Spiel: Curses & Covens (One Thousand Rats)

Taktisches Memory.
Von Samara Jethwa und David Walsh (ca. 10-20 Min.; 4-6 Spieler)
Curses & Covens ist ein Spiel, in dem einer gegen den Rest antritt. Ein Spieler schlüpft in die Rolle des Hexenjägers, während die anderen Spieler als einfache Bewohner die freundlichen Hexen beschützen. Ziel des Hexenjägers ist es, fünf Hexen zu fangen, während die Bewohner versuchen, einen Hexenzirkel aus drei Hexen derselben Farbe in der Hand eines Spielers zu bilden, um zu gewinnen.
Curses & Covens wirkt auf den ersten Blick thematisch reizvoll und setzt mit seinem Hexen-und-Magie-Motiv optisch Akzente, doch das Spielerlebnis selbst bleibt eher durchwachsen. Die Mischung aus Bluff, Deduktion und Rollenversteckspiel ist grundsätzlich interessant, doch besonders in der Spielpraxis fällt auf, dass sich der Ablauf häufig wenig organisch anfühlt. Die begrenzte Kommunikation zwischen den Mitspielern sorgt eher für Zufall als für echte strategische Tiefe, was das gemeinsame Planen und Bluffen erschwert und bei manchen Runden eher Frust als Spannung erzeugt.
Zwar sind Artwork und Komponenten ansprechend gestaltet und tragen ein stimmiges Fantasy-Flair, doch hinter der hübschen Oberfläche versteckt sich ein Spiel, dessen Mechaniken nicht immer sauber greifen und das weniger Variation bietet als erhofft. Nach mehreren Partien fällt auf, dass sich viele Situationen stark ähneln.
Insgesamt bleibt Curses & Covens ein Ansatz mit Potenzial, der allerdings in der Umsetzung zu oft an offenem Zufall und holpriger Interaktion krankt, sodass er im Kreis von Vielspielern eher gemischte Gefühle hinterlässt.
Fazit: Kann probiert werden.

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Buch: Ernesti, Jörg – Die Päpste. Von der Antike bis zur Gegenwart

Interessanter Überblick.
Jörg Ernesti bietet mit Die Päpste einen kompakten und anschaulichen Überblick über die Entwicklung des Papsttums von seinen Anfängen in der Antike bis in die Gegenwart. Statt eine schlichte Aneinanderreihung von Biografien zu liefern, zeichnet der erfahrene Kirchenhistoriker herausragende Stationen dieses uralten Amtes nach und erklärt, wie aus dem frühen Bischof von Rom im Lauf der Geschichte eine politisch und kulturell einflussreiche sowie moralisch viel beachtete Institution wurde. Überaus spannend habe ich dabei die Ausführungen zum Übergang zwischen legendenhaften Anfängen und historischer Realität gefunden.
Das Buch hat eine klare Struktur und thematische Gliederung, die Epochen wie das Mittelalter, die Neuzeit oder Herausforderungen des 20. und 21. Jahrhunderts übersichtlich vermittelt. Besonders hilfreich sind die Kapitel über Macht und Wandel des Papsttums, die in kompakter Form die komplexen politischen und geistlichen Aspekte verständlich machen. Schön ist dabei auch zu lesen, wie im abschließenden Kapitel „Ausblick“ Kritik am Papsttum angebracht und Wünsche geäußert werden.
Gleichzeitig darf man kein tief wissenschaftliches Monstrum erwarten. Auf rund 128 Seiten bleibt die Darstellung trotz fundierter Sachkenntnis eher ein Überblickswerk und richtet sich an Leserinnen und Leser, die einen informativen Einstieg in die Geschichte der Päpste suchen, statt an Fachhistoriker. Insgesamt gelingt Ernesti ein zugänglicher und gut strukturierter Blick auf eine der einflussreichsten Institutionen der Weltgeschichte.
Einen Kritikpunkt habe ich aber noch. Trotz des kleinen Formats dieses Büchleins hätte ich mir dennoch eine vollständige Auflistung sämtlicher Päpste gewünscht. Wo sonst als in so einem Buch sollte man eine solche Liste finden?
Fazit: Empfehlenswert.

