Show: Patriot Act with Hasan Minhaj

Ich habe eine Weile benötigt, um dieser Show eine Chance zu geben, aber ich bereue es nicht und jetzt ist sie ein fixer Teil meines Wochenplans.
Patriot Act erinnert mich sehr stark an Last Week Tonight with John Oliver, das ja das Konzept eingeführt hat, in einer satirischen Talk-Show über ein seriöses Thema fast 20 Minuten lang zu reden. Hier wird das ebenso gemacht, nur dass Hasan Minhaj es in einer Stand-Up-Manier macht. Während John Oliver traditionell in einem Anzug hinter einem Tisch sitzt, springt Hasan in sportlicher Kleidung über die Bühne und hat direkten Kontakt mit dem Publikum, während im Hintergrund interessante Grafiken über die Bildschirme flattern. Ich finde die Atmosphäre in Patriot Act äußerst erfrischend und Hasan Minhaj ist ein Comedian, den ich schon früher sehr witzig fand.
Der wichtigste Grund, weshalb mir Patriot Act so gut gefällt, sind aber die Themen. Während Last Week Tonight am Anfang groß angekündigt hatte, internationale Themen aufzugreifen, ist es doch sehr US-Zentrisch und in letzter Zeit auch ziemlich langweilig und monoton geworden. Patriot Act ist hingegen wirklich international, weil Netflix eben auch international ist und entsprechend bemüht, das Publikum in allen Ländern anzusprechen.
Fazit: Sehenswert.

Werbeanzeigen
Veröffentlicht unter Shows | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Spiel: U-BOOT – Das Brettspiel (Phalanx)

Coole U-Boot-Simulation mit tollem 3-D-Modell.
Von Bartosz Pluta und Artur Salwarowski (ca. 30-120 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem kooperativen, App-geleiteten Kampagnenspiel geht es darum, ein U-Boot zu managen, bestimmte Ziele zu erreichen und nicht unterzugehen. Jeder Spieler übernimmt dabei verschiedene Figuren, die er in Absprache mit den Mitspielern durch das großartig gestaltete 3D-Modell eines U-Bootes bewegt und unterschiedliche Aktionen ausführt. Das Spiel ist sehr toll gemacht und man kann gut eintauchen.
U-BOOT möchte eine Simulation sein, lässt aber viel Realismus links liegen, um konkret ein Spiel zu bieten. Wer sich die Mühe macht, kann durchaus eine ganze Liste mit Dingen erstellen, die nicht realistisch sind. Wäre es dann aber noch möglich, ein Brettspiel zu haben, das man in einer gemütlich Runde ohne nautischen Experten spielen kann? Ich finde, das Spiel bietet genug Realismus, um emotional gut involviert zu sein, und gleichzeitig einen tollen Euro Game Ressourcen Management Mechanismus, um konkret zu spielen und eine Art Puzzle zu lösen. Diesem Spiel glückt die Gratwanderung, an der viele andere scheitern.
Fazit: Empfehlenswert.

Auf Amazon zu kaufen:
U-BOOT – Das Brettspiel
Wenn Ihr das Spiel über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Buch: Bagusche, Frauke – Das Blaue Wunder

Tolles und wichtiges Buch über das Meer.
Vor fast genau einem Jahr habe ich von Hofrichter das Buch Im Bann des Ozeans gelesen, was sehr ähnlich ist. Daher bietet es sich an, an dieser Stelle diese beiden Werke zu vergleichen, denn es gibt doch wesentliche Unterschiede. Während Hofrichter nämlich neutral blieb und es durch seinen Stil wunderbar geschafft hat, mich für das Meer zu begeistern, mich also „thalassophil“ werden zu lassen, was ich eigentlich vorher schon war, ist das hier bei Bagusche anders. Ich musste mich erst an den lockeren Stil gewöhnen, an den Versuch durch vermeintliche Jugendsprache sich direkt an den Leser zu wenden, wobei dann immer wieder mehrere Seiten lang höchst wissenschaftlich formuliert wird. Es hat mir zunächst nicht gefallen, aber es ist einfach eine Gewöhnungsfrage.
Andererseits hat Bagusche ein viel besseres Händchen dafür, interessante Details aus der Tierwelt herauszufiltern. Hofrichter ist eher der Gelehrte, der sich auf die wichtigsten Elemente konzentriert und diese auch sehr schön präsentiert. Bagusche hingegen hat Erfahrung mit Vorträgen und Schulungen, weiß, was immer wieder gefragt wird und was beim Publikum gut ankommt. Und tatsächlich hat mir dieses Buch hier so gut gefallen, weil ich immer wieder „Wirklich?“-, „Echt?“-, „Das habe ich nicht gewusst!“-Momente hatte. Ich habe hier etwa gelernt, wie Putzerfische wirklich arbeiten, dass eine Haiart auf dem Weg ist Vegetarier zu werden oder dass es Unterwassergärtner gibt. Und es gibt hier noch so viele weitere witzige, interessante und staunenswerte Details, von denen ich vorher noch nie etwas gehört habe und die meine Faszination für das Meer nur noch stärker werden ließen.
Außerdem wird hier auch immer wieder auf klare und nachvollziehbare Weise erläutert, welche konkreten Auswirkungen Umweltverschmutzung und Klimawandel haben.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Das blaue Wunder: Warum das Meer leuchtet, Fische singen und unsere Beziehung zum Meer so besonders ist ─ Erstaunliche Einblicke in eine geheimnisvolle Welt
Wenn Ihr das Buch über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Serie: The Simpsons – Staffel 30

