Spiel: Heat – Pedal to the Metal (Days of Wonder)

Spannendes Autorennen.
Von Asger Aleksandrov Granerud und Daniel Skjold Pedersen (ca. 30-60 Min.; 1-6 Spieler)
Heat: Pedal to the Metal basiert auf einer einfachen und intuitiven Steuerung (Deck Building) und versetzt die Spieler in packende Autorennen. Sie kämpfen um die beste Position, um als Erste die Ziellinie zu überqueren, und müssen dabei die Geschwindigkeit ihres Wagens im Auge behalten, um eine Überhitzung zu vermeiden. Die richtigen Upgrades helfen ihnen, die Kurven optimal zu nutzen und den Motor kühl zu halten, um Höchstgeschwindigkeiten zu erreichen. Kartenglück und taktisches Manövrieren sind der Schlüssel zum Sieg.
Heat: Pedal to the Metal ist ein mitreißendes Rennspiel, das mit seinem klaren Hand-Management-Mechanismus den Nervenkitzel klassischer Autorennen gekonnt auf den Spieltisch bringt und sowohl Neulinge als auch erfahrene Spieler begeistert. Das intuitive System, bei dem man Karten spielt, um Geschwindigkeit und Hitze seines Boliden auszubalancieren, sorgt für flüssige Partien, in denen jede Entscheidung zählt und das Rennen spürbar dynamisch voranschreitet. Besonders die thematische Umsetzung mit liebevoll gestalteten Komponenten und Rennstrecken verbindet strategisches Denken mit echter Rennatmosphäre. Die enthaltenen Module und der Championship-Modus erweitern das Grundspiel sinnvoll und bieten Abwechslung über mehrere Partien hinweg, was dem Spiel eine hohe Langzeitmotivation verleiht. Ob als lockeres Einzelrennen zwischendurch oder in der Saison-Variante, Heat überrascht mit Spannung, leicht verständlichen Regeln und einem echten Nervenkitzel, das am Ende jedes Rennens Lust auf die nächste Runde macht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Lustiges Taschenbuch Mystery 01

Toller Start einer interessanten Reihe.

©2026 Egmont Ehapa Media/Disney

Neues Jahr, neue Lustige Taschenbücher. Eine der neuen Serien ist dabei Lustiges Taschenbuch Mystery, wo wir in jedem Band Geschichten finden, die sich mit paranormalen Phänomenen, mystischen Gestalten und unerklärlichen Ereignissen beschäftigen. Mein Sohn war sofort Feuer und Flamme dafür und hat diesen ersten Band direkt durchgelesen und der ist jetzt seit einer Woche seine Abendlektüre.
Vorweg gleich mal die relevanten Zahlen für echte Fans: Der Band enthält 14 Geschichten und davon sind 5 deutsche Erstveröffentlichungen. Also genug neues Lesefutter auch für langjährige LTB Sammler.
Zumindest hier im ersten Teil fällt mir positiv auf, dass die Geschichten wirklich zum Thema dieser LTB-Serie passen. Es sind hier viele Geschichten abgedruckt, die sich mit Mysterien befassen, welche tatsächlich auch im realen Leben häufig diskutiert werden, wie etwa das Monster von Loch Ness, welches sich sogar auf dem Titelbild befindet, Atlantis, Kornkreise oder Außerirdische. Aber natürlich gibt es auch einige Mysterien, die in der Welt von Entenhausen neu erfunden worden sind.
Mein persönlich Highlight ist die Geschichte Tanz auf Thira (geschrieben von Augusto Macchetto und gezeichnet von Roberto Vian), in welcher Indiana Goof das Geheimnis um den Vulkanausbruch auf der griechischen Insel Santorini lüftet. Dieses Abenteuer ist nicht nur spannend, witzig und großartig gezeichnet, sondern es bietet auch eine historisch realistische Theorie, was wieder mal die schriftstellerische Qualität untermalt, mit der Entenhausen-Comics geschrieben werden.
Ebenfalls besonders gut gefallen hat mir Die Nacht der Erpeliden (geschrieben von Bruno Enna und gezeichnet von Stefano Turconi), in welcher der junge Donald auf Oma Ducks Bauernhof versucht Außerirdische zu finden. Es entsteht dabei eine lustige, chaotische Verwechslungsgeschichte.
Speziell möchte ich zum Schluss noch die Geschichte Unentdeckte Meereswelten hervorheben (geschrieben und gezeichnet von Casty), in welcher Micky Maus eine verborgende Welt in den Tiefen des Ozeans entdeckt. Dabei ist die Geschichte selbst jetzt nicht besonders spannend, aber die Zeichnungen sind eine Pracht. Ich bin in diese Bilder regelrecht eingetaucht, bin in den Details versunken und habe mich darin verloren.
Aber auch die anderen Geschichten sind lesenswert und haben mich gut unterhalten. Insgesamt muss ich sagen, dass mir der erste Band dieser neuen Reihe sehr gut gefallen hat und ich mich schon sehr darauf freue, den nächsten in zwei Monaten in der Hand zu halten.
Fazit: Für Mystery und Entenhausen Fans sehr zu empfehlen.