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Ernesti, Jörg – Die Päpste. Von der Antike bis zur Gegenwart
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Das Buch wurde dankenswerterweise vom Verlag zu Verfügung gestellt.
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Serie: Fallout – Staffel 2

Schon cool, aber irgendwie nicht mehr so gut.
Die zweite Staffel von Fallout setzt das postapokalyptische Drama von Amazon Prime Video fort und führt die Figuren Lucy, den Ghoul und Maximus weiter durch ein raues Ödland, das diesmal stark von den ikonischen Schauplätzen aus dem Fallout: New Vegas-Universum geprägt ist. Die Produktion punktet erneut mit opulentem Worldbuilding, spannenden Situationen und starken Leistungen der Darsteller.
Gleichzeitig wirkt Staffel 2 jedoch strukturell nicht ganz so fokussiert wie die erste. Die Erzählung entfaltet sich über mehrere Episoden stärker episodisch und es entsteht mitunter das Gefühl, dass viele Szenen und Handlungsbögen eher darauf abzielen, den Grundstein für die kommende dritte Staffel vorzubereiten, statt einen in sich abgeschlossenen Bogen zu liefern. Dadurch bleibt die Spannung teils diffuser und die Entwicklung einzelner Figuren und Beziehungen weniger stringent als in der ersten Staffel, die sehr straff und packend war.
Insgesamt bietet die zweite Staffel weiterhin hochwertige Unterhaltung in einer kreativen Welt und mit einer hohen Produktionsqualität, ist aber erzählerisch nicht ganz so stark wie ihr Vorgänger und fühlt sich an einigen Stellen wie eine Übergangsstaffel an, die auf kommende Ereignisse hinführt. Da sich aber die dritte Staffel bereits in Produktion befindet, ist der Cliffhanger hier am Ende nicht so schwerwiegend.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: The Wrecking Crew (2026)

Nett.
Action/Komödie mit Jason Momoa von Ángel Manuel Soto. 122 Min.
Inhalt: Zwei ungleiche Brüder müssen zusammenarbeiten, um eine gefährliche Verschwörung aufzudecken.
The Wrecking Crew ist eine actiongeladene Buddy-Actionkomödie mit Jason Momoa und Dave Bautista, die als entfremdete Halbbrüder nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters in ein branchentypisches Konspirations- und Kampfgetümmel geraten. Die Inszenierung punktet vor allem visuell. Das hawaiianische Setting und die Kameraführung stechen ins Auge und sorgen zwischendurch für eindrucksvolle Bilder, selbst wenn sie nicht immer organisch wirken und teils künstlich erscheinen. Statt es aber bei dem zu belassen, was funktioniert, wurden zwischendurch noch unnötige, billige, hässliche CGI-Szenen eingebaut.
Inhaltlich bewegt sich der Film in bekannten Genreterritorien und bedient klassische Action-Motivationen, was Fans temporeicher Action unterhalten kann, aber wenig überraschend bleibt. Drehbuch und Story bieten nur begrenzte Tiefe, viele Wendungen wirken vorhersehbar, und die emotionale Balance zwischen Humor, Drama und Familienkonflikt bleibt unausgegoren. Viele Szenen setzen stark auf rohe Gewalt, die punktuell unnötig brutal wirkt und nicht immer zur Geschichte beiträgt, sondern eher zum „R-Rating“ als zur erzählerischen Logik.
Die Darstellungen der beiden Hauptdarsteller variieren je nach Szene. Während Momoa gelegentlich Energie in die Rolle bringt, wirkt Bautistas Leistung durch das schwache Drehbuch wenig nuanciert und farblos. Insgesamt ist The Wrecking Crew ein actionreiches Streaming-Vergnügen mit starkem visuellen Auftritt, dessen erzählerische und dramaturgische Schwächen aber spürbar bleiben.
Meiner Meinung nach hätte man einfach im finalen Cut sämstliche CGI- und R-Rated-Szenen entfernen sollen. Das hätte nämlich die dünne Story in keinster Weise beschnitten und dem Film sehr gut getan. So aber wird außer erwachsenen Actionfans, die einen Abend unter der Woche füllen wollen, niemand diesem Film hier irgendwas abgewinnen können.
Fazit: Kann probiert werden.

