Gedankensprung: Anime-Update Winter ’20

Diese Staffel stand ganz im Zeichen der Kreativität. Selten gab es so viele Serien gleichzeitig mit innovativen Ideen und neuartigen Konzepten. War wirklich toll zu schauen.

Über das Top-Anime dieser Staffel, Ishuzoku Reviewers, darf ich leider keine weiteren Worte verlieren und Bilder sowieso keine zeigen. Empfehlen kann ich es aber allemal. Viel Spaß damit!

ID:Invaded ist eine coole Detektiv-Serie, die eine Mischung aus Inception und Minority Report zu sein scheint. Ein Detektiv taucht ins Unterbewusstsein von Serienmördern ein, um dadurch Kriminalfälle zu lösen. Es ist aber eine spannende zusammenhängende Geschichte, denn es stellt sich heraus, dass die Morde zusammenhängen. Außerdem ist die Serie sehr gut abgeschlossen, also absolut zu empfehlen.

Itai no wa Iya nano de Bougyoryoku ni Kyokufuri ist ein witziges und süßes Anime um ein Mädchen, das in eine Virtuelle Realität eintaucht und ein Fantasy-Computerspiel spielt. Weil sie aber am Anfang Angst hat und unsicher ist, steckt sie sämtliche Punkt in Verteidigung, was dann im Laufe der Serie immer wieder zu sehr witzigen Momenten führt. Das Tolle an der Serie ist aber auch die Kreativität, mit der die verschiedenen Levels des Computerspiels erstellt worden sind. Und ein weiterer großer Pluspunkt: Die Serie ist wunderbar abgeschlossen.

Dorohedoro ist ein weiteres absolut unkonventionelles Anime mit vielen faszinierenden Idee. Es gibt eine Welt, in welcher Magier leben. Diese öffnen immer wieder Tore in eine andere Welt, wo die Menschen keine Magie besitzen. In dieser magielosen Welt benutzen die Magier die Menschen um an ihnen Experimente durchzuführen. Ein solches Opfer bemerkt, dass er durch so ein Experiment seine Erinnerungen verloren hat, aber dabei eine Immunität gegen Magie erhalten hat. Da beginnt sein Abenteuer, die Erinnerungen zurückzuholen und Rache zu nehmen. Aber leider endet die Serie in einem brutalen Cliffhanger und eine zweite Staffel folgt irgendwann.

In Darwin’s Game werden unterschiedliche Personen durch eine App in ein mörderisches Spiel gezogen, in welchem nur der Stärkste überlebt. Durch diese App erhält auch jeder Teilnehmer eine individuelle Spezialfähigkeit, was zu richtig tollen Kämpfen führt. Außerdem wird hier – im Gegensatz zu vielen anderen derartigen Serien – angedeutet, dass es eine Erklärung gibt und es nicht „einfach nur da ist“. Doch leider gibt es keinen Abschluss und eine zweite Staffel folgt irgendwann.

Die vierte Staffel von Boku no Hero Academia lief aus dem Herbst direkt weiter, war aber eine brutale Enttäuschung. Die erste Staffelhälfte im Herbst war richtig toll, aber jetzt die zweite Staffelhälfte war einfach nur langweilig und wirkte so, als hätte man einfach schnell zwölf Füllerepisoden erstellt, weil das Staudio mit etwas anderem beschäftigt war. Zumindest kam in der letzten Episode noch ein richtig toller Kampf, der einen dann am Ende doch noch zufrieden zurücklässt. Damit freue ich mich jedenfalls voll auf die fünfte Staffel.

Und wie bekannt lese ich auch weiterhin die Mangas zu den Serien One Piece, Boruto und Black Clover, schaue diese Animes also nicht, bzw. nur sehr sporadisch.

Neben diesen aktuellen Serien habe ich auch Zeit gefunden, mein Großprojekt, nämlich Gintama zu schauen, weiterzubringen, und habe mein zweites Großprojekt abgeschlossen, nämlich Master Keaton, eine richtig tolle Serie.

