Buch: Moon, Elizabeth – Rules of Engagement (Serrano Legacy 5 / Esmay Suiza 2)

Schade. Der schlechteste Band der Reihe bisher.
Inhalt: Die Tochter des Ratsvorsitzenden wird von religiösen Fanatikern gekidnappt und Esmay Suiza muss sie retten, obwohl sich die beiden aus persönlichen Gründen nicht leiden können.
Bei der Besprechung des letzten Bandes Once a Hero habe ich ausgeführt, dass dies hier eine neue Trilogie ist und man die erste gar nicht gelesen haben muss. Leider lag ich da falsch. Ohne jenes Vorwissen sollte man dieses Buch hier erst gar nicht zur Hand nehmen. Andererseits sollte man dieses Buch gar nicht zur Hand nehmen. Once a Hero kann als Abschluss der Serie betrachtet werden und die ersten vier Bände kann ich nur wärmstens empfehlen.
Hier werden neue Gegner eingeführt. Warum? Es gibt bereits so viele und es wäre viel interessanter, die Konflikte weiter auszubauen, die wir schon kennen. Außerdem rückt hier der nervigste Charakter der ersten Trilogie ins Zentrum, was den ganzen Lesespaß weiter beeinträchtigt. Der Anfang des Buches mit dem persönlichen Konflikt zwischen diesen beiden Charakteren ist extrem langgezogen und uninteressant. Das Kidnapping ist unnötig brutal und passt gar nicht zum bisherigen Stil der Serie. Was die Gegner selbst betrifft ist sehr viel unlogisch. Das Ende ist dann extrem abrupt.
Wie gesagt ist es nicht nötig, dieses Buch zu lesen, denn die Serie kann man getrost mit dem vierten Band abschließen.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Film: Ride Your Wave (Anime 2019; Originaltitel: Kimi to, nami ni noretara)

Untypische Herangehensweise an Klischee-Plot.
Fantasy / Drama mit Rina Kawaei von Masaaki Yuasa. 96 Min.
Inhalt: Eine Studentin und ein junger Feuerwehrmann verlieben sich und genießen die gemeinsame Zeit, bis das Schicksal zuschlägt. Doch was, wenn Wünsche Wirklichkeit werden?
Das schöne an diesem Film ist, abgesehen vom großartigen Zeichenstil, dass er zwar wie ein stereotypes 0-8-15-Drama beginnt, aber dann in eine ganz interessante andere Richtung wendet. Mir gefallen Anime-Filme deshalb so gut, weil sie oft, wie auch hier, ein Fantasy-Element einbauen. Aber nur ein Einzelnes, nichts großartig komplexes oder überbordendes, sondern klein, feinfühlig und perfekt angepasst. Und damit wird eine ganz einzigartige, wunderschöne Geschichte erzählt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Micropolis (Pegasus Spiele)

Nettes Plättchenlegespiel.
Von Bruno Cathala und Charles Chevallier (ca. 30 Min.; 2-6 Spieler)
In diesem Spiel versucht jeder Spieler einen eigenen Ameisenhaufen aufzubauen, wobei er ihn besser als die Mitspieler errichten möchte. Pro Zug nimmt jeder Spieler ein Plättchen aus dem Markt in der Mitte und legt es bei sich an, jeder hat also sein eigenes Königreich. Die Plättchen bringen verschiedene Boni, die in Symbiose miteinander Punkte bringen. Wenn man also am Markt einkauft, gilt es immer zu schauen, welche Plättchen man schon hat und welches am effektivsten dazu passt.
Die einzelnen Züge sind sehr flott, es gibt also wenig Downtime und da die Punkte eng beieinander liegen, ist das Spiel bis zum Ende spannend. Auch optisch ist das Spiel sehr ansprechend.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Scalzi, John – Kurzgeschichten

