Serie: Killjoys – Staffel 5

Heute muss man ja froh sein, dass eine Serie überhaupt einen Abschluss bekommt. Dass dieses dann auch noch gut ist, ist ein netter Bonus.
Wie bereits an anderer Stelle geschrieben, waren die ersten drei Staffeln nicht besonders gut. Sie haben mich als Space-Sci-Fi-Nerd unterhalten, mehr aber auch nicht. Die vierte Staffel hat einen ordentlichen qualitativen Sprung geschafft, der hier nun fortgeführt wird. Das Finale fühlt sich etwas abrupt an, zumal so viel Zeit darauf verwendet wird, den finalen Showdown vorzubereiten, ist aber dennoch solide und absolut zufriedenstellend.
Ich bleibe aber bei meiner Meinung, dass ich die Serie nur bedingt empfehlen kann. Die beiden letzten Staffeln sind schon gut, aber nicht gut genug, dass man sich durch die ersten drei durchkämpfen sollte, es sei denn, man ist so ein Space-Sci-Fi-Nerd wie ich. Die Serie hat mich als Fan des Genres gut unterhalten, sie wird es aber sicher nicht auf irgendeine meiner Top-10-Listen schaffen.
Fazit: Okay.

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Film: John Wick – Kapitel 3 (2019)

Wie so oft besser als der zweite Teil, aber nicht so gut wie der erste.
Action / Thriller mit Keanu Reeves von Chad Stahelski. 130 Min.
Inhalt: John Wick (Keanu Reeves) befindet sich auf der Flucht. Es sind nicht nur 14 Millionen Dollar auf seinen Kopf ausgesetzt, er hat auch die Regel aller Regeln gebrochen: Er hat einen anderen Menschen im Bereich des Continental Hotels umgebracht. Eigentlich müsste er deswegen längst tot sein, doch Hotelmanager Winston (Ian McShane) gewährte ihm für eine Stunde Gnade, bevor alle Folgen eintreten und Wick offiziell aus der Killergemeinschaft ausgeschlossen ist und unerbittlich gejagt wird.
Der Film hier hat den großen Fehler des zweiten Teils vermieden: Es gibt keinen Plot! Es gibt durchaus einen Handlungsstrang, aber der dient nur dazu, dass John Wick von einer Kampfszene in die nächste gelangt. Perfekt! Die Action selbst, der trockene Humor und die brutale Optik haben hingegen immer noch die Qualität der Vorgänger, bieten also großartige Unterhaltung.
Fazit: Für Fans der ersten beiden Teile absolut zu empfehlen.

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Spiele: Revolution of 1828 (Frosted Games)

Leider eine Enttäuschung. Hatte mir was anderes erwartet.
Von Stefan Feld (ca. 30-60 Min.; 2 Spieler)
In diesem Spiel schlüpfen wir in die Rollen von John Quincy Adams und Andrew Jackson und versuchen eine Präsidentenwahl zu gewinnen. Naja, das Thema ist hier schon extrem an den Haaren herbei gezogen. Es geht hier lediglich um einen Mechanismus, der auf dem ersten Blick sehr interessant wirkt. Wir nehmen der Reihe nach je einen Chip aus der Mitte und versuchen dann in verschiedenen Farben die Mehrheiten zu erreichen. Das große Problem ist, dass es ab einem bestimmten Zeitpunkt ausrechenbar ist und man dann nur noch runterspielt, was für den Verlierer natürlich sehr frustrierend ist. Das Spiel geht über vier Runden und irgendwann kann man sich eh ausrechnen, dass man den Gegner nicht mehr einholen kann.
Ein weiteres Problem ist, dass die Sonderfunktionen, die man durch manche Chips erhält, total uninteressant sind und überhaupt nicht dazu beitragen, den geradlinigen und berechenbaren Fluss zu durchbrechen.
Fazit: Das Spiel macht keinen Spaß. Finger weg!

