Film: Made in Italy (2020)

Wieder ein Film, der eindeutig im falschen Genre beworben wurde. Und schlecht ist er auch noch.
KEINE Komödie, aber Drama mit Liam Neeson von James D’Arcy. 94 Min.
Inhalt: Ein Künstler und sein entfremdeter Sohn reisen nach Italien, um dort ein Haus zu verkaufen.
Der Plot dieses Films ist gefühlt schon in hundert anderen Filmen erzählt worden und jedes mal besser. Manchmal sogar wirklich als Komödie. Aber das ist noch das kleinste Problem. Es gibt einfach so viele andere Details, die mich am Film ärgern. Dass Schauspieler ihre eigenen Kinder in Filmprojekte einbeziehen ist mittlerweile keine Seltenheit mehr, im Gegenteil ist dies schon so weit verbreitet, dass es an Korruption grenzt, oder vielmehr an die Etablierung von Dynastien erinnert. Was kein Problem wäre, wenn die Kinder gute Schauspieler wären, was hier jedoch definitiv nicht der Fall ist.
Noch viel lächerlicher ist die Reparatur des Hauses. Da hat sich wohl während der Dreharbeiten keiner so richtig Gedanken darüber gemacht. Das Grundstück alleine ist ja schon ordentlich viel Geld wert, warum also nicht das Haus einreißen und einfach das verkaufen? Denn das Geld, das sie hier in eine profesionelle Sanierung investieren müssten, würde dann beim Verkauf zu einem Nullgeschäft führen. Aber das ist ja alles egal. Wichtig ist, dass Vater und Sohn gemeinsam mehr schlecht als recht das Haus reparieren, um zusammenzufinden. Aber dann wird’s noch absurder: Der Sohn soll Halbitaliener sein, hat aber keinen Kontakt zu seiner italienischen Familie. Warum? Keine Ahnung. Denn wenn er Italienisch sprechen würde, könnte es keinen Kulturschock geben, der in diesem Film übrigens keiner ist. Der Plot dieses Films ist so verhersehbar wie ein Kind, das in Regenstiefeln vor einer Pfütze steht.
Nun, all das könnte man noch irgendwie verkraften, wenn der Titel halten würde, was er verspricht: Dolce Vita und Toskanische Idylle. Aber nicht einmal das gelingt hier.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Das Erbe des Sokrates: Ein historischer Krimi im antiken Athen

Anekdoten von der Kinokasse: Ein kleiner Reiseführer für Kinobesucher



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Spiel: Scythe (Feuerland)

