Film: Day Shift (2022)

Netter Zeitvertreib.
Action / Komödie / Vampire mit Jamie Foxx von J.J. Perry. 114 Min.
Inhalt: Ein berufstätiger Vater möchte seiner Tochter ein gutes Leben ermöglichen. Sein banaler Job als Poolreiniger ist jedoch nur eine Fassade, denn in Wahrheit ist seine eigentliche Einnahmequelle Vampire zu jagen und zu töten.
Dieser Film ist eine perfekte kurzweilige Actionkomödie zur Abendunterhaltung. Kein fesselndes Meisterwerk, keine Konzentration nötig, einfach coole Action mit ein paar gelungen Witzen. Snoop Dogg ist die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Top Anime 2022

Nachdem nun also auch die Anime-Herbst-Staffel 2022 zu Ende gegangen ist, wird vielerorts allgemein über das Anime-Jahr 2022 diskutiert und unweigerlich kommt die Frage nach dem jeweiligen Lieblingsanime des Jahres auf.
Es ist eigentlich keine schwere Entscheidung. Obwohl ich mittlerweile Legend of the Galactic Heroes: Die Neue These für mich als das beste Anime aller Zeiten bezeichne, ist es noch nicht abgeschlossen. Im Frühling kam die dritte Staffel, im Herbst die vierte Staffel, von insgesamt zehn geplanten Staffeln. Das gleiche gilt für Kimetsu no Yaiba, dessen zweite Staffel im Winter erschien. Nein, für mich war das beste Anime des Jahres 2022 eindeutig Cyberpunk: Edgerunners, das im Sommer lief. Es ist eine richtig tolle Sci-Fi-Serie, sehr spannend, großartig animiert, fantastische Kämpfe, voller Emotionen und moralischer Dilemmata, einem grandiosen Soundtrack, einfach das komplette Paket mit einem ordentlichen Abschluss.

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Spiel: M.A.R.I. (Lifestyle Boardgames)

Cooles Solo-Puzzle.
Von Johannes Krenner (ca. 5-15 Min.; 1 Spieler)
M.A.R.I., die Mobile Autonome Roboter-Intelligenz, ist ganz alleine in einer Fabrik und muss einige schwierige Aufgaben erfüllen, bei denen wir ihr helfen sollen.
Wir haben 40 verschiedene Rätsel in Form von Raumplänen. Diese geben uns den Start- und den Zielpunkt vor, und außerdem eine Reihe von Befehlen, die wir benutzen dürfen, um M.A.R.I. zu steuern. Diese reichen von Vorwärts, Zweimal Vorwärts, Links Drehen und Rechts Drehen über komplexere wie Doppelt Ausführen oder Stopp bis hin zu speziellen wie Tür Öffnen. M.A.R.I. kann sich nur mit diesen Befehlen bewegen, aber benötigt nicht alle davon.
Der Spielablauf ist simpel: Wir geben M.A.R.I. einen Befehl, und sie führt ihn aus. Den nächsten Befehl müssen wir nun vor oder hinter den ersten Befehl legen. Dann werden beide Befehle in ihrer Reihenfolge ausgeführt. Den dritten Befehl können wir nun am Anfang, am Ende, oder auch zwischen den beiden Befehlen platzieren – derart entwickelt sich hier eine Befehlskette, die permanent erweitert und verlängert wird. Damit ergeben sich sehr viele Kombinationsmöglichkeiten, je nachdem in welcher Reihenfolge ich sie auswähle und wo ich sie in der Befehlskette platziere.
Gewonnen haben wir, wenn wir am Ende eines Durchlaufs der Befehlskette auf dem Zielfeld stehen – Verloren, wenn wir keine Befehle mehr haben und M.A.R.I. am Ende des Durchlaufs nicht auf dem Zielfeld steht. Außerdem dürfen wir nicht gegen die Wände fahren, sonst ist die Partie auch verloren. Das hört sich vielleicht einfacher an, als es dann wirklich ist.
Das Spiel ist sehr fordernd, die Puzzle sehr innovativ und spannend. Die Rätsel werden kontinuierlich schwieriger, aber schön fließend, nicht sprunghaft. Insgesamt ein sehr gelungenes Solo-Spiel, das unterhält und das ich gerne immer wieder ausgepackt habe, um sämtliche Rätsel zu lösen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Jurassic World 3 – Ein neues Zeitalter (2022)

