Filme: The Gangster, the Cop, the Devil (2019)

Spannende Jagd nach einem Serienmörder.
Actionthriller mit Ma Dong‑seok von Lee Won-Tae. 110 Min.
Inhalt: In der südkoreanischen Stadt Cheonan treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Als er dann zufällig einen lokalen Gangsterboss angreift, wendet sich sein Glück. Denn nun schließt sich der zuständige Polizist mit dem Gangster zusammen und sie jagen gemeinsam den Killer. Dabei prallen zwei unterschiedliche Welten aufeinander.
Die Prämisse des Films ist sehr spannend und der Film setzt sie gut um. Mir gefallen meistens Filme, in denen ein Serienmörder gejagt wird, nicht so gut, weil es oft auf ein Katz-und-Maus-Spiel reduziert wird. Hier jedoch kommt noch der Konflikt zwischen den beiden Jägern dazu, was den eigentlichen Reiz des Films ausmacht.
Auch dieser Film ist wieder ein Beweis dafür, dass Südkorea als Filmnation aufblüht und eine Perle nach der anderen raushaut.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Mein Kickstarter-Experiment – Update IV

So schnell schon ein neues Update? Nun, ich muss einfach davon berichten, was mir jetzt schon wieder passiert ist.
Ich habe ja bereits öfters gesagt, dass der Hauptgrund ein Spiel auf Kickstarter zu unterstützen, der ist, dass man nicht sicher sein kann, ob und wann es bei dir im Fachhandel landet, also ob man es überhaupt außerhalb dieser Plattform erhalten wird.
Doch, was mir nun passiert ist, finde ich schon extrem dreist. Ich habe von anderen Fällen gehört, wo das auch schon passiert ist, also hat es mich nicht so überrascht, aber ärgern tut es mich trotzdem. Nun, was ist passiert? Das Spiel ist im Fachhandel, bevor die Unterstützer ihre Exemplare erhalten haben. Seit Monaten erhalten wir E-Mails mit Entschuldigungen, dass sich die Produktion und Verpackung verzögern, nur um jetzt zu erfahren, dass die Exemplare für den Fachhandel schon längst fertig und ausgeliefert worden sind.
Ja, man muss fairerweise sagen, dass der Verlag sofort eine Rundmail rauschgeschickt hat, dass der Fachhandel noch nicht verkaufen darf, sondern erst, wenn alle Unterstützer ihr Exemplar erhalten haben. Außerdem darf auch nicht vergessen werden, dass man als Unterstützer noch ein paar Extras bekommt, die es im Fachhandel nicht gibt.
Das ist alles gut und recht, dennoch ist es eine sehr ungute Situation.

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Spiel: Under Falling Skies (CGE)

Tolles Solo-Puzzle.
Von Tomas Uhlir (ca. 20-40 Min.; 1 Spieler)
In diesem Spiel schickt ein außerirdisches Imperium Kriegsschiffe, um die Erde zu erobern. Es ist unsere Aufgabe dies zu verhindern. Dabei würfeln wir mehrere Würfel, die dann auf dem Spielbrett platziert werden müssen. Je höher der Wert, desto stärker der Effekt des gewählten Aktionsfeldes, aber die Raumschiffe dieser Spalte bewegen sich so weit, wie der Würfelwert angibt. Es liegt also am Spieler, für jede Spalte individuell zu entscheiden, ob er eine starke Aktion möchte und die Gegner nahe herankommen lässt oder ob der eine schwache Aktion nimmt und die Gegner fernhält. Das sind kontinuierlich interessante Dilemmata, die das Spiel zu einem spannenden Puzzle machen.
Dank der variablen Spielbrettteile ist jede Partie anders, da es immer andere Dinge zu beachten gilt. Das Interessanteste ist aber sicherlich die Kampagne. Denn dadurch erlebe ich eine spannende Geschichte und spiele sehr unterschiedliche Partien, da jedes Szenario einen eigenen Spielbrettaufbau erfordert. Als Solo-Spieler ist man dann auch nicht darauf angewiesen, wann die Mitspieler Zeit haben und kann die Kampagne nach Belieben fortführen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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CGE – Under Falling Skies
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Buch: Hacker, Jörg – Pandemien

