Film: Fullmetal Alchemist (2017; Anime-Realverfilmung)

Ich bin positiv überrascht.
Action / Fantasy mit Ryosuke Yamada von Fumihiko Sori. 135 Min.
Inhalt: Die Brüder Edward und Alphonse Elric führen nach dem Tod ihrer Mutter im Kindesalter ein gefährliches Experiment durch. Sie wollen die Verstorbene mittels Alchemie wieder zum Leben erwecken. Doch der Versuch geht schief und die Brüder bleiben verstümmelt zurück. Edward verliert einige Gliedmaßen, Alphonse sogar seinen ganzen Körper. Edward überträgt Alphonses Seele daraufhin in eine Rüstung. Jahre später versuchen die Brüder den Stein der Weisen zu finden, um den verlorenen Körper zurückzuholen.
Serien-Verfilmungen und Anime-Realverfilmungen insbesondere gelingen meistens leider nicht. Entsprechend zögerlich und skeptisch bin ich an diesen Film herangetreten, zumal die Anime-Serie Fullmetal Alchemist: Brotherhood eins meiner liebsten Animes ist. Doch am Ende muss ich sagen, dass mir der Film wirklich gut gefallen hat. Die Effekte sind gelungen (die Produzenten brüsten sich ja damit, die gleiche Software wie für Marvels Avengers verwendet zu haben), der Plot ist gut erzählt, die einzelnen Charaktere genug ausgearbeitet. Man muss halt aufgeschlossen sein für japanische Schauspielkunst, dann kann man hier einen netten Filmabend in einem tollen Steampunk-Universum verbringen.
Fazit: Kann geschaut werden.

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Spiel: Tantrix (Coiledspring Games)

Nettes abstraktes Puzzle.
Von Mike McManaway (ca. 30 Min.; 1-6 Spieler)
In diesem Spiel legt jeder Spieler reihum eines seiner Plättchen an das Spielfeld an. Dabei gibt es einige Legeregeln zu beachten, die das Spiel eben zu einem spannenden Puzzle werden lassen. Sobald kein Spieler mehr ein Plättchen legen kann, ist es zu Ende. Dann schaut man, wessen Straße (farblich markiert) die meisten Punkte gemacht hat und der Spieler hat gewonnen.
Auch wenn das Spiel durchaus spannend ist, gibt es doch ein Element, das einfach nur mühsam ist. Zu Beginn eines jeden Zuges muss man nämlich schauen, ob es irgendwo einen Pflichtzug gibt, also eine Stelle, an welche ein Plättchen gelegt werden muss. Nur wenn es das nicht gibt, kann man beim Legen frei entscheiden. Und eben das Suchen nach diesen Pflichzügen ist sehr mühsam, raubt viel vom Schwung des Spiels und macht keinen Spaß.
Ich verstehe, dass diese Pflichtzüge aus spielmechanischen Gründen gemacht werden müssen, sie fühlen sich dennoch nicht gut an. Aber dafür kommt das Spiel in einem Stoffbeutel, ist leicht zu transportieren und daher ideal dafür geeignet überall und jederzeit rasch gespielt zu werden.
Fazit: Kann probiert werden.

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Buch: Flynn, Lucinda – Code X. Das Erwachen der Cybertechs

Tolles Cyberpunk-Debüt einer jungen Autorin.
Inhalt: 2097 ist der Data Space zusammengebrochen. Ein Ort unendlich vieler Datenströme, auf den die Menschen seit jeher nur mit bestimmter Hardware zugreifen konnten. Dieser Zusammenbruch hat viele Menschenleben gefordert, doch die Überlebenden haben besondere Fähigkeiten erhalten: Sie können den Data Space mit ihren Gedanken manipulieren. Jace ist einer von ihnen, ein sogenannter Cybertech. Doch die Megakonzerne machen Jagd auf die Cybertechs, die sie nur als Forschungsmaterial sehen.
Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass der Plot flott in einer geraden Linie erzählt wird. Es gibt keine unnötigen Nebengeschichten und zu keiner Zeit hat man das Gefühl, dass Seiten zwanghaft gefüllt werden (außer Kapitel 29, der Freizeitpark). Entsprechend ist man rasch gefesselt, wird von der Handlung mitgerissen und hat das Buch dann zügig durchgelesen.
Das Buch ist absolut geeignet für interessierte Leser, die gerne einmal ein Cyberpunk-Buch ausprobieren möchten, aber auch für alteingesessene Fans des Genres, die Lust auf eine kurzweilige Lektüre in den Ferien haben.
Das Buch ist jetzt kein Meisterwerk mit faszinierend innovativen Konzepten und speziell den Dialog im Showdown am Ende habe ich derart schon zig mal gesehen. Aber die Charaktere sind interessant, der Plot spannend und die Welt gut ausgearbeitet.
Fazit: Empfehlenswert.

