Buch: Taylor, Dennis E. – Wir sind Götter (Bobiversum 2)

Großartige Fortsetzung einer tollen Geschichte.
Inhalt: Bob, eine KI, und seine Kopien reisen durch die Tiefen des Weltalls, um nach neuen, bewohnbaren Planeten zu suchen. Dabei stoßen sie nicht nur auf ein primitives Alien-Volk, das sie als Götter verehrt, sondern auch auf eine feindliche Spezies, die droht, die Erde anzugreifen – und die Bobs sind die Einzigen, die sie noch aufhalten können.
Dieses Buch enthält all das, was den ersten Band so großartig gemacht hat: tolle Charaktere, gelungener Humor, Spannung und eine interessante Zukunftsvision. Eine derart gelungene Fortsetzung, wie man es nur selten erlebt. Wer den ersten Band mochte, wir hiermit voll zufrieden gestellt werden. Aber er ist nur ein Mittelteil, die verschiedenen Handlungsstränge werden also nicht zu Ende geführt. Dennoch war ein Mittelteil selten so spannend zu lesen.
Man hat teilweise das Gefühl, als wäre der Autor ein kleines Kind, das seiner Phantasie freien Lauf lässt und ständig ruft: „Das auch noch!“, „Und das!“, „Oh, das wäre auch cool!“. Das Tolle ist nun, dass der Autor seine Ideen nicht wegwerfen muss, weil sie nicht in sein System passen, sondern er lässt einfach einen neuen Klon entstehen, der in eine andere Richtung fliegt und dann eben das neue coole Element findet. Einfach sehr gelungen das Ganze.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Wir sind Götter: Roman (Bobiverse, Band 2)
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Spiel: Nusfjord (Lookout Games)

Großartig!
Von Uwe Rosenberg (ca. 60-100 Min.; 1-5 Spieler)
Dieses Spiel hat meinen Geschmack total getroffen, angefangen schon einmal beim Thema. Es ist jetzt nicht so, dass mich norwegische Fischerei speziell interessiert, aber ich freue mich generell immer über neue Themen, die so noch nicht behandelt worden sind. Dann die Mechaniken: Worker Placement und Spielerablage Management, jeder hat also ein eigenes kleines Spielbrett vor sich, das er managen muss. Eigentlich eh typisch Rosenberg. Das Tolle ist nun aber, dass das Spiel dir das Gefühl eines großen Strategiekrachers gibt, es aber so simplifiziert ist, dass es leicht zugänglich ist und ohne Analyse-Paralyse auskommt. Ein Strategiespiel, das man schnell aufgebaut hat und dessen Zahnräder einen rasch gefangen haben. Flotte erweitern, Dorf ausbauen, Älteste um Rat bitten, Betriebsanteile handeln und und und… Es gibt so viele Dinge, die alle immer interessant sind und perfekt ineinander greifen, ein gut kalibriertes Uhrwerk.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Nusfjord, Kennerspiel von Uwe Rosenberg
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Serie: The Kominsky Method – Staffel 1

Ein kleines, fast übersehenes Juwel.
Michael Douglas liefert hier eine Meisterleistung ab, aber auch dem restlichen hochkarätigen Cast ist es ein Genuss zuzuschauen. Das Tolle aber an der Serie ist, dass sie nicht der Standardformel für ältere Schauspieler folgt, es gilt hier also nicht, dass ein alter Mann es noch einmal Wissen möchte, sich noch einmal beweisen möchte. Es geht hier um die Realität des Altwerdens, um Leute, die sich damit abgefunden haben. Wir folgen hier zwei besten Freunden, einem Manager, dessen Frau gerade gestorben ist und einem Schauspieler, der außer Unterricht nichts mehr zu bieten hat.
Das Glanzstück liegt hier aber darin, dass die Serie all die Dramen und Tragödien nicht zu ernst nimmt, sondern die perfekte Würze Humor beigemengt hat. Das kommt vor allem bei den fantastischen Dialogen heraus.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Puzzle (2018)