Nachdem ich schon einige Romane von Scalzi gelesen habe, habe ich mir nun auch zwei seiner Kurzgeschichten gegönnt und das hat sich voll ausgezahlt.
Alien Animal Encounters ist eine fiktive Interviewreihe, in welcher verschiedene Personen erzählen, wie sie außerirdischen Tieren begegnet sind. Also Tieren, die aus den unterschiedlichsten Gründen von anderen Planeten auf die Erde gekommen sind. Absolut kreativ und sehr witzig.
Utere Nihil Non Extra Quiritationem Suis erzählt sie Geschichte eines Jungen in einer Gesellschaft, in welcher Jobs aufgrund von Testergebnissen zugeordnet werden. Aber was passiert, wenn man faul ist, erst am letztmöglichen Termin antritt und dann komplett versagt? Welchen Job bekommt man dann? Sehr lustig und spannend, denn eine Gefahr droht der Gesellschaft auch noch, wodurch man dann auch an einem unerwarteten Ort noch einen Helden finden kann.
Ich habe eigentlich immer einen großen Bogen um Kurzgeschichten gemacht, bis ich jene von The Expanse gelesen habe. Seither bin ich diesem Genre nicht mehr abgeneigt und diese beiden hier haben mich nur darin bestätigt, weiter da dran zu bleiben.
Fazit: Empfehlenswert

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Serie: Utopia Falls – Staffel 1

Überraschend gute Serie.
Diese Serie spielt in einer dystopischen Zukunft und hat mich von der Beschreibung her an eines meiner Lieblingsbücher erinnert, nämlich Hüter der Erinnerung von Lois Lowry. Also das Wissen über die Vergangenheit wird unterdrückt, bis eine Gruppe Jugendlicher ein Archiv entdeckt. Dazu kommen noch Elemente, die an Die Tribute von Panem erinnern, also Sektoren die in einem Wettkampf gegeneinander antreten, aber nicht in einem Battle Royale, sondern mit Tanz und Gesang und Voting. Außerdem wurde die Serie von Joseph Mallozzi kreiert und produziert, der auch für Stargate und Dark Matter verantwortlich war, zwei meiner Lieblingsserien. Also gibt es für mich keinen Grund, hier nicht einzuschalten.
Aber dann kam die Ernüchterung, denn die ersten beiden Episoden sind wirklich schlecht und wäre ich nicht gerade mitten beim Bügeln gewesen, hätte ich wohl nicht die dritte Episode auch noch angeschaut. Doch zum Glück habe ich das gemacht, denn ab da wird die Serie richtig gut. In den ersten beiden Episoden wird nämlich gar nichts erklärt, der Plot dümpelt einfach vor sich hin, Gesang und Tanz sind auch wenig berauschend und es kommt keine Spannung auf. Doch in der dritten Episode kommen dann all die Informationen, die man schon in der Pilotfolge hätte bekommen sollen, etwa die, warum alle tanzen und singen. Die Serie wird dann graduell besser, einerseits weil die Jugendlichen durch das, was sie im Archiv lernen, beim Singen und Tanzen besser werden, anderseits weil da dann wirklich ein spannendes Geheimnis aufgebaut wird. Schließlich kommt es auch noch zu einer richtig tollen Wendung.
Doch leider endet die Serie in einem Cliffhanger. Ob eine zweite Staffel kommt, hängt von den Views auf der Streamingplattform Hulu ab, doch wenn die Kommentare auf den verschiedenen Reviewseiten ein Indikator sind, haben nicht viele die Serie geschaut. Auch wenn ich die Serie empfehlen kann, würde ich die erste Staffel erst schauen, wenn eine zweite Staffel bestätigt wird, denn sonst bleibt man einfach verärgert zurück.
Fazit: Empfehlenswert, aber noch nicht.

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Film: LandKrimi – Das letzte Problem (2019)

