Serie: The Witcher – Staffel 1

Naja, nicht mein Ding. Dennoch gut.
Ich habe bereits vor Jahren auf Empfehlung eines Freundes einen ganzen Nachmittag mit dem Computerspiel verbracht, bin dafür aber überhaupt nicht warm geworden und habe es am Abend gleich wieder deinstalliert. Dementsprechend war mein Interesse jetzt auch nicht sehr groß, diese Serie zu schauen. Die erste Folge wollte ich mir aber dennoch gönnen, um einfach zu wissen, was da los ist. Nun, die ist wirklich schlecht. Hätte ich nicht zwei Wochen Zeit gehabt, hätte ich wohl nicht weitergeschaut. In Ermangelung von Alternativen und aufgrund der zeitlichen Möglichkeiten habe ich aber dennoch weitergeschaut. Tatsächlich wird die Serie mit jeder Episode besser und kulminiert in einem gelungenen Finale.
Die Produktionsqualität ist leider nicht der gewohnte Netflix-Standard, wir haben von diesem Studio schon besseres geliefert bekommen. Die Serie ist optisch durchaus ordentlich, aber wenn halt Netflix draufsteht, denn schaltet man schon mit einer ganz anderen Erwartungshaltung ein.
Auch konnte ich mich allgemein weder mit diesem Universum anfreunden, wie bereits damals beim Computerspiel, noch mit den Charakteren. Es gibt genug Fans, absolut nachvollziehbar, aber ich bin halt keiner. Die Serie bot kurzweilige Unterhaltung und hatte einfach ein perfektes Timing. Ein zweite Staffel kommt nächstes Jahr im Herbst und ich werde sie schauen, wenn ich Zeit habe. Aber ich werde mir sicher nicht extra Zeit dafür nehmen.
Fazit: Kann geschaut werden.

Veröffentlicht unter Serien | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 1 Kommentar

Film: Jumanji – The Next Level (2019)

Gelungene Fortsetzung eines tollen Films.
Fantasy-Abenteuerfilm mit Dwayne Johnson von Jake Kasdan. 123 Min.
Inhalt: Die vier Freunde kehren in die Welt von Jumanji zurück, doch statt das bekannte Abenteuer locker runterzuspielen, wartet ein neues Level auf sie, mit unbekannten Gefahren und noch schlimmeren Gegnern. Zum Glück sind diesmal zwei Opas auch dabei.
Wie bereits beim ersten Teil ausgeführt, hat dieser Film einen perfekten Cast, der auch diesmal wieder super funktioniert. Der Neuzugang wurde gut aufgenommen und integriert.
Ich mag solche Abenteuerfilme einfach mit spektakulären Gefahren und abstrusen Hindernissen. Es macht einfach Spaß zuzuschauen, wie die Charaktere sich da durchwinden und großartige Stunts liefern. Ich möchte unterhalten werden und das gelingt diesem Film perfekt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Gedankensprung: Anime-Update Herbst ’19

Das war jetzt eine angenehme Staffel. Einige gute Serien, aber nicht so viele, als dass ich Stress bekommen hätte oder wie im Sommer sogar welche ausgelassen hätte.

Die zweite Staffel von Ginga Eiyuu Densetsu: Die Neue These war definitiv meine liebste Serie in dieser Staffel, ist sie doch eine Space-Opera und hat somit voll meinen Geschmack getroffen. Ein spannender Plot, interessante Charaktere, tolle Weltraumkämpfe und politische Intrigen garantieren gute Unterhaltung. Die Geschichte ist jedoch noch nicht zu Ende und daher warte ich auf die dritte Staffel.

Die vierte Staffel von Boku no Hero Academia war fantastisch. Die gewohnte Produktionsqualität bietet tolle Kämpfe und die Charaktere entwickeln sich innerhalb eines spannenden Plots interessant weiter. Die Serie läuft im Jänner direkt weiter und ich werde auf jeden Fall dabei bleiben.

Ich persönlich empfinde Enen no Shouboutai, das aus dem Sommer direkt weitergelaufen ist, optisch viel besser als Boku no Hero Academia, speziell die Kämpfe sind etwas vom Besten, das ich in den letzten Jahren gesehen habe. Mein Problem ist nur, dass der Plot etwas konfus ist. Dennoch genieße ich jede Episode, sind sie doch audiovisuelle Meisterwerke. Auch hier ist die Geschichte noch nicht zu Ende und ich freue mich schon auf die zweite Staffel, die anscheinend im April kommen soll.