Spannendes Buch zu einem aktuellen Thema.
Kaum ein Band der Beck-Wissen-Reihe ist so aktuell wie dieser und entsprechend nimmt Corona auch einen zentralen Platz ein. Doch dabei kommen andere Infektionskrankheiten nichts zu kurz. Auch wenn der Autor hier immer wieder zu Corona zurückkehrt, befasst er sich doch umfassend mit dem Thema Pandemien.
Historische Beispiele von Pandemien, Basiswissen und Grundlagenforschung werden zunächst behandelt, um dann über Tier-Mensch-Übertragungen zu sprechen und dem Faktor Umweltzerstörung. Sehr spannend habe ich ich vor allem das achte Kapitel empfunden, in dem ausgeführt wird, inwiefern Digitalisierung und Künstliche Intelligenzen uns im Kampf gegen Pandemien unterstützen können. Der Autor vergisst aber nicht, deutlich zu machen, dass Forschungen mit Viren und anderen Krankheitserregern auch immer Schattenseiten haben.
Im letzten Teil spricht er dann über unsere aktuelle Pandemie und vergleicht diese mit historischen Beispielen. Es geht um Wissenschaftskommunikation, die Krise im Schulsystem, Wirtschaft und Gesellschaft, sowie um ethische Fragen, wie etwa der Triage oder Impfungen.
Ingesamt ist dies ein sehr informatives Buch über ein topaktuelles Thema und dem Autor gelingt es wunderbar, nüchtern Fakten zu präsentieren, ohne belehrend oder kritisierend zu sein.
Übrigens sei angemerkt, so als witziges Detail am Rande, dass jeder aufmerksame Leser mitbekommt, dass der Autor an der Leopoldina beschäft war, denn dies wird im Buch überraschend oft erwähnt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Pandemien: Corona und die neuen globalen Infektionskrankheiten (Beck’sche Reihe)
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Film: Justice League – Snyder Cut (2021)