Zwiegespalten ich bin.
Von Jamey Stegmaier (ca. 90-115 Min.; 1-5 Spieler)
Dies hier ist ein großes Strategiespiel, ein Mix aus Worker Placement und Eroberungs- / Mehrheitenspiel, mit einigen schönen Miniaturen. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der Grafik. Denn tatsächlich gab es die Bilder schon vor dem Spiel und dieses ist dann passend für jene konzipiert worden. Ein sehr spannendes Universum ist hier erschaffen worden.
Das Spiel ist eigentlich ziemlich geradlinig: Ressourcen sammeln, Armee und Technologie ausbauen, manchmal kämpfen, Missionsziele erreichen, Punkte kassieren. Wem die Art von Spielen gefällt, der wird hier viel Spaß haben.
Ich habe aber ein paar Probleme mit dem Spiel, die ich hier kurz ausführen möchte:
– Der Spielfluss ist etwas anti-intuitiv. In den ersten Partien wird man etwas enttäuscht sein, dass die Engine nicht so läuft, wie man es erwartet hätte. Mit der Zeit und nach Strategielektüre im Internet wird man das Konzept aber bald erfasst haben.
– Dazu passend gefällt mir auch nicht, dass die Geheimmission und das zentrale Fabriksfeld eigentlich irrelevant sind. Gerade als Neuling in so einem komplexen Spiel braucht man ein Ziel, auf das man hinarbeiten kann und diese zwei Elemente werden im Regelwerk derart präsentiert. Doch dann merkt man, dass man auch gewinnen kann, wenn man die ignoriert und das sogar viel effizienter ist. Nein, das gefällt mir gar nicht. In so einem Spiel möchte ich ein Ziel erreichen und nicht überall ein paar Zutaten für meinen Punktesalat sammeln.
– Die Aktion „Ressourcen sammeln“ führt man beinahe in jedem zweiten Zug aus und das fühlt sich irgendwie komisch an. Wenn ein Spiel dich zu etwas zwingt, dann sollte man keinen Zug darauf verschwenden und Zeit damit verlieren. Ich hätte mir hier eine andere Lösung gewünscht, denn so ist das einfach nur nervig.
– Das Spiel ist nicht ausgewogen. Der Spieler erhält nämlich zufällig ein Volkstableau und ein Nationentableau. Diese Kombination führt zu einem asymmetrischen Spiel, was im Grunde ja interessant wäre, wenn es ordentlich durchdacht und konzipiert wäre. Aber dass nach der Veröffentlichung zwei Kombinationen gebannt werden mussten, weil sie zu stark sind, sagt eigentlich alles. Erfahrene Spieler können anhand dieser Kombinationen sogar schon vor Spielbeginn voraussagen, wer mit hoher Wahrscheinlichkeit gewinnen und wer verlieren wird. Macht das dann überhaupt noch Spaß? Anscheinend schon, denn das Spiel ist sehr beliebt. Andererseits können erfahrene Spieler sich ihre Kombinationen ja auch selbst aussuchen (Stichwort Hausregeln) und es dadurch spannend machen.
– Das Automa-Deck für den Solo-Modus ist gut, aber leider etwas stockend. Statt einfach und schnell eine Karte aufzudecken und die Aktion auszuführen, muss man viel lesen und viele Variablen abarbeiten, bevor man etwas machen kann, bzw. weiß, was man machen soll. Aber es zahlt sich aus, denn der Automa ist ein ordentlicher Gegner und bietet spannende Solo-Partien.
Scythe bietet mir persönlich nun ein sehr zwiespältiges Erlebnis. Das Spiel hat einerseits viele Mankos und es gibt genug andere Spiele, die ich lieber spiele. Wenn ein Freund es aber unbedingt möchte und ich Zeit habe, werde ich nicht Nein sagen. Andererseits gefällt mir die Solo-Variante sehr gut, wenn ich nämlich meine Kombination aus Volk und Nation selbst zusammenstelle und dann versuche wie ein Puzzle den Automa zu besiegen. Und tatsächlich habe ich es auch schon mit jedem Volk mit dessen bester Nationenkombination gespielt.
Fazit: Kann probiert werden.

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Buch: Schröter, Jens – Jesus

Spannendes Buch über die historische Person „Jesus“.
An sich war ich ja zunächst etwas skeptisch, dieses Buch in die Hand zu nehmen, wegen Religion und so, aber als historisch interessierter Mensch habe ich es dann halt doch sehr spannend gefunden. In diesem Buch geht es nämlich wirklich nur um die historische Person, nicht um Glaube und Religion. Erklärt wird hier, wer Jesus war, woher er kam und wie sich seine Taten und Aussagen im Kontext der jüdischen Traditionen und der damaligen sozio-kulturellen Welt interpretieren lassen. Es wird auch wunderbar differenziert zwischen dem, was Jesus konkret gesagt und getan hat und dem, was ihm anschließend hinzugedichtet worden ist, zwischen den Bezeichnungen, die Jesus konkret für sich gewählt hat und jenen, die andere ihm gaben.
Sehr schön habe ich auch gefunden, dass der Autor mit keinem Wort, mit keiner Andeutung ein Urteil fällt, ob Jesus nun wirklich der Sohn Gottes ist oder nicht, ob Gott existiert oder nicht. Es geht nur um die Figur des Jesus, der herumspaziert ist, Dinge gesagt und gemacht hat und damit Anhänger und Feinde gewonnen hat. Eben diese nüchterne Perspektive ist so interessant und erlaubt, ein ganz neues Jesusbild zu kreieren.
Wer sich schon immer einmal wissenschaftlich und emotionslos mit Jesus beschäftigen wollte, der sollte hier zugreifen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Tenet (2020)