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Das Buch wurde dankenswerterweise vom Verlag zu Verfügung gestellt.
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Film: What We Left Behind – Looking Back at Star Trek: Deep Space Nine (Dokumentation 2018)

Nostalgie pur.
Dokumentation von Ira Steven Behr und David Zappone. 116 Min.
Der Dokumentarfilm What We Left Behind: Looking Back at Star Trek: Deep Space Nine ist eine liebevolle und inspirierende Würdigung einer der mutigsten Serien im Star Trek Universum, die weit mehr bietet als nur nostalgische Rückblicke. Mit aufrichtigen und teils tief bewegenden Interviews mit der Besetzung und dem kreativen Team bringt der Film die Leidenschaft und den Geist von Deep Space Nine eindrucksvoll auf den Bildschirm und zeigt, wie sehr diese Serie über Jahre hinweg Fans berührt hat. Die Reminiszenzen an ikonische Momente und die Einblicke hinter die Kulissen lassen einen die Charaktere und ihre Geschichten noch einmal neu schätzen und machen deutlich, warum DS9 auch Jahrzehnte nach dem Ende der Ausstrahlung nichts von seiner Bedeutung verloren hat. Für alle Trekkies und Freunde guter Dokumentationen ist dieser Film eine lohnende, unterhaltsame und emotionale Reise.
Besonders gefallen hat mir, wie sie für diese Dokumentation einen Autorenraum rekonstruiert und eine hypothetische Pilotfolge für eine fiktive achte Staffel geschrieben haben, was einen wunderbaren Einblick in die Arbeitsprozesse bei so einer Serie gibt. Dann haben sie diese spontan ersonnene Episode auch noch großartig animiert, als hätte man hier in der Dokumentation tatsächlich eine Fortsetzung der Serie erhalten.
Für DS9 Fans ist noch interessant zu erwähnen, dass während des Corona Lockdowns einige Schauspieler dieser Serie sich online zusammengeschlossen haben und mit Alone Together: A DS9 Companion die Geschichte von DS9 weitererzählt haben. Konkret haben sie, basierend auf der Episode, die in dieser Dokumentation hier entstanden ist, Drehbücher für eine ganze neue Staffel geschrieben und dann wie bei einem Hörspiel vorgelesen, nur dass es mit Video aufgezeichnet wurde.
Fazit: Für Fans sehr zu empfehlen.

Hier die Links zu
>>What We Left Behind: Looking Back at Star Trek: Deep Space Nine<<
>>Alone Together: A DS9 Companion<<

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Gedankensprung: Manga-Update 01/2026

Ein weiteres Jahr ist vergangen und erneut möchte ich berichten, wie es mit meiner Manga-Lektüre ausschaut. Zu all den Mangas und Webtoons, die ich bereits seit mehreren Jahren verfolge, hat sich im letzten genau eins dazugesellt, welches ich hier kurz präsentieren möchte. Aber dafür haben einige der Serien, die ich über die Jahre verfolgt habe, ihr Ende gefunden, bzw. habe ich sie in diesem Jahr zu Ende gelesen, was nicht unerwähnt bleiben soll.