Ausblick auf den Frühling 2020:
Zwar läuft vom Winter keine Serie im Frühling direkt weiter, aber laut Vorschau wird es jede Menge Folgestaffeln geben und nur wenige neue Serien. Mein Interesse momentan geweckt haben Kaguya-sama wa Kokurasetai 2nd season, Sword Art Online: Alicization – War of Underworld 2nd Season, Fruits Basket 2nd Season, No Guns Life 2nd Season, Kami no Tou, Yesterday wo Utatte, Appare-Ranman!, Fugou Keiji: Balance:Unlimited, Listeners, Shironeko Project: Zero Chronicle, Kitsutsuki Tanteidokoro, Shin Sakura Taisen the Animation und Koukaku Kidoutai: SAC_2045.

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Spiel: Empires of the North (Pegasus Spiele)

Cooles Engine-Building-Spiel, das überraschend viel Platz braucht.
Von Joanna Kijanka und Ignacy Trzewiczek (ca. 45-90 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem Spiel schlüpfen wir in die Rolle von irgendeinem nordischen Volk und wollen unsere Siedlung ausbauen. Jede Karte repräsentiert dabei ein Bauwerk. Jedes Bauwerk hat Kosten, gibt mir aber auch Funktionen oder sogar Aktionen. Beim ersten Mal wird man davon überrascht, wie viele Gebäude man baut. Das führt zu einer sehr großen Auslage – viel Platz ist für dieses Spiel also nötig. Da die Karten sich aber gegenseitig beeinflussen, was ja das Prinzip eines Engine-Building-Spiels ist, muss man ständig alle im Auge behalten und in der ersten Partie wird man sicher viel übersehen.
Das Spiel läuft, wenn man es einmal durchschaut hat, sehr flüssig mit wenig Downtime. Aufgrund des vielen Materials und der verschiedenen zur Auswahl stehenden Völker ist auch jede Partie anders. Wenn man diese Art von Puzzles mag, also das effiziente Errichten einer Engine, dann ist das ein gutes Spiel.
Fazit: Empfehlenswert.

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Pegasus Spiele – Empires of the North (Portal Games)
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Buch: Moon, Elizabeth – Against the Odds (Serrano Legacy 7 / Esmay Suiza 4)

Geht gleich weiter wie der sechste Band endete, also mies. Aber endlich fertig!
Inhalt: Man versucht dem Reich eine neue Ordnung zu geben und die letzten Reste der Verschwörung ausfindig zu machen.
An sich wäre dieser Band dazu gedacht, sämtliche Handlungsstränge abzuschließen und der Serie ein allumfassendes Finale zu geben. Doch das geht leider schief. Da hier nämlich nur noch „Aufräumarbeiten“ stattfinden, kommt keine richtige Spannung auf, außerdem ist alles sehr langatmig gehalten. Und am Ende wird nicht einmal alles aufgelöst. Schade, aber die letzten drei Bände hätte ich mir schenken können, die waren eine reine Enttäuschung.
Fazit: Wie nun schön öfters gesagt, sind die ersten vier Bände echt toll und absolut empfehlenswert. Außerdem bietet der vierte Band auch einen guten Zeitpunkt, um mit der Geschichte aufzuhören. Die Bände 5 bis 7 hingegen sind zum Vergessen und können absolut nicht empfohlen werden.