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Revolution of 1828 (Frosted Games)
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Buch: Munroe, Randall – how to. Wie man’s hinkriegt

Tolles Addendum für die Sammlung „unnützes Wissen“.
In seinem letzten Buch – what if? Was wäre wenn? – hat uns der Autor konkrete Antworten auf Fragen geliefert, die man sich oft stellt, mit denen man aber in der Realität nicht konfrontiert wird. Das war lustig und hat so einige Aha-Momente beschert. Hier nun geht er in eine andere Richtung. Die Frage lautet hier nicht „Was wäre wenn Blabla?“, sondern „Wie kriegt man Blabla hin?“. Etwa Kapitel 1: „Wie man’s hinkriegt, richtig hoch zu springen.“ Die Antwort darauf ist wie beim Vorgänger unterhaltsam, wissenschaftlich gut recherchiert und lustig. Mein Problem bei diesem Buch ist jedoch die Prämisse an sich. Im ersten Buch hatten wir konkrete Antworten auf konkrete Fragen, schön ausgeführt und geradlinig. Hier hingegen bietet er uns für Probleme, die wir bereits gelöst haben, alternative, realitätsferne Lösungsvorschläge. Auch wenn das vorliegende Buch definitiv unterhaltsam ist, denn die präsentierten Ideen sind absolut lesenswert, hatte ich hier nie einen Aha-Moment. Die Fragen, die hier beantwortet werden, habe ich mir so nie gestellt und dementsprechend habe ich sie auch nicht so spannend gefunden. Das ist auch der Grund, weshalb mich dieses Buch nicht so fesseln konnte, wie der Vorgänger, es hat mich persönlich einfach nicht so getroffen.
Andererseits finde ich den Gedankengang, der im Vorwort ausgeführt wird, absolut korrekt, dass manche Ideen einfach schlecht und falsch sind, aber man viel lernen kann, wenn man analysiert, warum sie schlecht und falsch sind. Also ja, ich habe die verschiedenen Gedankenexperimente durchaus als interessant empfunden, als lustig und unterhaltsam, aber leider nicht als spannend.
Fazit: Empfehlenswert.

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HOW TO – Wie man’s hinkriegt: Absurde, wirklich wissenschaftliche Empfehlungen für alle Lebenslagen – Deutschsprachige Ausgabe, illustriert
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Serie: Carnival Row – Staffel 1

Toll, aber zu aufgebläht.
Mir gefällt die Serie vor allem wegen des untypischen Fantasy Steam Punk Settings. Es ist also eine Welt, in der Menschen, Feen, Satyrn und andere Wesen nebeneinander leben. Wegen der Kriege der Menschen sind jedoch die Länder der anderen Rassen verwüstet worden und diese zu Flüchtlingen geworden. Die Serie ist angesiedelt im Stadtstaat Burgue, wohin die Flüchtlinge kommen, was zu Spannungen führt. Der eigentliche Plot ist aber die Aufklärung einer Mordserie mit Horror- und Mystery-Elementen.
Die erste Episode, an der auch Guillermo del Toro mitgearbeitet hat, ist einfach fantastisch und macht richtig Lust, sofort weiterzuschauen. Also ein absolut gelungener Einstieg. Doch dann hat sich Guillermo del Toro aus dem Projekt verabschiedet und man merkt, dass die folgenden Episoden träge geworden sind. In den Folgen zwei und drei geht es nur um Weltenbau, der spannende Kriminalfall wird komplett ignoriert. Ab Episode vier geht es damit dann weiter, mit interessanten Wendungen und einem tollen Finale.
Ich habe bereits an einer anderen Stelle einmal gesagt, dass 40 Minuten für mich die perfekte Seriendauer ist und ich einstündige Episoden eigentlich nicht mag. Diese Serie hier ist ein wunderbares Beispiel dafür, weshalb ich so empfinde. Der eigentlich Plot mit dem Kriminalfall und der Liebesgeschichte zwischen Orlando Bloom und Cara Delevingne ist wirklich gut gemacht, sehr spannend. Aber drum herum gibt es so viele uninteressante, langatmige, irrelevante Szenen, dass man ständig das Gefühl hat, hier wurde künstlich in die Länge gezogen. Dieser Serie hätte es absolut gut getan, wenn man jede Episode von 60 auf 40 Minuten gekürzt hätte. Dennoch bin ich wirklich gut unterhalten worden.
Beim Ende bin ich hingegen etwas zwiegespalten. Den interessanten Plot haben sie in der letzten Episode aufgelöst, damit bin ich also sehr zufrieden. Man könnte diese Staffel also theoretisch für sich alleine stehen lassen. Doch die anderen – uninteressanten – Handlungsstränge, haben sie offen gelassen, als Brücke in die zweite Staffel. Mein Problem ist nun, dass ich keinen Grund sehe, die zweite Staffel auch zu schauen, denn alles Interessante und Relevante wurde bereits erzählt. Ich lasse mich natürlich gerne überraschen, aber ich befürchte, dass auch hier bereits bei Westworld und 13 Reasons Why nach einer tollen ersten Staffel eine langweilige zweite folgen wird.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Alita – Battle Angel (2019)