Interessanter Selbstfindungstrip einer Hausfrau.
Drama mit Kelly Macdonald von Marc Turtletaub. 103 Min.
Inhalt: Agnes lebt in Bridgeport in Connecticut und verlässt das Haus nur selten. Von ihrem ersten Smartphone, das sie geschenkt bekommt, ist sie nur wenig begeistert, doch das 1.000-teilige Puzzle, ein anderes Geburtstagsgeschenk, bereitet ihr in ruhigen Stunden Freude. Nachdem sie dieses mehrere Male zusammengesetzt und wieder in seine Einzelteile zerlegt hat, fährt sie mit dem Zug nach Lower Manhattan, um in einem Fachgeschäft weitere Puzzles zu kaufen. Dort entdeckt sie ein Schild an der Kasse, dass ein Puzzle-Champion einen Partner für verschiedene Wettbewerbe sucht. Nach und nach erkennt Agnes, dass Selbstverwirklichung und eine romantische Liebe, die Dinge waren, die in ihrem Leben fehlten.
Wir haben hier einen ruhigen Film mit tollen Schauspielern, speziell Macdonald ist großartig. Auch wenn sehr viel offensichtlich ist, schafft es der Film, nicht jedes Puzzleteil gleich und überhastet aneinander zu fügen, wodurch ein angenehmer Verlauf entsteht und auch das vieldeutige Ende gut hineinpasst.
Im Film geht es um Alltagsbewältigung und Selbstverwirklichung, um Pflichten und Freude am Leben.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Serien eingestellt

Alle Jahre wieder kommt der Moment, an dem man erfährt, welche Serien ungeplant abgesetzt wurden, uns also ohne Abschluss zurücklassen.
Dirk Gently’s Holistic Detective Agency wurde abgesetzt. Die Serie hat mir gut gefallen und deshalb bin ich schon ein bisschen traurig.
Ebenfalls abgesetzt wurde – wieder einmal – Akte X, weil Gillian Anderson ausgestiegen ist. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn wie David Duchovny ja einmal sagte, wird Akte X immer mit einem offenen Ende bleiben, also nie abgeschlossen werden, egal wie viele Staffeln noch kommen mögen. Andererseits wurde Fox von Disney gekauft und wer kann schon wissen, was die mit dem Franchise anfangen werden.
Life in Pieces wurde zwar offiziell für eine vierte Staffel verlängert, doch produktionstechnisch hat sich da bisher nichts getan und niemand weiß, wann – und ob – es weitergeht.
Naja, ich habe noch genug andere Serien, also ist das jetzt nicht so schlimm für mich, aber schade finde ich es trotzdem.

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Spiel: Clank! (Renegade Game Studios)

Tolles Deck Building Dungeon Crawl. Aber leider die falsche Version gespielt.
Von Paul Dennen (ca. 30-60 Min.; 2-4 Spieler)
Wie so Mancher weiß, gefällt mir Wettlauf nach El Dorado sehr gut. Während jenes ein gemütliches Abenteuer-Entdecker-Spiel für die ganze Familie ist, ist das hier die Vielspielerversion mit Action und einer eher düsteren Atmosphäre. Das Prinzip ist aber in beiden Spielen gleich: Wir konstruieren unser Deck, um einen guten Kartendurchlauf zu bekommen, damit wir schneller als die anderen erfolgreich den Weg ablaufen. Ich finde jedoch, dass Clank! an einigen Stellen zu unbalanciert und glückslastig ist, während Wettlauf nach El Dorado einfach runder und besser durchdacht ist, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass es weniger Komplexität anstrebt. Mittlerweile ist aber mit Clank! In Space eine neue Version erschienen, die mich schon mal vom Setting her mehr interessiert. Vor allem aber habe ich von vielen Seiten gehört, dass diese neue Version viel verändert und korrigiert hat und der allgemeine Konsens lautet, dass sie besser ist. Ich freue mich also schon sehr darauf, das endlich auf den Tisch zu bekommen.
Fazit: Nett, aber anscheinend gibt es eine besser Version.