Ja! Warum nicht gleich so?
Superhelden-Actionfilm mit Ben Affleck und Gal Gadot von Zack Snyder. 242 Min.
Inhalt: Batman fühlt sich seit Kurzem in seinem Glauben an das Gute im Menschen bestärkt und von Supermans selbstlosem Verhalten inspiriert. Zusammen mit Wonder Woman trommelt er deshalb eine Gruppe von Superhelden zusammen, um als „Justice League“ gegen eine böse neue Macht zu kämpfen. Aquaman, Cyborg und The Flash schließen sich ihnen in dem Kampf an, bei dem der Erhalt der gesamten Menschheit auf dem Spiel steht.
Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass mir die erste Version dieses Film eigentlich gar nicht so schlecht gefallen hat, ich bin halt leicht zufrieden zu stellen, aber das, was hier jetzt geliefert wurde, ist definitiv um Welten besser.
Also, um noch einmal kurz die Hintergrundgeschichte zu erklären: Justice League kam 2017 in die Kinos, doch wegen kreativer Differenzen ist der Regisseur Zack Snyder damals kurz vor Abschluss der Dreharbeiten gegangen worden und hat den Film nicht selbst geschnitten, sein Ersatz hat sogar noch einige Szene nachgedreht und damit den gesamten Tonfall des Films komplett verändert. Der Film floppte dann an den Kinos und wurde von den Kritikern zerrissen und Zack Snyder wurde nicht müde zu betonen, dass dies nicht sein Film ist. Dadurch hat sich dann die Fangemeinde formiert und einen Snyder Cut gefordert. Dann kam die Pandemie und Warner Brothers suchte etwas, um seinen Streamingdienst HBO Max zu stärken. Was lag da näher, als Zack Snyder zu rufen, der eh gerade Zeit hatte, ihm das gesamte Justice League-Material in die Hand zu drücken und die neue Version dann einfach direkt auf HBO Max zu veröffentlichen?
Und so haben wir nun eine neue Version von Justice League vor uns, die absolut gelungen ist. Die beiden neuen Charaktere Cyborg und The Flash haben eine viel bessere Hintergrundgeschichte, ebenso der Bösewicht Steppenwolf. Es fühlt sich alles viel flüssiger an und der Plot ist auch logisch nachvollziehbar. Dadurch, dass dem Bösen mehr Platz eingeräumt wurde, wissen wir auch, was uns in einer eventuellen Fortsetzung erwartet hätte, die ich eigentlich schon gerne sehen würde. Auch der Endkampf ist in dieser Version viel besser, denn jeder der Superhelden leistet hier einen wichtigen Beitrag, was ingesamt dann auch zu einem viel zufriedenstellenderem Ende führt. Einzige die letzten 30 Minuten, also den gesamten Epilog, hätte man komplett weglassen können.
Was bedeutet nun der Erfolg dieses Films für die Zukunft? Zunächst muss man anmerken, dass er vier Stunden dauert und in meinen Augen nur deshalb so gut funktioniert. Ob er immer noch so gut wäre, wenn man ihn fürs Kino auf zwei Stunden geschnitten hätte, wage ich zu bezweifeln. Wie viele schlechte Filme hätten eigentlich gut sein können, wenn die Regisseure ihre Visionen bis zum Ende hätten durchziehen können? Wenn Filme nicht brutal geschnitten und im geheimen Kämmerchen bearbeitet worden wären? Das sind Fragen, auf die wir wohl nie eine Antwort bekommen werden.
Es sei noch weiters angemerkt, dass ich mich sicher nicht für vier Stunden ins Kino gesetzt hätte, aber zuhause auf der Couch mit dem Bett im Nebenzimmer habe ich kein Problem, einen 4- oder 5-stündigen Film zu schauen.
Könnte der Erfolg dieses Snyder Cuts dazu führen, dass Regisseure in Zukunft mehr Freiraum haben? Wohl eher nicht. Aber wir werden vermutlich mehr Dircetor Cuts auf Streamingplattformen sehen.
Könnte der Erfolg dieses Snyder Cuts dazu führen, dass Filme in Zukunft länger werden? Da der Trend ohnehin allgemein eher weg vom Kino hin zu Streamingdiensten führt, könnte ich mir das durchaus vorstellen. Ist halt eine Kostenfrage.
Grundsätzlich denke ich schon, dass dieser Film dafür sorgen wird, dass bei Entscheidungsträgern nun mehr Denkprozesse stattfinden werden.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Computerspiele V – Cyberpunk 2077

