Buch: Thariot – Exodus 2727

Was für ein schlechtes Buch.
Inhalt: Die USS London ist ein interstellares Siedlungsschiff auf dem Weg zu einer neuen Welt. Alles läuft nach Plan. Bis der Ärztin Jazmin Harper auffällt, dass immer mehr Besatzungsmitglieder psychologische Probleme bekommen. Gleichzeitig findet der Ingenieur Denis Jagdberg Anzeichen, dass das Schiff deutlich älter ist als gedacht.
Dieses Buch wirkt so, als hätte der Autor einen miesen Sci-Fi-Psychothriller auf B-Movie-Niveau geschaut und sich gedacht, das kann ich auch. Denn der Schreibstil ist wirklich schlecht, viele Reaktionen der Charaktere sind absolut nicht nachvollziehbar und ein ganzer Handlungsstrang ist einfach nur sinnlos, als wäre er nur da um Platz zu schinden. Außerdem besteht der Großteil des Buches nur darin, dass die beiden Hauptcharaktere gegen ihre Mannschaftskameraden kämpfen, die zu Psychopathen geworden sind. Nein, wirklich ein schlechtes Buch. Was aber schade ist, denn eigentlich wäre die Prämisse interessant und deshalb habe ich auch durchgehalten, um die Auflösung am Ende zu bekommen, die dann auch wirklich gelungen und nachvollziehbar ist.
Dieses Buch ist ein Beispiel dafür, wie ein schlechter Autor eine gute Idee hat, diese dann aber voll verhunzt. Denn an sich hätte man da wirklich eine tolle, spannende Detektivgeschichte draus machen können, mit Intrigen, Offenbarungen und konkreten Konsequenzen aus den Entdeckungen. So aber ist das leider ein kompletter Fehlgriff.
Fazit: Finger weg!

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Serie: Bulletproof -Staffel 2

Da hatte ich Glück, dass ich nen idiotischen Fehler gemacht habe.
Ich bin nämlich jetzt drauf gekommen, dass das, was ich als Staffel 1 interpretiert habe, eigentlich Staffel 2 war und somit habe ich jetzt statt Staffel 2 eben Staffel 1 geschaut. Reihenfolge umgekehrt. Und das ist auch gut so, denn nach dieser ersten Staffel hätte ich nie die zweite Staffel auch noch geschaut, die mir dann aber eigentlich doch ziemlich gut gefallen hat.
Der gesamte Plot und auch die verschiedenen Charakterentwicklungen haben einfach nicht gepasst. Es ist einfach total langweilig und es gibt kein einziges Element, das mich an der Leine gehalten hätte. Schon eine ziemlich Enttäuschung.
Fazit: Staffel 1 ist nicht zu empfehlen, also einfach direkt zu Staffel 2 springen.

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Film: Hello World (Anime 2019)

Schöne Liebesgeschichte mit Inception-Feeling.
Drama / Sci-Fi mit Minami Hamabe von Tomohiko Itō. 100 Min.
Inhalt: Im Jahre 2027 hat die japanische Regierung beschlossen, mit Drohnen sämtliche Elemente von Kyoto aufzuzeichnen und zu speichern, also Architektur, Natur und das tägliche Leben, um es in Form einer virtuellen Realität für zukünftige Generationen zu erhalten. Ein Junge verliebt sich unter den Augen dieser Drohnen in ein Mädchen, als plötzlich ein mysteriöser Mann auftaucht. Was ist noch Realität und was ist schon Virtualität? Und warum hat dieser Mann so ein großes Interesse an der Liebesgeschichte dieser beiden Jugendlichen?
Der Plot dieses Films ist durchaus spannend und daher habe ich ihn auch gerne geschaut. Das Ende ist ein bisschen überhastet und wirr, emotional aber doch voll zufriedenstellend. Das Problem ist die Optik. Leider ist der Film nicht gezeichnet, sondern komplett computergeneriert. Nun, diesen Stil muss man mögen. Ich tue das generell nicht, aber hier ist es so gut genug gemacht, dass ich den Film dennoch genießen konnte.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Star Wars – Outer Rim (Fantasy Flight Games)

