Spiel: Curses & Covens (One Thousand Rats)

Taktisches Memory.
Von Samara Jethwa und David Walsh (ca. 10-20 Min.; 4-6 Spieler)
Curses & Covens ist ein Spiel, in dem einer gegen den Rest antritt. Ein Spieler schlüpft in die Rolle des Hexenjägers, während die anderen Spieler als einfache Bewohner die freundlichen Hexen beschützen. Ziel des Hexenjägers ist es, fünf Hexen zu fangen, während die Bewohner versuchen, einen Hexenzirkel aus drei Hexen derselben Farbe in der Hand eines Spielers zu bilden, um zu gewinnen.
Curses & Covens wirkt auf den ersten Blick thematisch reizvoll und setzt mit seinem Hexen-und-Magie-Motiv optisch Akzente, doch das Spielerlebnis selbst bleibt eher durchwachsen. Die Mischung aus Bluff, Deduktion und Rollenversteckspiel ist grundsätzlich interessant, doch besonders in der Spielpraxis fällt auf, dass sich der Ablauf häufig wenig organisch anfühlt. Die begrenzte Kommunikation zwischen den Mitspielern sorgt eher für Zufall als für echte strategische Tiefe, was das gemeinsame Planen und Bluffen erschwert und bei manchen Runden eher Frust als Spannung erzeugt.
Zwar sind Artwork und Komponenten ansprechend gestaltet und tragen ein stimmiges Fantasy-Flair, doch hinter der hübschen Oberfläche versteckt sich ein Spiel, dessen Mechaniken nicht immer sauber greifen und das weniger Variation bietet als erhofft. Nach mehreren Partien fällt auf, dass sich viele Situationen stark ähneln.
Insgesamt bleibt Curses & Covens ein Ansatz mit Potenzial, der allerdings in der Umsetzung zu oft an offenem Zufall und holpriger Interaktion krankt, sodass er im Kreis von Vielspielern eher gemischte Gefühle hinterlässt.
Fazit: Kann probiert werden.

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