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Top 10 Update

Wie jedes Jahr habe ich mich also auch jetzt wieder mal hingesetzt, um meine diversen Top 10 Listen zu aktualisieren:

Meine 10 Lieblingsfilme
Meine 10 Lieblingsserien
Meine 10 Lieblingsbücher
Meine 10 Lieblingsspiele
Meine 10 Lieblings-Animeserien
Meine 10 Lieblingscomputerspiele
Meine Top 10 Sci-Fi Filme / Serien / Bücher

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Spiel: Heat – Pedal to the Metal (Days of Wonder)

Spannendes Autorennen.
Von Asger Aleksandrov Granerud und Daniel Skjold Pedersen (ca. 30-60 Min.; 1-6 Spieler)
Heat: Pedal to the Metal basiert auf einer einfachen und intuitiven Steuerung (Deck Building) und versetzt die Spieler in packende Autorennen. Sie kämpfen um die beste Position, um als Erste die Ziellinie zu überqueren, und müssen dabei die Geschwindigkeit ihres Wagens im Auge behalten, um eine Überhitzung zu vermeiden. Die richtigen Upgrades helfen ihnen, die Kurven optimal zu nutzen und den Motor kühl zu halten, um Höchstgeschwindigkeiten zu erreichen. Kartenglück und taktisches Manövrieren sind der Schlüssel zum Sieg.
Heat: Pedal to the Metal ist ein mitreißendes Rennspiel, das mit seinem klaren Hand-Management-Mechanismus den Nervenkitzel klassischer Autorennen gekonnt auf den Spieltisch bringt und sowohl Neulinge als auch erfahrene Spieler begeistert. Das intuitive System, bei dem man Karten spielt, um Geschwindigkeit und Hitze seines Boliden auszubalancieren, sorgt für flüssige Partien, in denen jede Entscheidung zählt und das Rennen spürbar dynamisch voranschreitet. Besonders die thematische Umsetzung mit liebevoll gestalteten Komponenten und Rennstrecken verbindet strategisches Denken mit echter Rennatmosphäre. Die enthaltenen Module und der Championship-Modus erweitern das Grundspiel sinnvoll und bieten Abwechslung über mehrere Partien hinweg, was dem Spiel eine hohe Langzeitmotivation verleiht. Ob als lockeres Einzelrennen zwischendurch oder in der Saison-Variante, Heat überrascht mit Spannung, leicht verständlichen Regeln und einem echten Nervenkitzel, das am Ende jedes Rennens Lust auf die nächste Runde macht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Lustiges Taschenbuch Mystery 01

Toller Start einer interessanten Reihe.

©2026 Egmont Ehapa Media/Disney

Neues Jahr, neue Lustige Taschenbücher. Eine der neuen Serien ist dabei Lustiges Taschenbuch Mystery, wo wir in jedem Band Geschichten finden, die sich mit paranormalen Phänomenen, mystischen Gestalten und unerklärlichen Ereignissen beschäftigen. Mein Sohn war sofort Feuer und Flamme dafür und hat diesen ersten Band direkt durchgelesen und der ist jetzt seit einer Woche seine Abendlektüre.
Vorweg gleich mal die relevanten Zahlen für echte Fans: Der Band enthält 14 Geschichten und davon sind 5 deutsche Erstveröffentlichungen. Also genug neues Lesefutter auch für langjährige LTB Sammler.
Zumindest hier im ersten Teil fällt mir positiv auf, dass die Geschichten wirklich zum Thema dieser LTB-Serie passen. Es sind hier viele Geschichten abgedruckt, die sich mit Mysterien befassen, welche tatsächlich auch im realen Leben häufig diskutiert werden, wie etwa das Monster von Loch Ness, welches sich sogar auf dem Titelbild befindet, Atlantis, Kornkreise oder Außerirdische. Aber natürlich gibt es auch einige Mysterien, die in der Welt von Entenhausen neu erfunden worden sind.
Mein persönlich Highlight ist die Geschichte Tanz auf Thira (geschrieben von Augusto Macchetto und gezeichnet von Roberto Vian), in welcher Indiana Goof das Geheimnis um den Vulkanausbruch auf der griechischen Insel Santorini lüftet. Dieses Abenteuer ist nicht nur spannend, witzig und großartig gezeichnet, sondern es bietet auch eine historisch realistische Theorie, was wieder mal die schriftstellerische Qualität untermalt, mit der Entenhausen-Comics geschrieben werden.
Ebenfalls besonders gut gefallen hat mir Die Nacht der Erpeliden (geschrieben von Bruno Enna und gezeichnet von Stefano Turconi), in welcher der junge Donald auf Oma Ducks Bauernhof versucht Außerirdische zu finden. Es entsteht dabei eine lustige, chaotische Verwechslungsgeschichte.
Speziell möchte ich zum Schluss noch die Geschichte Unentdeckte Meereswelten hervorheben (geschrieben und gezeichnet von Casty), in welcher Micky Maus eine verborgende Welt in den Tiefen des Ozeans entdeckt. Dabei ist die Geschichte selbst jetzt nicht besonders spannend, aber die Zeichnungen sind eine Pracht. Ich bin in diese Bilder regelrecht eingetaucht, bin in den Details versunken und habe mich darin verloren.
Aber auch die anderen Geschichten sind lesenswert und haben mich gut unterhalten. Insgesamt muss ich sagen, dass mir der erste Band dieser neuen Reihe sehr gut gefallen hat und ich mich schon sehr darauf freue, den nächsten in zwei Monaten in der Hand zu halten.
Fazit: Für Mystery und Entenhausen Fans sehr zu empfehlen.