Eine vergebene Chance.
Action / Abenteuer mit Chris Pratt von Colin Trevorrow. 148 Min.
Inhalt: Die Isla Nublar und ihr Park wurden zerstört, aber die Probleme sind noch nicht vorbei. Da sich die Dinosaurier auf der ganzen Welt ausgebreitet haben, führen die angespannten Beziehungen zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit zu neuen Konflikten. Das zerbrechliche Gleichgewicht wird dabei auf die Probe gestellt und die Zukunft steht vor einer neuen Ausrichtung.
Wenn die Prämisse schon lautet, dass „sich die Dinosaurier auf der ganzen Welt ausgebreitet haben“, dann hätte ich mir eigentlich erwartet, dass das auch das Thema des Films ist. Also ein internationaler Plot, mit Dinosauriern zwischen Wohnhäusern und andere absurde Szenen. Deshalb hat mir der Anfang des Films auch so gut gefangen, speziell der Abschnitt auf Malta, doch der Großteil des Films fand dann wieder in einem abgeriegelten Park statt, mit genau dem gleichen Plot wie in jedem anderen Jurassic-Film.
Den originalen Cast aus dem ersten Jurassic Park Film wieder zu sehen war zwar ein netter nostalgischer Moment, aber diese Charaktere wurden leider nicht gut genug eingesetzt, um dem Film eine qualitative Verbesserung zu geben. Sie sind halt mitgelaufen.
Außerdem habe ich ja auch die Serie Jurassic World – Camp Cretaceous geschaut, die mittlerweile abgeschlossen ist und theoretisch auf diesen Film hätte vorbereiten sollen. Aber ich habe kein Element aus der Serie erkannt, das hier nun im Film vorkam.
Jurassic World 3 hatte genug Zutaten um großartig zu werden, aber diese wurden leider nicht gut genutzt und am Ende entstand ein Film, der sich in keinster Weise hervorhebt. Unterhalten tut er aber allemal.
Fazit: Wem der zweite Teil gefallen hat, der kann hier ruhig wieder einschalten.

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Gedankensprung: Anime-Update Herbst ’22

Wie angekündigt war der Herbst im Gegensatz zum Sommer vollgepackt und ich benötigte ein gutes Zeitmanagement, um auch alles zu schauen. Insgesamt aber war der Herbst eine Mischung aus großartigen Überraschungen und brutalen Enttäuschungen.

Wenn in einer Season eine neue Staffel von Legend of the Galactic Heroes: Die Neue These kommt, wird die bei mir auf Platz 1 landen, so auch diesmal. Wir sind schon bei der vierten Staffel und diese bestätigt erneut, dass das hier für mich mittlerweile das beste Anime aller Zeiten ist.

Die größe Überraschung dieser Season war aber sicherlich die sechste Staffel von Boku no Hero Academia. Nachdem die Serie ja mit jeder Staffel kontinuierlich schlechter wurde und ich nach der fünften beinahe schon aussteigen wollte, wurde nun diese fantastische Staffel abgeliefert. Etwas vom Besten, was ich in Anime seit langem gesehen habe. Das Warten hat sich gelohnt. Jede Episode großartig, ständig Adrenalin auf dem Höchststand, spannend und emotional, einfach fantastisch. Geht im Winter direkt weiter und ich werde natürlich wieder dabei sein.

Die zweite Staffel von Spy x Family war wieder ein Fixtermin in meinem Kalender. Mir hat sie immer noch sehr gut gefallen, sie hat mich toll unterhalten, aber sie war leider nicht mehr so frisch und witzig wie die erste Staffel. Die Geschichte wird einfach weitererzählt und Ende ist noch lange nicht in Sicht. Die dritte Staffel werde ich aber sicher wieder schauen.

Den größten Hype in dieser Season hatte sicherlich Chainsaw Man. Die Serie hat mir ebenfalls gut gefallen, mich großartig unterhalten, bietet aber leider nur einen generischen 0-8-15 Plot (Wir jagen einen mächtigen Dämon). Was die Serie vom Einheitsbrei abhebt, sind die einzigartigen Charaktere, die tollen Animationen und die Brutalität. Ich werde jedenfalls bei der zweiten Staffel wieder dabei sein.