Neu zu meiner Leseliste hinzugekommen ist SSS-Class Suicide Hunter (Webtoon). Kim Gong-ja lebt in einer Welt, in der Jäger einen Turm erklimmen, um Monster zu besiegen. Zufällig erhält er eine besondere Fähigkeit: Stirbt er, kann er die Zeit um 24 Stunden zurückdrehen und die Fähigkeiten seines Mörders kopieren. Durch unzählige Tode nutzt er diese Macht, um stärker zu werden, Fehler zu korrigieren und den Turm zu bezwingen, während er sich zunehmend mit Moral, Schuld und dem Wert von Leben auseinandersetzen muss.
Es ist ein überraschend tiefgründiger Webtoon, der ein scheinbar simples Power-Fantasy-Setup nutzt, um Themen wie Reue, Verantwortung und Erlösung zu erkunden. Die Charakterentwicklung ist stark und emotional, die Story wird mit zunehmender Länge immer reflektierter. Gute Balance aus Action, Drama und Meta-Elementen; stellenweise etwas dialoglastig, aber insgesamt sehr empfehlenswert.

Beendet:
My Dress-Up Darling (Manga; Japanisch Sono Bisuku Dōru wa Koi o Suru) ist nach sieben Jahren und einer erfolgreichen Animeadaption zu Ende gegangen. Die Serie hat damals sehr interessant mit tollen Einblicken in die Cosplayer-Szene begonnen, sich dann aber teilweise nervig in die Länge gezogen mit unnötigen emotionalen Dramen. Dafür gab es dann ein schönes, zufriedenstellendes Ende.

The Gamer (Webtoon) ist nach neun Jahren zu Ende gegangen. Han Jee-Han entdeckt plötzlich, dass er die Welt wie ein Videospiel wahrnimmt. Mit Statusfenstern, Skills, Quests und Level-Ups. Diese Fähigkeit zieht ihn in eine verborgene Welt voller Magier, Monster und Gilden hinein. Während er stärker wird, muss er lernen, mit den Gefahren und Konsequenzen dieser neuen Realität umzugehen.
The Gamer punktet mit einer kreativen Game-Mechanik und stetiger Entwicklung, was Fans von Level-Systemen viel Spaß macht. Die Welt ist umfangreich und ideenreich, leidet jedoch stellenweise unter repetitivem Storytelling und langsamer Charakterentwicklung. Insgesamt ein unterhaltsamer, aber eher komfortabler Power-Fantasy-Webtoon, mit einem ordentlichen Abschluss.

A Returner’s Magic Should Be Special (Webtoon) ist nach sieben Jahren und einer erfolgreichen Animeadaption zu Ende gegangen. Desir Arman lebt in einer Welt, die von gefährlichen „Shadow Worlds“ bedroht wird. Nachdem die Menschheit im finalen Kampf beinahe ausgelöscht wird, reist Desir kurz vor seinem Tod in die Vergangenheit zurück, in seine Zeit als Magieschüler. Mit seinem Wissen aus der Zukunft versucht er, seine Kameraden zu retten, Katastrophen zu verhindern und das Schicksal der Welt zu ändern.
Der Webtoon überzeugt durch ein solides Time-Reset-Konzept und starken Fokus auf Strategie statt reine Übermacht. Besonders die Teamdynamik und Desirs pragmatische, verantwortungsvolle Art stechen hervor. Zwar folgt die Story bekannten Genre-Mustern, bleibt aber durch gute Charakterarbeit und taktische Kämpfe durchgehend spannend, mit einem ordentlichen Abschluss.

