Spiel: Hakenschlagen (Clemens Gerhards)

Schöner Hasenwettkampf.
Von Dieter Stein (ca. 30-40 Min.; 2-5 Spieler)
Das erste, was hier ins Auge fällt, ist das Material, ist das Spiel doch wunderschön aus Holz gefertigt. Aber nicht nur das Material ist toll, sondern das Spiel selbst auch. Wir ziehen drei Murmeln aus dem Beutel und diese geben an, zu welchen Farben wir ziehen dürfen. Dabei können wir selbst entscheiden, in welcher Reihenfolge wir die Murmeln abhandeln. Es gilt hier also, ganz kindergerecht, das effektivste Muster zu erkennen, um am weitesten nach vor zu kommen. Schön, schnell, spannend.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Scubi Sea Saga (Rudy Games)

Nettes Spiel nach Candy-Crush-Prinzip.
(ca. 20-30 Min.; 2-5 Spieler)
Das Spiel ist eigentlich recht simpel. Viele Fische liegen in mehreren Reihen auf und wenn drei oder mehr nebeneinander liegen, darf ich sie entfernen und zu mir nehmen. Der Rest rückt nach. Ich möchte also die Fische so nehmen, dass beim Nachrücken weitere Ansammlungen entstehen, die ich dann ebenfalls nehmen kann. Alle genommenen Fische sind für mich Punkte. Wenn ich nichts mehr nehmen kann, kommen sämtliche Marker zurück in den Beutel und alles wird neu ausgelegt, dann ist der nächste Spieler an der Reihe.
Das Spiel ist eine nette Mischung aus Puzzle und Suchspiel und eignet sich ideal für Kinder. Das Spiel sollte unbedingt mit der App gespielt werden, denn einerseits können dort ganz einfach über mehrere Runden die Punkte addiert werden, andererseits kommen dadurch Zufallsereignisse ins Spiel und die Schiebrichtung der Fische ändert sich auch zufällig.
Das einzige, was mich am Spiel stört, ist das ständige Einsammeln sämtlicher Marker in den Beutel und das anschließende neu Auflegen. Denn es sind wirklich viele Marker und da sie nur einseitig bedruckt sind, muss man wirklich jedes Einzelne hinlegen. Tja, das gehört halt dazu. Ein beidseitiger Druck hätte das definitiv vereinfacht, wäre aber teurer.
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Ab durch die Mauer (Zoch)

Spannendes Spiel mit tollem Mechanismus.
Von Jürgen Adams (ca. 20 Min.; 2-4 Spieler)
In diesem Spiel gibt es ein Spielbrett, das in Räume unterteilt ist, die durch Mauern voneinander getrennt sind. Überall auf dem Spielbrett gibt es Objekte, die gesammelt werden sollten, aber unserer Figuren dürfen die Mauern nicht einfach so durchqueren. Dafür gibt es einen ganz eigenen Mechanismus. Unter dem Brett befinden sich nämlich Stäbe, auf denen unregelmäßig Magnete angebracht sind. Diese Stäbe können verschoben werden und wenn man Glück hat, bewegt man dadurch die eigene Spielfigur durch die Mauer hindurch. Man kann aber auch das gesamte Spielbrett um 90 Grad drehen und wenn die eigene Figur dabei gerade auf einem Magneten steht, bewegt sie sich auch durch mehrere Mauern hindurch, da sich ja das Brett unter ihr verschiebt und sie sich nicht mit.
Aufgrund dieses Verschiebe- und Drehmechanismus entsteht ein äußerst interessantes Puzzle, das ordentlich räumliches Vorstellungsvermögen erfordert.
Was mir jedoch nicht gefallen hat, sind die verdeckten Stapel. Denn wenn ich endlich ein Objekt erreicht habe, dann aber den falschen Stapel aufdecke, bekomme ich es dennoch nicht. Das ist ein unnötiges Glücks- und Memoryelement, das einfach nur frustriert. Es wäre viel besser, speziell für Kinder, wenn jeder einfach zu Beginn vier zufällige Karten erhält und der gewonnen hat, der seine vier zuerst erreicht hat. So spielen wir es und es funktioniert super.
Fazit: Empfehlenswert.