Fanservice ohne Spieltiefe.
Von Corey Konieczka (ca. 120-180 Min.; 1-4 Spieler)
Das hier ist ein sog. Pick-up-&-Delivery-Spiel. Wir fliegen zu einem Planeten, klauben einen Auftrag auf, fliegen zu einem anderen, um das zu holen, was ich dafür brauche und fliege zum dritten, um alles abzugeben und den Auftrag zu erfüllen. Mehr macht das Spiel nicht. Dazwischen gibt es zufällige Begegnungen und in höchst seltenen Fällen trifft man auf einen Mitspieler und es gibt so etwas, was fern an Interaktion innert. Für erfüllte Aufträge gibt es Credits und Prestigepunkte. Wer zuerst 10 Prestigepunkte hat, gewinnt das Spiel. Mit den Credits rüstet man sich auf. Wenn ich jedoch endlich ein besseres Raumschiff mit ein paar interessanten Modifizierungen zusammengebastelt habe, ist das Spiel schon zu Ende, bevor ich überhaupt etwas damit machen kann. Viel Material ohne Sinn.
Das Spiel wird gelobt, weil jeder Spieler seine eigene Geschichte erleben kann. Aber welche Geschichte? Rumfliegen, Dinge aufklauben, abliefern und vielleicht jemanden begegnen. Taktik? Strategie? Planung? Alles unnötig.
Natürlich, wenn du ein großer Star Wars Fan bist, wirst du vielleicht all die Orte und Personen wiedererkennen. Und vielleicht ist es dir sogar genug, einfach die Orte zu besuchen und den Personen zu begegnen, die du aus deinem Lieblings-Franchise so gut kennst. Aber ich bin kein Star Wars Fan und mir ist das nicht genug. Ich kann mechanische Schwächen nicht nur wegen des Themas ignorieren.
Aber eigentlich habe ich mir dieses Spiel wegen der Solo-Variante besorgt, denn ich habe immer wieder gelesen, wie gut diese sein soll. Doch auch das war eine Enttäuschung. Das Regelwerk hierfür ist dermaßen kompliziert, dass es zu keiner Zeit zu einem flüssigen Spiel kommt. Jedes Mal, wenn die Künstliche Intelligenz am Zug ist, muss eine zufällige Karte von ihrem Deck gezogen werden und ein elendiger Text gelesen werden und intensiv recherchiert werden, was sie denn jetzt eigentlich macht. Wenn man mehr Zeit für die Künstliche Intelligenz braucht als für das eigene Spiel, dann ist das schon nervig.
Wenn einem das Spiel an sich schon so gar nicht gefällt, hat man auch gar keine Lust, die Solo-Variante öfters zu spielen, um sich die Regeln zu verinnerlichen. Außerdem ist eh jedes Spiel gleich. Die unterschiedlichen Charaktere spielen sich minimal anders und es gibt keinerlei Soloszenarien.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Buch: Pohl, Frederik – Starburst

Tolles Sci-Fi-Gedankenexperiment. Inhalt: Eine Gruppe von Wissenschaftlern wird in ein Raumschiff gesteckt und in ein anderes Sonnensystem geschickt, da dort ein erdähnlicher Planet entdeckt worden ist. Doch diesen Planeten gibt es gar nicht, denn die Wissenschaftler wurden Opfer einer List … Weiterlesen

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Serie: Magnum P.I. – Staffel 2

Weil ich diese Serie erst spät entdeckt habe, konnte ich glücklicherweise die zweite Staffel direkt in Anschluss an die erste schauen.
Was gibt es da zu sagen? Nicht viel. Die zwei Staffeln fühlen sich an, als wären sie aus einem Guss. Keine Verschlechterung, aber auch keine Steigerung. Aber wer braucht schon eine Steigerung bei so einer tollen Serie? Ich habe mich toll unterhalten und freue mich schon richtig auf die dritte Staffel. Also wie so oft, wem die erste Staffel gefallen hat, der wird auch mit der zweiten seine Freude haben.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Judy (2019)

Schöner Film über das tragische Schicksal einer Kinderschauspielern.
Drama / Biopic mit Renée Zellweger von Rupert Goold. 118 Min.
Inhalt: Judy Garland steht bereits in Kindertagen vor der Kamera. Als sie 16 Jahre alt ist, hat sie schon 13 Filme gedreht. Die Belastung geht nicht spurlos an ihr vorbei. 1939 ist sie am Ende ihrer Kräfte. Doch der Chef des MGM Studios droht ihr damit, ihre Karriere zu beenden. 30 Jahre später geht ihre Ehe in die Brüche und sie ist nicht mehr gefragt. Ihr Ex will das Sorgerecht für die Kinder. Sie schafft noch einen Coup durch Auftritte in einem Londoner Club. Doch ohne ihre Kinder ist sie ein Wrack.
Der Film erzählt die wahre Geschichte von Judy Garland, bekannt für ihre Rolle im Filmklassiker Der Zauberer von Oz. Speziell liegt hier der Fokus auf ihren letzten Wochen in London.
Im Film wird gezeigt, was passieren kann, wenn man zu früh zu viel Ruhm erhält und aus normalen Strukturen rausgenommen wird. Die Liste bekannter Kinderschauspieler, die so endeten, ist sehr lang und der Film stellt diese brutale, aufrüttelnde Realität dar.
Dass Renée Zellweger für ihre Rolle als Judy den Oscar gewonnen hat, ist meines Erachtens absolut gerechtfertigt, bietet sie hier doch eine großartige Leistung.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Palm Island (Kosmos)