Dr. Stone (Manga) ist nach fünf Jahren und einer erfolgreichen Animeadaption zu Ende gegangen. Nach einem mysteriösen Ereignis versteinert die gesamte Menschheit. Tausende Jahre später erwacht der geniale Schüler Senku und beschließt, die Zivilisation mit Hilfe von Wissenschaft von Grund auf neu aufzubauen. Mit Experimenten, Erfindungen und Verbündeten kämpft er gegen Zeit, Natur und ideologische Gegenspieler.
Dr. Stone ist ein origineller, lehrreicher Manga, der Wissenschaft spannend und zugänglich macht. Senkus rationaler Optimismus, kreative Problemlösungen und das einzigartige Setting heben die Serie klar von typischen Shōnen ab. Gelegentlich wirken Erklärungen etwas lang, doch insgesamt ist es eine erfrischende, motivierende und sehr unterhaltsame Reihe, mit einem ordentlichen Abschluss.

Weak Hero (Webtoon) ist nach fünf Jahren zu Ende gegangen. Die Geschichte folgt dem scheinbar schwachen, introvertierten Schüler Gray Yeon, der an einer brutalen Schulumgebung landet. Obwohl er körperlich unterlegen ist, besiegt er Gegner durch Intelligenz, Strategie und psychologisches Kalkül. Im Verlauf der Geschichte bilden sich fragile Freundschaften, während Gewalt, Mobbing und Machtstrukturen immer weiter eskalieren.
Ein ungewöhnlicher Protagonist, clever inszenierte Kämpfe sowie düstere Darstellung von Schulgewalt tragen den Plot. Die Spannung entsteht weniger durch Stärke als durch Taktik. Es ist insgesamt ein packender, ernster Webtoon, der sich deutlich von typischen Action- oder Schulgeschichten abhebt, mit einem ordentlichen Abschluss.

Tomb Raider King (Webtoon) ist nach vier Jahren zu Ende gegangen. In einer nahen Zukunft erscheinen plötzlich überall auf der Welt mysteriöse Grabstätten, die alte Relikte mit übernatürlichen Kräften enthalten. Diese Relikte verleihen ihrem Besitzer starke Fähigkeiten und machen sie zu begehrten Objekten mächtiger Gruppen. Seo Joo-Heon, ein Grabräuber, wird von seinem Arbeitgeber verraten und tödlich verletzt, doch statt zu sterben, findet er sich 15 Jahre in der Vergangenheit wieder, bevor die Relikte und Gräber aufgetaucht sind. Mit seinem Wissen über die Zukunft und seiner Erfahrung aus zahllosen gefährlichen Missionen versucht er, alle wichtigen Relikte zuerst zu erlangen und zum König der Tomb Raider („Tomb Raider King“) aufzusteigen.
Tomb Raider King ist ein unterhaltsamer Action-Fantasy-Webtoon mit spannendem Grundkonzept, der besonders in den frühen Kapiteln überzeugt. Leser, die Abenteuer mit vielen Relikten, Kämpfen und Weltentdeckung mögen, finden hier viel Stoff. Allerdings ist er nicht für jeden perfekt. Besonders wer starke Charakterentwicklung und konstantes Storytelling schätzt, kann zwischendurch Längen empfinden. Mit einem ordentlichen Abschluss.

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Spiel: Krakel Orakel (frechverlag)

Lustiges Linien-Wirrwarr.
Von Die 7 Bazis (ca. 30 Min.; 2-8 Spieler)
Krakel Orakel ist ein kooperatives Party- und Familienspiel, das sich bewusst als „Zeichenspiel für alle, die nicht zeichnen können“ versteht und diesen Anspruch mit einem ungewöhnlichen Konzept einlöst: Statt frei zu malen, besteht die Aufgabe darin, vorgegebene Begriffe auf abwischbaren Tafeln nach vorgezeichneten, scheinbar wirren Punkten und Linien darzustellen, sodass die Mitspieler sie später erraten.
Die Regeln sind einfach und der Einstieg schnell geschafft, was das Spiel zu einer zugänglichen Option für größere Runden und generationsübergreifende Spielgruppen macht. Viele Spielerinnen und Spieler empfinden die Mischung aus Zufall, Kreativität und Gruppendynamik als unterhaltsam, und die vorgedruckten Linien geben selbst zeichnungsscheuen Teilnehmern einen Ansatzpunkt.
Gleichzeitig bleibt der Reiz stark von der Gruppe und dem gemeinsamen Erlebnis abhängig. Ohne lebhafte Mitspieler kann das Zeichnen und Raten weniger packend wirken, und bei voller Besetzung kann es leicht unübersichtlich werden.
Insgesamt bietet Krakel Orakel ein leichtes, kommunikatives Spielgefühl, das weniger durch strategische Tiefe als durch spontanen Austausch und Lachen lebt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Serie: Percy Jackson – Staffel 2