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Against the Odds (The Serrano Legacy Book 7) (English Edition)
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Serie: Avenue 5 – Staffel 1

Klamauk im Weltall. Sehr witzig!
Ich möchte vorweg erwähnen, dass ich mir nicht sich bin, ob die erste Staffel schon abgeschlossen ist. Zunächst war die Serie nämlich als Miniserie mit vier Episoden präsentiert worden, doch dann kam eine fünfte Episode und noch eine, bis wir schließlich neun Episoden mit einem brutalen Cliffhanger hatten. Dann kam nichts mehr und es gab auch nirgends irgendwelche Informationen, ob die erste Staffel nun fertig wäre oder nicht. Eine zweite Staffel wurde aber schon angekündigt, also gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass es das gewesen ist.
In der Serie geht es um ein Raumschiffhotel, das in Form einer Kreuzfahrt durch unser Sonnensystem fliegt. Doch plötzlich fällt der Antrieb aus und das Schiff benötigt nun drei Jahre, um zur Erde zurückzukehren.
Was hier wie ein seriöses Drama klingt, ist eigentlich eine richtig witzige Komödie. Hugh Laurie spielt fantastisch den Captain, der eigentlich gar kein Captain ist und der sich ständig mit dem idiotischen Besitzer des Hotels rumschlagen muss. Absurde Situationen und idiotische Entscheidungen führen zu ordentlichem Lachmuskeltraining.
Es gibt einige hartgesottene Kritiker, die meinen, dass das doch gar keine richtige Sci-Fi-Serie sei. Da muss man dann zurückfragen, was ihre Definition von Sci-Fi ist. Vor allem aber muss man sagen: Na und? Das hier ist eine Satire, ein humoristisches Gustostückerl und ob der technische Mambo Jambo nun korrekt ist oder nicht spielt absolut keine Rolle.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Wildlife (2018)

Ohne Geld kein Glück.
Drama mit Carey Mulligan und Jake Gyllenhaal von Paul Dano. 105 Min.
Inhalt: Der 14-jährige Joe ist das einzige Kind einer Hausfrau und eines Golfplatzarbeiters in einer Kleinstadt in Montana. Als ein unkontrollierter Waldbrand in der Gegend ausbricht, schließt sich sein Vater Jerry den Feuerwehrleuten an. Damit lässt er seine Familie zurück um für sich selbt zu sorgen und Joe muss schnell erwachsen werden. Er sieht mit an, wie seine Mutter mit der Abwesenheit seines Vaters und dem Kampf ums tägliche Überleben hadert.
Gerade solche kleine Dramen leben von den schauspielerischen Leistungen und sowohl Carey Mulligan als auch Jake Gyllenhaal spielen hier beide großartig. Ein Mann, der verzweifelt eine Arbeit sucht, um das Leben im Mittelstand zu finanzieren und dabei seinen Stolz nicht verletzen möchte. Eine Frau, die während der monatelangen Abwesenheit ihres Mannes Dinge realisiert, die sich sonst wohl nicht offenbart hätten. Ein Sohn, der eine Last trägt, die man in diesem Alter nicht tragen sollte.
Der Film erzählt eine realistische Geschichte, in die jeder hineinschlittern kann. Das macht es natürlich um so intensiver. Tatsächlich aber bin ich nach dem Ende des Films noch eine Weile dagesessen und habe über die verschiedenen Entscheidungen nachgedacht, die Mutter und Vater getroffen haben. Wann muss man auch mal die eigenen Bedürfnisse über die Familie stellen? Wie viel ist dem Sohn gegenüber fair?
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Picard oder die leidige Frage, was denn eigentlich Star Trek sei