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Renegade Game Studios – Clank!
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Buch: Bannister, Andrew – Der Erschaffer (Die Spin-Trilogie 3)

Netter Abschluss einer interessanten Trilogie.
Inhalt: Die Spin-Galaxie steht kurz vor ihrem Ende. Ihre letzten Bewohner versuchen, in ein virtuelles Paradies zu entfliehen. Doch die riesigen Server, die das stetig wachsende Paradies instand halten, stellen eine gewaltige Bedrohung dar: Sie verschlucken Energie und Ressourcen und produzieren Hitze. So entbrennt ein Krieg zwischen der Realitat und der Virtualitat, den scheinbar nur ein uraltes Artefakt – der Erschaffer – stoppen kann. Als das insektoide Wesen Scarbo die zunehmenden Anzeichen des Untergangs erkennt, begibt er sich auf eine verzweifelte Reise in den Spin. So wird Scarbo nicht nur überraschend zu einem Vermittler im virtuellen Krieg, sondern möglicherweise auch zum Retter der Menschheit.
Ich möchte zunächst erwähnen, dass jedes Buch dieser Trilogie absolut für sich alleine steht und die einzige Verbindung ist die, dass sie im selben Universum angesiedelt sind, jedoch zeitlich so weit voneinander entfernt, dass es eigentlich schon irrelevant ist. Ich möchte das deshalb betonen, weil dieser letzte Band der schwächste der Trilogie ist. Während Band 1 und Band 2 zwar auch konfus waren, das aber mit coolen und vor allem kreativen Ideen wettgemacht haben, fehlt das hier. Es fehlen hier einfach diese verrückten Momente, diese Szenen, die einem innehalten lassen, weil man sich dafür mehr Zeit nehmen muss. Es ist einfach eine Geschichte im Spin-Universum, deren einziger Existenzgrund darin besteht, die Trilogie abzuschließen. Leider wurde ich hier nicht so gut unterhalten wie mit den anderen beiden Bänden.
Ein größeres Problem aber ist die Auflösung am Ende, was es mit dem Spin auf sich hat. Leser, die dieses Buch zur Hand nehmen, um konkrete Antworten zu finden, werden enttäuscht werden. Der Schluss ist aber per se nicht enttäuschend. Es gibt einen guten Abschluss und der Leser wird in perfekter Sci-Fi-Manier angeregt selbst über ein paar Fragen nachzudenken, Dinge zu interpretieren. Für mich war es so in Ordnung, nur der Rest des Buches war ein bisschen langweilig.
Fazit: Naja, wer die anderen Bände gelesen hat, sollte hier ruhig zugreifen. Aber deswegen mit der Trilogie ganz von vorne zu beginnen, zahlt sich nicht aus.

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Der Erschaffer: Roman (Die Spin-Trilogie, Band 3)
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Serie: Fuller House – Staffel 4

Der Weltmeister der Konstanz.
Natürlich, wenn man nie eine hohe Qualität hatte, kann man auch nicht weit abstürzen. Die Serie läuft einfach geradlinig weiter, als hätte man sie ohne Unterbrechung direkt nach Staffel 3 einfach weitergedreht. Wer die Serie bis jetzt mochte, wird auch in der aktuellen Staffel all das finden, was ihm gefiel. Und umgekehrt natürlich auch. Keine Neuerungen, keine Veränderungen, einfach Gemütlichkeit pur. Eine angenehme klassische Sitcom, die uns wohl noch einige Jahre erhalten bleiben wird.
Fazit: Mir gefällt’s.

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Film: Mortal Engines (2018)