Tolle Fortsetzung.
Die zweite Staffel von Percy Jackson entfesselt ein noch größeres Abenteuer und lässt die Mythologie erneut zum Leben erwachen. Percy, Annabeth und ihre Gefährten werden diesmal auf eine epische Reise ins Meer der Ungeheuer geschickt, um ihren Freund Grover zu retten und das legendäre Goldene Vlies zu finden.
Eigentlich hatte ich nicht geplant, das hier zu schauen, weil ich mit der ersten Staffel nicht sehr zufrieden war. Aber in der Zwischenzeit ist meine Tochter ein Fan von Percy Jackson geworden, hat alle Bücher gelesen und die beiden Filme sowie die erste Staffel geschaut, weshalb wir dann doch als Familienabend wöchentlich die neue Folge gemeinsam geschaut haben. Dieser soziale Aspekt hat stark dazu beigetragen, dass mir diese zweite Staffel gut gefallen hat.
Aber auch, wenn ich diese Emotionalität rausnehme, finde ich doch, dass diese zweite Staffel eine Verbesserung zur ersten ist. Auch meine Tochter meint, dass die zweite Staffel sich besser ans Buch hält als die erste. Es gibt hier emotional stärkere Momente und eine spürbare Charakterentwicklung. Die Produktion wirkt noch ausgefeilter, die Actionsequenzen sind temporeicher und die Interaktionen im Ensemble lassen die Figuren tiefer und lebendiger erscheinen als zuvor, was das Fantasy-Universum noch greifbarer macht. Dank der Erweiterung des Casts und der sorgfältigeren Adaption des zweiten Buchs entsteht ein mitreißendes Erlebnis, das Fans wie Neulinge begeistert. Die zweite Staffel bietet eine reifere Erzählweise und ein stärkeres Gefühl dafür, was diese mythologische Welt so faszinierend macht. Besonders das intensivere Eintauchen in die Beziehungen zwischen den Figuren geben dieser Staffel einen spürbaren Vorsprung.
Mit dem eher offenen Ende sind weder meine Tochter noch ich zufrieden, aber die dritte Staffel ist ja schon fertig gedreht und wird noch in diesem Jahr erscheinen. Wir freuen und schon darauf.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Tron – Ares (2025)

Nett.
Sci-Fi/Action mit Jared Leto von Joachim Rønning. 119 Min.
Inhalt: Das hochentwickelte Programm Ares wird auf eine gefährliche Mission aus der digitalen Welt in die reale Welt geschickt.
Tron: Ares bietet visuell ein wahres Fest. Die Effekte sind atemberaubend, die Neon-Ästhetik und das Design zwischen digitaler und realer Welt machen den Film zu einem Spektakel, das man am besten auf der größten Leinwand erlebt. Die musikalische Untermalung durch Nine Inch Nails trägt zusätzlich zu dieser dichten, futuristischen Atmosphäre bei und zeigt, wie stark das Franchise visuell noch immer punkten kann. Doch so beeindruckend das Auge verwöhnt wird, so enttäuschend ist der erzählerische Kern. Das Drehbuch wirkt oberflächlich und formelhaft, mit Dialogen und Plotwendungen, die kaum Tiefe entwickeln und der ohnehin dünnen Story wenig emotionalen Halt geben. Zentrale Themen wie künstliche Intelligenz und Menschlichkeit werden zwar angeschnitten, aber nie wirklich ausgearbeitet, wodurch der Film trotz all seiner Technik eher hohl wirkt. Auch Jared Leto als Ares hinterlässt hier keinen bleibenden Eindruck. Seine Darstellung ist blass und wenig nuanciert, was gerade bei einem Charakter, der emotionale Transformation zeigen soll, spürbar ins Gewicht fällt. Statt einer überzeugenden Performance bleibt sein Beitrag eher unbestimmt und trägt so wenig zur Glaubwürdigkeit der Geschichte bei.
Insgesamt bleibt Tron: Ares ein technisch brillanter, aber inhaltlich enttäuschender Sci-Fi-Ausflug, der visuelle Opulenz und Soundtrack nutzt, um narrative Schwächen zu übertünchen.
Fazit: Kann probiert werden.