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Film: What We Left Behind – Looking Back at Star Trek: Deep Space Nine (Dokumentation 2018)

Nostalgie pur.
Dokumentation von Ira Steven Behr und David Zappone. 116 Min.
Der Dokumentarfilm What We Left Behind: Looking Back at Star Trek: Deep Space Nine ist eine liebevolle und inspirierende Würdigung einer der mutigsten Serien im Star Trek Universum, die weit mehr bietet als nur nostalgische Rückblicke. Mit aufrichtigen und teils tief bewegenden Interviews mit der Besetzung und dem kreativen Team bringt der Film die Leidenschaft und den Geist von Deep Space Nine eindrucksvoll auf den Bildschirm und zeigt, wie sehr diese Serie über Jahre hinweg Fans berührt hat. Die Reminiszenzen an ikonische Momente und die Einblicke hinter die Kulissen lassen einen die Charaktere und ihre Geschichten noch einmal neu schätzen und machen deutlich, warum DS9 auch Jahrzehnte nach dem Ende der Ausstrahlung nichts von seiner Bedeutung verloren hat. Für alle Trekkies und Freunde guter Dokumentationen ist dieser Film eine lohnende, unterhaltsame und emotionale Reise.
Besonders gefallen hat mir, wie sie für diese Dokumentation einen Autorenraum rekonstruiert und eine hypothetische Pilotfolge für eine fiktive achte Staffel geschrieben haben, was einen wunderbaren Einblick in die Arbeitsprozesse bei so einer Serie gibt. Dann haben sie diese spontan ersonnene Episode auch noch großartig animiert, als hätte man hier in der Dokumentation tatsächlich eine Fortsetzung der Serie erhalten.
Für DS9 Fans ist noch interessant zu erwähnen, dass während des Corona Lockdowns einige Schauspieler dieser Serie sich online zusammengeschlossen haben und mit Alone Together: A DS9 Companion die Geschichte von DS9 weitererzählt haben. Konkret haben sie, basierend auf der Episode, die in dieser Dokumentation hier entstanden ist, Drehbücher für eine ganze neue Staffel geschrieben und dann wie bei einem Hörspiel vorgelesen, nur dass es mit Video aufgezeichnet wurde.
Fazit: Für Fans sehr zu empfehlen.

Hier die Links zu
>>What We Left Behind: Looking Back at Star Trek: Deep Space Nine<<
>>Alone Together: A DS9 Companion<<

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Gedankensprung: Manga-Update 01/2026

Ein weiteres Jahr ist vergangen und erneut möchte ich berichten, wie es mit meiner Manga-Lektüre ausschaut. Zu all den Mangas und Webtoons, die ich bereits seit mehreren Jahren verfolge, hat sich im letzten genau eins dazugesellt, welches ich hier kurz präsentieren möchte. Aber dafür haben einige der Serien, die ich über die Jahre verfolgt habe, ihr Ende gefunden, bzw. habe ich sie in diesem Jahr zu Ende gelesen, was nicht unerwähnt bleiben soll.