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Serie: Moonhaven – Staffel 1

Spannende neue Sci-Fi-Serie.
100 Jahre in der Zukunft. Moonhaven ist eine utopische Gemeinschaft, die im Garten Eden lebt, eine 500 Quadratmeilen große Anlage auf der Oberfläche des Mondes. Die hier lebenden Menschen sollen Lösungen für Probleme erarbeiten, die in der nahen Zukunft das Leben auf dem Planeten Erde beenden werden. Bella Sway ist Schmugglerin und Pilotin, die in Moonhaven in eine Verschwörung rund um die Kontrolle einer mächtigen künstlichen Intelligenz gerät.
Es ist natürlich schwer für kleine Sender mit beschränktem Budget Dinge zu produzieren, die in der Masse hervorstechen. Entsprechend ist es natürlich immer schön, solche versteckten Juwelen zu finden. Moonhaven ist eben so eine Serie.
Diese Serie ist geeignet für Sci-Fi-Fans, die auch gerne mal etwas gemächlicheres schauen möchten, als Abwechslung zur lauten Weltraum-Action, die sonst überall geboten wird. Gute Schauspieler, tolle Effekte und ein durchaus spannender Plot halten die Zuschauer bei Laune. Den speziellen Charme der Serie machen aber die kreativen Ideen aus, wie diese utopische Gemeinschaft auf dem Mond in Harmonie lebt. Diese Ideen, teilweise tiefgründige Konzepte, teilweise humoristische Einlagen, sind es auch, die das Publikum spalten werden. Ich bin immer froh, wenn Studios kreative Risiken eingehen und in diesem Fall haben sie meinen Geschmack getroffen. Ich kann aber absolut nachvollziehen, dass so mancher damit nichts anfangen kann.
Die erste Staffel endet zwar in einem Cliffhanger, aber die zweite Staffel ist bereits fix, also ist das kein Problem.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Vanguard (2020)

Selten so viel Propaganda in einem Jackie Chan Film gesehen.
Action / Thriller mit Jackie Chan von Stanley Tong. 119 Min.
Inhalt: Das Sicherheitsunternehmen Vanguard, das vom legendären Tang Huanting gegründet wurde, sorgt für erstklassigen Personenschutz für Menschen auf der ganzen Welt. Der Ruf der Firma gerät allerdings in Bedrängnis, als eines Tages die Tochter des Geschäftsmannes Qin von Terroristen entführt wird. Der Einsatz der Sicherheitskräfte läuft schief und auch Qin wird gekidnappt. Tang und sein Team müssen daraufhin alles daran setzen, den Geschäftsmann, dessen Tochter und viele weitere Leben zu retten.
Als jahrzehntelanger Jackie Chan Fan schaue ich eigentlich fast alles vom ihm. Und was ich noch nicht gesehen habe, ist auf meiner Watchlist sehr weit oben. Aber nach diesem Film frage ich mich schon, ob ich ihm noch die Treue halten soll. Während man über die peinlichen Propagandamomente und die eh schon bekannten klobigen Dialoge noch hinwegblicken könnte, ist der Rest leider unverzeihlich. Der dünne, temporeiche Plot würde funktionieren, wenn die Action passen würde, was hier aber nicht der Fall ist. Jackie Chan gibt zwar sein bestes, sich immer wieder agil in Szene zu setzen, aber das Alter hat halt doch Spuren hinterlassen. Statt dass aber jetzt die jüngere Generation die coolen Stunts übernimmt, wird der Film mit CGI überladen und die meiste Action besteht aus Schießereien und Verfolgungsjagden.
Eine sehr coole Szene hätte die abenteuerliche Wildwasser-Verfolgungsjagd werden können, bei der die Kontrahenten von Boot zu Boot springen und sich dabei in bester Martial Arts Manier prügeln. Speziell wenn man im Abspann sieht, wie das tätsächlich in einem reißenden Fluss gedreht worden ist. Doch dann wurde der Hintergrund so mit CGI vollgeklaster, dass es aussieht wie ein Wasserbecken vor einem Greenscreen in einem Studio. Da frage ich mich immer, welcher Entscheidungsträger so etwas für eine gute Idee gehalten hat.
Fazit: Nur für echte Jackie Chan Fans, die einfach alles von ihm gesehen haben wollen.