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Gedankensprung: Star Trek – Starfleet Academy

Ich habe vor ca. einem Jahr >>an dieser Stelle<< erklärt, weshalb ich den Film Star Trek – Section 31 und die Serie Star Trek – Starfleet Academy nicht schauen werde. Denn auch wenn man etwas schaut, von dem man bereits weiß, dass es einem nicht gefällt und dass man sich darüber ärgert, man es aber nur schaut, um es gesehen zu haben, dann generiert das Klicks fürs Studio, welches diese dann als Erfolg werten kann.
Schlechte Kritiken, Negativität in den sozialen Netzwerken und niedere Ratings in irgendwelchen Datenbanken interessieren niemanden, wenn die Zuschauerzahlen trotzdem passen. Und daher muss einfach das Publikum aktiv „Stopp“ sagen und nicht jeden Blödsinn schauen.
Daher freut es mich zu berichten, dass die Quoten für die erste Folge von Star Trek – Starfleet Academy katastrophal waren. Außer Personen, die anschließend damit Beiträge für soziale Medien generieren wollten, hat das scheinbar keiner geschaut. Die erste Episode wurde von Paramount sogar gratis auf YouTube gleichzeitig mit der Premiere auf Paramount+ ausgestrahlt und dort haben ca. 1.300 Personen geschaut. Paramount investierte also zwischen 6 und 10 Millionen Dollar pro Folge in Star Trek – Starfleet Academy, die Premiere wurde kostenlos auf YouTube veröffentlicht und erreichte nur 1.300 Live-Zuschauer, bzw. ca. 16.000 Aufrufe in den ersten 11 Stunden. Nicht einmal auf der Plattform Paramount+ selbst war Star Trek – Starfleet Academy am Premierentag unteren den meistgeschauten Shows.
Große Franchise-Serien (Star Trek, Star Wars, Marvel) erreichen bei kostenlosen Premieren meistens mehrere hunderttausend Aufrufe in kurzer Zeit. Selbst weniger prominente Sci-Fi-Serien kommen bei YouTube-Premieren oft auf 50.000–200.000 Aufrufe am ersten Tag.
Wenn das kein Signal an die Studiobosse ist, dann weiß ich auch nicht.

