Film: The Fall Guy (2024)

Positive Überraschung.
Action/Komödie mit Ryan Gosling und Emily Blunt von David Leitch. 126 Min.
Inhalt: Nachdem er das Unternehmen ein Jahr zuvor verlassen hat, tritt der kampferprobte Stuntman Colt Seavers wieder in Aktion, als der Star eines großen Studiofilms plötzlich verschwindet. Während sich das Geheimnis um den vermissten Schauspieler vertieft, findet sich Colt bald in einer Verschwörung wieder.
Dieser Film ist ein gutes Beispiel dafür, wie schlechtes Marketing ein falsches Bild von einem Produkt entstehen lassen kann. Aufgrund der Trailer und der Inhaltsangabe hatte ich einen anderen Film erwartet und daher bisher um The Fall Guy einen großen Bogen gemacht. Nun hat es sich halt zufällig ergeben, dass ich ihn irgendwo mitgeschaut habe und muss gestehen, dass ich echt positiv überrascht wurde.
Tatsächlich geht das nicht nur mir so, denn das Marketing wird oft als ein Mitgrund dafür genannt, dass dieser Film an den Kinokassen nicht so erfolgreich war wie erwartet. Wegen falscher oder uneindeutiger Botschaften, Zielgruppenunsicherheit und andersgearteter Erwartungen.
The Fall Guy liefert aber genau die Art von Blockbuster-Unterhaltung, die einem gefällt: mitreißend, charmant und voller Herz. Ryan Gosling und Emily Blunt begeistern mit spürbarem Spaß in ihren Rollen und einer Chemie, die glaubwürdig und leichtfüßig zugleich wirkt. Die Action- und Stuntsequenzen bringen echtes Handwerk zurück auf die Leinwand und erinnern daran, dass wir Blockbuster lieben, weil sie uns einfach unterhalten.
Der Film feiert jene, die hinter den großen Momenten stehen, nämlich die Stuntleute, die Action möglich machen, und schafft daraus eine liebevolle Hommage, ohne dabei sentimentale Klischees zu bedienen.
Wer also einen Film sucht, der Spaß macht, beim Zuschauen mitreißt und dabei noch ein wenig mehr bietet als „Explosionen und Helden“, wird hier hervorragend bedient.
Diese Film basiert übrigens auf der gleichnamigen Serie aus den 1980ern, ist aber weder eine Fortsetzung noch ein Reboot davon. Tatsächlich haben Film und Serie außer den Namen und das Thema Stuntman nichts gemeinsam. Und das führt wieder zurück zum schlechten Marketing. Der Film setzt bewusst auf eine moderne Meta-Perspektive, also eine Hommage an Stuntarbeit und Filmbranche im Allgemeinen, doch das Marketing sprach nie klar aus, dass es sich nicht um ein Remake oder Reboot handelt. Serienfans sahen im Trailer zu wenig vom Original, zu wenig Nostalgie und für ein neues Publikum gab es keine klare Botschaft.
Fazit: Empfehlenswert.

Dieser Beitrag wurde unter Filme abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..