Noch nie hat mich ein Produkt derart enttäuscht und mir dennoch so viel Spaß bereitet. Wenn mir das Spiel schon trotz der unzähligen Makel so viel Spaß bereitet hat, dann will man sich gar nicht vorstellen, wie grandios eine perfekt produzierte Version hätte sein können.
Es ist schon lange her, seit ich mein letztes Computerspiel gespielt habe (>>hier<<) und es war für mich klar, dass mich nur ein ganz spezieller Titel wieder zum Zocken bringen könnte. Und ich wusste auch schon seit Jahren, dass Cyberpunk 2077 genau dieser Titel sein würde.
Mit viel Vorfreude habe ich also den Erscheinungstermin herbeigesehnt. Als dann klar war, welche Hardware dafür nötig wäre, war auch klar, dass ich das nicht spielen kann. Meine diesbezüglichen Gedanken habe ich damals >>hier<< formuliert. Zum Glück kam Google Stadia und ich musste nichts extra kaufen, nichts aufrüsten. Das war für mich doppelt glücklich, weil ich so einerseits Geld gespart habe, andererseits das Spiel auf den Konsolen unspielbar war und nur auf Computern mit stärkerer Hardware als angegeben funktionierte. Der beste Ort, um Cyberpunk 2077 zu spielen, war dann zu aller Überraschung Google Stadia und tatsächlich lief das Spiel bei mir tadellos, einwandfrei und machte wirklich Spaß. Natürlich gab es auch hier ein paar Bugs, aber nichts spielentscheidendes, nichts spaßminderndes, nur immer mal wieder Einzelheiten, über die man schmunzeln kann.
Ganz im Gegenteil habe ich es genossen durch Night City zu fahren und die Archetiktur zu bewundern oder außerhalb in der Gegend herumzukurven und die Skyline zu bestaunen. Optisch wahrlich ein Meisterwerk, das bei mir auf Stadia perfekt flüssig lief und viel Spaß gemacht hat. Sonst hätte ich das auch nicht in drei Monaten durchgespielt [übrigens habe ich jede Nacht um Mitternacht ca. 1 Stunde gezockt, am Wochenende auch mal mehr, insgesamt aber ca. 150 Stunden].
Nein, das Problem ist der Inhalt. Zunächst wird man bei Spielbeginn ziemlich alleingelassen, ohne Orientierung und nur mit einem Pseudo-Tutorial. Einige Funktionen habe ich bis zum Schluss nicht verstanden, wie man die verwendet. Schließlich aber gewöhnt man sich an den Mechanismus und irgendwann stößt man zufällig auf das, was die Hauptmission iniziiert. Die spielt man dann ein bisschen, sehr spannend, macht Lust auf mehr, doch dann kommt der große Zwist: Cyberpunk 2077 will eigentlich Open World sein, bietet aber einen geradlinigen Plot. Das passt einfach nicht zusammen!
Die Hauptmission erzählt eine Geschichte, die Zeitdruck aufbaut. Im Grunde lautet es: „Wenn du das nicht machst, stirbst du.“ In einer normalen Welt würde ein logisch denkender Mensch also alles andere ignorieren und sich nur darauf konzentrieren. Doch Night City ist ein riesiges Gebiet mit unzähligen Dingen, die man entdecken kann, Nebenmissionen, die man erfüllen kann, Kopfgeldjagden, Verbrechen und Überfällen. Ich habe dann gegen meinen Instinkt rebelliert, die Hauptmission ignoriert und einfach Night City unsicher gemacht. Das hat mir sehr gut gefallen und da ging auch bei Weitem die meiste Spielzeit drauf. Erst als ich da alles geklärt hatte und nur noch ein paar Überfälle übrig waren, kehrte ich zur Hauptmission zurück. Wie gesagt, gefällt mir die nicht schlecht und ist auch durchaus spannend, passt aber nicht in das Open World Konzept.
Zu den Nebenmissionen könnte man so viel sagen, Positives wie Negatives, aber da würde ich nicht mehr fertig werden. Also konzentriere ich mich auf was anderes, denn mein Hauptkritikpunkt sind die Romanzen. Puh, was haben sich die Schreiberlinge dabei nur gedacht? Man kann also das Spiel als Mann oder Frau spielen, hetero- oder homosexuell. Für jede Orientierung gibt es einen eigenen Partner, mit dem man eine Romanze eingehen kann. Wenn ich als heterosexueller Mann spiele oder als homosexuelle Frau, treffe ich meine Partner durch die Hauptmission, kann sie also gar nicht verpassen. Wenn ich hingegen als heterosexuelle Frau oder als homosexueller Mann spiele, muss ich extra die versteckten Nebenmissionen suchen, um meinen Partner zu finden. Ich glaube, das alleine sagt schon viel darüber aus, wer das Spiel entwickelt hat und wer die Zielgruppe ist. Aber darüber kann man dann politisch, philosophisch, moralisch diskutieren, was ich hier nicht will. Mein Problem ist ein anderes, ein konkretes spieltechnisches: Die Romanzen sind extrem schlecht ausgebaut und dadurch auch das Spielende.