Da ich in den letzten Tagen aber immer wieder von Personen, denen Star Trek – Starfleet Academy nicht schlecht gefallen hat, gehört habe, dass sie keine Lust mehr haben, ständig zu hören, dass die neuen Serien „kein Star Trek seien“, möchte ich hier nochmal kurz meine Meinung zu diesem Thema äußern. Gene Roddenberry hat in den 60ern Star Trek erschaffen und definiert. Die nachfolgenden Serien TNG, DS9, VOY und ENT haben Star Trek erweitert, weiterentwickelt, sich aber immer an den Rahmen gehalten und sich bemüht, eine innere Logik, eine Konsistenz zu haben.
Die neue Filmtrilogie ab 2009 unter J. J. Abrams hat klar definiert, dass hier eine alternative Zeitlinie entstanden ist und alle waren damit einverstanden. Mir selbst haben diese Filme sehr gut gefallen.
Doch dann kam Alex Kurtzman zu Paramount+ und hat mit seinem „New Trek“ die IP übernommen, jegliche Konsistenz, Tradition ignoriert und gedacht, wenn man einfach Star Trek auf etwas drauf schreibt, werden die Leute schon kommen. Was mich und viele Fans einfach wirklich ärgert, ist das Gefühl, dass man vom Studio, den Produzenten und Autoren nicht ernst genommen wird. Die Fans, die mit TNG, DS9 und VOY groß geworden sind und über 20 Jahre lang das Franchise am Leben erhalten haben, sind jetzt ca. 40-50 Jahre alt. Wir stehen fest im Arbeitsleben, haben genug Geld, um unser Lieblingsfranchise zu unterstützen und haben nun selbst Kinder, denen wir Star Trek zeigen wollen. Dass dann die Attitüde des Studios mehr oder weniger lautet „Euch brauchen wir nicht, wir wollen eine neue Generation von Fans“, ist einfach nur lächerlich. Die Quoten bei Star Trek – Starfleet Academy haben gezeigt, dass die alten Fans weg sind, aber keine neuen dazugekommen sind.
Wenn es Menschen gibt, denen Star Trek – Starfleet Academy wirklich gefällt, dann ist das schön für sie, aber es bleibt einen Tatsache, dass hier einfach nichts mehr von der Star Trek Essenz vorhanden ist und die paar Elemente, die man pro forma übernommen hat, sind komplett falsch implementiert.
Star Trek – Lower Decks, Star Trek – Prodigy und die dritte Staffel von Star Trek – Picard, sowie einzelne Episoden von Star Trek – Strange New Worlds haben gezeigt, dass es sehr wohl Autoren und Produzenten gibt, die noch verstehen, was Star Trek ist und wie man eine Serie schreibt, die alte Fans abholt und eine neue Generation anspricht. Star Trek – Starfleet Academy hingegen fühlt sich so an, als hätte Alex Kurtzman beschlossen, aus Trotz heraus, all das, was er in den letzten Jahren an Kritik einstecken musste, hier extra einzubauen, als finaler Schlag ins Gesicht zum Abschied.

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Spiel: Schattenwald (KOSMOS)

Nächtliche Tiersuche.
Von Florian Nadler (ca. 15 Min.; 2-4 Spieler)
Schattenwald ist ein kooperatives Familienspiel von Kosmos, das Spielerinnen und Spieler ab etwa sieben Jahren gemeinsam auf eine magische Reise durch einen geheimnisvollen Wald mitnimmt. In aufeinander aufbauenden Kapiteln sammeln die Mitspielenden Zutaten, um Zaubertränke zu brauen, und müssen dabei darauf achten, die versteckten Waldgeister zwischen den 3D-Waldboxen nicht zu übersehen. Das liebevoll gestaltete Spielmaterial und das Kapitelbuch tragen zu einer stimmungsvollen Atmosphäre bei und bieten mit einer Spieldauer von rund 15 Minuten pro Kapitel kurze, aber abwechslungsreiche Partien.
Die Regeln sind zugänglich gehalten, und der kooperative Ansatz fördert Teamarbeit und strategische Abstimmung, was besonders in Familienrunden gut funktioniert. Gleichzeitig hängt der Spielspaß stark von der Gruppe ab. Ohne lebhafte Kommunikation können manche Herausforderungen weniger packend wirken, und Spieler sollten gut darauf achten, alle Elemente im Wald im Blick zu behalten.
Insgesamt bietet Schattenwald ein leicht zugängliches, thematisch stimmiges Erlebnis mit hohem Wiederspielwert für Kinder und Gelegenheitsspieler, das jedoch keine tiefgreifende strategische Komplexität verlangt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Lustiges Taschenbuch Europareise 01

Toller Start einer interessanten Reihe.