Innovatives und tolles Kartenspiel.
Von Jon Mietling (ca. 15 Min.; 1-2 Spieler)
Dieses Spiel kann man zwar auch zu zweit spielen, dafür gibt es ein eigenes zusätzliches Deck, aber das würde ich nicht empfehlen. Palm Island ist ein perfektes Solospiel. Und zwar deshalb, weil es ein äußerst faszinierendes Konzept hat. Man braucht nämlich für dieses Spiel keinen Tisch, überhaupt keinerlei Oberfläche, man spielt nur in der Hand. Daher auch auf Englisch das Wortspiel mit „Palm“.
Ich nehme also das Deck in meine linke Hand und mit der rechten Hand bewege ich immer die vorderste Karte. Entweder um 90 Grad oder um 180 Grad drehen oder auf die Rückseite drehen. Und in dieser neuen Position kommt die Karte ans Ende des Decks. Wenn man Karten um 90 Grad dreht schauen sie aus dem Deck heraus und offenbaren Ressourcen. Diese Ressourcen können dann verwendet werden, um für die anderen beiden Drehmöglichkeiten zu bezahlen. Das Deck wird derart acht Runden langen durchgearbeitet. Bei Spielende gibt jede Karte Punkte, je nachdem, in welcher Position sie sich gerade befindet.
Was hier ziemlich abstrakt klingt, ist wirklich sehr toll. Vor allem auch deshalb, weil man es überall spielen kann. Im Zug, auf der Parkbank, am überfüllten Schreibtisch während der Pause. Einfach zurücklehnen und Deck in die Hand nehmen. Aufgrund der verschiedenen Errungenschaften, die man erreichen kann, bietet das Spiel auch einen langen Spielreiz.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Lenzen, Manuela – Künstliche Intelligenz. Fakten, Chancen, Risiken

Ein toller Überblick über ein immer wichtiger werdendes Thema.
Künstliche Intelligenz ist für viele Menschen noch ein Aspekt der fernen Zukunft, dem sie nur in Science-Fiction-Werken begegnen. Dass wir aber bereits intensiv damit zu tun haben und dass Science-Fiction es oft falsch macht, darüber berichtet dieses Büchlein. Was sind die aktuellen Anwendungsbereiche, was sind realistische Möglichkeiten und welche konkreten Hoffnungen hegt die Wissenschaft? Speziell die beiden Kapitel „8. Fakes, Filterblasen und falsche Versprechen“ sowie „10. Ein Blick nach vorn“ sind in dieser Hinsicht sehr lesenswert.
Ich habe das Buch interessant gefunden, aber ein gewisses technisches Grundverständnis ist schon nötig. Es erklärt, was KIs sind, welche Unterschiede es gibt, wie sie funktionieren und entstehen. Liefert also ein tolles Fundament für Einsteiger in die Materie, damit man mitdiskutieren kann und sich nicht von falschen Versprechen und Ängsten leiten lässt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Künstliche Intelligenz: Fakten, Chancen, Risiken
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Serie: The Simpsons – Staffel 31

Und schon wieder ein Jahr vorbei, seit ich über diese Serie geschrieben habe. Wie die Zeit vergeht.
Also auch die neueste Staffel abgehakt und ich kopier hier einfach, was ich schon zur letzten gesagt habe: „Die Simpsons unterhalten mich wunderbar und die Sache ist ganz einfach: wer die letzte Staffel mochte, wird auch hier wieder seine Freude haben, wer nicht, wird auch hier nicht umgestimmt werden. Wer die Simpsons jedoch noch gar nicht kennt und keine Lust hat, beim Anfang anzufangen und die schlechten Staffeln in der Mitte zu erleben, der kann auch durchaus hier einsteigen, denn Vorwissen braucht es absolut gar keins.“
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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