Findet die Drachen!
Von Rob Fisher und Adam Porter (ca. 60-90 Min.; 2-4 Spieler)
Emberheart liefert ein wunderbar zugängliches Kennerspiel. Das Spielprinzip entführt die Teilnehmenden als königliche Recken auf eine mystische Insel, wo sie über fünf Runden hinweg bedrohte Drachen vor fiesen Wilderern schützen müssen. Jede Runde entsenden alle abwechselnd Trupps ihrer Gefolgsleute zu verschiedenen Aktionsorten wie dem Gasthaus, den Schutzgebieten oder dem Hochgebirge. Der Clou bei diesem Arbeiter-Einsatz-Mechanismus ist ein integriertes Mehrheitensystem: Wer die meisten Helfer zu einem Ort schickt, darf sich dort zuerst die besten Belohnungen aussuchen. Es ist im Grunde ein Biet-Spiel, in welchem an verschiedenen Orten gleichzeitig geboten wird.
Zu den Optionen gehören das Anwerben mächtiger Helden, das Befreien seltener Drachen oder das Verbessern der Attribute des eigenen, treuen Drachengefährten auf dem persönlichen Tableau. Am Ende gewinnt, wer durch diese Kombinationen den meisten Ruhm anhäufen konnte.
Emberheart entpuppt sich als ein rundum angenehmes Spiel mit vielen taktischen Optionen, das durch die cleveren Ketteneffekte und die Aufwertungen des eigenen Drachen zwar fortlaufend motiviert, aber dank der klaren Strukturierung niemals überfordernd wirkt. Die wunderschönen Illustrationen von Andrew Bosley runden das flüssige, rund einstündige Familienerlebnis perfekt ab.
Fazit: Empfehlenswert.
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Inhalt: In einem Kosmos ohne Sonnen oder Planeten lebt die Menschheit zerstreut auf schwebenden Felsinseln. Jeder Felsen in der Leere ist eine Welt für sich, und jeder Mensch versucht, im Luftstrom zwischen den Inseln weiter hinaufzukommen, einem sagenumwobenen Zentrum entgegen. Bis eines Tages eine Frau auftaucht, die in umgekehrter Richtung unterwegs ist – eine Sinkende. Ihr Ziel: das Konstrukt, eine riesige Maschine, die ganze Felsinseln und alles darauf Lebende zerstört und die diese Frau aufhalten will. Doch ihre Zeit wird knapp …
Dan Brown’s The Lost Symbol folgt dem jungen Harvard-Symbologen Robert Langdon auf einer gefährlichen Schnitzeljagd in Washington, D.C. Als sein Mentor Peter Solomon entführt wird, muss Langdon kryptische Rätsel und Freimaurer-Geheimnisse lösen, um ihn zu retten. Dabei stößt er gemeinsam mit Solomons Tochter Katherine auf eine weltweite Verschwörung und muss die Existenz eines alten, mystischen Geheimnisses beschützen.
Inhalt: Alles beginnt mit einem unspektakulären Recherchejob: Der abgestumpfte Journalist Lloyd Vogel soll für seine Zeitung ein Interview mit dem legendären Moderator der Sendung „Mister Rogers‘ Neighborhood“ führen. In ihrem Gespräch stellen die beiden Männer schnell fest, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben. Es ist der Beginn einer tiefen und langen Freundschaft, in der Vogel von Rogers einiges über Mitgefühl und Freundlichkeit lernt.
Kanban EV aus der Feder des bekannten Autors Vital Lacerda präsentiert sich als ein extrem anspruchsvolles und thematisch tief verankertes Expertenspiel im gehobenen Segment. Das Spielprinzip simuliert das präzise Management einer modernen Elektroautofabrik, bei dem die Teilnehmenden als ambitionierte Angestellte verschiedene Abteilungen durchlaufen. Über einen zentralen Arbeiter-Einsatz-Mechanismus steuert man die eigene Spielfigur im Verlauf einer Schicht durch die Bereiche Design, Einkauf, Montage, Teststrecke und Verwaltung. In jeder Abteilung müssen effizient Pläne gezeichnet, Autoteile bestellt, Fahrzeuge montiert oder die Qualität kontrolliert werden, während gleichzeitig die strenge Fabrikleiterin Sandra das gesamte Werk inspiziert und fehlerhafte Arbeitsweisen hart bestraft.