Leider zu viel erwartet.
Krimi mit und von Karl Markovics. 90 Min.
Inhalt: In einem eingeschneiten Hotel in den Bergen Vorarlbergs kommt es zu einem Mord. Ein Glück, dass Jonas Horak, ein Kommissar von der Kriminalpolizei aus Wien, genau in diesem Hotel ebenfalls eingeschneit ist.
Ich habe mir diesen Fernsehkrimi gegönnt, da er auf einem Originaldrehbuch von Daniel Kehlmann basiert und Karl Markovics immer sehenswert ist. Der Film beginnt auch sehr interessant und die erste Tatortbegehung des Kommissars mit seinem lernunfähigen Assistenten ist auch sehr gelungen. Doch schon bald ist klar, wie der Hase läuft und die Geschichte wird dann geradlinig zu Ende erzählt. Dazu kommt noch, dass bei jedem Nebencharakter, der sich ebenfalls im Hotel befindet, ein spannender Hintergrund angedeutet, jedoch nie ausgeführt wird. Und sogar beim Kommissar, beim Hauptcharakter, fällt die Ausarbeitung des Hintergrunds weg. Es bleibt alles sehr vage gehalten. In dem Sinne wäre ein vages Ende besser gewesen, als das hier.
Fazit: Der Film war für mich leider nicht interessant.

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Spiel: Kuala (Pegasus Spiele)

Interessantes, neuartiges Konzept.
Von Shuky (ca. 45 Min.; 1-4 Spieler)
Dieses Spiel besteht aus vier Abenteuercomicspielbüchern. Also Comics, in denen jedes Bild durchnummeriert ist und der Spieler frei aus verschiedenen Optionen wählt, bei welchem Bild er weiterliest, wie sich die Geschichte also entwickelt. In jedem der vier Bücher wird dieselbe Geschichte erzählt, nur eben aus der Perspektive eines anderen Charakters. Es ist also im Kern viermal die gleiche Geschichte, nur hat jeder Charakter andere Stärken, andere Fähigkeiten und kann somit andere Informationen bekommen. Die vier Bücher unterscheiden sich also in Details. Wenn man das Spiel daher zu viert spielt, jeder ein anderes Buch bekommt, also alle vier Charaktere verwendet werden, bekommt man sämtliche Informationen und kann das Abenteuer am effizientesten lösen. Wenn hingegen weniger spielen, fallen Charaktere weg und somit auch deren individuelle Informationen. Je weniger Spieler, desto schwieriger wird es also.
Auch wenn ich ein Freund von neuen Konzepten und Experimenten bin, kann ich dem hier leider nicht viel abgewinnen. Gemeinsam am Tisch sitzen und schweigend Comics lesen? Nein Danke! Ich lese gerne solche Abenteuerspielbücher, auch in Comicform, jedoch wenn ich alleine bin.
Fazit: Kann probiert werden.

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Buch: Williams, Drew – Sternenpuls

Tolles Sci-Fi-Buch, das leider nicht meinen Geschmack getroffen hat.
Inhalt: Der Puls, eine mysteriöse Energiewelle, hat alle Welten der Galaxis lahmgelegt. Nur noch wenige können von Planet zu Planet reisen. Agentin Jane Kamali ist eine davon und ihr Job ist es, nach besonders begabten Kindern Ausschau zu halten und sie auf ihre Heimatwelt zurückzubringen.
Das Buch beginnt eigentlich wunderbar und fesselt einen sofort: Ein interessanter Charakter, dem man sofort gerne auf dessen Reise folgt, und ein faszinierendes Universum, welches man gerne weiter erforscht. Der Schreibstil ist auch angenehm flüssig und so kommt man flott voran.
Ich habe aber zwei Probleme mit dem Buch:
Das erste Problem ist ein sehr persönliches, denn ich finde Telepathie, Telekinese, Pyrokinese und all die anderen derartigen Mutanten-Fähigkeiten total uninteressant und Geschichten mit solchen Elementen langweilig. Ich hatte mir bei der Inhaltsangabe unter „begabte Kinder“ einfach etwas anderes vorgestellt, mehr Kreativität und Innovation. Das ist aber mein persönlicher Geschmack, der leider nicht getroffen wurde, aber ansonsten ist das wirklich ein sehr gut geschriebenes Buch.
Mein zweites Problem ist da schon viel schwerwiegender. Es wird am Anfang eigentlich erklärt, warum diese Kinder wichtig sind, welches Ziel angestrebt wird, doch passiert das in dem Buch dann gar nicht. Das Buch hat ein offenes Ende und wie so oft ist das vor der Lektüre nirgends ersichtlich. Das ist dann auch ein weiteres Problem: Weil das Ziel bald klar ist, ist der Plot ziemlich geradlinig. Der Weg entlang dieser Linie ist aber vollgepackt mit Action und durchaus interessanten Szenen. Die Betonung liegt jedoch auf Action. Wer auf Space Operas mit ordentlich Krawall steht, ist hier genau richtig.
Fazit: Kann gelesen werden.