Neu zu meiner Leseliste hinzugekommen ist SSS-Class Suicide Hunter (Webtoon). Kim Gong-ja lebt in einer Welt, in der Jäger einen Turm erklimmen, um Monster zu besiegen. Zufällig erhält er eine besondere Fähigkeit: Stirbt er, kann er die Zeit um 24 Stunden zurückdrehen und die Fähigkeiten seines Mörders kopieren. Durch unzählige Tode nutzt er diese Macht, um stärker zu werden, Fehler zu korrigieren und den Turm zu bezwingen, während er sich zunehmend mit Moral, Schuld und dem Wert von Leben auseinandersetzen muss.
Es ist ein überraschend tiefgründiger Webtoon, der ein scheinbar simples Power-Fantasy-Setup nutzt, um Themen wie Reue, Verantwortung und Erlösung zu erkunden. Die Charakterentwicklung ist stark und emotional, die Story wird mit zunehmender Länge immer reflektierter. Gute Balance aus Action, Drama und Meta-Elementen; stellenweise etwas dialoglastig, aber insgesamt sehr empfehlenswert.

Beendet:
My Dress-Up Darling (Manga; Japanisch Sono Bisuku Dōru wa Koi o Suru) ist nach sieben Jahren und einer erfolgreichen Animeadaption zu Ende gegangen. Die Serie hat damals sehr interessant mit tollen Einblicken in die Cosplayer-Szene begonnen, sich dann aber teilweise nervig in die Länge gezogen mit unnötigen emotionalen Dramen. Dafür gab es dann ein schönes, zufriedenstellendes Ende.

The Gamer (Webtoon) ist nach neun Jahren zu Ende gegangen. Han Jee-Han entdeckt plötzlich, dass er die Welt wie ein Videospiel wahrnimmt. Mit Statusfenstern, Skills, Quests und Level-Ups. Diese Fähigkeit zieht ihn in eine verborgene Welt voller Magier, Monster und Gilden hinein. Während er stärker wird, muss er lernen, mit den Gefahren und Konsequenzen dieser neuen Realität umzugehen.
The Gamer punktet mit einer kreativen Game-Mechanik und stetiger Entwicklung, was Fans von Level-Systemen viel Spaß macht. Die Welt ist umfangreich und ideenreich, leidet jedoch stellenweise unter repetitivem Storytelling und langsamer Charakterentwicklung. Insgesamt ein unterhaltsamer, aber eher komfortabler Power-Fantasy-Webtoon, mit einem ordentlichen Abschluss.

A Returner’s Magic Should Be Special (Webtoon) ist nach sieben Jahren und einer erfolgreichen Animeadaption zu Ende gegangen. Desir Arman lebt in einer Welt, die von gefährlichen „Shadow Worlds“ bedroht wird. Nachdem die Menschheit im finalen Kampf beinahe ausgelöscht wird, reist Desir kurz vor seinem Tod in die Vergangenheit zurück, in seine Zeit als Magieschüler. Mit seinem Wissen aus der Zukunft versucht er, seine Kameraden zu retten, Katastrophen zu verhindern und das Schicksal der Welt zu ändern.
Der Webtoon überzeugt durch ein solides Time-Reset-Konzept und starken Fokus auf Strategie statt reine Übermacht. Besonders die Teamdynamik und Desirs pragmatische, verantwortungsvolle Art stechen hervor. Zwar folgt die Story bekannten Genre-Mustern, bleibt aber durch gute Charakterarbeit und taktische Kämpfe durchgehend spannend, mit einem ordentlichen Abschluss.

Dr. Stone (Manga) ist nach fünf Jahren und einer erfolgreichen Animeadaption zu Ende gegangen. Nach einem mysteriösen Ereignis versteinert die gesamte Menschheit. Tausende Jahre später erwacht der geniale Schüler Senku und beschließt, die Zivilisation mit Hilfe von Wissenschaft von Grund auf neu aufzubauen. Mit Experimenten, Erfindungen und Verbündeten kämpft er gegen Zeit, Natur und ideologische Gegenspieler.
Dr. Stone ist ein origineller, lehrreicher Manga, der Wissenschaft spannend und zugänglich macht. Senkus rationaler Optimismus, kreative Problemlösungen und das einzigartige Setting heben die Serie klar von typischen Shōnen ab. Gelegentlich wirken Erklärungen etwas lang, doch insgesamt ist es eine erfrischende, motivierende und sehr unterhaltsame Reihe, mit einem ordentlichen Abschluss.