Komplett aus dem Nichts ist die Serie Akiba Meido Sensou aufgetaucht. Als hätte Quentin Tarantino beschlossen, eine Animeserie zu machen. In diesem brutalen Bandenkrieg kämpfen jedoch nicht Yakuzas gegeneinander, sondern Maid Cafés. Eine absurde Prämisse, die wahnwitzig beginnt, einen direkt fesselt und nach ein paar Episoden sogar noch einen spannenden Plot entwickelt. Die Serie ist mit einer Staffel wunderbar abgeschlossen, im Stile von Tarantino bis zur letzten Sekunde.

Ebenfalls aus dem Nichts tauchte Bocchi the Rock! auf. Ich mag Animes, in denen gute Musik gemacht wird. Doch obwohl das hier ein Anime über eine Rockband ist, hört man nur wenig Musik. Dafür sind die Mädchen sehr witzig und so war diese Serie für mich tolle Comedy, hat mich also dennoch gut unterhalten. Die letzte Episode, das große Konzert, hat dann meinen Wunsch nach toller Musik voll erfüllt, das Warten hat sich gelohnt. Insgesamt ist die Serie mit einer Staffel wunderbar abgeschlossen, ich wäre aber bei einer eventuellen zweiten Staffel sicher wieder dabei.

Mob Psycho 100 III war die erste der Enttäuschungen. Mir haben die ersten beiden Staffeln sehr gut gefallen und die Geschichte war damit abgeschlossen. Eine dritte Staffel war nicht nötig und wie sich am Ende herausstellte, tatsächlich ein Fehler. Einfach schlecht, kein Plot und ein mieser Endkampf. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Serie jetzt komplett abgeschlossen. Sehr gut, denn eine weitere Staffel würde ich definitiv nicht mehr schauen. Dennoch kann ich die ersten zwei Staffeln absolut empfehlen.

Daily Life of the Immortal King 3 war die nächste Enttäuschung und ich kann hier das exakt gleiche schreiben wir zu Mob Psycho 100 III: Zwei großartige Staffeln, wunderbar abgeschlossen und die dritte jetzt war nicht nötig und einfach nur schlecht. Hier sehe ich jedoch Potenzial, dass man in einer eventuellen vierten Staffel das Ruder wieder rumreißen könnte, also wäre ich da vorsichtig dabei, während ich bei Mob Psycho 100 III sicher nicht mehr einschalten werde.

Die brutalste Enttäuschung aber war die zweite Staffel von Fumetsu no Anata e, dem Emotionenanime. Das ist so schlecht geworden, dass ich im Gegensatz zu den anderen beiden erst gar nicht zu Ende geschaut habe. Und das, obwohl mir die erste Staffel damals so gut gefallen hat und die Geschichte da leider noch nicht abgeschlossen war. Schade!

One Piece, Bleach, Golden Kamuy und Boruto lese ich als Manga, habe also die Animes nicht geschaut.

Trotz dieser Menge habe ich es wieder geschafft, ein älteres Anime zu schauen, nämlich habe ich mit Re:Creators begonnen. Eine richtig tolle Serie mit einem faszinierenden Konzept: Fiktive Charaktere tauchen in unserer Realität auf und versuchen sich zurechtzufinden, bzw. die Tatsache zu verarbeiten, dass sie und ihre Welt fiktiv sind. Leider bin ich noch nicht bis zum Ende gekommen, aber hoffentlich in der nächsten Season.
Auf meiner Watchlist ist jetzt nur noch Gintama. Wer weiß, wann ich da endlich weiter schauen kann. Und außerdem werden mir auch ständig andere ältere Animes empfohlen, Material gibt es also genug.

Ausblick auf den Winter 2022:
Auch der Winter scheint wieder komplett überladen zu sein. Sehr viel wartet da auf uns, Stress ist schon vorprogrammiert: Itai no wa Iya nano de Bougyoryoku ni Kyokufuri Shitai to Omoimasu. 2, The Misfit of Demon King Academy II, Spy Kyoushitsu, Trigun Stampede, Ooyukiumi no Kaina und Tsurune: Tsunagari no Issha sind Fixstarter, aber es gibt noch viele andere, die sich eine Chance verdienen.

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Einen guten Rutsch!

Heute gibt es an dieser Stelle keine Kritiken, dafür wünsche ich allen ein schönes und glückliches neues Jahr!

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Gedankensprung: Jahresrückblick 2022 / Ausblick 2023

Jahresrückblick 2022

Das Jahr 2022 neigt sich seinem Ende und somit wird es auch Zeit sich den unzähligen Jahresrückblicken anzuschließen, die jetzt überall gedeihen. Was mir 2022 am besten gefallen hat, soll hier zusammengetragen werden und somit einen Abschluss für dieses Jahr bieten. Wobei ich anmerken möchte, dass ich über Dinge spreche, die ich in diesem Jahr kennengelernt habe, es ist also nicht alles neu in diesem Jahr erschienen.