Als heterosexueller Mann komme ich mit Panam zusammen; als heteresoxuelle Frau mit River; als homosexuelle Frau mit Judy; als homosexueller Mann mit Kerry. Damit ist das jetzt etwas übersichtlicher.
Problem 1: Das Spiel erkennt nicht früh genug, ob ich kompatibel bin. Als heteresexueller Mann spiele ich dann etwa die Missionen von Judy und River so durch, als würde es zu einer Romanze führen, nur um am Ende zu hören, dass ich nicht ihr Typ bin. Aber weil ich ja alle Missionen abschließen will, spiele ich da halt mit. Man hätte da ruhig ein variableres und adaptiveres Script erstellen können.
Problem 2: Das Spiel bietet dir mehrere Endoptionen, aber wenn du eine Romanze eingegangen bist, gibt es für dich nicht wirklich eine Option. Dass du das Happy End für euch beide wählst ist eh logisch. Ich hätte mir am Ende eine weltbewegende Entscheidung oder zumindest ein Dilemma mit moralischen Grauzonen erwartet, aber die konkret vorhandenen Optionen sind ziemlich banal.
Doch nur wenn du mit Panam zusammen bist, ist klar, welche Route zum Happy End führt. Wenn du mit einem anderen Partner zusammen passt, musst du einfach raten, welche Route dich glücklich macht, oder halt im Internet recherchieren. Hier ein Spoiler: Egal welchen Partner du hast, im finalen Kampf musst du Panam um Hilfe bitten, um das Happy End zu erreichen. Sprich, egal welchen Partner du hattest, die finale Sequenz musst du mit Panam durchspielen. Wenn du dann durch bist und Panam nicht dein Partner ist, kommt jetzt eine kleine Videosequenz, in welcher du deinen Partner triffst. Danach kommt das Abschlussbild, und das finde ich auch etwas dreist, denn egal welchen Partner du gewählt hast, am Ende fährst du mit Panam in den Sonnenuntergang. Wirklich? Da hätten sie nicht vier verschiedene Videosequenzen erstellen können?
Wie gesagt, habe ich als heterosexueller Mann gespielt und somit war es für mich ein absolut zufriedestellendes Finale. Wie sich die Spieler bei diesem Abschluss fühlen, die hingegen ein andere Romanze eingegangen sind, kann ich mir nicht vorstellen, aber mich hätte es wohl geärgert.
Doch dem nicht genug! Nach der Fahrt in den Sonnenuntergang kommen Videogrüße von den verschiedenen Charakteren, die man getroffen hat und die letzte war, in meinem Fall, von Panam. Echt jetzt? Da kämpfe ich so hart mit der ein Happy End zu haben und dann schickt ihr mir ganz am Ende noch so eine Botschaft?! Da habe ich nur noch den Kopf geschüttelt.
Insgesamt hat mir das Spiel gut gefallen, aber weil ich eben sämtliche Nebenmissionen erfüllt und Night City intensiv erforscht habe. Die Hauptmission selbst ist sehr kurz und wenn man die in einem Durchgang spielt, ist der Spielspaß eher gering und das Ende eher enttäuschend. Für interessante Finaloptionen, wie eben einem romantischen Happy End, muss man halt auch die Nebenmissionen spielen.
Aber auch wenn mich dieses Spiel jetzt gut unterhalten hat, kann es meinen beiden Lieblingen Deus Ex und Mass Effect in keinster Weise das Wasser reichen. Also bitte, das muss schon doppelt unterstrichen werden. Im Vergleich dazu ist die Story hier doch sehr banal und die Welt im Hintergrund zu einfach ausgebaut.
Wer also wie ich zu einem Computerspiel greift, um eine tolle Geschichte zu erleben, wird hier eher nicht glücklich werden, wer aber Spaß daran hat die Stadt zu erforschen und zufällige Abenteuer zu erleben, der wird hier viele Stunden sitzen können.
Wie sieht nun meine persönliche Computerspiel-Zukunft aus? Einerseits bin ich ja jetzt bei Google Stadia angemeldet und so juckt es mich in den Fingern, dort aktiv zu bleiben. Anderseits gibt es momentan aber nichts, was mich wirklich reizt. Deus Ex 5 liegt noch in weiter Ferne, ebenso Mass Effect 5. Aber zu Letzterem kam jetzt schon ein Trailer, es wird also schon daran gebastelt. Die wichtigste Info daraus für mich: ME5 wird eine Fortsetzung sowohl von ME3, also auch von ME4. Weil ich aber ME4 wegen schlechter Kritiken noch nicht gespielt habe, werde ich das wohl noch nachholen, bevor der nächste Teil erscheint.