Weak Hero (Webtoon) ist nach fünf Jahren zu Ende gegangen. Die Geschichte folgt dem scheinbar schwachen, introvertierten Schüler Gray Yeon, der an einer brutalen Schulumgebung landet. Obwohl er körperlich unterlegen ist, besiegt er Gegner durch Intelligenz, Strategie und psychologisches Kalkül. Im Verlauf der Geschichte bilden sich fragile Freundschaften, während Gewalt, Mobbing und Machtstrukturen immer weiter eskalieren.
Ein ungewöhnlicher Protagonist, clever inszenierte Kämpfe sowie düstere Darstellung von Schulgewalt tragen den Plot. Die Spannung entsteht weniger durch Stärke als durch Taktik. Es ist insgesamt ein packender, ernster Webtoon, der sich deutlich von typischen Action- oder Schulgeschichten abhebt, mit einem ordentlichen Abschluss.

Tomb Raider King (Webtoon) ist nach vier Jahren zu Ende gegangen. In einer nahen Zukunft erscheinen plötzlich überall auf der Welt mysteriöse Grabstätten, die alte Relikte mit übernatürlichen Kräften enthalten. Diese Relikte verleihen ihrem Besitzer starke Fähigkeiten und machen sie zu begehrten Objekten mächtiger Gruppen. Seo Joo-Heon, ein Grabräuber, wird von seinem Arbeitgeber verraten und tödlich verletzt, doch statt zu sterben, findet er sich 15 Jahre in der Vergangenheit wieder, bevor die Relikte und Gräber aufgetaucht sind. Mit seinem Wissen über die Zukunft und seiner Erfahrung aus zahllosen gefährlichen Missionen versucht er, alle wichtigen Relikte zuerst zu erlangen und zum König der Tomb Raider („Tomb Raider King“) aufzusteigen.
Tomb Raider King ist ein unterhaltsamer Action-Fantasy-Webtoon mit spannendem Grundkonzept, der besonders in den frühen Kapiteln überzeugt. Leser, die Abenteuer mit vielen Relikten, Kämpfen und Weltentdeckung mögen, finden hier viel Stoff. Allerdings ist er nicht für jeden perfekt. Besonders wer starke Charakterentwicklung und konstantes Storytelling schätzt, kann zwischendurch Längen empfinden. Mit einem ordentlichen Abschluss.

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Spiel: Krakel Orakel (frechverlag)

Lustiges Linien-Wirrwarr.
Von Die 7 Bazis (ca. 30 Min.; 2-8 Spieler)
Krakel Orakel ist ein kooperatives Party- und Familienspiel, das sich bewusst als „Zeichenspiel für alle, die nicht zeichnen können“ versteht und diesen Anspruch mit einem ungewöhnlichen Konzept einlöst: Statt frei zu malen, besteht die Aufgabe darin, vorgegebene Begriffe auf abwischbaren Tafeln nach vorgezeichneten, scheinbar wirren Punkten und Linien darzustellen, sodass die Mitspieler sie später erraten.
Die Regeln sind einfach und der Einstieg schnell geschafft, was das Spiel zu einer zugänglichen Option für größere Runden und generationsübergreifende Spielgruppen macht. Viele Spielerinnen und Spieler empfinden die Mischung aus Zufall, Kreativität und Gruppendynamik als unterhaltsam, und die vorgedruckten Linien geben selbst zeichnungsscheuen Teilnehmern einen Ansatzpunkt.
Gleichzeitig bleibt der Reiz stark von der Gruppe und dem gemeinsamen Erlebnis abhängig. Ohne lebhafte Mitspieler kann das Zeichnen und Raten weniger packend wirken, und bei voller Besetzung kann es leicht unübersichtlich werden.
Insgesamt bietet Krakel Orakel ein leichtes, kommunikatives Spielgefühl, das weniger durch strategische Tiefe als durch spontanen Austausch und Lachen lebt.
Fazit: Empfehlenswert.

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