Tolle Anime-Adaption.
Science-Fiction mit Rosa Salazar von Robert Rodriguez. 122 Min.
Inhalt: In einer fernen Zukunft wird der Cyborg Alita (Rosa Salazar) bewusstlos auf einem Schrottplatz in Iron City vom einfühlsamen Cyber-Arzt Ido (Christoph Waltz) gefunden. Er nimmt die Cyborg mit in seine Klinik und als Alita zu sich kommt, hat sie keinerlei Erinnerung daran, wer sie ist, noch kann sie irgendetwas wiedererkennen in der Welt, in der sie erwacht ist. Für Alita ist alles neu, sie erlebt alles zum ersten Mal und sie lernt, sich in ihrem neuen Leben und den gefährlichen Straßen von Iron City zurecht zu finden. Dabei entdeckt Alita, dass sie über außergewöhnliche Kampffähigkeiten verfügt, die es ihr ermöglichen könnten, die Menschen, denen sie sich nahe fühlt und die sie liebt, zu beschützen. Alita ist entschlossen, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften.
Mir hat der Film in allen Belangen gefallen: optisch, plottechnisch, schauspielerisch. Auch das Ende sollte nicht zu sehr überraschen, war doch von Anfang an eine Fortsetzung, eventuell sogar eine Trilogie geplant. Dass der Film nicht besser an den Kinokassen abgeschnitten hat, liegt einerseits am Genre „Science-Fictoin“ und andererseits am Tag „Anime-Adaption“. Nicht zuletzt aber auch an der Optik von Alita, die vielen im Trailer nicht gefallen hat. Alles Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann. Ich finde den Film super und ich freue mich schon auf den zweiten Teil.
Ich möchte hier aber auch die Gelegenheit ergreifen um etwas zu kritisieren, was mir schon oft aufgefallen ist, in Bezug auf diesen Film aber besonders. Nämlich die Aussage von vielen Kritikern oder Sehern , dass „der Film eh gut ist, aber einige Schwächen hat.“ Doch niemand schreibt oder sagt, was diese Schwächen sind. Wenn mir etwas gefällt und jemand anderem nicht, dann möchte ich schon wissen, was genau, damit man darüber diskutieren kann. Aber nein, lieber zieht man sich mit so einer Nichtssagenden Aussage aus der Affäre, um zu zeigen, dass man den Film zwar gesehen hat, aber zur elitären Gesellschaft gehört, die einen raffinierten Geschmack hat, statt einfach zuzugeben, dass der Film toll war und man Spaß hatte.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Spiel: Champions of Midgard (Grey Fox Games) inkl. Erweiterungen „The Dark Mountains“ + „Valhalla“

