Serie: The Queen’s Gambit / Das Damengambit – Miniserie (abgeschlossen)

Großartig! Nicht nur für Schach-Enthusiasten.
Diese Serie erzählt wunderbar die Geschichte von Elizabeth „Beth“ Harmon – fantastisch gespielt von Anya Taylor-Joy -, die in einem Waisenhaus aufwächst, dort ihr Talent für Schach entdeckt, sich dann aufmacht, diese Männerdomäne zu erobern und am Ende für den Weltmeistertitel gegen den sowjetischen Champion Vasily Borgov antritt. Dabei muss sie aber auch mit ihrer Medikamentenabhängigkeit kämpfen, die sie damals im Waisenhaus entwickelt hat. Denn in den 50er Jahren wurde Kindern noch alles mögliche verabreicht. Zu dieser Sucht kommt dann auch noch Alkoholismus, den sie von ihrer Adoptivmutter übernommen hat. Der Kampf gegen diese Krankheiten und ihre Obsession mit dem Schachspiel ist der Plot dieser Serie. Es ist eine Geschichte der persönlichen Entwicklung, der Selbstfindung.
Das Schöne hier ist nun, dass diese tragischen Elemente durchaus ausgebaut werden, aber nie Oberhand gewinnen. Das Schachspiel, die Wettkampfszene und der damit einhergehende Lifestyle sind das Zentrale, das Spannende, das Fesselnde. Ebenfalls wurde die Gradwanderung geschafft, die Schachspiele und den Fachjargon derart darzustellen, dass sowohl die Enthusiasten mitdenken können, als auch die Laien mitfiebern können, ohne überfordert zu werden. Tatsächlich haben sogar Schachprofis und Vertreter von Schachverbänden die Serie gelobt und empfohlen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: The War With Grandpa (2020)

Gemütlicher Spaß für die ganze Familie.
Komödie mit Robert De Niro von Tim Hill. 94 Min.
Inhalt: Großvater Ed (De Niro) zieht nach dem Tod seiner Frau zur Familie seiner Tochter. Aber dafür muss der Enkelsohn Peter sein Zimmer hergeben und auf den Dachboden ziehen. Das passt ihm ganz und gar nicht und es entsteht ein Konflikt zwischen den beiden. Er heckt mit der Unterstützung seiner Freunde einen Plan aus, damit sein Großvater freiwillig wieder auszieht. Doch der alte Mann ist raffinierter, als er aussieht.
Der Film erinnert stark an Kevin allein zu Haus, nur weniger brutal und statt Einbrecher möchte der Junge seinen Großvater vertreiben. Das Schöne ist hierbei, dass der Großvater dann auch mitspielt und zurückschlägt, jedoch nie die Eltern involviert oder einfach aufgrund seiner Autorität auf den Tisch haut. Dadurch entsteht ein angenehmer Film mit lustigen Slapstick-Momenten für die ganze Familie.
Dass der Film mit negativen Kritiken überhäuft wird, ist für mich nicht nachvollziehbar. Er hält, was er verspricht. Dass man aufgrund der Besetzung bei diesem Plot ein cineastisches Meisterwerk erwartet, ist unrealistisch. Es ist halt immer die Frage, was der Film will und was man selbst will. In meinem Fall gab es da eine tolle Schnittmenge. Natürlich hätte man die Trauer um die Ehefrau / Großmutter besser ausarbeiten können, aber muss jeder Film wirklich tränenreiche Dramamomente haben, um bei Kritikern gut anzukommen? In meinen Augen ist der Film ideal, um es sich mit der gesamten Familie auf der Couch bequem zu machen. Er hat einen angenehmen Humor, einige lustige Szenen zum gemeinsamen Lachen und zeigt im Grunde eine gesunde Familienkonstellation.
Dass dem Sohn vorgeworfen wird, egoistisch zu sein, ist für mich ebenfalls nicht nachvollziehbar und zeigt vielmehr das verklärte Bild einiger Erwachsener. Denn welcher Junge wäre schon glücklich, sein Zimmer aufzugeben und in einen engen, verstaubten Dachboden zu ziehen?
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Der asiatische Douchebag als neuer Stereotyp

Ich habe letztens die beiden Serien Cobra Kai und Jurassic World – Camp Cretaceous geschaut und dabei ist mir eine Gemeinsamkeit aufgefallen: Der asiatische Douchebag. Während der in Cobra Kai vermutlich der Sohn von chinesischen Migranten ist, scheint jener in Jurassic World – Camp Cretaceous einen japanischen Hintergrund zu haben. Mir ist das hier besonders aufgefallen und dann habe ich bemerkt, dass es den Charakter des „asiatischen Douchebags“ in den letzten Jahren immer öfters in Filmen und Serien gibt. Früher wurden Asiaten fast immer stereotyp als Streber und Genies, als Nerds und Geeks dargestellt. Doch wie kam es zu diesem Wandel?
Einerseits ist das natürlich der jahrelangen Kritik gegen jegliche Art von Stereotypisierung zu verdanken, andererseits aber auch dem Wunsch von Filmemachern, den Figuren unerwartete Charakterzüge zu geben. Und schlussendlich wird auch das neue Bild, das wir im Westen von der chinesischen Gesellschaft haben, in welches dann auch unreflektiert Japan, Korea, Taiwan, Singapur usw. mit hineingemischt werden, eine Rolle spielen. Es gibt in China eben nicht nur Kampfsportler und Mathegenies, sondern auch arrogante Snobs und Social Media Idioten.
Dass man sich also von einem Stereotyp entfernt, ist grundsätzlich ja lobenswert, nur habe ich halt in diesem konkreten Fall das Gefühl, dass einfach eins mit einem anderen ausgetauscht wurde. Doch vielleicht habe ich da auch einen falschen Eindruck gewonnen, der auf meinem limitierten Wissen über die aktuelle Film- und Serienlandschaft beruht.

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Spiel: Wald der Lichter (Drei Magier)

Tolles Kinderspiel mit coolem Material.
Von Anna Oppolzer und Stefan Kloß (ca. 20 Min.; 2-4 Spieler)
Das Kernstück bei diesem Spiel – wie immer bei Drei Magier – ist die Konstruktion der Spielfläche. In diesem Fall liegt eine Folie mit Abbildungen unter einem Transparentpapier und darüber ein Waldplan. In diesem Waldplan befinden sich die Wege, bestehend aus einer Reihe von Löchern. Durch diese Löcher kann man das Transparentpapier sehen, aber nicht die Abbildung darunter. Erst die Spielerplättchen, die herumgeschoben werden, ermöglichen es zu sehen, welche Abbildung in welchem Loch ist. Doch kaum wird das Plättchen weitergeschoben, verschwindet die Abbildung wieder. Man muss sich also merken, was sich wo befindet.
Das Spiel selbst ist nun eine Schatzsuche und wer zuerst einen bestimmten Schatz (=Abbildung) findet, erhält den entsprechenden Marker (=Siegpunkte). Es ist also eine Mischung aus Das verrückte Labyrinth und Memory. Ein nettes Regeldetail ist, dass wenn ein Plättchen bewegt wird und der Spieler korrekt erraten hat, welche Abbildung sich unter dem nächsten Loch befindet, dann darf er noch einmal schieben. Im Laufe des Spiels prägt man sich eh bald sämtliche Abbildungen ein, speziell Kinder sind Meister darin, weshalb man im letzten Drittel des Spiel eigentlich immer problemlos in einem Zug zum gewünschten Schatz kommt, weil man eben sämtliche Löcher korrekt errät. Aber das ist auch gut so, denn damit belohnt man seine Merkleistung, verbunden mit einem zufriedenstellenden Gefühl, und es beschleunigt das Spiel.
Insgesamt macht Wald der Lichter viel Spaß, bietet einige emotionale Momente und spielt sich flüssig. Das einzige Problem entsteht dann, wenn ein Spieler bereits so viele Schätze hat, dass er nicht mehr eingeholt werden kann. Da muss man einfach frühzeitig abbrechen, weil Kinder meist ein Weiterspielen dann ohnehin verweigern. Das kommt jedoch höchstselten vor, weil die Spieler meistens gleichmäßig Schätze sammeln und in der Regel bleibt es bis zum Ende spannend.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Wald der Lichter – DREI Magier Spiele
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Buch: Jordan, Zack – Last Human

Tolles, kreatives Sci-Fi-Abenteuer.
Inhalt: Meistens fühlt sich Sarya ganz normal. Überhaupt nicht wie das furchterregendste Geschöpf im ganzen Kosmos. Meistens kommt sie auch ganz gut damit klar, dass sie der letzte Mensch im Universum ist, und dass sie wohl nie erfahren wird, warum die Menschheit eigentlich ausgerottet wurde. Denn meistens ist sie damit beschäftigt, ihre wahre Identität vor den Hunderten von Aliens, die Watertower Station bevölkern, zu verbergen. Oder ihre Adoptivmutter, eine riesige Alienspinne, daran zu hindern, die Nachbarn zu fressen. Doch als ein Kopfgeldjäger auf der Raumstation eintrifft und nach ihr sucht, muss Sarya fliehen. Alleine in der schwarzen Weite des Alls unterwegs, will sie herausfinden, warum die Menschen wirklich sterben mussten. Und kommt einer Verschwörung von wahrhaft kosmischen Ausmaßen auf die Spur.
Das Buch beginnt großartig und fesselt einen sofort. Ein angenehmer, humorvoller Schreibstill, viele kreative Ideen, ein tolles Universum, interessante Charaktere und ein spannender Plot verleiten dazu, das Buch kaum noch wegzulegen, bis es in der Buchmitte zu dieser unnötig langatmigen Rückblende kommt. Nach dieser kommt es eigentlich sehr schnell und beinahe schon überstürzt zur Auflösung des Rätsels und zum großen Showdown. Irgendwie hat mich das enttäuscht, weil ich mir halt doch ein größeres Abenteuer, eine längere Reise, eine Art Schnitzeljagd vorgestellt habe. Inhaltlich ist es aber dennoch voll zufriedenstellend. Moment! Aber wenn der Plot hier abgeschlossen ist, warum folgen dann noch weitere hundert Seiten? Soll ich da wirklich weiterlesen? Da ich einfach einen langen Epilog vermutet habe, war ich nicht besonders motiviert, habe es aber dennoch gemacht und – oha – siehe da, es ist ja doch alles anders als es scheint. Es kommt hier noch zu einigen Wendungen und philosophisch-pseudointeletkuellen Gesprächen – Sci-Fi vom Feinsten. Und das Ende ist dann noch viel zufriedenstellender.
Fazit: Empfehlenswert.

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Last Human – Allein gegen die Galaxis: Roman
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Film: Hubie Halloween (2020)

Der vielleicht schlechteste Sandler-Film.
Komödie / Mystery mit Adam Sandler von Steven Brill. 102 Min.
Inhalt: Jedes Jahr kümmert Hubie Dubois sich als Freiwilliger darum, dass die Bewohner von Salem an Halloween sicher sind. Dabei nehmen ihn weder die Polizei noch die Bewohner ernst. Jedoch ist diesmal alles anders, es gibt einen guten Grund für seine Sorgen. In seiner Heimatstadt beginnen Menschen zu verschwinden. Hubie geht auf die Polizei und Bürger zu, um alle davon zu überzeugen, dass es sich dabei nicht um einen Halloween-Streich handelt, sondern einen echten Kriminalfall.
Es gibt im Grunde drei Arten von Sandler-Filmen: Großartige, wenn ein starker Regisseur mit einem ordentlichen Drehbuch am Ruder sitzt; Tolle Komödien, wenn es einen starken weiblichen Gegenpart gibt; Schlechte, wenn er mit seinen Comedy-Freunden von einem idiotischen Gag in den nächsten stolpert. Dieser Film hier gehört zu dritten Gruppe und ist sogar dort ganz weit unten. Denn ja, dieser Film hier ist nichts anderes als eine Aneinanderreihung schlechter Gags. Was schade ist, denn der Plot an sich wäre schon spannend und der Twist am Ende ist absolut gelungen, muss sich vor keinem Mystery-Meisterwerk verstecken. Auch die Idee mit der „Schweizer“ Thermoskanne ist großartig und daraus hätte man so viel mehr machen können. Aber wenn man Sandler und seinen Freunden zu viele Freiheiten lässt, dann ist jede noch so gute Idee zwecklos.
Das größte Problem an diesem Film aber ist der Charakter von Hubie selbst. Sandler hat hier seine Rolle einfach zu extrem auf minderbemittelten Idioten getrimmt, dass es dem Zuschauer fast schon weh tut. Und wenn man den Film dann auch noch – wie ich – auf Englisch schaut, versteht man kein Wort aus seinem Mund. Er hat ja ohnehin schon eine schwer verständliche Aussprache, aber hier ist es einfach extrem.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Gedankensprung: Mein Kickstarter-Experiment – Update II

Nun hat also auch das letzte meiner 5 Kickstarter-Spiele, welche ich im Frühling unterstützt habe, sein Lieferdatum verschoben. Puh, so viel Zeit ist schon vergangen und noch doppelt so viel wird vergehen, bis ich meine Spiele endlich in Händen halten kann. Bis dahin habe ich ja schon vergessen, was ich eigentlich bestellt habe. Was mich an der Sache aber besonders ärgert, ist, dass die Verspätungen nicht wegen Covid-19 geschehen, sondern weil die Spiele anscheinend nicht gut sind. Warum gehen die erst nach dem Ende des Kickstarter-Projekts her und testen die Spiele? Bei einem Spiel wurde anscheinend so viel verändert, dass es mit der Beschreibung des Projekts nicht mehr viel gemein hat. Bei einem anderen haben die Würfel nicht funktioniert und die mussten verändert werden.
Aber das ist halt mein Missverständnis. Kickstarter ist hier, um Projekte zu realisieren, nicht fertige Produkte zu verkaufen. Also: Ich gebe dir Geld, damit du an dem Projekt arbeiten kannst. Andererseits ist es aber so, dass man gerade bei Brettspielen erwarten kann, dass diese bereits bei Kampagnenstart fertig getestet und ausformuliert sind. Nun, ist halt so und meine Motivation auf Kickstarter als Unterstützer aufzutreten ist stark gesunken.
Dennoch habe ich tatsächlich erst vor Kurzem noch ein sechstes Spiel unterstützt. Es war optisch, inhaltlich und preislich sehr ansprechend und ich bezweifle, dass je zu uns in den Fachhandel kommt. Also eigentlich das perfekte Kickstarter-Produkt. Außerdem war das nur das Projekt für eine Erweiterung und ich habe halt das Paket mit dem Basisspiel inklusive gewählt. Da das Spiel hier also schon existiert, hoffe ich, dass die Produktion und Auslieferung termingerecht stattfindet.

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Spiel: Ein Fest für Odin (Feuerland)

Tolles, etwas zu groß geratenes Worker-Placement-Spiel.
Von Uwe Rosenberg (ca. 30-120 Min.; 1-4 Spieler)
An sich ist das hier ein simples Spiel mit einfachen Regeln: Stelle deinen Arbeiter auf freies Feld – führe die Aktion aus – wiederhole bis alle Arbeiter platziert sind – Rundenende. Nach 6-7 Runden ist das Spiel zu Ende und wer die meisten Punkte hat, gewinnt. Klingt doch sehr banal, wenn es da nicht über 70 Aktionsfelder geben würde. Die meiste Zeit geht einmal damit verloren, all diese Felder kennenzulernen. Das faszinierendste daran ist, das kein Feld viel stärker oder viel schwächer wirkt. Es hängt einfach von der gewählten Strategie ab, welche Felder man bevorzugt. Und weil es so viele Felder gibt, gibt es auch viele Strategien. Es braucht also schon mehrere Partien, um die alle auszuprobieren.
Über diese Aktionsfelder werden ganz viele verschiedene Mechanismen eröffnet und die Kombination dieser macht das Spiel so interessant. Mir persönlich gefällt das Element am besten, dass man auf verschiedenen Aktionsfeldern Puzzleteile bekommt, die man auf seinem eigenem Tableau im Tetris-Stil anbauen muss, wodurch sich das Einkommen verbessert. Auch die anderen Elemente sind sehr gut durchdacht und alles fügt sich gut ineinander.
Die einzelnen Züge sind sehr flott und während die Mitspieler an der Reihe sind, kann man schon gut seine nächste Aktion vorbereiten, wodurch es eigentlich kaum Downtime gibt, außer es sitzt jemand am Tisch, der erst nachdenkt, wenn er wieder dran ist.
Für die Solo-Variante wurde auch ein sehr interessanter Mechanismus entwickelt, der durchaus Spaß macht, aber letztendlich gilt es leider doch nur seinen eigenen Highscore zu schlagen.
Insgesamt betrachtet gefällt mir das Spiel sehr gut, es trifft genau meinen Geschmack: rechnen, planen, Puzzle lösen. Ich hatte zuerst befürchtet, dass es zu viele Aktionsfelder sind und dadurch viele ignoriert werden, jedoch werden alle benötigt, sind alle je nach Zeitpunkt und Strategie interessant. Wer sich gerne ein paar Stunden mit einem komplexen Spiel hinsetzt, wird hier bestens bedient.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Feuerland Spiele – Ein Fest für Odin
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Buch: Löwenberg, Mark – Der Schatz der Ägäis

Spannendes Abenteuer mit viel archäologischer Recherche.
Inhalt: Hannes Saba, ein österreichischer Archäologe, gerät auf der Suche nach seinem verschollenen Vater zwischen die Fronten von kriminellen Schatzgräbern, der kretischen Mafia, Interpol und einer Gruppe Neonazis. Dabei stößt er auf die Spur eines Schatzes, der irgendwo in der Ägäis versteckt sein soll und damit beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn welche Informationen hat sein Vater? Und wer hat diesen entführt?
Der Autor hat hier sehr gut die Lebensrealität und den Alltag von Archäologen recherchiert und dargestellt, nämlich in Form des Hauptcharakters Hannes Saba. Seine Sorgen, Ängste, Geldprobleme und akademischer Stress geben Einblick in das Leben eines Archäologen. Weil das alleine aber nicht reicht, um ein Buch zu füllen oder einen spannenden Plot zu erzählen, gibt es hier noch eine Schatzsuche in Form einer Schnitzeljagd quer durch Griechenland. Diese erinnert an die Bücher von Dan Brown und ist ebenfalls sehr gut recherchiert. Dabei lernt man auch noch einiges über die griechische Antike und die Bronzezeit und auch, dass es sogar noch andere Epochen gab, wie eben die römische und byzantinische Zeit. Der Showdown am Ende steht in bester Tradition von Indiana Jones, jedoch ohne esoterisch-magische Elemente.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Der Schatz der Ägäis: Ein Archäologie-Thriller
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Serie: Blood of Zeus – Staffel 1

Gefällt mir optisch einfach nicht.
Die Serie startet durchaus mit einem interessanten Prolog, dass eben die griechischen Mythen auf einer mündlichen Tradition basieren und nicht alle schriftlich niedergeschrieben worden sind. Diese Serie hier möchte eine jener Geschichten erzählen, die nicht niedergeschrieben worden sind und daher in Vergessenheit gerieten. Das akzeptiere ich voll und lasse mich gerne von einer neuen Geschichte überraschen. Und da ja auch die Götter bereits in der Antike immer wieder anders dargestellt worden sind, teils konträre Genealogien aufweisen, kann auch damit gespielt werden. Kreative Freiheit und Neuinterpretationen, man kann mir eh viel vorsetzen, es muss halt in sich selbst konsistent, interessant und spannend sein. Das ist hier leider nicht der Fall. Dazu kommen noch diese grauenhaften Animationen. Die sind so schlimm, dass ich selbst bei einem soliden Plot wohl nicht bis zum Ende durchgehalten hätte. Was hier geliefert wurde, erinnert stark an den Film Kampf der Titanen (2010), nur ohne Humor, ohne interessante Charaktere und ohne eine klare Linie.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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