Gesellschaftsspiele
Wir starten mit dem Bereich, der auf meinem Blog die meisten Besucher erhalten hat: Brett- und Kartenspiele.
Leider habe ich in diesem Jahr kaum Spiele kennengelernt, die mich überzeugen konnten. Das einzige Spiel, das ich an dieser Stelle speziell hervorheben möchte, ist Libertalia – Winds of Galecrest (Stonemaier Games).
Dieses Jahr kam genau eine Erweiterung für eines meiner liebsten Spiele und sie hat mir auch sehr gut gefallen, nämlich Dune Imperium – Erweiterung „Rise of Ix“ (Dire Wolf).

Filme
Dieses Jahr habe ich durchaus einige tolle Filme gesehen, aber keinen davon würde ich als überragend bezeichnen und keiner davon wird einer meiner Lieblinge werden, den ich ich noch jahrelang empfehlen werde. Gut gefallen haben mir also folgende Filme: Uncharted (2022), Bullet Train (2022), Prey (2022), Phantastische Tierwesen 3 – Dumbledores Geheimnisse (2022), The Batman (2022), Top Gun Maverick (2022), The Adam Project (2022), Wind River (2017) und Ghostbusters – Legacy (2021).

Bücher
Vor allem dieser Bereich war wie bereits in den letzten Jahren extrem Science-Fiction-lastig, doch es gab auch genug Ausflüge in andere Genres. Vor allem habe ich dieses Jahr auch viele Sachbücher gelesen.
Das Highlight des Jahres war für mich eindeutig der Abschluss der Expanse-Reihe mit Corey, James S. A. – Leviathan Falls (The Expanse 9). Anonsten gab es dieses Jahr eigentlich nur zwei weitere Bücher, die mir besonders gut gefallen haben, nämlich Parker, Matt – Damit hatte keiner gerechnet! Die größten Mathe-Irrtümer der Menschheit und Taylor, Dennis E. – Himmelsfluss (Bobiversum 4).

Serien
Im Gegensatz zu den anderen drei Bereichen gab es dieses Jahr viele Serie, die mir sehr gut gefallen haben und Star Trek Strange New Worlds war mein absolutes Highlight. Ansnonsten gefielen mir noch sehr gut: Wednesday, Star Trek Lower Decks, Shetland, Blood &Treasure, Hubert und Staller, Only Murders in the Building, James May – Our Man in Italy, Stranger Things, Der Tatortreiniger, Magnum P.I., Severance, Upload, Reacher, Dexter – New Blood, The Expanse und The Silent Sea.

Ausblick 2023

Filme: Es gibt zwar nicht viel, auf das ich mich freue, aber darauf dafür richtig: Dune 2, Indiana Jones 5, Guardians of the Galaxy 3 und Mission Impossible 7.
Serien: Außer den nächsten Staffeln meiner Lieblingsserien hätte ich nichts gehört, das meine Vorfreude besonders geschürt hätte.
Bücher: Meine Vorfreude beschränkt sich auf Sapiens 3 von Harari und die Fortsetzung der Killerbot-Reihe von Wells.
Spiele: Ich wüsste nicht, welche Spiele 2023 neu erscheinen. In meinem Bericht über Essen 2022 habe ich bereits sämtliche Spiele aufgelistet, die ich noch gern spielen würde.

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Spiel: Pirate Ships (Piatnik)

Nettes Wurfspiel.
Von Alan Roach (ca. 15 Min.; 2 Spieler)
Bei Pirate Ships schlüpfen zwei Spieler in die Rollen feindlicher Piraten und liefern sich dabei ein Gefecht. Die beiden Kapitäne versuchen, durch gezielte Schüsse mit Karten in Kanonenkugel-Form den Gegner zu schwächen. Dabei befinden sich die jeweiligen Piratenschiffe, die aus verschiedenen, aneinandergelegten Rumpfteilen bestehen, mindestens einen halben Meter voneinander entfernt. Je größer der Abstand zwischen den Schiffen ist, umso mehr Konzentration und Geschicklichkeit wird beim Werfen der Kanonenkugelkarten benötigt.
Das ist auch schon das ganze Spiel. Reihum wirft (wortwörtlich) jeder Spieler eine Kanonenkugel auf das Schiff des Gegners und zerstört die einzelnen Rumpfteile. Wer zuerst kein seetaugliches Schiff mehr hat, hat verloren. Das ist lustig und macht Spaß, außer ein Kontrahent ist eindeutig geschicklicher als der andere.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Brandhorst, Andreas – Ruf der Unendlichkeit