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Buch: Stuchtey, Benedikt – Geschichte des Britischen Empire

Eine weitere Perle der Beck-Wissen-Reihe.
In diesem gelungenen Werk wird die Geschichte des größten Kolonialreichs, das je existierte, wunderbar zusammengefasst und auf den Punkt gebracht. Die Voraussetzungen zu dessem Entstehen, die Entwicklungen, Auswirkungen und Nachwehen. Dabei wird klar, dass das Empire nie ein homogenes Konstrukt war, dass jedes Territorium anders verwaltet wurde, andere Herausforderungen stellte und sich anders entwickelte. Insgesamt vereinte das Empire alle Formen der Kolonisation in sich: Stützpunkt-, Beherrschungs-, Siedlungs- und Plantagenkolonien, sowie Mandatsgebiete, Protektorate und ein Kondominium. All diese Unterschiede sowie der Verwaltungswirrwarr in London, der Zwist zwischen Regierung und Handelskompanien und der Konflikt mit anderen Kolonialreichen wird hier ausführlich und prägnant beschrieben.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Die Eiskönigin 2 (2019)

Gelungene Fortsetzung.
Animation/Musical von Jennifer Lee und Chris Buck. 103 Min.
Inhalt: Nachdem sich Königin Elsa nicht nur ihren Ängsten, sondern auch der Öffentlichkeit gestellt hat, kehrt in Arendelle endlich Ruhe ein. Als Elsa eines Tages eine geheimnisvolle Stimme im Wald hört, folgt sie dieser und weckt dabei unbeabsichtigt die Geister auf. Gemeinsam mit ihrer Schwester Anna, Kristoff und Olaf begibt sie sich auf eine Reise, um die Wahrheit über die Vergangenheit des Königreichs herauszufinden.
Vornweg sei gesagt, dass wenn jemand den ersten Teil nicht geschaut hat, er dies sofort nachholen muss, bevor er hier zugreift.
Dieser Film hat mir sehr gut gefallen und meine Tochter – die eigentliche Zielgruppe – findet ihn sogar besser als den ersten Teil, das ist dann eigentlich eh schon die wichtigste Information. Persönlich haben mir zwar die Lieder im ersten Teil besser gefallen, aber die hier waren schon auch sehr gut. Andererseits war hier der Plot spannender, also die Aufarbeitung der Vergangenheit.
Insgesamt ein toller Film, lustig, emotional und spannend, angenehme Unterhaltung für die ganze Familie.
Wird es einen dritten Teil geben? Nun, die Geschichte ist eigentlich fertig erzählt so sehen es auch die Produzenten und Drehbuchautoren. Doch bei Disney weiß man nie, was in ein paar Jahren sein wird und ob es nötig sein wird, den Streamingdienst Disney+ mit einem Kracher zu füllen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Anime-Update Winter ’21