Mir gefällt’s.
Es fühlt sich so an, als würde ich jährlich das gleiche über diese Serie schreiben. Die Simpsons unterhalten mich wunderbar und die Sache ist ganz einfach: wer die letzte Staffel mochte, wird auch hier wieder seine Freude haben, wer nicht, wird auch hier nicht umgestimmt werden. Wer die Simpsons jedoch noch gar nicht kennt und keine Lust hat, beim Anfang anzufangen und die schlechten Staffeln in der Mitte zu erleben, der kann auch durchaus hier einsteigen, denn Vorwissen braucht es absolut gar keins.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht unter Serien | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen

Film: Burnt – Im Rausch der Sterne (2015)

Wenn Daniel Brühl einen Film nicht retten kann, kann es niemand.
Drama mit Bradley Cooper von John Wells. 103 Min.
Inhalt: Adam Jones war Chefkoch eines Zwei-Sterne-Restaurants in Paris, bis sein exzessiver Lebensstil und Drogenkonsum ihn den Job kostete. Nun strebt er mit einem eigenen Restaurant in London nach dem begehrten dritten Stern. Er stellt ein Spitzenteam zusammen, das er jedoch mit seinem Perfektionismus fast in den Wahnsinn treibt. Noch dazu findet er Gefallen an der begnadet kochenden Helene, doch die kann Adam nicht ausstehen. Adam muss einen Weg finden, um Londons Gourmetwelt und Helene zu erobern.
Wie so oft, basiert auch dieser Film auf einer sehr interessanten Prämisse, nämlich die Welt der Spitzenköche kennenzulernen, mit all ihren Höhen und Tiefen. Doch leider arbeitet der Film exzessiv mit Klischees und über das eigentlich Interessante, nämlich die kreativen Abläufe, die Erschaffung neuer Speisen und Kombinationen, erfahren wir nichts. Außerdem werden fragwürdige Aktionen, etwa cholerische Ausbrüche und Gewalt in der Küche, romantisiert und weil der Chef ein Genie ist, von allen auch noch gut geheißen. Das wiederum führt zum ersten Problem: es wird ständig erwähnt, dass er ein Genie sei, aber davon sehen wir gar nichts. Er brüllt in der Küche rum und kontrolliert seine Köche, aber was er konkret macht, um sein Restaurant von den anderen abzuheben, welche Speisen er kreiert, um den dritten Stern zu erlangen, bleibt im Dunkeln. Auch die große Erkenntnis, die persönliche Wandlung, erfolgt nur durch eine billige Deus Ex Machina, durch einen lächerlichen Zufall.
Fazit: Nett, kann man aber auch auslassen. Wer einen Film mit einem ähnlichen Thema sehen möchte, dem würde ich unbedingt Madame Mallory und der Duft von Curry (2014) sowie Kiss the Cook – So schmeckt das Leben! (2014) empfehlen.

Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Spiel: 13 Minuten – Die Kubakrise 1961 (Pegasus Spiele)

Langweilig!
Von Asger Harding Granerud und Daniel Skjold Pedersen (13 Min.; 2 Spieler)
Dieses Spiel bietet rein gar nichts, was mir irgendwie gefallen würde. Ich lege eine Karte aus und führe eine von zwei darauf genannten Optionen aus. Wenn die Karte zum falschen Land gehört, darf der Gegner auch was machen. Was spannend klingt, wird langweilig, weil sämtliche Optionen nur Varianten von „Würfelchen legen“ und „Würfelchen nehmen“ sind. Dazu kommt dann das Spielende, das insofern eine Katastrophe ist, weil die Erklärung der Schlusswertung fast genauso lang ist wie das restliche Regelwerk, unnötig aufgeblasen und kompliziert. Im Grunde will man einfach auf mehr Karten als der Gegner mit den eigenen Würfelchen die Mehrheit haben.
Dieses Spiel bietet weder Spannung noch Spaß noch irgendeine interessante Strategie.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
13 Minuten – Die Kubakrise 1962 (Frosted Games)
Wenn Ihr das Spiel über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Buch: Sakurazaka, Hiroshi – All you need is Kill

