Serie: Star Wars Visions – Staffel 1

Großartig! Anime trifft auf Star Wars.
Dies hier ist eine sehr gut gemachte Anthologie-Serie im Stil von Animatrix. Visions besteht aus neun Folgen, die allesamt von verschiedenen japanischen Anime-Studios produziert worden sind, jede Episode hat also einen komplett anderen Stil und erzählt eine eigene Geschichte, jeweils in 10-20 Minuten.
Mir persönlich hat es sehr gut gefallen und anscheinend nicht nur mir, denn Gerüchten zufolge wird bereits über eine zweite Staffel diskutiert, weil es bei Fans und Kritikern so gut angekommen ist.
Es sei noch dazu gesagt, dass diese Serie nicht Kanon ist, also keinerlei Einfluss auf die restlichen Star Wars Filme und Serien hat. Es ist einfach nur cool anzuschauen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Sweet Girl (2021)

Viel verschenktes Potential.
Action / Drama mit Jason Momoa von Brian Mendoza. 110 Min.
Inhalt: Die Liebe seines Lebens fiel der Gier eines Pharmakonzerns zum Opfer. Die Tragödie nahm seiner Tochter die Mutter und ihm den Glauben an Gerechtigkeit – bis jetzt.
Der Film hat eigentlich viele Zutaten, die ihn richtig gut hätten werden lassen können, nämlich eine wunderbare Chemie zwischen Vater und Tochter, einen absolut überraschenden Twist, einen durchaus spannenden Plot und die Netflix-Produktionsqualität. Ich gebe hier eindeutig dem Drehbuch und dem Regisseur die Schuld, denn die Handlung zieht sich sehr träge dahin, es kommt nie wirklich Spannung auf, die Action ist auch auf der schwachen Seite und der Showdown am Ende wenig spektakulär.
Man hätte aus diesem Plot so viel mehr machen können und auch der Twist, der durchaus toll ist, ist nicht gut in die Handlung integriert, zwar ein cooler Moment, aber ändert nichts.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Spiel: Dune Imperium (Dire Wolf)

Tolles Spiel mit schöner Optik.
Von Paul Dennen (ca. 60-120 Min.; 1-4 Spieler)
Das Spiel hier basiert thematisch natürlich auf dem weltberühmten Roman von Frank Herbert, optisch aber auf dem aktuellen Kinofilm Dune. Man hat hier jedoch nicht wie so oft einfach Fotos aus dem Film genommen, sondern die Schauspieler nachgezeichnet. Das Spiel hat also insgesamt eine einheitliche Grafik, die einem dann natürlich umso mehr fesselt, wenn man den Film bereits gesehen hat.
Das Spiel selbst ist eine Kombination aus Deckbau und Worker Placement, was zunächst komisch klingt, aber sehr gut funktioniert. Wenn ich nämlich eine Karte ausspiele, kann ich einen Arbeiter auf eines jener Felder stellen, welche die gleichen Symbole wie auf der Karte haben. Beim Kauf der Karten, also beim Deckbau, muss ich dann eben nicht nur auf die Sonderfunktionen, sondern auch auf die Symbole achten. Denn wenn mir bestimmte Symbole im Deck fehlen, kann ich gewisse Felder nie erreichen. Außerdem verfällt die Sonderfunktion einer Karte, wenn ich sie wegen dem Symbol ausspiele, um einen Arbeiter zu platzieren. Somit habe ich dann immer das spannende Dilemma, welchen Effekt der Karte ich verwenden möchte.
Die Züge gehen sehr flott und weil man ständig mit Planen beschäftigt ist, vergeht die Zeit rasch. Es kommt nie Langeweile auf und ehe man sich versieht, ist das Spiel schon zu Ende.
Wenn man das Regelwerk durchliest, hat man das Gefühl, einen Punktesalat vor sich zu haben, es wird jedoch rasch klar, dass dem nicht so ist. Es gibt nur wenig Punktemöglichkeiten und auf die muss man gezielt hinarbeiten. Man hat also von Anfang an einen klaren Fokus, was das hier insgesamt zu einem angenehmen Spielerlebnis macht.
Das Spiel bringt auch einen sehr guten Solomodus, der Spaß macht. Leider keine Szenarien, sondern einfach verschiedene Schwierigkeitsstufen.
Der Wiederspielreiz, sowohl bei mehreren Spielern als auch im Solomodus, liegt in den Karten. Es gibt viele davon, die es alle zu entdecken gibt, viele Kombinationen, die es auszuprobieren gilt. Das Spiel gefällt mir insgesamt sehr gut und wird sicher noch einige Male bei mir auf dem Tisch landen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Dire Wolf – Dune Imperium
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Buch: Janka, Markus – Vergils Aeneis. Dichter, Werk und Wirkung

Einer der seltenen Momente, in denen Beck Wissen mich enttäuscht zurücklässt.
Der Untertitel dieses Büchleins lautet „Dichter, Werk und Wirkung“, weshalb ich mir auch eine Darstellung aller drei Aspekte erwarte. Das ist leider nicht der Fall.
Vom Dichter, Vergil, erfahren wir gar nichts. Leben, historische Einordnung, soziales Umfeld – nichts davon wird besprochen.
Die ersten 57 Seiten befassen sich auf ausführliche und unnötig komplizierte Weise mit der literarischen Einordnung der Aeneis. Der Rest des Buches ist dann die Besprechung des Epos selbst, was der eigentlich interessante Teil sein sollte, aber irgendwie schwammig und unfokussiert wirkt. Es ist eine Mischung aus inhaltlicher Zusammenfassung, poetischer Analyse und Interpretation.
Der letzte Punkt, Wirkung, wird auf der letzten Seite derart knapp abgehandelt, dass man es gleich hätte weglassen oder einfach in Form einer Tabelle einbauen können. Unter Wirkung verstehe ich mehr, als nur ein paar Werke aufzulisten, die in den letzen fünfzig Jahren mit diesem Inhalt erschienen sind.
Der Autor täte gut daran, das in der selben Reihe erschienene Buch Dantes Göttliche Komödie. Eine Einführung von Franziska Meier zu lesen.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Vergils Aeneis: Dichter, Werk und Wirkung (Beck’sche Reihe)
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Serie: Brooklyn Nine-Nine – Staffel 8 (abgeschlossen)

Ein gelungener Versuch, aktuelle soziale Probleme humoristisch zu präsentieren.
Bisher war Brooklyn Nine-Nine eine gemütliche Serie, die manchmal zwar ein paar Drama-Elemente eingebaut hat, aber eigentlich keine Anstalten unternommen hat, seriös zu werden. Doch dies änderte sich diesmal. Es war bereits klar, dass die achte die letzte Staffel sein würde, als in den USA inmitten der Corona-Pandemie Massenproteste gegen Polizeiwillkür und systemischen Rassismus begannen. Brooklyn Nine-Nine ist nun eine Polizeiserie, die ohnehin nicht mehr verlängert wird, man kann sich hier also austoben, bzw. Dinge ganz konkret thematisieren, vor denen sich andere Serien aus Quotenangst scheuen.
In diesem Sinne ist die letzte Staffel hier auch anders als die Vorgänger. Immer noch witzig, aber eben tagesaktuell mit einem Finger in der Wunde. Ich persönlich finde, dass der Drahtseilakt, Polizeiwillkür und systemischen Rassismus auf humoristische Weise zu kritisieren, geglückt ist.
Die letzte Episode, also das Serienfinale, war auch sehr gut und bietet einen schönen, zufriedenstellenden Abschluss.
Mit Brooklyn Nine-Nine ist nun die letzte Comedy-Serie zu Ende gegangen, die ich noch geschaut habe. Wer weiß, ob in diesem Genre irgendwann mal wieder irgendwas interessantes nachkommen wird.
Fazit: Die gesamte Serie ist sehr zu empfehlen.

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Film: The Last Mercenary (2021)

Van Damme ist zurück!
Action / Komödie mit Jean-Claude Van Damme von David Charhon. 110 Min.
Inhalt: Ein legendärer Söldner und ehemaliger Geheimagent muss seinen Sohn retten, dem er jedoch noch nie begegnet ist. Die Vaterschaft ist seine bisher schwierigste Mission.
Ist doch schön, wenn Actionstars im Alter noch den Humor entdecken. Der Film bietet einige witzige Dialoge, lustige Momente und gelungene Kampfszenen. Sogar der Plot ist ein bisschen spannend, also ideal für eine angenehme, kurzweilige Unterhaltung am Abend.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Serien Update

Der Herbst steht vor der Tür und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es für mich keine Serien mehr zu schauen gibt. Also sollte man mal kontrollieren, was demnächst alles auf uns zukommt.
Magnum P.I. – Staffel 4 startet im Oktober, ebenso Star Wars: Visions; Hubert und Staller – Staffel 10 kommt irgendwann im Herbst. Also weiterhin ein paar gemütliche Monate, bis es dann im Winter stressig wird, denn im Dezember starten The Expanse – Staffel 6, The Witcher – Staffel 2, The Orville – Staffel 3, Star Wars: The Book of Boba Fet – Staffel 1 und Upload – Staffel 2.
Jack Ryan – Staffel 3 hängt hingegen noch im Limbo, ebenso Avenue 5 – Staffel 2, Blood & Treasure – Staffel 2, Jurassic World. Camp Cretaceous – Staffel 4, Shetland – Staffel 6, Stranger Things – Staffel 4, The Mandalorian – Staffel 3 und The Astronauts – Staffel 2.
True Detective – Staffel 4 ist zumindest angekündigt.
Doch hier ausgeklammert wurden bis jetzt Star Trek, zu dessen Plänen ich bereits >>hier<< einen eigenen Beitrag verfasst habe.
Das hier ist eine Auflistung der aktuellen Serien, die mich persönlich interessieren. Wer weiß, vielleicht taucht ja irgendwo eine neue Serie auf, die mich fesseln wird. Lassen wir uns überraschen.

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Film: Dune – Teil 1 (2021)

Fantastisch! Dafür wurde Kino gemacht.
Sci-Fi / Abenteuer mit Timothée Chalamet von Denis Villeneuve. 155 Min.
Inhalt: Im Jahre 10191 entbrennt ein gigantischer Machtkampf um die Vorherrschaft über das Galaktische Imperium der Menschheit. Aus diesem Grunde schickt der kosmische Imperator Shaddam IV. Fürst Leto auf den unwirtlichen Wüstenplaneten Arrakis, wo monströse Sandwürmer leben, die eine mentale Droge – das Spice – produzieren.
Mir hat der Film in allen Aspekten sehr gut gefallen. Ein bildgewaltiges Spektakel für die große Leinwand. Ich bin selbst ein großer Fan der Bücher und finde, dass das hier eine sehr gelungene Umsetzung ist. Natürlich, wenn man mit einer Marvel– oder Star Wars-Erwartungshaltung hineingeht, wird man enttäuscht werden. Dies hier ist halt eine andere Art von Geschichte mit anderen Bildern und einem anderen Tempo. Ich finde es super!
Aber eine Warnung sei angebracht: Dieser Film ist erst Teil 1. Nun, ich dachte mir, damit ist gemeint, dass es eben das erste Buch der Trilogie ist, aber nein! Es ist die erste Hälfte vom ersten Buch. Dazu kommt noch, dass gar nicht klar ist, ob noch ein zweiter Teil folgen wird. Ich hoffe, der Film läuft gut genug, dass wir in den nächsten Jahren die gesamte Trilogie zu sehen bekommen. Das würde mich sehr freuen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Gedankensprung: Shang-Chi & die Kinozahlen

Shang-Chi startete extrem erfolgreich in den Kinos, hat sogar einen Rekord gebrochen und damit etwas bewiesen, was ich eh schon vermutet hatte, dass das Publikum eben wählerischer geworden ist.
Ich habe bereits in einem älteren Beitrag Die Vernichtung der Filmgeschichte prophezeit und stehe im Kern auch noch dazu. Doch viele Blogger, Journalisten und Rezensenten sind noch weiter gegangen und haben gar den Tod des Kinos vorhergesagt. Ich aber habe schon lange den Verdacht gehegt, dass sich einfach die Kinogewohnheiten geändert haben. Speziell jetzt in der Pandemie haben viele Menschen eine finanzielle Unsicherheit und dann herrscht auch noch die Gefahr, im Kinosaal von einer Krankheit angesteckt zu werden. Da überlegt man es sich also schon gut, ob man wirklich ins Kino gehen möchte. Ich selbst warte etwa für Black Widow und Jungle Cruise, bis es gratis auf Disney+ zur Verfügung steht.
Bereits der Film Free Guy, der eben auf keiner Streaming Plattform gezeigt werden wird, hatte mit seinen Kinozahlen alle Erwartungen übertroffen. Das hat gezeigt, dass der Filmhunger da ist.
Shang-Chi startete in den USA an einem Feiertag in den Kinos und schrieb dabei Geschichte, indem er der erfolgreichste Labour Day Weekend Film aller Zeiten wurde. Trotz Pandemie! Und obwohl der Film später auch ohne Aufpreis auf Disney+ kommen wird.
Meiner Meinung nach zeigen Free Guy und Shang-Chi, dass Menschen gerne weiter ins Kino gehen, wenn es der richtige Film ist. Ich denke, dass Menschen in den momentan so unsicheren Zeiten sich genau überlegen, was sie machen und wofür es sich lohnt Geld auszugeben. Kino ist halt nicht mehr einfach ein sorgloses Hobby oder ein angenehmer Zeitvertreib.
Während meiner Studienzeit habe ich auch in einem Kino gearbeitet und sehr oft kamen da Personen, die einfach ins Kino gehen wollten, aber nicht wussten, was lief oder von mir eine Empfehlung verlangten. So ein Publikum gibt es momentan halt nicht mehr.
Und für die Macher solcher Filme wie Black Widow oder The Suicide Squad sollte spätestens jetzt klar sein, dass deren Misserfolg an den Kinokassen nicht allein auf die Pandemie zu schieben ist. Filme, die früher noch ein „dann gehen wir halt“ Publikum angelockt haben, ziehen nicht mehr. Top-Filme werden weiterhin erfolgreich im Kino laufen, der Rest muss auf Streaming hoffen.

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Spiel: Catan Junior (Kosmos)

Großartiges Kinderspiel!
Von Klaus Teuber (ca. 30 Min.; 2-4 Spieler)
Seit mein Kind zur Welt gekommen ist, habe ich davon geträumt, genau dieses Spiel mit ihm zu spielen. Und als es dann gestern auf den Tisch kam und ein voller Erfolg war, war das ein fantastischer Moment.
Ideal für Kinder im letzten Kindergartenjahr / Schulanfang, die bereits räumlich und strategisch denken. Eine vereinfachte Variante von Catan mit kindgerechter Optik. Eine ideale Einführung für Kinder in die Welt der komplexeren Brettspiele. Und es macht einfach Spaß.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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CATAN Junior, Strategiespiel für Kinder ab 6 Jahre
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