Eurogame meets Ameritrash im Wikingerland.
Von Ole Steiness (ca. 60-90 Min.; 2-5 Spieler)
Es passiert immer wieder, dass ein Spiel nur deshalb zu begeistern weiß, weil eine Erweiterung erschienen ist, die es enorm verbessert. So auch hier mit Valhalla. Wow, was für ein Unterschied dieses Element macht, wirklich toll.
Grundsätzlich ist Champions of Midgard ein Worker Placement Spiel. Die Aktionen brauchen wir, um Ressourcen und Krieger zu sammeln, damit wir in die Schlacht ziehen können. Die Krieger sind dabei Würfel, die in bester Ameritrash-Tradition geworfen und ausgewertet werden. Die kann man aber auch wieder verlieren und dann heißt es mit dem Sammeln neu zu beginnen. Das kann dann doch recht monoton werden. Und genau da setzt die Erweiterung Valhalla ein: Für jeden meiner getöteten Krieger erhalte ich einen Marker, den ich im Jenseits, also in Valhalla, verwenden kann, um interessante Sonderkarten zu erwerben. Das führt wiederum dazu, dass man nicht einfach irgendwelche Krieger anwirbt, sondern sich ganz gezielt welche aussucht, um dann die richtige Kombination für die Valhalla-Karten zu erhalten. Man möchte also manchmal sogar extra zu starken Gegnern gehen, damit viele Krieger sterben, um sich den Valhalla-Profit einzustreichen.
Während also die Valhalla-Erweiterung dem Spiel eine tolle Tiefe verleiht und es angenehmen spannend und strategisch macht, ist die zweite Erweiterung, The Dark Mountains, nicht so eklatant. Es kommen einfach neue Gegner dazu. Das ist schon interessant und bietet mehr Optionen, verändert das Spiel aber nicht.
Ein Problem habe ich aber immer noch mit dem Spiel, denn viele Elemente sind in bester Ameritrash-Manier schlecht balanciert, speziell die Spielercharaktere. Wenn man das Spiel das erste mal spielt und die Charaktere zufällig auswählt, kann das schon eklatante Auswirkungen haben und zu Frustmomenten führen. Wenn man das Spiel jedoch schon kennt und man sich die Charaktere aussucht, werden bestimmte Charaktere sicherlich nie genommen werden. Ebenfalls so die Geheimmissionen. Beim ersten Mal wird man versuchen, darauf hinzuspielen, nur um am Ende zu merken, dass sie im Vergleich zu anderen viel weniger wert ist. Auch hier ist es wieder so, dass Spielerfahrung diese schlechte Balance ausgleichen kann, weshalb ich es hier nicht so schlimm finde wie in anderen Ameritrash-Spielen.
Fazit: Mit der Valhalla-Erweiterung sehr zu empfehlen, ansonsten kann man es eigentlich ignorieren.

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Champions of Midgard – Englisch
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Buch: Sendker, Jan-Philipp – Das Gedächtnis des Herzens

Ein schöner, gefühlvoller Roman, der in Burma angesiedelt ist.
Inhalt: Der zwölfjährige Ko Bo Bo lebt bei seinem Onkel U Ba in Kalaw, einem Ort in Burma. Er ist ein Kind mit einer ungewöhnlichen Gabe: Bo Bo kann die Gefühle der Menschen in ihren Augen lesen. Sein Vater kommt ihn einmal im Jahr besuchen, an seine Mutter kann er sich kaum erinnern. Dann erzählt ihm U Ba von einer großen Liebe, die im Wirbel politischer Ereignisse zu zerbrechen droht, von der Tapferkeit des Herzens und einer geheimnisvollen Krankheit seiner Mutter. Bo Bo beschließt sich auf die Suche nach seinen Eltern zu machen. Er ist überzeugt, dass er seine Mutter heilen kann.
Dies ist bereits der dritte Roman dieses Autors, der in Burma angesiedelt ist. Sie sind aber zum Glück unabhängig voneinander, denn die ersten beiden habe ich nicht gelesen. Sehr wohl habe ich aber die Geschichten-Sammlung Das Geheimnis des Alten Mönchs. Märchen und Fabeln aus Burma des selben Autors gelesen, welches mir sehr gut gefallen hat, weshalb ich beschlossen habe, hier nun auch zuzugreifen.
Man merkt beim Lesen sehr gut, dass der Autor viele Jahre in Burma gelebt hat und das Land liebt. Das ist der Hauptgrund, weshalb mir das Buch so gut gefallen hat, denn man lernt hier sehr schön eine andere Kultur, eine andere Welt kennen. Bücher brauchen einfach einen interessanten Hintergrund und je unbekannter, je neuartiger dieser ist, desto besser. Das ist hier wunderbar gelungen und hat allein dadurch bei mir die Lust geweckt, auch die ersten beiden Bücher zu lesen.
Der Plot selbst ist durchaus spannend, stellenweise sehr emotional und profitiert davon, dass man den Hauptcharakter sehr schnell ins Herz schließt und dadurch gleich noch viel involvierter in die Geschichte ist. Man muss natürlich offen sein für einen gefühlvollen Schreibstil und für eine Anhäufung fremdartiger Namen, die den Lesefluss stellenweise hemmen.
Da ich die ersten beiden Bücher nicht gelesen habe, kann ich keinen Vergleich anstellen. Ich weiß aber, dass Leser jener Bände hier auch zufriedengestellt wurden, wobei manch einer doch anmerkte, dass er hier etwas Magie vermissen würde. Wie gesagt, kann ich das nicht beurteilen, mir hat es jedenfalls für sich allein gestellt gut gefallen.
Fazit: Empfehlenswert.