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Kinderspielwoche

Da ja die Weihnachtszeit immer eine Geschenkezeit ist und ich finde, dass Brettspiele die besten Geschenke sind, speziell für Kinder, möchte ich in dieser Woche fünf neue Kinderspiele präsentieren, die ich letztens auf dem Spielefest in Wien kennengelernt habe. Der erste Beitrag folgt sogleich:

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Spiel: Smart 10 (Piatnik)

Tolles, innovatives Party-Quizspiel.
Von Christoph Reiser und Arno Steinwender (ca. 20-120 Min.; 2-8 Spieler)
Ich bin grundsätzlich ein großer Freund von Quizspielen, bin ich doch sehr wissbegierig und teste gern mein Allgemeinwissen. So habe ich an dieser Stelle bereits die Spiele Trivial Pursuit und Kneipenquiz präsentiert und gelobt. Mein Problem mit Quizspielen ist aber oft, dass der Mechanismus so komplex ist, dass das Fragenbeantworten in den Hintergrund rückt oder dass man gefühlt eine Ewigkeit warten muss, bis man wieder dran kommt. Hier nicht. Die Fragenbox geht in der Runde herum und du musst einfach eine Frage beantworten. Das Faszinierende aber ist, dass es zu jeder Frage zehn Antworten gibt. Jede Antwort ist mit einem Marker verdeckt und wenn deine Antwort richtig ist, behältst du diesen, sonst nicht. Danach gibst du die Box weiter. Das Spiel geht schnell, man ist oft dran und weil es keine komplexen Optionen oder Mechanismen gibt, kann man entspannen, lachen und einfach Fragen beantworten.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Lustiges Taschenbuch Crime 05

Tolle Unterhaltung! Spannend, lustig und kreativ.

© 2019 Disney/Egmont Ehapa
Alle zwei Monate erscheinen die Abenteuer von Micky Maus und Co. in der Sonderreihe „LTB Crime“ bei Egmont Ehapa Media.

Mir haben die bisherigen Bände der Crime-Reihe eigentlich allesamt gefallen, manche weniger, andere mehr und es gab auch immer wieder berechtigte Kritikpunkte. Dieser Band hier ist aber nun wirklich absolut gelungen. Ich wüsste nicht, was ich daran aussetzen könnte.
Hier haben wir nun 12 Geschichten, von denen 9 deutsche Erstveröffentlichungen sind und allesamt sind Einzelabenteuer, also wie bisher keine übergreifenden Abenteuer, die auf die anderen Bände Bezug nehmen. Dieser Band kann daher auch für sich allein unabhängig von der Reihe gelesen werden.
Mit Spezialagent Franz Gans ist einer meiner beiden Lieblinge dieser Crime-Reihe zurück und meiner Meinung nach in seinem bisher besten Abenteuer. Kommissar de Mauss, mein anderer Liebling, kommt hier leider nicht vor, aber dafür feiert Mirakel Mick, Detektiv des Übernatürlichen, sein Debüt und ist sogleich zu einem weiteren Liebling von mir avanciert. Ich würde mich wirklich freuen, mehr von dem zu lesen. Außerdem wurde hier wieder ein Abenteuer aus der Serie Ein Fall für Micky übernommen, diesmal aus Band 1. Wenn sie das doch von Anfang an ständig gemacht hätten, denn dies sind wirklich immer tolle, spannende Geschichten. Aber auch der Rest in diesem Band macht Spaß. Kriminalität in Entenhausen in all seinen Facetten wird lustig und spannend dargestellt.
Fazit: Für Entenhausen-Krimi-Fans sehr zu empfehlen.

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Film: Always Be My Maybe (2019)

Netter Film mit genau einer großartigen Szene.
Liebeskomödie mit Randall Park von Nahnatchka Khan. 102 Min.
Inhalt: Sasha (Ali Wong) und Marcus (Randall Park) waren in ihrer Jugend mal ein Paar, haben sich dann aber zerstritten und laufen sich nach 15 Jahren in San Francisco wieder über den Weg. Sasha ist mittlerweile eine populäre Küchenchefin in Los Angeles und kehrt in ihre Heimat zurück, um ein neues Restaurant zu eröffnen. Marcus hingegen ist ein sehr selbstzufriedener Musiker, der noch bei seinen Eltern wohnt und für seinen Vater arbeitet. Obwohl sie zunächst nur widerwillig etwas miteinader zu tun haben, stellen sie fest, dass da immer noch irgendwelche Gefühle sind.
Der Film ist nett, eine angenehme Abendunterhaltung für die ganze Familie. Das Rad wird hier jedoch nicht neu erfunden und die Witze sind auch nicht besonders erinnerungswürdig. Alles eine Standard-Rezeptur mit Asia-Flair. Einzig die Szene mit Keanu Reeves sticht hervor. Das war ein Geniestreich, einerseits fürs Marketing, denn genau dieses Szene ist in jedem Trailer prominent platziert worden. Andererseits auch, weil die Szene wirklich gelungen ist, über die dann jeder spricht und die dann mehr Zuschauer anlockt. Und genau diese Szene ist es auch, die diesen Film vom allgemeinen Einheitsbrei hervorhebt. Der Film ist nicht schlecht, ganz und gar nicht, aber er bietet keine Argumente, warum ich genau den schauen soll und nicht eine andere Komödie, wenn da eben nicht diese Szene mit Keanu Reeves wäre.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Spiel: Blackout – Hong Kong (eggertspiele)

Spannendes Spiel mit diskutabler Grafik.
Von Alexander Pfister (ca. 75-150 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem dunklen Spiel (wortwörtlich) geht es darum, in Hong Kong die Elektrizität zurückzubringen und dabei dafür zu sorgen, dass Recht und Ordnung erhalten bleiben. Wer die anderen großen Spiele von Pfister – Great Western Trail und Mombasa – kennt und mag, der wird auch hier seine Freude haben. Wer jene nicht kennt, sollte diese unbedingt vorher spielen, denn sie sind meiner Meinung nach doch besser, vor allem optisch und haptisch. Nichtsdestotrotz ist dieses Spiel hier absolut nicht schlecht. Es verbindet mehrere Mechanismen auf sehr interessante Weise: Drafting, Verbindungen legen, Rondell und Mehrheitenwettkampf. Man muss das ständig wechselnde Ressourcenbedürfnis vorhersehen und erfolgreich stillen sowie ein Netzwerk aus zahlreichen Spezialisten managen.
Es ist ein spannendes Strategiespiel mit vielen Optionen, das auch eine ordentliche Hirnleistung erfordert. Mir hat’s Spaß gemacht und ich spiele es gern wieder.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Lesch, Harald – Was hat das Universum mit mir zu tun?

Beinahe schnell wieder weggelegt, aber zum Glück dann doch drangeblieben.
Ich lese grundsätzlich gerne Sachbücher zu allen möglichen Themen, speziell aber sind Astronomie und Astrophysik große Interessensgebiete von mir. Daher habe ich auch dieses Buch zur Hand genommen. Das Problem hier sind aber die ersten 50 Seiten, denn da wird nur nichtssagend geschwafelt und seltsam herumphilosophiert. Als der Autor dann auf Seite 49 schreibt „Ich hoffe, meine bisherigen Ausführungen haben gezeigt, welchen Sinn und welche Macht das scheinbar so nutzlose Wissen über die astronomischen Gesetze hat“ muss ich das leider mit einem klaren Nein beantworten. Das war dann der Punkt, an dem ich das Buch wieder weglegen wollte, aber direkt danach beginnt es dann mit Kapitel 5 richtig interessant zu werden und es kommt das, weshalb ich das Buch überhaupt begonnen habe. Auf einfache, anschauliche und nachvollziehbare Art wird erklärt, wie das Universum entstanden ist, wie sich aus einem Staubkorn unsere Erde entwickelte und welche kosmischen Kräfte und Zufälle dazu geführt haben, dass hier Leben existiert.
Schlussendlich habe ich das Buch als sehr faszinierend empfunden und habe es regelrecht verschlungen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Was hat das Universum mit mir zu tun? Nachrichten vom Rande der erkennbaren Welt
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Serie: Big Little Lies – Staffel 1-2 (abgeschlossen)

Der klassische Fall einer guten ersten und einer schlechten zweiten Staffel.
Auch diese Serie war, wie so viele andere, als Miniserie mit nur einer Staffel konzipiert. Aufgrund der interessanten Idee hat sich ein Studio gefunden, welches sie produziert und aufgrund der hohen Qualität wurden Preise gewonnen und gute Einschaltquoten erzielt. Das hat natürlich dazu geführt, dass eine zweite Staffel in Auftrag gegeben wurde, obwohl es dazu kein Konzept gab. Man hat also noch irgendetwas erfunden, um eine zweite Staffel zu füllen, dann war endgültig Schluss.
Mir persönlich hat die erste Staffel sehr gut gefallen, denn die Prämisse ist wirklich spannend: Man weiß, dass jemand ermordet worden ist, aber nicht wer und schon gar nicht von wem. Im Laufe der ersten Staffel lernen wir dann sämtliche Konflikte in dieser nach außen hin perfekten Kleinstadt kennen und rätseln mit, wer nun aufgrund welcher Motivation schließlich einen Mord begangen hat. Ich persönlich habe die Auflösung am Ende als eher enttäuschend empfunden, denn nach all dem Tamtam hätte ich mir mehr erwartet. Es ist aber auf einer emotionalen Ebene durchaus befriedigend und ich kann mir vorstellen, dass viele zufrieden damit sind.
Speziell möchte ich hier die schauspielerische Leistung von Reese Witherspoon hervorheben. Seit dem Film Wild gehört sie für mich zu meinen Lieblingsschauspielern und sie enttäuscht hier absolut nicht.
Die zweite Staffel behandelt mit viel Geschwafel und wenig Spannung die Auswirkungen des Mordes. Meryl Streep stößt hier als seltsame Schwiegermutter hinzu und bietet eine brillante Vorstellung, kann aber die Schwäche des Plots nicht retten. Dafür aber ist der Abschluss dann absolut zufriedenstellend und wer sich diese zweite Staffel noch gönnt, wird am Ende belohnt.
Fazit: Empfehlenswert.

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