Mäh. Interessante Prämisse optisch gut umgesetzt, mehr nicht.
Action/Thriller mit ‎John David Washington von Christopher Nolan. 121 Min.
Inhalt: Ein Agent wird rekrutiert, um einen besonderen Auftrag auszuführen. Er soll den 3. Weltkrieg verhindern. Diesmal ist jedoch keine nukleare Bedrohung der Grund. Es muss eine Person gestoppt werden, die die Fähigkeit besitzt, die Zeit zu manipulieren.
Da war wohl zu viel Vorfreude im Spiel, aber leider konnte ich diesem Film nicht viel abgewinnen, außer schöner Bilder. Eine Enttäuschung eben. Mein Problem ist nun mal, dass ich mitdenke. Wie bereits öfters erwähnt, habe ich kein Problem mit Actionfilmen, bei denen man das Hirn einfach ausschalten kann. Aber Tenet ist kein solcher, sondern einer, der vorgibt, intelligent zu sein. Nun, es ist halt die klassische Zeitreisefalle: Es ist einfach alles unlogisch. Und ich hasse das! Selbst wenn im Film noch so oft gesagt wird, dass niemand weiß, wie es richtig geht und eigentlich alles möglich ist, ist es dennoch unlogisch. Die Physikalische Theorie zu Inversion mag schon korrekt sein, aber der ganze Plot drum herum passt einfach nicht. Selbst Robert Pattinson schafft es nicht, hier irgendeinen interessanten Lichtblick zu kreieren.
Außerdem müssen hier auch einige stilistische Entscheidungen hinterfragt werden: Warum etwa wird das Gesicht des Antagonisten zu Beginn immer versteckt, wenn es dann keine Überraschung gibt, als er auftaucht? Warum findet da so ein komisches Bootsrennen statt? Diese und noch weitere sind alles Bilder und Szenen, die komplett sinnlos sind und nur da sind, um halt da zu sein.
In meinen Augen ist das hier sicher der schlechteste aller Nolan-Filme. Tolle Bilder alleine reichen halt nicht, wenn im Vorfeld derart hohe Erwartungen geschürt werden. Ja, die Idee des Films ist sehr kreativ, innovativ und technisch phänomenal umgesetzt, doch umgehauen hat er mich keinesfalls. Ich hatte ständig das Gefühl, dass der Plot den Bildern angepasst wurde und nicht umgekehrt. Denn hätte man die invertierten Szenen auf ein Minimum reduziert, um den Plot logisch zu halten, wäre kein solches Spektakel entstanden.
Fazit: Durchaus sehenswert, aber bitte nicht zu viel mitdenken.

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Gedankensprung: Mein Kickstarter-Experiment – Update

Im Mai habe ich ja einige Spiele auf Kickstarter unterstützt – insgesamt fünf – und jetzt wird es Zeit mal ein Update dazu zu geben.
Wie gesagt hat mich während der Kampagne das tägliche Email-Bombardement ziemlich gestört. Ich habe aber mittlerweile verstanden, dass wenn man ein Spiel erst am letzten Tag unterstützt, man diesem Problem ausweichen kann. Dazu gibt es sogar eine eigene Erinnerungs-Option auf Kickstarter. Andererseits verpasst man dann halt eventuell das Early-Bird-Special.
Wenn die Kampagne fertig ist, muss man eine Weile warten, bis der Pledge-Manager geöffnet wird, eine eigene Seite, auf der man seine Unterstützung und Adresse nochmals bestätigt und eventuell im Shop noch ein paar zusätzliche Dinge kauft. Nicht verführen lassen von all den coolen Sachen! Denn da kann man schnell viel Geld loswerden und dann bei den Versandkosten eine böse Überraschung erleben.
Eines der fünf Projekte hat sich in dieser Phase extrem verzögert und ich hatte schon befürchtet, mein Geld verloren zu haben – solche Geschichten hört man ja immer wieder – aber schließlich kam dann auch da der Pledge-Manager. Währenddessen hat ein anderes Projekt wochenlang mit Emails genervt, weil viele Unterstützer den Pledge-Manager noch nicht besucht haben. Ein drittes Projekt hat plötzlich mitgeteilt, dass sie für ein paar Bilder doch nicht die Rechte bekommen haben und das Spiel somit anders aussehen wird als in der Kampagne präsentiert. Dasselbe Projekt hat auch noch mitgeteilt, dass die Grafikerin plötzlich zeitliche Probleme habe und somit einige versprochene Stretchgoals doch nicht kommen werden. Naja, das finde ich dann doch nicht sehr korrekt.
Abgesehen davon gibt es eigentlich nur eine Sache, die mich wirklich nervt: Das Warten! Mein Geld ist weg und die Spiele kommen irgendwann. Das ist schon ein Gefühl, das mir gar nicht gefällt. Aber vielleicht gehört das auch dazu, um sich dann um so mehr über das Spiel zu freuen, wenn es schließlich kommt.
Seither halte ich mich durchaus darüber informiert, welche Spiele auf Kickstarter gestellt werden, aber keines hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es gab durchaus ein paar interessante Projekte, aber die waren sehr teuer. Sollte also ein interessantes Projekt auftauchen, das nicht zu teuer ist und von dem ich glaube, dass es vermutlich nicht bei uns im Fachhandel landen wird oder welches richtig coole Kickstarter Exklusive Elemente hat, würde ich dieses schon wieder unterstützen.

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Spiel: Die Crew (Kosmos)

Tolles kooperatives Stichkartenspiel.
Von Thomas Sing (ca. 20 Min.; 2-5 Spieler)
Hierbei handelt es sich im Grunde um ein simples Stichkartenspiel mit Farbzwang. Karten ausspielen und höchste der ausgespielten Karten gewinnt. Das faszinierende hierbei ist aber, dass es Aufgaben gibt, z.B. „Spieler A muss die Rote 4 und Spieler B die Blaue 6 stechen“. Wenn das nicht gelingt, ist die Aufgabe nicht erfüllt und das Szenario muss noch einmal probiert werden. In der Kampagne, die dem Spiel beiliegt, gibt es 50 Szenarien, also 50 Aufgaben. Erst wenn man eine Aufgabe erfüllt hat, geht die Geschichte weiter und die nächste Aufgabe muss erfüllt werden.
Auch wenn die Aufgabenstellungen einfach klingen, sind es die Lösungen ganz und gar nicht. Jede einzelne Aufgabe bietet ein spannendes Puzzle, aber mehr als vier Versuche braucht man selten, es kommt also kein Frust auf, weil man eben nicht ewig an einem Rätsel sitzt. Das Faszinierendste aber ist, dass es tatsächlich 50 verschiedene Aufgaben gibt und man an jede anders rangehen muss, es also nicht repetitiv wird.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Die Crew – Reist gemeinsam zum 9. Planeten
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Buch: Gerrold, David – Hella

Ein Paradebeispiel dafür, wie aus einer tollen Prämisse ein langweiliges Buch wird.
Inhalt: Auf einem fremden Planeten habe Tiere und Pflanzen riesige Ausmaße angenommen. Dort haben Menschen eine Kolonie gegründet und versuchen zu überleben. Die Gefahren sind groß, die Probleme noch größer und ein weiteres Kolonieschiff mit über 1.200 Menschen ist bereits unterwegs.
Dieses Buch hat nicht nur eine tolle Prämisse verhunzt, sondern wurde auch noch falsch beworben. Also hier zur Sicherheit: Hella ist ein Young Adult Buch, mit entsprechenden Szenen, Dialogen und Handlungssträngen. Das muss man halt mögen und wäre auch nicht so schlimm als Überraschung, wenn der Rest passen würde.
In der gesamten ersten Hälfte des Buches wird nur beschrieben, was auf dem Planeten lebt, wie das Ökosystem funktioniert und wie der Alltag der Kolonisten je nach Jahreszeit abläuft. Und das alles aus der Perspektive eines autistischen Jungen, der ein Gerät im Hirn implantiert hat, um mit seiner Umgebung besser interagieren zu können. Und natürlich passieren ihm noch zahlreiche weitere tragische Dinge. Ich habe grundsätzlich kein Problem mit World Building, im Gegenteil gefällt es mir sehr gut, doch eigentlich hätte ich es lieber mit irgendeinem Plot verwoben, mit irgendeinem Rätsel, das mich gefesselt hält. Nur die Probleme eines autistischen Jugendlichen sind für mich nicht genug, speziell in diesem Fall, wo die Darstellung von Autismus sehr kritisch zu betrachten ist.
In der Mitte des Buches bin ich dann mental ausgestiegen, als eine Künstliche Intelligenz eingeführt wurde, welche Spaß darin hat, die Menschen zu manipulieren. Mein Problem an der Sache: Die Menschen wissen das und versuchen trotzdem mit ihr zu arbeiten! Die Erklärungen hierfür sind einfach lächerlich und realistisch betrachtet – was Science Fiction im Grunde ja sein sollte – würde man diese KI sofort deaktivieren.
Im zweiten Teil kommt dann der Plot, doch statt diesen coolen Planeten zu erkunden und irgendwas zu entdecken, irgendeine Gefahr abwenden zu müssen, geht es um Politik, Machtspiele und einen Putsch. Doch auch das ist überhaupt nicht spannend geschrieben, sondern extrem langatmig und banal simplifiziert.
Schade. Mit gefallen generell Bücher über die Kolonisierung fremder Welten sehr gut, doch das hier war leider ein Fehlgriff.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Hella
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Serienupdate