No Guns Life war auch ein richtig tolles Anime, angesiedelt in einem faszinierenden Cyberpunk-Universum. Interessante Charaktere versuchen eine Verschwörung aufzudecken und stoßen dabei auf düstere Geheimnisse der regierenden Elite. Ein spannender Plot mit tollen Kämpfen. Hier soll ebenfalls eine zweite Staffel im April kommen, was dazu geführt hat, dass die letzten Episoden etwas langatmig, bzw. für den Hauptplot nicht essentiell waren.

Hoshiai no Sora war eine Mischung aus Sportanime (Softtennis) und Drama (Familienprobleme der einzelnen Charaktere). Die meiste Zeit sind diese beiden Seiten gut ausbalanciert worden mit toll animierten Tennissequenzen und emotionalen Familienszenen. Manchmal war es mir dann zwar ein bisschen zu viel Drama, aber allgemein wäre die Serie wirklich zu empfehlen, wenn nicht das Studio 24 Episoden geplant hätte, der Produzent dann aber nach 12 Episoden aus welchem Grund auch immer den Stecker gezogen hätte. Somit bleiben wir mit einem brutalen unvollendeten Cliffhanger zurück, der wohl nie aufgelöst werden wird. Schade.

Die zweite Staffel von Kono Oto Tomare! war sogar noch besser als die erste. Schöne Charakterentwicklungen und wunderbare Musik machen das hier zu einer ganz tollen Serie. Das schöne Staffelfinale kann so stehen bleiben, ein dritte Staffel wäre aber schon schön und wird wohl auch kommen.

Shinchou Yuusha: Kono Yuusha ga Ore Tueee Kuse ni Shinchou Sugiru war ein äußerst lustiges Isekai mit einem „realistischen“ (übervorsichtigen) Hauptcharakter. Ich habe selten bei einem Anime so viel gelacht. Ein absolut gelungener Humor mit einem tollen Ende.

Houkago Saikoro Club war ein ganz besonderes Erlebnis, geht es hier doch um eine Gruppe von Freunden die Brettspiele miteinander spielen. Brettspiele! Ein Anime wie für mich gemacht. Plot ist hier keiner vorhanden. Es war aber trotzdem nett, das zu schauen. In jeder Episode wurde ein anderes Brettspiel präsentiert und es wirkte wie ein Playthrough, das man auf YouTube oft findet, nur halt im Animestil. Das Tolle aber war, dass es allesamt weltbekannte Spiele sind, die auch wir an unseren Spieleabenden spielen und es machte großen Spaß die Regale im Hintergrund der Serie zu studieren und Spiele zu erkennen. Sogar ein professioneller Prototyp wurde gebastelt. Für jeden Brettspiel-Fan zu empfehlen.

Sword Art Online: Alicization – War of Underworld ist die direkte Fortsetzung der letzten Staffel und lief genauso enttäuschend weiter. Da steckt so viel Potenzial drinnen und dann so etwas. Im April läuft die Serie weiter und ich werde sie sicher schauen, weil ich einfach hoffe, dass vielleicht doch noch etwas Fantastisches kommt, waren doch die ersten zwei Staffeln sowie der Film und der Spin-Off richtig gut.

Von Nanatsu no Taizai: Kamigami no Gekirin hat mir bereits die letzte Staffel nicht gefallen, aber ich wollte ihr dennoch eine Chance geben, weil die erste Staffel damals so phänomenal war. Leider wurde es nur noch schlimmer. Sie wird immer Jänner direkt weiterlaufen, aber ohne mich.

Phantasy Star Online 2: Episode Oracle ist Space-Sci-Fi, also mein liebstes Genre und daher musste ich es einfach schauen, doch es entpuppte sich als langweilig, billig und stereotyp. Sie wird immer Jänner direkt weiterlaufen, aber ohne mich.

Und wie bekannt lese ich auch weiterhin die Mangas zu den Serien One Piece, Boruto, Black Clover, Dr. Stone und Shokugeki no Souma, schaue diese Animes also nicht, bzw. nur sehr sporadisch.

