Serie: Butterfly – Staffel 1

Spannend und emotional und mit kleinen Schwächen in Südkorea.
Butterfly startet als spannender, charaktergetriebener Thriller, der politische Intrigen mit persönlichen Konflikten verbindet. Schon ab der ersten Episode zieht die Serie die Zuschauer in eine Welt voller wechselnder Loyalitäten, heimlicher Absprachen und moralischer Grauzonen. Anders als viele Produktionen verlässt sich Butterfly nicht ausschließlich auf laute Explosionen oder endlose Shootouts. Stattdessen baut sie eine durchdachte Geschichte auf, zeigt glaubwürdige Beziehungen und schafft eine konstante Spannung, die bis zum Ende trägt. Die Performance der Schauspieler ist überwiegend stark, besonders Daniel Dae Kim, Reina Hardesty und die koreanischen Stars wie Kim Tae-hee, Park Hae-soo und Kim Ji-hoon stechen mit Authentizität, emotionaler Tiefe und Nuancen hervor.
Die Serie glänzt mit hochwertiger Inszenierung, die K-Drama-Ästhetik mit dem Stil eines amerikanischen Spionagethrillers verbindet. Dennoch zeigt Butterfly Schwächen im Bereich Action. Die Kämpfe wirken oft langsam, die Schüsse flach, Schwert- und Schlagbewegungen ohne Gewicht, Stunts vorhersehbar, und die Zerstörung der Umgebung enttäuscht. Diese Defizite bei den Actionszenen trüben den Gesamteindruck ein wenig, besonders für Zuschauer, die dynamische, koreanisch inspirierte Kampfszenen gewohnt sind. Einige nicht-koreanische Darsteller liefern zudem eher flache Darbietungen, was die Wirkung einzelner Szenen schwächt.
Außerdem muss Kritik am Finale angebracht werden. Vor allem die letzte Szene hat für mich Butterfly fast schon ruiniert. Statt einen ordentlichen Abschluss zu haben und das hier als abgeschlossene Miniserie zu präsentieren, musste noch dieser lächerliche, brutale, unnötige Cliffhanger hinzugefügt werden. Für mich wie immer unverständlich und ich hasse ihn.
Trotz dieser Schwächen ist Butterfly gut unterhaltsam, packend und emotional überzeugend. Die Serie lohnt sich besonders für Zuschauer, die sich für tiefere Figurenzeichnung, moralische Konflikte und politische Intrigen interessieren. Actionfans sollten jedoch mit weniger spektakulären Kampfszenen rechnen. Wer sich auf die Geschichte und die Leistungen der Schauspieler einlässt, wird dennoch gut unterhalten, auch wenn das Ende nicht jeden zufriedenstellt.
Fazit: Kann geschaut werden.

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