Das ist mir auch noch nie passiert: Ein Buch angefangen, dessen Film ich schon gesehen habe, ohne es zu wissen.
Inhalt: Ein junger Mann stirbt auf dem Schlachtfeld im Kampf gegen außerirdische Invasoren. Da kommt er in Kontakt mit einer außerirdischen Technologie und ist von da an in einer Zeitschleife gefangen.
Kenner des Sci-Fi-Genres werden bereits verstanden haben, dass es sich hier um das Buch handelt, auf welchem der Film Edge of Tomorrow basiert. Das passiert, wenn man ein Audiobuch startet, dessen Inhaltsbeschreibung man nicht gelesen hat, nur weil ein Kollege es empfiehlt. Nun, um es kurz zu machen, mir gefallen sowohl Buch als auch Film sehr gut und ich kann beides nur empfehlen. Zumal es sich beim Buch um eine Short Novel handelt, die als Audiobuch gerade mal fünf Stunden dauert.
Ich möchte aber die Gelegenheit ergreifen, um die beiden Werke miteinander zu vergleichen. Zunächst sei angemerkt, dass ich mich sehr schwer getan habe, mir den Hauptcharakter des Buches als Japaner vorzustellen, weil ich den Film mit Tom Cruise vorher gesehen habe. Das ist aber nicht weiter wichtig. Grundsätzlich hat mir beim Buch der Anfang, beim Film das Ende besser gefallen. Das Ende des Films ist emotional nicht so gut wie jenes des Buches, aber es vermeidet einige Logikfehler. Andererseits wird im Buch viel besser ausgeführt, wie die Außerirdischen die Zeitschleife-Technologie konkret einsetzen, was dazu führt, dass für den Protagonisten eben nicht jeder Tag identisch ist. Und auch der Charakter von Full Metal Bitch wird im Buch viel tiefer ergründet.
Der Film ist toll anzusehen und bietet gute Unterhaltung, wer aber tiefer ins Universum eintauchen und mehr Hintergründe erfahren möchte, sollte zum Buch greifen. Ich empfehlen Beides, denn beide Werke sind sehr gut gemacht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
All You Need Is Kill Novel
Wenn Ihr das Buch über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Serie: The Big Bang Theory – Staffel 12 (abgeschlossen)

Ein gelungenes Finale.
Ich habe diese Serie von Anfang an geschaut, war ihr also von Anfang an treu und habe vor Beginn der sechsten Staffel sogar die ersten fünf Staffeln noch einmal in einem Marathon durchgezogen. Die Serie hatte dann schon einige Probleme und ein paar Staffeln waren richtig schlecht, aber nachdem jeder Charakter in seiner Beziehung angekommen ist und es keine blöden on-off Handlungen mehr gab, hat die Serie sich wieder gefangen und die letzten Staffeln waren dann auch wieder gut und schön anzuschauen. Speziell jetzt am Ende der Kampf um den Nobelpreis und dann die finale Episode waren wirklich gelungen.
Da es eben in der Mitte einige schlechte und zähe Staffeln gab, kann ich die Serie leider nicht in einem Atemzug mit meinen Lieblingen Friends und Scrubs nennen. The Big Bang Theory ist durchaus eine gute Serie, die mich unterhalten hat und am Ende schön abgeschlossen ist, aber nicht gut genug, dass ich sie noch einmal anschauen würde, im Gegensatz zu den beiden Genannten. Wer aber mit der Serie schon weit fortgeschritten ist, dem kann ich durchaus empfehlen, bis zum Ende zu schauen.
Fazit: Sehenswert.

Veröffentlicht unter Serien | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Film: Aquaman (2018)