Neben diesen aktuellen Serien habe ich auch Zeit gefunden, mein Großprojekt, nämlich Gintama zu schauen, weiterzubringen, und habe sogar noch ein zweites Großprojekt gestartet, nämlich Master Keaton, eine richtig tolle Serie im Stil von Lupin, einer meiner Lieblingsserien, mit gut recherchierten Archäologieelementen.

Ausblick auf den Winter 2020:
Auch die Vorschau für den Winter verspricht eine Fülle von guten Serien, wie etwa Magia Record: Mahou Shoujo Madoka☆Magica Gaiden (TV), Kyokou Suiri, Somali to Mori no Kamisama, Dorohedoro, Rikei ga Koi ni Ochita no de Shoumei shitemita, Infinite Dendrogram, Majutsushi Orphen Hagure Tabi, Kuutei Dragons, Housekishou Richard-shi no Nazo Kantei und Natsunagu!.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Spiel: Maracaibo (Game’s Up)

Tolles intensives Strategiespiel.
Von Alexander Pfister (ca. 60-150 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem Spiel geht es darum, die Karabik zu bereisen, Aufträge zu erfüllen und Einfluss bei den Kolonialmächten Spanien, Frankreich und England zu erringen. Das Kernstück des Spiels ist der sehr interessante Bewegungsmechanismus. In jeder Runde müssen wir nämlich einmal mit unserem Schiff die Karibik umrunden und auf jedem Feld irgendwelche Aktionen ausführen. Dabei können wir so weit springen, wie wir wollen. Je mehr Felder wir in einem Zug überspringen, desto stärker ist die Aktion, die wir da dann ausführen. Je mehr Felder wir aber überspringen, desto weniger Aktionen können wir in einer Runde insgesamt ausführen. Der Trick liegt also daran, die Balance zu finden zwischen der Quantität an Aktionen und der Qualität dieser. Ich finde dieses Puzzle sehr spannend und es bietet einige interessante Dilemmata. Dazu kommt noch, dass eine Runde dann endet, wenn ein Spieler als erstes die Umrundung beendet hat. Wenn ich also sehe, dass ein Spieler vorprescht, um die Runde kurz zu halten, muss ich meinen Plan anpassen und flexibel entscheiden, auf welche Aktion ich nun doch verzichte.
Zusätzlich kann man noch sein Schiff und die einzelnen Aktionsfelder mit eigenen Figuren für sich verbessern, wobei man sich immer überlegen sollte, ob man seinen Marker auf der Wanderleiste weiterbringen, den Einfluss bei einer der Großmächte erhöhen oder einfach Aufträge erfüllen möchte.
Es ist ein solides, spannendes Vielspielerspiel mit großem Wiederspielreiz. Produktionstechnisch ist es zwar kein Meisterwerk, aber hübsch genug um seine Aufgabe zu erfüllen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

Auf Amazon zu kaufen:
Maracaibo
Wenn Ihr das Spiel über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Buch: Lustiges Taschenbuch Crime 06

Leider eine Enttäuschung am Ende.

© 2019 Disney/Egmont Ehapa
Alle zwei Monate erscheinen die Abenteuer von Micky Maus und Co. in der Sonderreihe „LTB Crime“ bei Egmont Ehapa Media.