Scheinbar stehe ich damit alleine da, aber für mich der beste Film 2018.
Science-Fiction / Steam Punk mit Hera Hilmar von Christian Rivers. 129 Min.
Inhalt: Hunderte von Jahren nachdem ein katastrophales Ereignis die Zivilisation zerstört hat, leben die Menschen in mobilen Städten. Die mysteriöse Hester Shaw ist die Einzige, welche die Stadt London aufhalten kann. Die Stadt droht alles, was ihr in den Weg kommt, unter sich zu begraben.
Ja, der Film war ein finanzieller Flop. Naja, in China ist er ja noch nicht gestartet und wie schon öfters gesagt, dürfen Filme heute nicht mehr allein auf den Kinoerfolg reduziert werden. Wie bereits die Filme Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten und Blade Runner 2049 hatte auch Mortal Engines zu starke Konkurrenz am Startwochenende und ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Film – wie auch jene beiden – anschließend auf den Streamingplattformen sehr gefragt sein wird.
Es gibt aber noch weitere Gründe, weshalb der Film das Interesse des Publikums nicht wecken konnte: keine Stars und ein unbekanntes Universum. Während ich den Trailer sah und dachte: „Wow, cool, das schaut interessant aus, das ist mal was anderes.“, war die Reaktion der meisten Anderen: „Iih, was ist denn das? Da kenne ich ja niemanden. Und fahrende Städte?! So ein Blödsinn!“ Ich würde jetzt gerne eine Moralpredigt über die Macht der Konsumenten und den cineastischen Einheitsbrei halten, aber da wurde mir der Wind aus den Segeln genommen, denn der größte finanzielle Flop des Jahres 2018 war der Star Wars Film Solo, gefolgt von zwei weiteren Disney-Produktionen. Mortal Engines rangiert auf Platz 5 (ohne den chinesischen Markt, wohlgemerkt).
Betrachten wir aber nun den Film für sich allein. Ich habe die erschaffene Welt, ein Mix aus Postapokalypse und Steam Punk, sehr interessant und den Plot spannend gefunden. Visuell war der Film fantastisch und die Schauspieler waren auch nicht schlecht. Ich war von Anfang an gefesselt und wurde bis zum Ende bestens unterhalten. Ich bin aber auch eine Person, die problemlos in solche fantastischen Welten eintaucht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Top Anime 2018

Nachdem nun also auch die Anime-Herbst-Staffel 2018 zu Ende gegangen ist, wird vielerorts allgemein über das Anime-Jahr 2018 diskutiert und unweigerlich kommt die Frage nach dem jeweiligen Lieblingsanime des Jahres auf. Dabei habe ich bemerkt, dass ich ein Anime, das immer wieder genannt wird, gar nicht geschaut habe! Aufgrund so vieler Empfehlungen habe ich mir also letzte Woche Sora yori mo Tooi Basho (Übersetzung: A Place Further Than The Universe) gegönnt und muss gestehen, ich verstehe die Lobgesänge. Es geht in dieser Serie um vier Oberschülerinnen, die gemeinsam zur Antarktis reisen. Von einem Mädchen ist dort nämlich die Mutter verschollen und sie hat nun das Gefühl, dort hinreisen zu müssen, um sich richtig zu verabschieden. Das Tolle an der Serie ist der Realismus, mit dem alles erzählt wird. Die Serie wirkt beinahe wie eine Reportage über eine Forschungsreise. Keine Action, keine seltsamen Wendungen oder „Häh?“ Momente, sondern einfach nur eine Reise mit all ihren Höhen und Tiefen und mit vielen emotionalen Momenten. Vor allem wird man hier aber als Zuschauer auch selbst sehr gut motiviert, aufzustehen und einfach mal irgendwohin zu gehen. Dementsprechend passt auch der Schluss perfekt zur Serie.
Auch wenn mir diese Serie sehr gut gefallen hat, kann ich sie nicht als meine beste Serie des Jahres bezeichnen. Ginga Eiyuu Densetsu: Die Neue These – Kaikou, eine tolle Space Opera aus dem Frühling, hätte das werden können, wenn sie abgeschlossen wäre. 3-gatsu no Lion, eine Serie über Shogi-Spieler, ist schon seit Jahren mein Liebling, aber im Winter hat es einfach nur eine weitere Staffel gegeben, weshalb ich es nicht wirklich berücksichtigen möchte. Nein, wenn, dann möchte ich eine Serie nennen, die abgeschlossen ist und daher küre ich Violet Evergarden, ebenfalls aus dem Winter, zu meinem Liebling 2018. Eine Serie in einem wunderbaren Steam-Punk-Setting über eine ehemalige Soldatin, die nach dem Krieg ihren Platz in der Gesellschaft sucht.
Aber eigentlich sind alle vier hier genannten Serien sehr zu empfehlen.

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