In seinem neuen Buch Take Me to Your Leader: Perspectives on Your First Alien Encounter widmet sich der sympathische Astrophysiker Neil deGrasse Tyson der wohl spannendsten Frage der Menschheit: Was passiert, wenn morgen Außerirdische landen? Anstatt sich in düsteren Science-Fiction-Szenarien zu verlieren, wirft Tyson einen erfrischend humorvollen und wissenschaftlichen Blick auf den potenziellen Erstkontakt. Er erklärt darin, warum außerirdische Besucher wohl einen großen Bogen um das Weiße Haus machen und stattdessen lieber bei Wissenschaftlern oder auf der Comic-Con vorbeischauen sollten. Das Buch fungiert als eine Art intergalaktischer Knigge. Es präsentiert uns Menschen humorvoll unsere eigenen, oft absurden Verhaltensweisen – wie Essen, Schlafen oder Bürokratie – aus der Sicht einer fremden Zivilisation.
Die packende Serie basiert auf dem populären Webtoon Manager Kim und erzählt die Geschichte von Kim Do-hyeon, gespielt vom brillanten So Ji-sub. Nach außen hin mimt er den zahmen, unauffälligen Angestellten einer kleinen Sparkasse und alleinerziehenden Vater. Doch hinter der bürgerlichen Fassade schlummert ein tödliches Geheimnis: Er ist ein ehemaliger Elite-Geheimagent. Als seine geliebte Teenager-Tochter Min-ji plötzlich entführt wird, reaktiviert der verzweifelte Vater seine alten, skrupellosen Black-Ops-Fähigkeiten. Auf einem brutalen Rachefeldzug legt er sich mit kriminellen Syndikaten, nordkoreanischen Killern und staatlichen Sondereinheiten an. Er trommelt sogar seine alten Partner zusammen, um seine Tochter aus den Klauen der Entführer zu befreien.
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Das neue Legespiel Rebirth von Frosted Games ist ein wahres Highlight für Taktiker, das völlig zurecht als Kennerspiel des Jahres ausgezeichnet wurde. Das Werk von Starautor Reiner Knizia besticht durch extrem schlanke Regeln und entfaltet auf dem Tisch dennoch eine erstaunliche strategische Tiefe. Das Spielprinzip ist denkbar geradlinig und verzichtet auf jegliche Wartezeiten. Wer an der Reihe ist, deckt einfach das oberste eigene Landschaftsplättchen von seinem verdeckten Stapel auf und platziert es auf dem gemeinsamen Spielplan, der uns wahlweise nach Schottland oder Irland führt. Auf der Landkarte versuchen wir als konkurrierende Clans, eine untergegangene Zivilisation im Einklang mit der Natur wieder aufzubauen. Dabei gibt es drei verschiedene Arten von Plättchen, die jeweils eigene Wertungen auslösen. Energieanlagen und Farmen bringen Punkte basierend auf der Größe zusammenhängender Gebiete der eigenen Farbe. Bei den Häusern wiederum geht es um knallharte Mehrheitenwertungen in den einzelnen Regionen. Richtig spannend wird das Ganze durch das taktische Gerangel um Burgen und Kathedralen, welche lukrative Bonuspunkte oder geheime Missionskarten für das Spielende freischalten. Da alle auf demselben Plan agieren, entsteht eine hochgradig interaktive Dynamik, bei der man die Pläne der Konkurrenz blockieren und eigene Gebiete geschickt absichern muss.
Das neue Kinderspiel Die Insel der Mookies von Kosmos erweist sich als zauberhaftes Sammelabenteuer. Das Prinzip des liebevoll gestalteten Zweipersonenspiels ist denkbar einfach und zieht schon Kinder ab vier Jahren sofort in seinen Bann. In jedem Spielzug steht man vor einer klugen Entscheidung zwischen zwei ausliegenden Karten. Man wählt eine Seite und entscheidet, welches Wesen aus den fünf verschiedenen Familien wie Sonne, Mond oder Fossil in die eigene Sammlung wandert. Das Ziel ist es, am Ende die meisten Mookies einer Art zu besitzen, um sich die dazugehörige, schicke Trophäe zu sichern. Ein genialer Kniff bringt zusätzliche Spannung ins Spiel, denn auf manchen Karten lauern diebische Spinnen. Wer diese zieht, muss sie in die Sammlung des Gegners legen. Bei der finalen Abrechnung sorgt das für Nervenkitzel, da die Person mit den meisten Spinnen eine bereits gewonnene Trophäe wieder verliert. Mit seinen kurzen Runden und den wunderschönen Illustrationen ist das Spiel sehr gut geeignet für Familien.