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Spiel: Die Kartographin (Pegasus Spiele)

Abenteuerliche Tetris-Variante für Zwischendurch.
Von Jordy Adan und John Brieger (ca. 30–45 Min.; 1–100 Spieler)
In diesem Fantasy Flip’n’Write schlüpfen wir in die Rolle von Kartographen, welche die unbekannten Gegenden erkunden wollen. Jede Runde wird dabei ein Plättchen umgedreht und die darauf abgebildete geometrische Form müssen wir auf unserem leeren Blatt Papier einzeichnen. Diese geometrische Form entspricht aber auch einem bestimmten Landschaftstyp, der entsprechend markiert werden muss. Jeder Spieler muss die gleiche Form gleichzeit auf seinem Plan einzeichnen. Da dies jeder anders macht, entsteht rasch ein asymmetrisches Spiel. Manchmal kommen aber auch Monster, die man dann nicht bei sich, sondern bei den Mitspielern einzeichnet, ihr Pläne also stört. Bei alldem gilt es die Wertungsplättchen nicht aus den Augen zu verlieren, denn nur wer beim Zeichnen diese erfüllt, bekommt auch Punkte.
Das Spiel macht Spaß, ist sehr taktisch, stellt einen immer wieder vor spannende Dilemmata und liefert manchmal einige Frustmomente. Insgesamt ein tolles Erlebnis, das ich gerne öfter spielen würde.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Serie: Jurassic World. Camp Cretaceous – Staffel 5 (abgeschlossen)

Guter Abschluss.
Wer bereits die vierte Staffel geschaut hat, der muss auch hier jetzt diese Staffel schauen, zumal die Serie damit ja auch abgeschlossen ist. Ich bin zwar weiterhin der Meinung, dass man mit der dritten Staffel hätte aufhören können, aber die fünfte Staffel ist durchaus sehenswert und auch zufriedenstellend abgeschlossen.
Die Serie endet eigentlich parallel zu den Geschehnissen des zweiten Films, obwohl sie gleichzeitig mit dem dritten Film veröffentlicht wurde. Inwiefern die Serie Anspielungen auf den dritten Film enthält, kann ich leider nicht sagen, denn den habe ich noch nicht gesehen.
Fazit: Wer nach der dritten Staffel nicht Schluss machen möchte, kann getrost zu Ende schauen.

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Film: The Gray Man (2022)

Cool.
Action/Thriller mit Ryan Gosling von Joe Russo und Anthony Russo. 122 Min.
Inhalt: Als ein CIA-Agent belastende Geheimnisse der Agentur entdeckt, wird er von einem einstigen Kollegen, der sogar ein Kopfgeld auf ihn aussetzt, rund um die Welt gejagt.
Dieser Film ist die derzeit teuerste Netflix-Filmproduktion und das ist durchaus okay, denn der Film ist echt toll. Der Preis ist einerseits auf die Starbesetzung (Ryan Gosling und Chris Evans) sowie auf die Drehorte (Innenstadt von Prag, Schloss Chantilly in Frankreich, Hundertwasserhaus in Wien und Bangkok) zurückzuführen. Ob es wirklich wert war, so viel Geld zu investieren, muss Netflix selbst entscheiden. Ich habe es toll gefunden, diese Drehorte im Film zu sehen, ich denke aber, dass er mir ohne diese genauso gut gefallen hätte.
Der Film ist jedenfalls bis zum Ende spannend, auch wenn der Plot derselbe ist, wie in gefühlt hunder anderen Filmen. Was diesen von den anderen abhebt sind die coole Action und die tollen Schauspieler. In diesem Sinne ist er also durchaus sehenswert. Die Drehorte selbst sind ein cooler Bonus für ein bewandertes Publikum, wie viele aber konkret das zu schätzen wissen, sei dahin gestellt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Urlaub

Heute gibt es keine neuen Beiträge, weil ich meinen Urlaub genieße. Bis nächste Woche!

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Spiel: Riftforce (1 More Time Games)

Schon lange nicht mehr hat mir ein Spiel so gar nicht gefallen.
Von Carlo Bortolini (ca. 20-30 Min.; 2 Spieler)
In diesem Spiel erhält jeder Spieler einen Mix aus zufälligen oder selbst gewählten Völkern, die er dann zu einem Deck zusammenmischt. Damit kämpft man dann gegeneinander auf verschiedenen Feldern und versucht dabei Punkte zu sammeln. Der Schlüssel zum Spiel sind die Sonderfähigkeiten der einzelnen Völker, die die Taktik vorgeben.
Diese Sonderfähigkeiten sind auch der Grund dafür, warum mir das Spiel überhaupt nicht gefallen hat. Es funktioniert mechanisch sehr wohl und es gibt auch viele Spieler, die positiv darüber sprechen, aber mir persönlich gefällt es einfach nicht. Ich finde die Sonderfähigkeiten zu lästig und mühsam. Außerdem gibt mir das Spiel für den Aufwand, den ich hier in taktische Überlegungen investiere, zu wenig. Es macht mir einfach keinen Spaß.
Fazit: Kann probiert werden.

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