Warum geht es schon wieder um diese Frage? Weil auch das neueste Produkt mit dem Namen Star Trek genau diese Diskussion ausgelöst hat und ich als echter Trekkie natürlich auch meine Meinung dazu äußern möchte.
Bei Star Trek, wie auch bei jedem anderem Franchise, gilt es eine physische und eine metaphysische Ebene zu unterscheiden. Die physische Ebene meint die konkreten Objekte, die metaphysische die Art von Geschichten und deren Erzählweise.
Auf der physischen Ebene, bei der man auch vom Kanon spricht, haben sich eigentlich sämtliche Serien, Filme, Bücher, Comics und Computerspiele immer sehr gut an den Vorgängern orientiert und sie auch weiter ausgebaut. Das einzige Werk, das auf dieser Ebene dem Rest nicht entspricht, ist Star Trek: Discovery, weshalb auch alle ganz legitim sagen, dass das nicht Star Trek sei. Star Trek: Picard hingegen hält sich auf der physischen Ebene voll an den Rest und ist somit ohne Zweifel korrekt in diesem Universum angesiedelt.
Eine andere Diskussion gibt es jedoch auf der metaphysischen Ebene, welche speziell bei Trekkies immer auch schon sehr wichtig war, also Diskussionen um Moral, Ethik und Philosophie. Wegen dieser Ebene bezeichnen viele The Orville als Star Trek Serie, obwohl sie wegen der physischen Ebene eindeutig keine ist.
Was aber hat das mit Star Trek: Picard zu tun? Nun, diese Serie hält sich nicht an die traditionelle metaphysische Star Trek Ebene. Ist sie deswegen keine Star Trek Serie? Tja, da müssen wir den Bogen jetzt schon sehr weit spannen, denn weder die Filme noch die Computerspiele haben je diese metaphysische Ebene beibehalten, wie sie in den Serien und Büchern etabliert worden ist. Aber niemand würde da sagen, dass es nicht Star Trek sei. Warum also sollte man diese Tatsache bei Star Trek: Picard in Frage stellen, dessen physische Ebene sich zweifellos korrekt ins Universum einfügt, wenn man es bei den anderen akzeptiert?
Entweder bin ich ein Purist und entferne den Titel Star Trek noch von vielen anderen Werken, oder ich akzeptiere die Serie Picard als Teil des Star Trek Universums.
Meiner Meinung nach stellt sich die Frage nicht, ob Picard Star Trek sei, sondern die einzige Diskussion sollte sein, ob die Serie gut ist.

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Spiel: Newton (Cranio Creations)

Super! Genau meine Art Spiel.
Von Simone Luciani und Nestore Mangone (ca. 90 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem Strategiespiel schlüpfen wir in die Rolle von Wissenschaftlern des 17. Jahrhunderts und versuchen auf verschiedenen Wegen unseren Ruhm zu vermehren und als größter Wissenschaftler aller Zeiten in den Annalen einzugehen. Dazu spielen wir in jedem Zug eine Karte aus und das darauf abgebildete Symbol gibt an, welche Aktion wir ausführen dürfen: Mit der Figur in Europa reisen; In einem der Fachbereiche Forschung betreiben; Lehren, um Geld zu verdienen; Eine neue Karte holen; Die persönliche Bibliothek für Ruhmespunkte ausstatten. Das spannende ist nun, dass diese fünf Aktionsbereiche symbiotisch aufgebaut sind, d.h., dass man etwa mit einer Aktion einen Bonus bekommt, der eine andere Aktion stärkt. Es gilt also sich jede Runde eine taktisch kluge Abfolge der Aktionen zu überlegen. Oder man fokussiert voll auf eine Aktion und holt dort das Maximum an Punkten raus. Es gibt also verschiedene Strategien.
Das hier ist ein sehr strategisches und spannendes Spiel, bei dem Überraschungen auf der Punkteleiste ständig vorkommen, da Geheimaufträge erfüllt werden oder Zielfelder erreichen werden, auf denen es zu Wertungen kommt. Doch um so ein Zielfeld betreten zu dürfen, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Man muss sich also bereits zu Spielbeginn entscheiden, wo man am Ende stehen möchte und die Aktionen derart ausführen, dass das vorbereitet ist. In dem Sinne ist das Spiel auch schwierig, denn es verzeiht keine Fehler. Wenn du eine Runde schlecht spielst, fällst du zurück und wenn du dann am Ende ein Zielfeld doch nicht betreten kannst, ist das durchaus siegentscheidend.
Mir gefällt das Spiel sehr gut. Man kann toll darin versinken und die Zeit vergeht dann wie im Flug. Ja, ein Fehler ist gravierend und frustrierend, aber kaum einer spielt fehlerlos und so hält sich das übers ganze Spiel hinweg die Waage. Außerdem sind die Züge sehr schnell, es gibt kaum Downtime und sehr wenig Zufall.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Cranio Creations – Newton
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Buch: Moon, Elizabeth – Change of Command (Serrano Legacy 6 / Esmay Suiza 3)