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Sternenpuls: Roman
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Serie: Altered Carbon – Staffel 2

Gelungene Fortsetzung dieser tollen Cyberpunk-Science-Fiction-Serie.
Da mir die erste Staffel ja so gut gefallen hat, war für mich klar, dass ich die hier sofort schauen würde. Ich war aber auch skeptisch, da der Hauptdarsteller aus der ersten Staffel ausgeschieden ist und Anthony Mackie in die Rolle des Takeshi Kovacs schlüpft, was in diesem Universum kein Problem ist, da Bewusstseinstransfer in andere Körper ja das eigentliche Thema ist. Somit könnte man über mehrere Staffeln hinweg die Charaktere beibehalten, nur immer mit anderen Schauspielern, was sicher auch interessant wäre. Jedenfalls hat mir Mackie als Schauspieler bisher nicht so gut gefallen, aber hier brilliert er, eine wirklich positive Überraschung.
Wem die erste Staffel gefallen hat, der wird auch hier mit der zweiten seine helle Freude haben, denn diese steht jener in nichts nach. Im Gegenteil hat mir der Plot in der zweiten Staffel sogar fast besser gefallen und ich finde das Ende hier besser gelungen. Die Staffel ist abgeschlossen, auf eine weitere würde ich mich aber dennoch freuen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Ad Astra (2019)

Tolle Bilder mit idiotischem Plot.
Science Fiction Drama mit Brad Pitt von James Gray. 124 Min.
Inhalt: Roy McBride ist Raumfahrt-Ingenieur. Vor zwanzig Jahren ist sein Vater zum Neptun aufgebrochen und nicht mehr zurückgekehrt. Nun möchte Roy herausfinden, was passiert ist und bricht selbst in den Weltraum auf.
Dieser Film hat wunderschöne Bilder und Brad Pitt spielt fantastisch einen gebrochenen Sohn, der mit dem Verlust des Vaters endlich abschließen möchte. Beides Gründe, weshalb man schnell gefesselt ist und auch bis zum Ende hängen bleibt. Aus zwei Gründen bleibt aber doch ein schaler Nachgeschmack zurück. Erstens gibt es drei Szenen im Film, die raugeschnitten gehören, denn sie tragen überhaupt nicht zum Plot bei und sind vollkommen abstrus, nämlich die Mondpiraten, die Weltraumaffen und der Wasserkanal auf dem Mars. Es wirkt beinahe so, als hätte irgendein Produzent den fertigen Film geschaut und gemeint, dass Action fehlt und einfach nachträglich diese drei Szenen eingefügt. Ich persönlich finde diese drei Szenen jedoch derart lächerlich, dass ich dadurch beinahe den restlichen Film nicht mehr ernst nehmen kann. Na gut, Hirn aus und durch, Weltraumbilder und Brad Pitt genießen. Dann aber kommt das Gespräch in der abschließenden Szene auf dem verschollenen Raumschiff mit einem antiklimatischem Ende und das ist Enttäuschung pur. Wenn man dann erfährt, dass dieses gar nicht dem entspricht, was der Regisseur ursprünglich geplant hatte, sondern auch dem Eingriff eines Produzenten geschuldet ist, dann sollte das als Antwort auf jegliche Fragen genügen.
Mir persönlich hat der Film eigentlich nicht schlecht gefallen, bis auf jene vier Szenen, die anscheinend nicht im Drehbuch standen und so nicht vom Regisseur geplant waren. Nur sind sie halt doch derart eklatant, dass sie meinen Filmgenuss beeinträchtigt haben und mich am Ende etwas enttäuscht zurückgelassen haben.
Fazit: Nur zu empfehlen für Leute, die ein audiovisuelles Spektakel erleben wollen oder Fans von Brad Pitt sind.

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