©2026 Egmont Ehapa Media/Disney

Neues Jahr, neue Lustige Taschenbücher. Eine der neuen Serien ist dabei Lustiges Taschenbuch Europareise, wo wir in jedem Band ein anderes Land oder eine Region Europas besuchen. Für die Cover wurden fotorealistische Hintergrundbilder verwendet, vor denen die Entenhausener posieren, was mir persönlich sehr gut gefällt.
Den Anfang machen wir dabei in Italien. Da die Comics in den Lustigen Taschenbüchern ohnehin allesamt aus Italien stammen, geschrieben und gezeichnet von italienischen Künstlern, ist das natürlich die offensichtliche erste Wahl, wenn man schon eine entenhafte Europareise unternimmt. Also auf in die Heimat der Entenhausen-Comics.
Vorweg gleich mal die relevanten Zahlen für echte Fans: 14 Geschichten, die allesamt in Italien spielen, davon 12 deutsche Erstveröffentlichungen. Also richtig viel neues Lesefutter auch für langjährige LTB Sammler.
Was ich persönlich ein bisschen Schade finde, ist, dass es hier keine Seiten mit Extrainformationen gibt. Ich finde einfach, dass ein Buch über Italien sich wunderbar eignen würde, um ein paar Seiten mit Zusatzmaterial einzufügen. Wenn man etwa zwischen jedem Comic so eine Seite eingefügt hätte, dann wären das 13 solcher Seiten. Da hätte man etwa Fun Facts, Reisetipps, ein Rezept, einen kleinen Sprachführer u.v.m. erstellen können. Einfach ein Mehrwert für Kinder und Jugendliche, die dann auf lustige Weise ihr Allgemeinwissen erweitern könnten.
Nun, ich will nicht zu viel darüber schreiben, was ich vermisse und schade finde, also tauchen wir ein in die Comics, die uns hier präsentiert werden. Während allesamt lustig und lesenswert sind, gibt es zwei echte Highlights.
Einmal die Geschichte Eine hoheitliche Italienreise (geschrieben von Alessandro Ferrari und gezeichnet von Umberto Sacchelli, Mario Ferracina und Simone Paoloni), in welcher Donald Duck wegen einer vermeintlichen Erbschaft eine chaotische Reise quer durch Italien unternimmt. Es ist sehr witzig, Donald dabei zu beobachten, wie er von einer Ecke Italiens zur nächsten eilt. Die Alltagsprobleme in Italien werden dabei sehr lustig dargestellt. Aber natürlich sind es die Zeichnungen der ikonischen Orte Italiens, die besonders ins Auge stechen. Als Leser unternimmt man da wirklich selbst vom Sofa aus eine Italienreise im Geiste.
Der wahre Höhepunkt dieses Bandes ist aber die Geschichte Da ist Genie im Spiel (geschrieben von Bruno Enna und gezeichnet von Andrea Freccero, Nicola Tosolini, Lorenzo Pastrovicchio, Giampaolo Soldati und Alessandro Perina), in welcher Tick, Trick und Track einen Kreativwettbewerb gewinnen und als Preis eine Italienreise erhalten. Diese entpuppt sich jedoch als weniger erholsam als geplant, denn die drei Jungs müssen gemeinsam mit ihrem Onkel Donald ein längst vergessenes Rätsel von Leonardo Da Vinci lösen. Bestehend aus fünf Teilen mit insgesamt satten 138 Seiten ist diese Geschichte nicht nur inhaltlich, sondern auch vom Volumen her die zentrale Story dieses Bandes. Und sie ist für mich in der Comicwelt Entenhausens ein wahres Meisterwerk. Der Autor hat Leonardo Da Vinci nämlich sehr gut recherchiert und ein spannendes, clevers Rätsel ersonnen. Da Leonardo Da Vinci an mehrere Orten Italiens aktiv war, führt uns diese Geschichte mit tollen Zeichnungen natürlich auch quer durch Italien. Dazu kommen hier noch Liebe, Krimi und viel Humor, also das volle Paket für eine absolut lesenswerte Geschichte.
Insgesamt muss ich sagen, dass mir der erste Band dieser neuen Reihe sehr gut gefallen hat und ich mich schon sehr darauf freue, den nächsten in sieben Wochen in der Hand zu halten.
Fazit: Für Italien und Entenhausen Fans sehr zu empfehlen.

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