Es geht weiter bergab mit dieser Serie.
Inhalt: Der Ratsvorsitzende wird ermordet und der Übergangsvorsitzende möchte sich zu einem Diktator erheben.
An sich wäre das hier ja keine schlechte Idee, denn nun bricht der Konflikt offen aus, der bisher immer nur unterschwellig angedeutet wurde. Das Thema, das sich nämlich durch die gesamte Serie zieht, ist die Frage, was mit den Kindern passiert, wenn die Eltern ewig leben und nicht abtreten: Überbevölkerung und keine Karrierechancen. Man hätte das hier als den fünften Band verwenden und ihm einen anderen Aufbau geben sollen, dann wäre die Serie toll fortgeführt worden. So aber haben wir einen schlechten fünften Band gefolgt von einem schlechten sechsten Band.
Ganz konkret stört mich hier, dass kein Charakter im Mittelpunkt steht, sondern sämtliche Charaktere, die wir in den bisherigen fünf Bänden kennengelernt haben, etwas erleben. Unzählige Handlungsstränge, jeder langatmig und alle pseudomysteriös miteinander verwoben. Es ist einfach sehr mühsam, das hier zu lesen. Die Auflösung ist dann auch sehr banal. Außerdem ist es gar kein richtiges Ende, denn der letzte Teil der zweiten Trilogie ist ein Zweiteiler. Also noch ein Buch.
Fazit: Nicht zu empfehlen. Mit der Reihe einfach nach Band 4 aufhören.

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Change of Command (The Serrano Legacy Book 6) (English Edition)
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Serie: Star Trek Picard – Staffel 1