Für viele Anime-Fans war dies die beste Staffel seit Jahren, was ich absolut nachvollziehen kann, doch leider nicht für mich. Warum?
Erstens kamen diesmal unzählige Fortsetzungen zu beliebten Serien, die ich jedoch nicht schaue, nämlich Shingeki no Kyojin (Attack on Titan): The Final Season, Re:Zero kara Hajimeru Isekai Seikatsu 2nd Season Part 2, Beastars 2nd Season, Nanatsu no Taizai (Seven Deadly Sins): Fundo no Shinpan, Log Horizon: Entaku Houkai und World Trigger 2nd Season. Also viel, das an mir einfach vorbeiging, aber viele Fans begeisterte.
Zweitens kamen diesmal auch viele Serien, von denen ich eigentlich das Manga lese, also auch wieder etwas, das für mich nicht relevant war, aber viele Fans unterhielt, nämlich Yakusoku no Neverland 2nd Season, Dr. Stone: Stone Wars, Kaifuku Jutsushi no Yarinaoshi, Black Clover, Boruto und One Piece.
Drittens kamen dann noch jene tollen Serien, die ich selbst auch geschaut habe und hier nun kurz präsentieren möchte.

Mein Liebling diesmal war eindeutig Jujutsu Kaisen (TV), das vom Herbst 2020 direkt weiterlief. Es hat sich enorm gesteigert und hätte es diese Qualität dort schon gehabt, wäre es wohl mein Top-Anime 2020 geworden. Ich möchte auch extra betonen, dass dies die einzige Serie war, für die ich mir immer extra Zeit genommen habe, um sie zu schauen, den Rest habe ich dann geschaut, wenn ich zufällig Zeit hatte. Die aktuelle Staffel endet mit einer tollen Episode und ich freue mich schon, wenn es nächstes Jahr dann weitergeht.

Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir Tensei shitara Slime Datta Ken 2nd Season, eine würdige Fortsetzung mit einer richtig tollen Entwicklung. Allein wegen der letzten paar Episoden absolut sehenswert. Speziell die letzte Episode ist sehr gelungen und schürt Vorfreude auf die nächste Staffel.

Mushoku Tensei: Isekai Ittara Honki Dasu war wohl die größte Überraschung. Ich dachte zunächst, hier kommt einfach ein weiterer generischer Isekai (Japaner stirbt und wird in Fantasy-Welt wiedergeboren), doch nein, der Zeichenstil hier ist etwas vom Besten, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Dazu kommen noch interessante Charaktere und ein Plot, der am Ende hin richtig spannend wird. Im Sommer geht’s weiter. Ich freue mich schon, würde aber auf die drei Monate Pause gerne verzichten.

Kemono Jihen hat mir auch sehr gut gefallen. Hier geht es um als Menschen getarnte Monster, die unter uns leben. Ein paar davon haben sich zu einer Agentur zusammengeschlossen, um die bösen Monster zu stoppen, damit die Welt friedlich bleibt. Kein großartiges Meisterwerk, aber schon unterhaltsam und durchaus spannend, mit einigen heftigen, emotionalen Momenten. Die Schlussepisode ist auch gelungen und ich freue mich schon auf die nächste Staffel, die hoffentlich irgendwann kommt.

Wonder Egg Priority ist etwas vom Speziellsten, was ich seit Langem gesehen habe. Es ist eine sehr einzigartige, kreative, künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Mobbing und Selbstmord. Nichts für schwache Nerven, aber absolut sehenswert. Leider nicht abgeschlossen, aber angkündigt ist eine finale Spezialepisode für den 29.06.2021. Ich bin schon gespannt.

SK∞ ist ein Skateboard-Anime! Das ist es auch schon. Toll gezeichnet, spannende Wettkämpfe, interessante Charaktere. Wer sich dafür auch nur ein bisschen interessiert, sollte da absolut zugreifen. Außerdem ist die Serie wunderbar abgeschlossen.