Da ich jetzt schon lange über keine Serien mehr geschrieben habe, wird es Zeit, mal ein allgemeines Update zu bringen. Nun, mich interessiert momentan einfach nichts.
Die zweite Staffel von Blood & Treasure hätte jetzt im Sommer ausgestrahlt werden sollen und ist offiziell auch schon fertig gedreht, aber aus irgendeinem wurde sie dann doch blockiert und niemand weiß, was da jetzt los ist. Hoffentlich kommt die noch, denn das hätte meine Sommerunterhaltung sein sollen.
Somit ist das einzige – außer Anime – was ich momentan schaue: Star Trek – Lower Decks. Das hat mich positiv überrascht.
Und was ist sonst noch geplant? Altered Carbon wurde leider abgesetzt, The Expanse kommt irgendwann, Jack Ryan hoffentlich im Herbst. Brooklyn Nine-Nine wäre auch für Herbst geplant gewesen, aber aufgrund verschiedener Umstände wurde noch gar nicht mit den Dreharbeiten begonnen und es wird wohl erst nächstes Jahr weitergehen. Ob ich MacGyver weiterschauen werde, steht noch in den Sternen, aber auf Magnum P.I. freue ich mich hingegen sehr. MacGyver wird wohl irgendwann 2021 weitergehen, während Magnum P.I. im Herbst nichts verhindern sollte, da es auf Hawaii fast keine Covid-19-Fälle gibt und die Dreharbeiten daher problemlos stattfinden können. Auch The Mandalorian und Star Trek Discovery sollten laut aktuellem Infostand im Herbst weitergehen. Shetland, Stranger Things, The Kominsky Method, The Orville und Space Force hingegen sollten irgendwann 2021 weiterlaufen.
Puh, das ist jetzt sehr viel und ich bin mir sicher, dass ich etwas ausgelassen habe, aber was ich hier erwähnt habe, ist das, was mich nun mal am meisten interessiert. Für einige dieser Serien wurde bereits angekündigt, dass die nächste die letzte Staffel sein wird (The Kominsky Method, The Orville), bei anderen ist es noch nicht fix, scheint aber auch so zu sein (Stranger Things, MacGyver). Nun, lassen wir uns überraschen und hoffen auf ein weiteres gutes Serienjahr.

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Film: Murder Mystery (2019)

Ein gelungene Sandler-Komödie, die Sandler-Fans zufrieden stellt.
Krimi-Komödie mit Adam Sandler und Jennifer Aniston von Kyle Newacheck. 97 Min.
Inhalt: Der New Yorker Polizist Nick Spitz macht mit seiner Ehefrau Audrey Urlaub in Europa, um den Funken ihrer Liebe nach fünfzehn Jahren Ehe neu zu entfachen. Im Flugzeug treffen sie auf einen Milliardär, der sie zur Hochzeit seines Onkels Malcolm Quince auf seine Jacht einlädt. Bei der Hochzeit eröffnet der Millardär, dass seine neue Frau seine Alleinerbin sein soll. Nachdem Quince und sein Sohn tot aufgefunden werden, werden Nick und Audrey des Mordes verdächtigt und sie müssen nun ihre Unschuld beweisen.
Der Film ist witzig und bietet angenehme, durchaus familienfreundliche Unterhaltung. Ich persönlich finde jene Sandler-Komödien am besten, in denen er einen starken weiblichen Gegenpart hat und das ist hier definitiv auch der Fall.
Man merkt aber schon, dass der Film ein faules Drehbuch hat, das schnell dahingeklatscht wurde, um irgendeine Deadline einhalten zu können. Angefangen bei der Begründung, warum das Ehepaar Spitz von einem Milliardär eingeladen wird. Die Idee des Films ist ja, dass Frau Spitz ein riesiger Krimi-Fan ist und Herr Spitz sich endlich als guter Detektiv beweisen möchte. Dazu hätte super gepasst, wenn sie wirklich Nachforschungen betreiben und die verschiedenen Personen befragen, aber nicht einfach von einer Actionszene in die nächste laufen, bei denen noch mehr Familienmitglieder sterben und – no na ned – der letzte Überlebende der Täter ist. Ich meine, das ist schon alles unterhaltsam und witzig inszeniert worden, aber man hätte halt mit mehr Mühe ein richtiges Meisterwerk kreieren können, eine Hommage an Agatha Christie.
Wie dem auch sei, ist der Film nicht schlecht. Man träumt halt gerne davon, was hätte sein können.
Fazit: Empfehlenswert.

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