Yeah, endlich wieder ein toller Brandhorst.
Inhalt: Als letzter, unsterblicher Mensch in der Milchstraße steht Aron in den Diensten der Moy, einer alten Superzivilisation, die seit unvordenklichen Zeiten über den Kosmos wacht. Sein Auftrag: der Schutz des Kulturguts unterentwickelter Lebensformen vor den Blendern, die überall Zwietracht säen. Die neue Mission führt ihn auf den Planeten Mulkain, wo einige Abgesandte der Moy verschwunden sind. Doch was er dort entdeckt, lässt ihn an allem zweifeln, was er zu wissen glaubt. Er bricht zu einer kosmischen Reise auf, um der Frage nachzugehen, warum die einstigen Hochkulturen der Menschheit untergingen.
Ich bin ein großer Fan von Andreas Brandhorst und habe fast alle Bücher von ihm gelesen, aber mir haben die letzten von ihm immer weniger gefallen. Er hat dann Verlag gewechselt und vielleicht lag es tatsächlich daran, denn jetzt hat er wieder ein richtig tolles Buch abgeliefert. Es reicht zwar nicht an seine Meisterwerke heran, ist aber immer noch solide und unterhaltsam.
Wie so oft spielt auch dieses Buch in dem von ihm bereits etablierten Universum und wie immer ist es vollkommen alleinstehend, man muss also nichts anderes vorher gelesen haben. Also auch Leser, die noch nie etwas von Brandhorst gelesen haben, können hier getrost zugreifen. Man darf sich halt weder von gigantischen Zahlen noch von vielen technischen Ausdrücken abschrecken lassen. Das Buch ist eine Reise quer durch das Universum, von einer Ecke zur anderen, vom Anbeginn der Zeit bis zu ihrem Ende, mit jeder Menge Zwischenstopps. In diesem Sinne ist der Titel „Ruf der Unendlichkeit“ absolut treffend.
Insgesamt ist das Buch gut geschrieben, flüssig und spannend, episch, melancholisch und philosophisch. Die Charaktere sind leider etwas eintönig, aber weil man vom Plot ständig mitgerissen wird, fällt das nicht so auf. Die Zeit- und Ortsprünge am Ende erfordern etwas Konzentration und ein etwas esoterisches Element macht die Sache nicht einfacher, aber dafür ist das Finale gut abgerundet, das Buch zufriedenstellend abgeschlossen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Fullmetal Alchemist – Teil 2 & 3 (2022; Anime-Realverfilmung)

Nach dem tollen ersten Teil folgt leider so ein Desaster.
Action / Fantasy mit Ryosuke Yamada von Fumihiko Sori. 125 & 143 Min.
Inhalt: Die Elric-Brüder treffen auf ihren bisher furchterregendsten Gegner, einen einsamen Serienmörder, der vor extremer Brutalität nicht zurückschreckt. Außerdem entdecken sie verborgene Staatsgeheimnisse, die Vergangenheit von Eds und Als Vater und andere äußerst beunruhigende Wahrheiten.
Das Tolle am ersten Teil war, dass er sich so gut am Original gehalten hat und dadurch eine spannende Geschichte sinnvoll erzählte. Die letzten beiden Teile der Trilogie sind optisch immer noch auf dem gleich hohen Niveau, aber dafür inhaltlich eine Katastrophe. Man hat hier nämlich angefangen, freier mit dem Basismaterial umzugehen. Die Reihenfolge mancher Szenen wurde geändert, wodurch sie an Sinnhaftigkeit verloren haben; viel wurde einfach weggelassen, ohne den Inhalt auf andere Weise zu vermitteln, wodurch es zu Löchern und seltsamen Sprüngen im Plot kam; neue Charaktere werden überhastet eingeführt und bleiben eintönig.
Nach dem tollen ersten Teil hatte ich mich sehr auf das Finale der Trilogie gefreut, wurde aber enttäuscht. Schaut das Anime Fullmetal Alchemist: Brotherhood, eins der besten Animes aller Zeiten, und ignoriert diese Realverfilmung einfach.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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