Dieser Band hier ist das exakte Gegenteil vom fünften Band: Hier wurde alles falsch gemacht, was man irgendwie falsch machen kann. Angefangen damit, dass das Titelbild Tick, Trick und Track zeigt und kein einziges Abenteuer diese drei in den Mittelpunkt stellt. Nun gut, die Diskrepanz zwischen Titelbild und Inhalt findet man immer wieder und nicht nur bei den Lustigen Taschenbüchern, aber wenn es so viel anderes Negatives gibt, fällt es halt umso mehr auf.
Hier haben wir nun 10 Geschichten, von denen 8 deutsche Erstveröffentlichungen sind und allesamt sind Einzelabenteuer, also wie bisher keine übergreifenden Abenteuer, die auf die anderen Bände Bezug nehmen. Dieser Band kann daher auch für sich allein unabhängig von der Reihe gelesen werden oder eben ausgelassen werden ohne etwas zu verpassen.
Die erste Geschichte nimmt 190 Seiten ein, also den Großteil dieses Bandes, aber die ist einfach nur seltsam, absolut nicht interessant, irgendwie lächerlich und die Auflösung total abstrus. Zusätzlich zu dieser gibt es hier auch noch zwei Geschichten, die rein gar nichts mit Entenhausen und der Welt der Lustigen Taschenbücher zu tun haben. Warum wird so etwas hier hineingegeben? Bei Band 4 habe ich diesbezüglich noch ein Auge zugedrückt, weil der Rest einfach gut war und es da nicht so ins Gewicht gefallen ist, aber hier ist dies ein weiteres negatives Element in einem gewaltigen negativen Sammelsurium.
Leider ist keiner meiner Lieblingscharaktere zurückgekehrt, was an sich nicht so schlimm wäre, wenn die restlichen Geschichten trotzdem interessant wären. Aber das sind sie nicht! Bis auf eine. Und ironischerweise ist diese eine gute Geschichte keine Crime-Geschichte, hätte also per Definition in diesem Band gar keine Berechtigung.
Da dies nun aber auch der letzte Band der gesamten Serie ist, soll kurz über die Gesamtheit gesprochen werden. Der erste Band hat mich damals nicht wirklich überzeugt, aber die Serie ist kontinuierlich besser geworden und daher bin ich auch froh, da weitergelesen zu haben, nur um jetzt am Ende so etwas zu erleben. Aber die Bände dieser Serie sind ja alle unabhängig voneinander und wenn man also nicht gerade das Buchrückenbild komplett haben möchte, kann man problemlos den ersten und letzten Band auslassen.
Crime war nun die zweite Spezialserie der Lustigen Taschenbücher nach Galaxy 2018. Mir persönlich hat vom Thema, der qualitativen Konstanz und dem erwachsenen Zielpublikum her Galaxy besser gefallen und ich würde mich über eine ähnliche Spezialserie sehr freuen. Für 2020 ist jedoch schon die zweite Staffel von Crime angekündigt worden. Einerseits blicke ich dem nach diesem letzten Band etwas skeptisch entgegen, andererseits bleibt mir so die Hoffnung, irgendwann eine zweite Staffel von Galaxy zu erhalten.
Fazit: Diesen letzten Band kann ich nicht empfehlen, aber die Serie als Gesamtes durchaus.

Auf Amazon zu kaufen:
Lustiges Taschenbuch Crime 06
Wenn Ihr das Buch über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Film: Star Wars 9 – Der Aufstieg Skywalkers (2019)

Ein zufriedenstellendes Finale.
Sci-Fi-Fantasy mit Daisy Ridley und John Boyega von J. J. Abrams. 144 Min.
Inhalt: Der letzte Kampf zwischen Gut und Böse, Heller und Dunkler Seite, Rebellen und Letzter Ordnung steht an, doch bevor es dazu kommt, muss man noch einen Stein finden.
Ich persönlich finde, dass dieser Film alles richtig gemacht hat. Naja, fast alles, aber wir sprechen hier von Star Wars, also ist man es eh schon gewohnt, andauernd wegen irgendwelcher Logikfehler ein Auge zuzudrücken. Wer sich darüber immer noch beschwert, hat entweder keine anderen Teile dieser Saga gesehen oder macht dies einfach aus Prinzip.
Das Problem von Star Wars 9 ist Star Wars 8. Dort wurde der Plot nämlich überhaupt nicht vorangetragen und das musste dann jetzt hier nachgeholt werden, zusätzlich zum Anspruch, einen allgemein zufriedenstellenden Abschluss zu bieten. Daher wirkt der Anfang dieses Films auch so überhastet und man wird sofort mit einer neuen, überraschenden Information konfrontiert. Der Fehler liegt also nicht beim Regisseur, sondern beim Studio, das es nicht geschafft hat, einen kohärenten Plot für die gesamte Trilogie zu erschaffen und diesen auch durchzusetzen.
Der Kern des Films bietet großartige Unterhaltung: flotte Action, gut platzierter Humor, tolle Bilder, ein audiovisuelles Spektakel. Dafür kommt man und das wird geliefert. Außerdem ist der wichtigste Teil des Films absolut gelungen: das Ende. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand mit diesem Abschluss der Skywalker-Saga nicht zufrieden ist.
Ich hoffe, dass Disney seine Ankündigung auch einhält und bei dieser Saga nicht weitermacht. Ich denke nämlich nicht, dass noch irgendjemand ein Bedürfnis verspürt, diese Saga hier weiterzuverfolgen. Die alten Charaktere, die die Fans unbedingt nochmals sehen wollten, sind alle tot und die neuen Charaktere sind nicht interessant genug, um diesen Kultstatus zu erlangen, mit dem man Kinosäle füllt. Es gibt noch so viele andere Geschichten, die man im Star Wars Universum erzählen kann. Tatsächlich ist bereits eine Trilogie in der Alten Republik geplant, also weit weg von jedem Skywalker.
Fazit: Wer alles andere schon geschaut hat, wird hier zufriedengestellt werden.

Veröffentlicht unter Filme | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Gedankensprung: Jahresrückblick 2019 / Ausblick 2020

Jahresrückblick 2019

Das Jahr 2019 neigt sich seinem Ende und somit wird es auch Zeit sich den unzähligen Jahresrückblicken anzuschließen, die jetzt überall gedeihen. Was mir 2019 am besten gefallen hat, soll hier zusammengetragen werden und somit einen Abschluss für dieses Jahr bieten. Wobei ich anmerken möchte, dass ich über Dinge spreche, die ich in diesem Jahr kennengelernt habe, es ist also nicht alles neu in diesem Jahr erschienen.

Gesellschaftsspiele
Wir starten mit dem Bereich, der auf meinem Blog die meisten Besucher erhalten hat: Brett- und Kartenspiele. Dabei sei gesagt, dass letztes Jahr etwa 2.000 Spiele erschienen sind und ich im Schnitt pro Woche ein neues kennenlerne, also vielleicht etwas über 52 im ganzen Jahr. Das ist nur ein Bruchteil und somit ist die folgende Liste, wie eigentlich alles auf diesem Blog, sehr subjektiv.
Zum ersten Mal seit langem sind keine Erweiterungen für meine liebsten Spiele erschienen. Bzw. eine gäbe es schon, nur habe ich die noch nicht erhalten, also müssen wir damit bis nächstes Jahr warten.
Ohne Zweifel war Underwater Cities (Delicious Games) für mich das beste Spiel des Jahres. Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir Nusfjord (Lookout Games), Planet (Blue Orange), Tribes (Kosmos), Clank! In! Space! (Renegade Game Studios), KeyForge (Fantasy Flight Games), Jaipur (Game Works), The Artemis Project (Grand Gamers Guild), Tiefseeabenteuer (Oink Games), Coimbra (eggertspiele) und Maracaibo (Game’s Up).

Filme
Von den sechs Filmen, die ich dieses Jahr unbedingt sehen wollte, habe ich alle angeschaut, was nicht wirklich eine Überraschung sein sollte. Aber es gab keinen Film, der für mich über den anderen stehen würde und ganz allgemein habe ich dieses Jahr nur sehr wenige Filme gesehen, die ich für mich als „Top“ bezeichnen würde, nämlich: Mortal Engines, Aquaman, Instant Family – Plötzlich Familie, Manchester by the Sea, Alita – Battle Angel, Long Shot und Drachenzähmen leicht gemacht 3.

Bücher
Vor allem dieser Bereich war wie bereits in den letzten Jahren extrem Science-Fiction-lastig, doch es gab auch genug Ausflüge in andere Genres. Von den Büchern, die mir dieses Jahr am besten gefallen haben, war Brandhorst, Andreas – Der letzte Regent zweifellos mein Liebling. Aber es gab noch eine Reihe weiterer Bücher, die mir sehr gut gefallen haben: Taylor, Dennis E. – Wir sind Götter (Bobiversum 2) / Corey, James S. A. – Tiamat’s Wrath (The Expanse 8) / Taylor, Dennis E. – Alle diese Welten (Bobiversum 3) / Scalzi, John – Krieg der Klone / Wrangham, Richard – Die Zähmung des Menschen / Wells, Martha – Tagebuch eines Killerbots / Lesch, Harald – Was hat das Universum mit mir zu tun? / Küster, Hansjörg – Der Wald.

Serien
Serienmäßig war 2019 wie bereits in den letzten Jahren für mich hauptsächlich von Comedy und Sci-Fi geprägt. Meine diesbezüglichen Lieblinge sind: Fresh Off the Boat, The Kominsky Method und The Good Place für Comedy, The Orville und The Expanse für Sci-Fi.
True Detective ist mit einer fantastischen dritten und Veronica Mars mit einer großartigen vierten Staffel zurückgekehrt. Auch MacGyver, Stranger Things und Jack Ryan haben weiterhin nicht enttäuscht. Dazu kamen zwei weitere Serien, die mich überzeugen konnten: Shetland und Whiskey Cavalier.

Ausblick 2020

Filme: Fixen Kinotermin gibt es 2020 für mich keinen. Einige Filme, für die ich mir eventuell ein Kinoticket gönnen würde, wenn ich zufällig Zeit habe, wären Bad Boys for Life, James Bond und Dune.
Serien: Außer den nächsten Staffeln meiner Lieblingsserien freue ich mich auf zwei neue Science-Fiction-Serien, nämlich Star Trek: Picard und Avenue 5.
Bücher: Am meisten freue ich mich wie immer auf den neuen Brandhorst-Roman und natürlich die nächsten Expanse – Teile.
Spiele: Ich wüsste nicht, welche Spiele 2020 neu erscheinen. In meinem Bericht über Essen 2019 habe ich bereits sämtliche Spiele aufgelistet, die ich noch gern spielen würde. Ansonsten habe ich ein paar Prototypen kennengelernt, über deren Veröffentlichung ich mich freuen würde, aber darüber muss ich leider schweigen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Spiel: Age of Dirt – A Game of Uncivilization (WizKids)

Nettes Worker Placement Spiel mit interessantem Frustfaktor.
Von Johannes Krenner (ca. 45 Min.; 2-5 Spieler)
In diesem Spiel wollen wir unsere steinzeitlichen Stämme weiterentwickeln, um dann am Ende am meisten Fortschrittspunkte zu haben. In diesem Sinne ist es ein klassisches, geradliniges Worker Placement und Ressource Management Spiel. Das faszinierende ist hier aber nun der Mechanismus, wie man Ressourcen sammelt. Wir legen nämlich unsere Arbeiter auf spezielle Felder, wodurch sie für die Sammlung für eine bestimmte Ressource reserviert sind, aber sie sammeln noch nicht. Erst wenn ein Spieler das Sammeln aktiviert, werden alle Arbeiter dieses Feldes, egal von welchem Spieler, genommen und in den Turm geworfen. Es ist derselbe Turm wie in Shogun, das bedeutet, dass manche Arbeiter drinnen stecken bleiben und vielleicht solche unten rauskommen, die irgendwann vorher einmal reingeworfen worden sind. Dieser Turm führt dazu, dass man sein Einkommen nicht planen kann und sehr flexibel sein muss. Ich finde das sehr spannend und lustig. Das Spiel dauert auch nicht zu lang, wodurch sich der Glücksfrust nicht hinzieht und es nicht irgendwann nur noch mühsam ist. Nein, das Spiel ist kurz und gut.
Fazit: Empfehlenswert.

Auf Amazon zu kaufen:
Age of Dirt: A Game of Uncivilization
Wenn Ihr das Spiel über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Gesellschaftsspiele | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Buch: Hunt, Nick – Mit dem Wind. Wanderungen vom Atlantik bis zum Mittelmeer

Nette Mischung aus Seminararbeit und Reisebericht.
Ich finde dieses Buch einerseits durchaus faszinierend und habe es auch gerne gelesen, andererseits ist es überfüllt und ich habe viel übersprungen. Was genau meine ich damit? Der Autor ist ein bekannter Reiseschriftsteller, der von der Society of Authors ein Stipendium erhalten hat, um ein neues Buch zu schreiben. Auf der Suche nach einem interessanten, ungewöhnlichen Thema, stieß er eines Tages auf eine Karte, wie er sie noch nie gesehen hatte: „Es war eine Landkarte von Europa, überzogen mit bunten Linien und marodierenden Pfeile. … Diese verbanden Gebiete und Kulturkreise, die in meiner Vorstellung nur wenig miteinander zu tun hatten. … Sowie ich besagte Landkarte zu Gesicht bekommen hatte, wusste ich: Ich würde den Winden folgen.“ (S. 17-18)
Der Autor wählte dann vier davon aus: Helm, Bora, Föhn und Mistral. Vier Winde in vier verschiedenen Gegenden und benutzte sein Stipendium, um die Reisen dorthin zu finanzieren. Alles sehr spannend und interessant. Die Beschreibungen der Landschaften, der Menschen und seiner Wanderungen sind sehr gelungen, ist der Autor doch ein erfahrener Reiseschriftsteller. Äußerst interessant waren seine Ausführungen, wie die Winde entstehen und wie sie Einfluss auf die jeweiligen Landschaften und Menschen haben, auf Kultur, Architektur und Lebensweise. Aber dann kommt der Punkt, wo es zu viel wird. Es fühlt sich so an, als wäre er ein Student an der Universität und hätte bemerkt, dass er zu wenig Material für seine Seminararbeit hätte und daher jedes kleinste Detail aus den unterschiedlichsten Quellen hervorkramte, das er finden konnte, sei es Geschichte, Philosophie, Poesie, Theologie usw. Das hat mir nicht gefallen und da habe ich auch sehr viel übersprungen. Wie so oft wäre weniger mehr.
Wenn der Autor dann aber beschreibt, wie er einem Wind begegnete und sich diesem entgegenstellte, was er dabei fühlte und erlebte, dann hat sich die Lektüre absolut gelohnt. Andererseits ist es für den Leser doch ziemlich enttäuschend, wenn man zahlreiche Seiten liest, sich durch endloses Geschwafel durchkämpft und keinem Wind begegnet, genauso wie für den Autor, der tagelang durch teils trostlose Gegenden marschierte und nicht fand, was er suchte. „Ich war hier hergekommen, um mit dem Wind allein zu sein, und weil kein Wind kam, war ich einfach nur allein.“ (S. 69) Dafür ist es dann umso befriedigender, wenn es andersrum ist: „Da wartet man drei Wochen lang auf einen Bora, und dann kommen gleich zwei auf einmal.“ (S. 202)
Fazit: Weder Sachbuch noch Reisebericht, aber irgendwas faszinierendes dazwischen. Ich bin froh es gelesen und die Winde kennengerlernt zu haben.

Auf Amazon zu kaufen:
Mit dem Wind: Wanderungen vom Atlantik bis zum Mittelmeer
Wenn Ihr das Buch über diesen Link kauft, unterstützt Ihr diesen Blog. Vielen Dank dafür!
Veröffentlicht unter Bücher | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Serie: The Expanse – Staffel 4

Was für eine positive Überraschung.
Nachdem ja Syfy die erste Trilogie der Expanse-Reihe schön und erfolgreich verfilmt und in der dritten Staffel zu einem gelungenen Ende geführt hatte, wurde die Serie überraschend und zu aller Entsetzen abgesetzt. Doch dann kam Amazon als Retter in dunkelster Stunde und übernahm die Serie. Ich hatte mir erwartet, dass nur der vierte Band verfilmt würde, weil der eine schöne in sich geschlossene Geschichte erzählt. Der wäre ideal für eine einzelne isolierte Staffel. Aber Nein! Zusammen mit dem vierten Band wurde hier auch noch die Kurzgeschichte God’s of Risk verfilmt sowie ordentlich auf den fünften Band vorgegriffen. Dementsprechend hat Amazon auch bereits eine fünfte Staffel angekündigt, die nahtlos an diese hier anschließen wird. Und wenn der fünfte Band verfilmt wird, muss dies auch der sechste, denn die beiden bilden gemeinsam einen Zweiteiler. Das wäre wirklich toll. Also hoffen wir, dass Amazon nach der fünften Staffel nicht den Stecker zieht und uns mit einem Cliffhanger zurücklässt.
Bezüglich der Produktionsqualität kann man natürlich nicht meckern, steht doch der bodenlose Geldtopf von Amazon zur Verfügung. Und tatsächlich merkt man schon an manchen Details, dass mehr Geld zur Verfügung stand als früher, aber man hat sich durchaus bemüht, die Optik der ersten drei Staffeln beizubehalten. Dass das Studio gewechselt hat, würde man eigentlich beim Schauen dieser Staffel nicht bemerken.
Mein einziger Kritikpunkt ist eigentlich immer der gleiche, wenn es um Verfilmungen geht und ich habe es auch bei meinen Kritiken zu den ersten Staffeln erwähnt: In den Büchern werden spannende Gedankengänge und emotionale Entwicklungen beschrieben, die in der Filmversion nicht vorkommen und auch gar nicht vorkommen können. Sie sind für mich aber wesentlicher Teil des Flairs der Bücher und wenn ich die Serie schaue, vermisse ich das halt.
Fazit: Wer die ersten drei Staffeln mochte, wird hier voll zufriedengestellt werden.

Veröffentlicht unter Serien | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 1 Kommentar