Wow, was für ein toller Film.
Fantasy / Science-Fiction mit Jason Momoa von James Wan. 144 Min.
Inhalt: Arthur Curry, bekannt als Aquaman, muss sein Erbe als König von Atlantis antreten, um einen Krieg zwischen dem Unterwasserreich Atlantis und der Welt der Menschen zu verhindern.
Der Film lebt von seiner Kreativität und Detailverliebtheit. Den sehr banalen und unoriginellen Plot, den man schon aus gefühlt hundert anderen Filmen kennt, hat man schnell vergessen, wenn man in die fantastische Unterwasserwelt abtaucht. Eskapismus par excellence! Jede Szene dieses Films findet an einem anderen interessanten Ort statt, die unterschiedlicher kaum sein könnten und voller Hintergrunddetails sind. Als Filmschauer wird man überwältig von dieser Fülle an Elementen und Farben und ist bald gefangen von dieser wunderbaren Welt. Man möchte wissen, was es noch gibt, möchte weiter erforschen und dieses Gefühl des Staunens wird bis zum Schluss bedient. Doch nicht nur die Bilder und die erschaffene Welt, sondern auch die gelungenen Soundeffekte und die tollen Schauspieler sind ein wesentlicher Teil, mit welchem der Film das Publikum in seinen Bann schlägt. Nicht zuletzt müssen die tollen Kämpfe erwähnt werden. Gut choreographierte Kämpfe mit gelungenen Effekten gibt es heute fast in jedem Actionfilm mit einem hohen Budget, aber was hier geboten wurde, ist wirklich eine Klasse für sich. Speziell der Kampf im kleinen italienischen Dorf ist nicht nur fantastisch gestaltet, sondern sprießt auch vor lauter kreativer einzigartiger Elemente.
Ja, wie bereits erwähnt ist der Plot eine bewährte Standardformel und auf die Logikfehler bei der Schatzsuche möchte ich gar nicht eingehen, aber all das ist hier komplett nebensächlich. Dem Film gelingt es wunderbar, das Publikum ein eine andere Welt zu entführen und bis zum Ende gefesselt zu halten.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Spiel: Underwater Cities (Delicious Games)

Tolles Strategiespiel!
Von Vladimír Suchý (ca. 80-150 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem Worker-Placement-Spiel geht es darum, eine Siedlung unter Wasser aufzubauen und dabei mehr Ruhmespunkte zu sammeln als die Gegner. Dabei führen wir jede Runde genau eine Aktion aus, was sehr schnell geht und daher hält sich die Downtime in Grenzen. Das Prinzip beim Ausführen der Aktionen ist dasselbe wie beim großartigen Lisboa (Eagle-Gryphon Games), man muss nämlich immer auch eine Karte aus der Hand ablegen. Wenn die Karte farblich zur Aktion passt, erhält man einen Bonus, wenn nicht, dann ist die Karte halt einfach weg. Man steht also immer vor dem sehr interessanten Dilemma, ob man eine Aktion ausführen möchte, weil man genau diese Karte haben möchte oder weil man die Aktion braucht. Doch wenn ich die Aktion unbedingt brauche und keine passende Karte auf der Hand habe, welche werfe ich dann ab? Auf was kann ich verzichten? Das führt zu sehr interessanten Entscheidungen.
Ich sammle also Ressourcen, um damit Habitate und Tunnel zu errichten, mit denen ich noch mehr produzieren kann, was ich dann irgendwann in Ruhmespunkte umwandeln kann. Alles eine sehr geradlinige Sache, wenn jeder jede Aktion ausführen dürfte. Aber sobald ein Spieler irgendwo sitzt, ist diese Aktion blockiert. Es gilt also ständig, seine Strategie anzupassen und Alternativen parat zu haben.
Das Spiel bietet interessante Dilemmata und Entscheidungen, schaut optisch toll aus und bereitet mir als Vielspieler ordentlich Spaß. Es erinnert auch an Terraforming Mars (Schwerkraft-Verlag), das mir ja nicht gefallen hat, und ist in meinen Augen – eh klar – viel besser.
Es gibt aber natürlich auch einige Schwächen. Ein Startspielervorteil ist dadurch gegeben, dass der sich auf das erste Ressourcenproduktionsfeld setzen kann, der zweite dann aufs zweite und der dritte und vierte Spieler gehen leer aus. Speziell in den Runden der ersten Ära gibt es eigentlich keine andere Option, als sich dorthin zu setzen. Das bringt mich zur zweiten Schwachstelle: Kartenglück. Wenn ich ideale Karten in der Hand habe, kann ich es verschmerzen, nicht auf so ein Feld zu gelangen. Aber es kann auch ordentlich Kartenpech geben, wenn du etwa nur Karten einer Farbe in der Hand hast oder Endlos- und Produktionskarten erst bei Spielende ziehst. Das sind alles Elemente, die durchaus frustrierend sein können. Natürlich gibt es die Möglichkeit Prestige zu sammeln, um in der nächsten Runde der Startspieler zu sein oder Aktionen zu verwenden, bei denen man mehr Karten zieht. Aber zu bestimmten Zeitpunkten fühlt es sich nicht mehr wie eine Option, sondern wie ein Zwang an.
Diese Frustelemente gibt es jedoch nur in der ersten Ära. Wenn ich irgendwann eine gute Kartenauslage vor mir habe und auch die eigene Produktion läuft, dann bin ich nicht mehr vom Kartenglück und bestimmten Aktionen abhängig, dann startet der Kampf um den Sieg. Also ja, die ersten Runden können sich teilweise frustrierend anfühlen, aber das legt sich dann und danach macht das Spiel viel Spaß.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Delicious Games: Underwater Cities
Wenn Ihr das Spiel über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen