, aber hat man sich schon einmal richtig intensiv damit auseinandergesetzt?
Im Bereich der Botanik bin ich ein Laie und in diesem Sinne habe ich das zweite Kapitel „Der Baum“ als zu wissenschaftlich und kompliziert empfunden, während im restlichen Buch auf schön angenehme und spannende Art Pflanzenökologie und Geobotanik im Kontext der Wälder ausgeführt wird. Speziell die Kapitel eins „Was ist ein Wald?“ und drei „Vom Steinkohlewald zum Wald von heute“ habe ich persönlich als sehr interessant empfunden. Auch die restlichen Kapitel sind absolut lesenswert und vermitteln einen guten Überblick über die Thematik.
Was mich hingegen schon etwas enttäuscht hat, war die Deutschlandlastigkeit am Ende. Anstelle dieses philosophischen und literarischen Ausfluges hätte ich mir einen globalen Überblick gewünscht, wie etwa eine kurze Besprechend der besonderen Aufforstung in Japan, der Krise im brasilianischen Regenwald oder der chinesischen Bemühungen in Sibirien. Natürlich könnte man noch sehr viel schreiben, was jedoch den Rahmen dieses Büchleins sprengen würde. Das ist schon klar, aber nach meinem Empfinden hätte man da etwas Austauschen können.
Fazit: Empfehlenswert.

Auf Amazon zu kaufen:
Der Wald: Natur und Geschichte
Wenn Ihr das Buch über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Film: The Post – Die Verlegerin (2017)

Spielbergs Standardrezept. Wie immer gelungen.
Historisch / Drama mit Meryl Streep von Steven Spielberg. 117 Min.
Inhalt: Katharine Graham (Streep) übernimmt nach dem Tod ihres Mannes den Posten als Chefin der renommierten Washington Post und Vorstandsvorsitzenden des Verlages. Dies ist in dem von Männern dominierten Vorstand keine leichte Aufgabe, und anfänglich bringt sie in den Sitzungen kein Wort heraus. Im Jahr 1971 landen geheime und brisante Informationen auf dem Schreibtisch von Ben Bradlee (Tom Hanks), dem Chefredakteur der Washington Post. Es geht in den von einem Pentagon-Mitarbeiter kopierten Unterlagen um die Verschleierung von Informationen darüber, dass der Vietnam-Krieg aus anderen als den bislang bekannten Gründen begonnen wurde und nicht zu gewinnen sei. Dies hatten der amtierende Präsident und seine drei Vorgänger stets verschwiegen. Die Verantwortlichen der Washington Post stehen nun vor der Entscheidung, ob sie den Inhalt dieser Papiere und damit den Skandal öffentlich machen und von der gezielten Desinformation berichten sollen oder nicht.
Wer schon ein paar Historiendramen von Spielberg gesehen hat, z.B. Bridge of Spies – Der Unterhändler, der weiß schon ungefähr, was einen erwartet: Der ganze Flair, die Verhaltensweisen und Gedankenwelt jener Epoche werden wunderbar eingefangen. Die Story selbst ist durchaus spannend, aber es braucht einen guten Geschichtenerzähler wie Spielberg und charismatische Schauspieler wie Streep und Hanks, um diese Spannung auch zu vermitteln.
Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass Spielberg für sich ein Rezept entwickelt hat, das er jedem Stoff überstülpen kann, um damit aus einem noch so trockenen Plot eine spannende Geschichte zu machen. Und so lange er das Publikum damit erfolgreich unterhält, ist ja auch nichts Verkehrtes daran.
Fazit: Empfehlenswert.

Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Gedankensprung: Anime-Update Winter ’19

Diesmal gab es nur zwei neue Serien für mich, alles andere war eine Fortsetzung, aber das muss ja nicht immer schlecht sein.

Mein Liebling war, da gibt es keinen Zweifel, Kaze ga Tsuyoku Fuiteiru, das Lauf-Anime, das direkt aus der letzten Herbststaffel weiterging. Die Charaktere, die Emotionen und die Animationen waren einfach fantastisch. Dazu bietet die Serie auch noch einen wunderbaren Abschluss.

Auf Platz zwei und drei folgen die beiden neuen Serien. Zunächst Dororo, ein cooles Dämonen / Samurai Anime, das im mittelalterlichen Japan spielt. Ein spannender Plot und gelungene Animationen garantieren eine gute Unterhaltung. Der namensgebende Charakter ist zwar etwas platt, aber dafür ist der Rest gut ausgearbeitet. Diese Serie läuft im Frühling direkt weiter und ich freue mich schon sehr darauf.

Danach folgt Kouya no Kotobuki Hikoutai, welches in einer Steam Punk Wüstenwelt angesiedelt ist. Ein spannender Plot und interessante Wendungen garantieren gute Unterhaltung. Das beste an der Serie aber sind die Flugzeugkämpfe. Während die Charaktere leider mit schlechtem CGI animiert sind, schauen die Propellerflugzeuge, die an jenen des zweiten Weltkriegs angelehnt sind, einfach super aus. Und die Flugzeugkämpfe in luftigen Höhen sind fantastisch gestaltet und ziehen einen ab der ersten Folge in ihren Bann.

Neben dem Lauf-Anime liefen noch drei weitere Serien direkt aus der letzten Herbststaffel weiter, nämlich Hinomaruzumou, das Sumo-Anime, Tensei shitara Slime Datta Ken, das Schleim-Anime, und Sword Art Online 3, das Virtual Reality – Anime. Während das Sumo-Anime sich toll weiterentwickelte, mir viel Spaß bereitete und einen guten Abschluss bot, stürzten die anderen beiden Serien qualitativ extrem ab. Für beide Serien gilt: Potenzial verschenkt!
Zu Sword Art Online sei nochmal erinnert, dass ich im Update zur letzten Herbststaffel ausführlich über das gesamte Franchise geschrieben habe. Die gesamte Serie ist echt super und der Film bietet einen tollen Abschluss. Diese dritte Staffel hier ist extrem schlecht und kann getrost ignoriert werden.

Kakegurui XX kehrte mit der zweiten Staffel zurück und bot all das, was man im Original toll fand, also eine gelungene Fortsetzung. Nur haben wir hier im Unterschied zur ersten Staffel ein offenes Ende und müssen jetzt auf die dritte Staffel warten. Aber wenn die genauso gut wird, habe ich kein Problem damit.

Ebenfalls starteten diesmal drei Serien, deren Manga-Version ich lese, nämlich Tate no Yuusha no Nariagari, Kaguya-sama wa Kokurasetai: Tensai-tachi no Renai Zunousen und Yakusoku no Neverland. Ich habe in allen drei kurz reingeschaut und muss sagen, dass mich die Produktionsqualität überzeugt hat. Ich habe sie jedoch nicht weiter verfolgt, weil ich ja die Mangas lese. Dennoch kann ich für alle drei Serien nur eine Empfehlung aussprechen. Und wie bekannt lese ich auch weiterhin die Mangas zu den Serien One Piece, Boruto, Fairy Tail und Black Clover, schaue diese also nicht, bzw. sehr sporadisch.

Neben diesen aktuellen Serien habe ich auch Zeit gefunden, einige ältere zu schauen:
Megalo Box ist, wie der Name vermuten lässt, ein Box-Anime. Es spielt einige Jahrzehnte in der Zukunft, wenn die Boxer allesamt technische Hilfsmittel tragen, um die Kämpfe brutaler werden zu lassen. Interessante Charaktere, viele Emotionen, ein spannend abgeschlossener Plot und toll animierte Boxkämpfe liefern gute Unterhaltung.
Baby Steps ist ein tolles Tennis-Anime und bietet aus den selben Gründen wie das Box-Anime gute Unterhaltung. Die zweite Staffel schließt jedoch mit einem offenen Ende ab, weshalb ich jetzt das entsprechende Manga lese. Vielleicht kommt ja eine dritte Staffel, genug Material im Manga gäbe es.
Nisemonogatari ist die Fortsetzung des fantastischen Bakemonogatari, jedoch ein extremer qualitativer Absturz. Das hat mich derart enttäuscht zurück gelassen, dass ich keine Lust mehr habe, mich weiterhin mit dem Franchise zu beschäftigen.

Ausblick auf den Frühling 2019:
Viele der angekündigten Serien klingen vielversprechend. Speziell RobiHachi interessiert mich, denn das verspricht eine interessante Space Opera zu werden. Am meisten freue ich mich aber auf One Punch Man 2nd Season. Ebenfalls aufgefallen sind mir Kimetsu no Yaiba, Fairy Gone, Shoumetsu Toshi, Senryuu Shoujo, Kono Oto Tomare!, Kono Yo no Hate de Koi wo Utau Shoujo YU-NO, Gunjou no Magmel und Bakumatsu: Crisis.
Außerdem kommt mit Kenja no Mago eine weitere Serie, deren Manga ich lese und welches ich nur empfehlen kann.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Spiel: Forbidden Sky (Schmidt Spiele)

Nettes kooperatives Spiel für Zwischendurch mit coolem Material.
Von Matt Leacock (ca. 60 Min.; 2-5 Spieler)
Wer bereits die ersten beiden Spiele dieser Trilogie kennt, also Forbidden Island und Forbidden Desert, wird sich auch hier rasch zurechtfinden. Doch auch ohne dieses Vorwissen wird man Dank der verständlichen Regeln und des geringen, übersichtlichen Materials schnell losstarten können.
Wir wollen in diesem Spiel also von einer fliegenden Atmosphärenstation flüchten, die dabei ist, nach einem Zwischenfall abzustürzen. Dazu müssen wir gemeinsam Leitungen verlegen, um die Rakete mit Strom zu versorgen, damit wir abhauen können. Die Basis ist dabei ein Plättchen-Lege-Mechanismus, durch den die Station immer größer wird. Beim Legen gilt es einerseits ein paar Regeln zu beachten, andererseits sollte man schauen, sich den Fluchtweg so einfach wie möglich zu machen. Außerdem sollte man Plättchen so aneinanderlegen, dass Verteilerzentren entstehen, über die die Kabel für die Stromversorgung der Rakete gelegt werden können. Als wäre das aber nicht schon komplex genug, wird man ständig von Blitzen und Windböen getroffen, die einem Leben kosten. Man sollte die Plättchen also nicht einfach geradlinig für den Raketenstart legen, sondern ständig auch sichere Bereiche fürs Überleben schaffen.
Mir gefällt das Niveau des Spieles sehr gut. Der effektive Aufbau der Station ist durchaus herausfordernd und man ist auch ständig dem Tode sehr nahe, aber nie am Verzweifeln. Ich mag kooperative Spiele nicht, die super schwer ist und die man erst nach gefühlten 1.000 Anläufen schafft. Das hier, wie auch die ersten beiden Forbidden-Spiele, schafft es, dass man ständig auf dem schmalen Grat zwischen Sieg und Niederlage wandelt. Egal ob man gewinnt oder verliert, es ist fast immer eine sehr knappe Angelegenheit.
Auch wenn mir das Thema gefällt, geht es im Spiel selbst leider verloren. Es ist ein cooles Puzzle, das gut aussieht, aber man hat nie das Gefühl, dass man zwischen den Wolken schwebt. Es könnte auch eine Forschungsstation inmitten eines Tsunami sein oder Ähnliches.
Ebenfalls sehr gut gefällt mir das Material. Die Leitungen bestehen nämlich aus Magneten und am Ende hat man einen realen Stromkreis gebildet, der dazu führt, dass die Rakete wirklich aufleuchtet und Geräusche macht. Manch einer mag enttäuscht zurückbleiben, weil das nur ein sehr kurzer Effekt ist, aber ich find’s trotzdem eine coole Lösung.
Fazit: Empfehlenswert.

Auf Amazon zu kaufen:
Forbidden Sky
Wenn Ihr das Spiel über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Buch: Pohl, Frederik – The Annals of the Heechee (Heechee Saga 4)

Der letzte Band ist der schwächste Band.
Inhalt: Bob Broadhead, der inzwischen nur noch in der Datensphäre lebt, versucht die Menschheit auf den Feind vorzubereiten, um dann eine böse, aber irgendwie gute Überraschung zu erleben.
Das Problem bei diesem Buch ist, dass es einige sehr lange langatmige Szenen hat, sowie Szenen, die weder zur Atmosphäre noch zum Plot beitragen, sondern anscheinend nur als Seitenfüller da sind. Das lässt natürlich einen schlechten Beigeschmack zurück, was schade ist, denn eigentlich ist der Plot sehr interessant und das Ende äußert ausgeklügelt und durchaus zufriedenstellend. Aber da dies der letzte Band ist und die meisten Leser eh nur schnell wissen wollen, wie es ausgeht, sind diese Schwächen hier zwar ärgerlich, aber nicht schlimm. Wäre der erste Band hingegen so geschrieben worden, weiß ich nicht, ob ich die Folgebände so schnell zur Hand genommen hätte.
Fazit: Die gesamte Heechee-Saga ist sehr zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Annals of the Heechee (Heechee Saga, Band 4)
Wenn Ihr das Buch über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen