Film: Namiya (2017)

Sehr schöner, herzerwärmender Film.
Jugend / Fantasy / Drama mit Jackie Chan von Jie Han. 116 Min.
Inhalt: Der Film folgt drei Jugendlichen, die sich in einem verlassenen Geschäft verstecken. Als ein Brief durch eine Luke rutscht, beschließen sie, diesem zu antworten und beginnen dadurch eine Korrespondenz mit Personen, die vor 25 Jahren gelebt haben.
Der Grund, weshalb Leute Briefe an dieses Geschäft schreiben, ist, dass sie sich Ratschläge erhoffen. Anhand dieser Briefe erleben wir also die Geschichten von verschiedenen Personen, die vor 25 Jahren gelebt haben, was ihre Probleme waren und wie sie sich entwickelt haben. Die Frage, die am Höhepunkt des Films gestellt wird, lautet dann, ob man überhaupt Ratschläge geben kann, ob man das soll, und wie viel Mitverantwortung man dann trägt.
Mir gefällt der Film nicht nur wegen dem sehr schönen Plot, sondern auch wegen der Darstellung Chinas im Jahre 1993. Die Menschen haben Träume, Wünsche und Probleme, die man genauso auf den Westen übertragen könnte, so universell sind diese.
Fazit: Empfehlenswert.

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Update meiner Top-10 Listen

Ich habe mir jetzt Zeit genommen – ich brauchte dafür eh nur ca. eine Stunde – um meine sämtlichen Top-10 Listen auf den aktuellen Stand zu bringen:

Meine 10 Lieblingsspiele
Meine 10 Lieblingsbücher
Meine 10 Lieblingsfilme
Meine 10 Lieblingsserien
Meine 10 Lieblings-Animeserien

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Buch: Taylor, Dennis E. – Wir sind Götter (Bobiversum 2)

Großartige Fortsetzung einer tollen Geschichte.
Inhalt: Bob, eine KI, und seine Kopien reisen durch die Tiefen des Weltalls, um nach neuen, bewohnbaren Planeten zu suchen. Dabei stoßen sie nicht nur auf ein primitives Alien-Volk, das sie als Götter verehrt, sondern auch auf eine feindliche Spezies, die droht, die Erde anzugreifen – und die Bobs sind die Einzigen, die sie noch aufhalten können.
Dieses Buch enthält all das, was den ersten Band so großartig gemacht hat: tolle Charaktere, gelungener Humor, Spannung und eine interessante Zukunftsvision. Eine derart gelungene Fortsetzung, wie man es nur selten erlebt. Wer den ersten Band mochte, wir hiermit voll zufrieden gestellt werden. Aber er ist nur ein Mittelteil, die verschiedenen Handlungsstränge werden also nicht zu Ende geführt. Dennoch war ein Mittelteil selten so spannend zu lesen.
Man hat teilweise das Gefühl, als wäre der Autor ein kleines Kind, das seiner Phantasie freien Lauf lässt und ständig ruft: „Das auch noch!“, „Und das!“, „Oh, das wäre auch cool!“. Das Tolle ist nun, dass der Autor seine Ideen nicht wegwerfen muss, weil sie nicht in sein System passen, sondern er lässt einfach einen neuen Klon entstehen, der in eine andere Richtung fliegt und dann eben das neue coole Element findet. Einfach sehr gelungen das Ganze.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Wir sind Götter: Roman (Bobiverse, Band 2)
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Spiel: Nusfjord (Lookout Games)

Großartig!
Von Uwe Rosenberg (ca. 60-100 Min.; 1-5 Spieler)
Dieses Spiel hat meinen Geschmack total getroffen, angefangen schon einmal beim Thema. Es ist jetzt nicht so, dass mich norwegische Fischerei speziell interessiert, aber ich freue mich generell immer über neue Themen, die so noch nicht behandelt worden sind. Dann die Mechaniken: Worker Placement und Spielerablage Management, jeder hat also ein eigenes kleines Spielbrett vor sich, das er managen muss. Eigentlich eh typisch Rosenberg. Das Tolle ist nun aber, dass das Spiel dir das Gefühl eines großen Strategiekrachers gibt, es aber so simplifiziert ist, dass es leicht zugänglich ist und ohne Analyse-Paralyse auskommt. Ein Strategiespiel, das man schnell aufgebaut hat und dessen Zahnräder einen rasch gefangen haben. Flotte erweitern, Dorf ausbauen, Älteste um Rat bitten, Betriebsanteile handeln und und und… Es gibt so viele Dinge, die alle immer interessant sind und perfekt ineinander greifen, ein gut kalibriertes Uhrwerk.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Nusfjord, Kennerspiel von Uwe Rosenberg
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Serie: The Kominsky Method – Staffel 1

Ein kleines, fast übersehenes Juwel.
Michael Douglas liefert hier eine Meisterleistung ab, aber auch dem restlichen hochkarätigen Cast ist es ein Genuss zuzuschauen. Das Tolle aber an der Serie ist, dass sie nicht der Standardformel für ältere Schauspieler folgt, es gilt hier also nicht, dass ein alter Mann es noch einmal Wissen möchte, sich noch einmal beweisen möchte. Es geht hier um die Realität des Altwerdens, um Leute, die sich damit abgefunden haben. Wir folgen hier zwei besten Freunden, einem Manager, dessen Frau gerade gestorben ist und einem Schauspieler, der außer Unterricht nichts mehr zu bieten hat.
Das Glanzstück liegt hier aber darin, dass die Serie all die Dramen und Tragödien nicht zu ernst nimmt, sondern die perfekte Würze Humor beigemengt hat. Das kommt vor allem bei den fantastischen Dialogen heraus.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Puzzle (2018)

Interessanter Selbstfindungstrip einer Hausfrau.
Drama mit Kelly Macdonald von Marc Turtletaub. 103 Min.
Inhalt: Agnes lebt in Bridgeport in Connecticut und verlässt das Haus nur selten. Von ihrem ersten Smartphone, das sie geschenkt bekommt, ist sie nur wenig begeistert, doch das 1.000-teilige Puzzle, ein anderes Geburtstagsgeschenk, bereitet ihr in ruhigen Stunden Freude. Nachdem sie dieses mehrere Male zusammengesetzt und wieder in seine Einzelteile zerlegt hat, fährt sie mit dem Zug nach Lower Manhattan, um in einem Fachgeschäft weitere Puzzles zu kaufen. Dort entdeckt sie ein Schild an der Kasse, dass ein Puzzle-Champion einen Partner für verschiedene Wettbewerbe sucht. Nach und nach erkennt Agnes, dass Selbstverwirklichung und eine romantische Liebe, die Dinge waren, die in ihrem Leben fehlten.
Wir haben hier einen ruhigen Film mit tollen Schauspielern, speziell Macdonald ist großartig. Auch wenn sehr viel offensichtlich ist, schafft es der Film, nicht jedes Puzzleteil gleich und überhastet aneinander zu fügen, wodurch ein angenehmer Verlauf entsteht und auch das vieldeutige Ende gut hineinpasst.
Im Film geht es um Alltagsbewältigung und Selbstverwirklichung, um Pflichten und Freude am Leben.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Serien eingestellt

Alle Jahre wieder kommt der Moment, an dem man erfährt, welche Serien ungeplant abgesetzt wurden, uns also ohne Abschluss zurücklassen.
Dirk Gently’s Holistic Detective Agency wurde abgesetzt. Die Serie hat mir gut gefallen und deshalb bin ich schon ein bisschen traurig.
Ebenfalls abgesetzt wurde – wieder einmal – Akte X, weil Gillian Anderson ausgestiegen ist. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn wie David Duchovny ja einmal sagte, wird Akte X immer mit einem offenen Ende bleiben, also nie abgeschlossen werden, egal wie viele Staffeln noch kommen mögen. Andererseits wurde Fox von Disney gekauft und wer kann schon wissen, was die mit dem Franchise anfangen werden.
Life in Pieces wurde zwar offiziell für eine vierte Staffel verlängert, doch produktionstechnisch hat sich da bisher nichts getan und niemand weiß, wann – und ob – es weitergeht.
Naja, ich habe noch genug andere Serien, also ist das jetzt nicht so schlimm für mich, aber schade finde ich es trotzdem.

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Spiel: Clank! (Renegade Game Studios)

Tolles Deck Building Dungeon Crawl. Aber leider die falsche Version gespielt.
Von Paul Dennen (ca. 30-60 Min.; 2-4 Spieler)
Wie so Mancher weiß, gefällt mir Wettlauf nach El Dorado sehr gut. Während jenes ein gemütliches Abenteuer-Entdecker-Spiel für die ganze Familie ist, ist das hier die Vielspielerversion mit Action und einer eher düsteren Atmosphäre. Das Prinzip ist aber in beiden Spielen gleich: Wir konstruieren unser Deck, um einen guten Kartendurchlauf zu bekommen, damit wir schneller als die anderen erfolgreich den Weg ablaufen. Ich finde jedoch, dass Clank! an einigen Stellen zu unbalanciert und glückslastig ist, während Wettlauf nach El Dorado einfach runder und besser durchdacht ist, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass es weniger Komplexität anstrebt. Mittlerweile ist aber mit Clank! In Space eine neue Version erschienen, die mich schon mal vom Setting her mehr interessiert. Vor allem aber habe ich von vielen Seiten gehört, dass diese neue Version viel verändert und korrigiert hat und der allgemeine Konsens lautet, dass sie besser ist. Ich freue mich also schon sehr darauf, das endlich auf den Tisch zu bekommen.
Fazit: Nett, aber anscheinend gibt es eine besser Version.

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Renegade Game Studios – Clank!
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Buch: Bannister, Andrew – Der Erschaffer (Die Spin-Trilogie 3)

Netter Abschluss einer interessanten Trilogie.
Inhalt: Die Spin-Galaxie steht kurz vor ihrem Ende. Ihre letzten Bewohner versuchen, in ein virtuelles Paradies zu entfliehen. Doch die riesigen Server, die das stetig wachsende Paradies instand halten, stellen eine gewaltige Bedrohung dar: Sie verschlucken Energie und Ressourcen und produzieren Hitze. So entbrennt ein Krieg zwischen der Realitat und der Virtualitat, den scheinbar nur ein uraltes Artefakt – der Erschaffer – stoppen kann. Als das insektoide Wesen Scarbo die zunehmenden Anzeichen des Untergangs erkennt, begibt er sich auf eine verzweifelte Reise in den Spin. So wird Scarbo nicht nur überraschend zu einem Vermittler im virtuellen Krieg, sondern möglicherweise auch zum Retter der Menschheit.
Ich möchte zunächst erwähnen, dass jedes Buch dieser Trilogie absolut für sich alleine steht und die einzige Verbindung ist die, dass sie im selben Universum angesiedelt sind, jedoch zeitlich so weit voneinander entfernt, dass es eigentlich schon irrelevant ist. Ich möchte das deshalb betonen, weil dieser letzte Band der schwächste der Trilogie ist. Während Band 1 und Band 2 zwar auch konfus waren, das aber mit coolen und vor allem kreativen Ideen wettgemacht haben, fehlt das hier. Es fehlen hier einfach diese verrückten Momente, diese Szenen, die einem innehalten lassen, weil man sich dafür mehr Zeit nehmen muss. Es ist einfach eine Geschichte im Spin-Universum, deren einziger Existenzgrund darin besteht, die Trilogie abzuschließen. Leider wurde ich hier nicht so gut unterhalten wie mit den anderen beiden Bänden.
Ein größeres Problem aber ist die Auflösung am Ende, was es mit dem Spin auf sich hat. Leser, die dieses Buch zur Hand nehmen, um konkrete Antworten zu finden, werden enttäuscht werden. Der Schluss ist aber per se nicht enttäuschend. Es gibt einen guten Abschluss und der Leser wird in perfekter Sci-Fi-Manier angeregt selbst über ein paar Fragen nachzudenken, Dinge zu interpretieren. Für mich war es so in Ordnung, nur der Rest des Buches war ein bisschen langweilig.
Fazit: Naja, wer die anderen Bände gelesen hat, sollte hier ruhig zugreifen. Aber deswegen mit der Trilogie ganz von vorne zu beginnen, zahlt sich nicht aus.

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Der Erschaffer: Roman (Die Spin-Trilogie, Band 3)
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Serie: Fuller House – Staffel 4

Der Weltmeister der Konstanz.
Natürlich, wenn man nie eine hohe Qualität hatte, kann man auch nicht weit abstürzen. Die Serie läuft einfach geradlinig weiter, als hätte man sie ohne Unterbrechung direkt nach Staffel 3 einfach weitergedreht. Wer die Serie bis jetzt mochte, wird auch in der aktuellen Staffel all das finden, was ihm gefiel. Und umgekehrt natürlich auch. Keine Neuerungen, keine Veränderungen, einfach Gemütlichkeit pur. Eine angenehme klassische Sitcom, die uns wohl noch einige Jahre erhalten bleiben wird.
Fazit: Mir gefällt’s.

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