Tja, das ist also auch eine Star Trek Serie.
Ich möchte hier jetzt nicht darüber diskutieren, ob es sich bei dieser Serie um Star Trek handelt oder nicht, das folgt nächste Woche. Die Antwort: Ja, tut es. Und weil das eben die Antwort ist, bin ich so enttäuscht. Unterhalten hat mich die Serie trotzdem.
Picard erzählt die Geschichte des Star Trek Universums konsequent weiter, bietet Trekkies viele Easter Eggs und präsentiert im Grunde auch einen spannenden Plot. Wenn da nicht so viele Logikfehler, unsympathische Elemente und viel zu vage gehaltene Konzepte wären.
Man merkt einfach, dass hier eine Geschichte geschrieben worden ist, bei der man penibel versucht hat sich im bisherigen Kanon zu integrieren und Fans mit Nostalgiemomenten glücklich zu stimmen. Nur hat man dabei komplett vergessen, auf die innere Logik zu achten und das Universum sinnvoll und konkret zu erweitern.
Dennoch habe ich die Serie komplett geschaut und habe mich jede Woche auf die neue Episode gefreut. Denn sie ist optisch sehr gut gemacht und bietet einen spannenden Plot, der mich zumindest von Anfang an gefesselt hat. Natürlich muss man in den ersten Episoden auf die kleinen Informationshäppchen aufspringen, um von dieser Spannung gepackt zu werden. Wer hingegen nur so nebenbei schaut und einige Sätze, womöglich sogar die zentralen, nicht mitbekommt, der wird die Serie wohl auch nicht so genießen können.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich mich über so viele Elemente in dieser Serie ärgere. Wenn sie mir nicht gefallen würde, wäre ich nicht so involviert und würde nicht so auf die Details achten, die mich dann stören und wäre dann nicht so enttäuscht darüber, dass die Macher sich nicht mehr Zeit genommen haben, um die Geschichte schön rund zu machen.
Hier jedenfalls eine nicht vollständige Liste der Dinge, die mich stören:
– Warum wird ein Sternenflottenoffizier gefeuert, nur weil sein Vorgesetzter zurücktritt?
– Warum wird ein Sternenflottenoffizier drogensüchtig, nur weil er aus dem Dienst ausscheidet? In TNG und DS9 ist oft genug erwähnt worden, welche anderen Optionen es außerhalb der Sternenflotte noch gibt.
– Warum hat dieses Schiff keinen Namen?
– Warum ist es einmal möglich einen Romulanischen Planeten problemlos zu besuchen und ein anderes Mal muss man eine Genehmigung haben, um das Romulanische Imperium betreten zu dürfen? Einmal haben sie eine eigene Flotte, welche die Sternenflotte beinahe in die Knie zwingt, dann schaffen sie es nicht, ihren eigenen Heimatplaneten ohne Hilfe zu evakuieren. Allgemein finde ich, dass die neue Situation der Romulaner und ihres Imperiums sehr schlecht und widersprüchlich dargestellt wird. Wenn man schon nicht weiß, was machen, dann könnte man sich irgendwo informieren. Im Computerspiel Star Trek Online etwa wird das super dargestellt.
– Ein Sternenflottenoffizier wird von einer kriminellen Organisation getötet, und die Sternenflotte reagiert nicht?
– Diese ganze Geschichte von Data kopieren ist sowieso lächerlich.
– Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung ist immer das Schlimmste. Bewusst von den Autoren gewählt oder einfach nicht fertig gedacht? Diese Prophezeiung wirft sowieso noch viele weitere Fragen auf, die nicht beantwortet werden.
– Ein Fußball?!
Das ist nur ein Teil dessen, was mich hier gestört hat: entweder unlogisch oder extrem vage oder einfach unsympathisch. Ja, Easter Eggs sind immer nett, aber die hätte man sich sparen können, um den Rest gut zu machen.
Fazit: Sehenswert, wenn man ein Auge fest zudrückt.

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Film: 6 Underground (2019)

Wenn man einem Regisseur, der für einen bestimmten Stil berüchtigt ist, freie Hand lässt, darf man sich über das Ergebnis nicht wundern.
Action mit Ryan Reynolds von Michael Bay. 128 Min.
Inhalt: Sechs Personen beschließen, gemeinsame Sache zu machen und ihre Talente für das Gute einzusetzen und den Schurken dieser Welt den Garaus zu machen. Doch dazu müssen sie vorher ihren eigenen Tod vortäuschen.
Mir haben bisher eigentlich alle Filme von Michael Bay gefallen, bis auf die letzten Transformers-Teile. Dementsprechend war es für mich auch absolut klar, dass ich diesen Film schauen würde und, Puh, ich kann mich nicht entscheiden, ob mir der Film jetzt gefällt oder nicht. Es gibt so viel zu kritisieren, aber es gibt einfach so geile Action. Die Sprüche sind einfach nur lächerlich, aber wenn Reynolds sie von sich gibt, passt es einfach.
Der Film fühlt sich an, als hätte Bay zunächst nicht glauben können, dass er absolut freie Hand hat und einfach ein paar abstruse Szenen gedreht. Als er dann merkte, dass tatsächlich niemand kontrolliert und kommentiert, hat er sich nen Joint angezündet und seiner Fantasie freien Lauf gelassen. Irgendwie total fad, aber dann doch wieder richtig toll anzuschauen.
Naja, Bay hat ja selbst einmal gesagt: „Ich mache Filme für Jungs im Teenageralter. Oh je, was für ein Verbrechen.“ Und Reynolds selbst hat diesen Film hier als den „Michael Bayigsten Film in der Geschichte von Michael Bay“ bezeichnet. Mehr muss man dazu nicht sagen.
Fazit: Kann geschaut werden.

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