Auf Amazon zu kaufen:
Das Gedächtnis des Herzens (Die Burma-Serie, Band 3)
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Serie: Pandora – Staffel 1

Dies ist das erste Mal, dass ich über eine Serie schreibe, die noch nicht fertig ausgestrahlt ist, aber dafür gibt es zwei konkrete Gründe:
1) Ich habe keine andere Serie, über die ich heute sprechen könnte, somit war ein Slot frei. Aktuell schaue ich Carnival Row, aber da fehlen mir noch zwei Episoden, das kommt also nächste Woche.
2) Diese Serie ist so schlecht, dass ich sie eh nicht weiterschaue und es somit komplett egal ist, wann ich darüber spreche. Ich habe vermutlich noch nie eine Serie gesehen, die so schlecht ausschaut. Eigentlich sollte es einem ja peinlich sein, heutzutage so etwas zu veröffentlichen. Was hat der Produzent sich nur dabei gedacht, so etwas zu genehmigen. Aber nicht nur visuell ist das eine Katastrophe, denn daran könnte man sich ja gewöhnen, wenn der Rest passt, sondern die Schauspieler sind ebenfalls mies. Es gibt hier keinen Charakter, dessen Entwicklung ich gerne weiterverfolgt hätte und kein Geheimnis, dessen Lösung mich interessiert hätte.
Die Serie wirkt so, als hätten irgendwelche Studenten sie in den Sommerferien auf einem Unicampus gedreht. Selbst auf Youtube kann man heute schon bessere Effekte finden als das, was hier präsentiert wird. Diese Serie ist Schrott, ein Gefährdung für die Augen. Kein Wunder, dass viele Leute um Sci-Fi einen weiten Bogen machen, wenn sie so etwas geboten bekommen, oder wie letztens Another Life. Ein Verbrechen am gesamten Genre!
Fazit: Nur mit Handschuhen angreifen, die man anschließend verbrennen kann.

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Film: Quo Vado? – Der Vollposten (2016)

Toller italienischer Film.
Komödie mit Checco Zalone von Gennaro Nunziante. 86 Min.
Inhalt: Der italienische Beamte Checco wohnt noch immer bei seinen Eltern, hat sich trotz Dauerfreundin bisher erfolgreich vor Ehe und Vaterschaft gedrückt und genießt einen unbefristeten und wenig anstrengenden Job bei der Landesbehörde für Jagd und Fischerei. Doch seine neue Vorgesetzte Sironi will den Faulpelz wegreformieren und stellt ihn vor die Wahl, zu kündigen oder sich versetzen zu lassen. Checco wählt Versetzung – und landet prompt an einer italienischen Forschungsstation am Nordpol.
Dieser Film ist eine Satire auf das italienische System der unkündbaren Fixposten, gleichzeitig aber auch eine philosophische Frage zum Thema Freiheit und Selbstverwirklichung. Der Humor ist durchaus gelungen, bei vielen Witzen bin ich mir aber nicht sicher, ob Personen, die das italienische System nicht kennen, sie auch verstehen werden. Wenn der Italiener dann aber in Norwegen ist und versucht „zivilisiert“ zu werden, dann kann sicher jeder mitlachen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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