Hanyou no Yashahime: Sengoku Otogizoushi lief ebenfalls vom Herbst 2020 direkt weiter, als dann aber in einer Flashback-Episode alles erklärt wurde, ging für mich jegliche Spannung verloren und ich habe aufgehört, da weiterzuschauen.

Horimiya (zwei Oberschüler mit jeweils einem Geheimnis finden zueinander), Urasekai Picnic (eine Parallelwelt mit seltsamen Phänomenen) und Tatoeba Last Dungeon Mae no Mura no Shounen ga Joban no Machi de Kurasu Youna Monogatari (ein ultrastarker, aber dummer Held aus einem verschollenen Dorf) sind drei Serien, die ich hier in eine Gruppe stecke, denn mit denen ist das gleiche passiert. Alle hatten interessante Prämissen und richtig tolle Pilotepisoden. Ich habe da dann auch weitergeschaut, doch mit jeder Episode wurde es schlechter und langweiliger, jegliche Spannung verpuffte und die Charaktere haben mich einfach nicht mitgezogen.

Am Ende gab es in dieser Staffel also genau sechs Serien für mich, was weit unter meinem Durchschnitt liegt. Während also die meisten Fans von der „Best Season Ever“ sprechen, war es für mich okay. Einige tolle Serien, definitiv, aber ingesamt nicht die Bombe.

Neben diesen Serien habe ich dann auch noch die ersten beiden Staffeln von Log Horizon nachgeholt, um dann hier aktuell die dritte Staffel zu schauen. Doch am Ende der zweiten Staffel ist die Serie so langweilig geworden, dass ich dann keine Lust mehr auf die dritte Staffel hatte. Ich würde gerne noch von Beastars und World Trigger die ersten Staffeln nachholen, weil mir die empfohlen wurden, damit ich die akutellen Staffeln dann auch schauen kann. Bei Re:Zero kara Hajimeru Isekai Seikatsu bin ich ebenfalls in der letzten Staffel ausgestiegen, aber aufgrund all der Lobeshymnen für diese neue Staffel werde ich vielleicht doch wieder einsteigen. Das wären jedenfalls ein paar Pläne meinerseits. Außerdem wartet ja auch noch Gintama auf mich.

Ausblick auf den Frühling 2021:
Der Frühling steht schon in den Startlöchern bereit und auch hier kommen einige interessante Dinge auf mich zu, wie etwa Boku no Hero Academia 5th Season, Shaman King, Zombieland Saga: Revenge, Nomad: Megalo Box 2, Edens Zero, 86 und Yuukoku no Moriarty 2nd Season.

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Spiel: Kyoto (Deep Print Games)

Cooles Spiel mit einem aktuellen Thema: Klimakonferenzen.
Von Johannes Krenner (ca. 30-45 Min.; 3-6 Spieler)
In diesem Spiel schlüpfen die Spieler in die Rollen von Diplomaten und versuchen bei internationalen Konferenzen die Zerstörung der Welt durch den Klimawandel abzuwenden, dabei möchte aber jeder so wenig Geld wie möglich ausgeben. Das führt zu hitzigen Verhandlungen, Diskussionen und Hintertürabsprachen. Doch wenn niemand etwas tut, verschlimmert sich der Klimawandel. Werden sich die Diplomaten einig oder schultert einer die gesamte Bürde?
Das Spiel geht über mehrere Runden, wobei in jeder eine andere Agenda abgearbeitet wird. Sollte der Klimawandel irgendwann die Welt zerstören, haben alle verloren. Sollte die Welt jedoch bis zum Ende überleben, hat der gewonnen, der da dann am meisten Geld hat.
Dieses Spiel lebt von der Kommunikation und ist in diesem Sinn stark von der Gruppendynamik abhängig.
Fazit: Empfehlenswert.

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Pegasus Spiele – Kyoto (deutsche Ausgabe) (Deep Print Games)
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