Spiel: Great Western Trail – Erweiterung „Rails To The North“ (eggertspiele)

Für mich ist Great Western Trail eines jener großartigen Spiele, die meiner Meinung nach keine Erweiterung nötig hätten, die für sich allein schon ein tolles Werk sind.
Doch wie in der Filmindustrie wird auch bei Brettspielen einfach so lange Material nachgeschoben, bis es sich finanziell nicht mehr rentiert. Und weshalb sollten die Verlage das nicht tun, wenn die Konsumenten Geld dafür ausgeben?
Es gibt Spiele, wie etwa Isle of Skye, die laden Erweiterungen ein und als Spieler wartet man auch darauf. Aber dann gibt es Spiele, wie Great Western Trail, bei denen man eigentlich nie damit gerechnet hat, weil es sich, nun ja, nicht wirklich anbietet und das Basisspiel schon rund und abgeschlossen ist. Bei solchen Spielen laufen die Erweiterungen dann auch enorm Gefahr, in einem Debakel zu enden, wie es etwa bei der Erweiterung Die Gefährten für Marco Polo (Hans im Glück) geschehen ist. Daher war ich hier nun sehr skeptisch, habe es aber dennoch ausprobiert.
Zunächst erwartet einen aber ein kleiner Schockmoment, wenn man die ziemlich große Schachtel aufmacht und fast nur Luft drinnen findet. Da fragt man sich, weshalb man so viel Geld ausgegeben hat. Ich verstehe Länge und Breite wegen dem neuen Brett, aber diese Höhe ist einfach nur lächerlich.
Die Erweiterung selbst ist in dem Sinne eine gute Erweiterung, weil sie eben wirklich Teil des Spiels wird. Oft gibt es ja Erweiterungen, die man ignorieren kann oder solche, die so wichtig sind, dass man den Rest ignorieren muss. Diese hier aber fügt sich schön in das gesamte Gefüge ein. Sie schwächt eine Strategie und stärkt eine andere, bringt also mehr Balance ins Spiel, mehr Möglichkeiten.
Besonders gefällt mir auch, dass das neue Spielbrett so gestaltet ist, dass man es so ans alte Brett anfügen kann, dass es sich leicht über dieses legt und eine Leiste ersetzt. Das ist eine sehr schöne Möglichkeit, die Werte dieser Leiste zu ändern und von dort Wege in das neue Gebiet zu eröffnen.
Mit diesem neuen Spielbrett gibt also im Norden mehr Städte, in welchen wir unsere Kuhherden verkaufen können. Die verschiedenen Städte bringen aber verschiedene Boni und ich kann sie erst benutzen, wenn ich einen Handelsposten dort errichtet habe. Es gilt also dort oben ein lukratives Handelsnetz aufzubauen, um den Sieg davonzutragen.
Mir gefällt diese Erweiterung sehr gut, aber ich finde trotzdem, dass diese Schachtel mit diesem Preis eine Mogelpackung ist. Als Vergleich: Die Erweiterung Druiden für Isle of Skye hat eine angenehmere Schachtel, gefühlt mehr Material und einen niedereren Preis. Rails To The North ist gut, aber nicht so gut.
Fazit: Für diese Erweiterung gibt es von mir die Empfehlung, auf eine Preissenkung zu warten, denn sie ist nicht so super, dass man sie sofort unbedingt haben muss. Aber für wen Geld keine Rolle spielt, der sollte hier zuschlagen.

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Great Western Trail – Rails to the North (Erweiterung)
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Buch: Guerre, Isabelle – Die besten Rezepte vom Blech

Leckere Rezepte für große Runden.
Wir haben hier eine Sammlung von 40 Gerichten, die allesamt auf einem Backblech zubereitet werden, also aus dem Ofen kommen. Keine Töpfe, keine Pfannen. Obst und Gemüse schmort im eigenen Saft. Die Vorteile solcher Rezepte liegen auf der Hand: Schnell sind Speisen für viele Personen zubereitet und man muss nicht am Herd stehen und ständig umrühren, bzw. wenden.
Die Speisen finden sich wie gewohnt auf je einer Doppelseite, wobei auf einer Seite das großformatige Foto ist, auf der anderen das leicht nachvollziehbare Rezept. Die Zutaten sind hier leider nicht angegeben. Dafür muss man ans Ende des Buchs blättern, wo sich für alle Rezepte auf einer Doppelseite die Zutatenlisten befinden. Das finde ich insofern eine nette Idee, da der Leser so auf einem Blick sofort sieht, was in welche Speise kommt und dadurch einfach direkt zu der blättern kann, die ihm geschmacklich am meisten zusagt. Auch ein alphabetisches Register findet sich am Ende.
Die Fotos sind sehr appetitanregend und aufgrund der Einfachheit möchte man sofort das erste Blech vorbereiten. Persönlich empfehle ich „Hähnchen Hawaii“ (S. 12) und „Eier mexikanisch“ (S. 74).
Fazit: Empfehlenswert.

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Serienpause

Wie bereits an einer anderen Stelle angekündigt, hat momentan keine Serie, die mich interessiert, eine abgeschlossene Staffel. Dazu kommt auch noch, dass ich das Computerspiel Deus Ex 4, das mich über 7 Monate beschäftigt hat, beendet habe. Wow, was ist das für ein Gefühl? Leere? Langeweile? Freie Zeit? Nein, das muss gleich geändert werden. Ich nutze jetzt einfach die Gelegenheit, um einige Animes zu schauen, die schon eine ganze Weile auf meiner To-Watch-List stehen, angefangen beim bekannten und beliebten Sword Art Online.

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Film: Hotel Transsilvanien 3 – Ein Monster Urlaub (2018)

Tolle Unterhaltung für die ganze Familie.
Animation / Komödie von Genndy Tartakovsky. 97 Min.
Inhalt: Mavis überrascht ihren Vater Dracula mit einem Familienurlaub im Rahmen einer luxuriösen Monster-Kreuzfahrt, damit er auch einmal ausspannen kann und sich nicht nur um das Wohlbefinden der Gäste seines Hotels kümmern muss. Den Spaß können sich der Rest der Familie und die monströsen Freunde natürlich nicht entgehen lassen und schließen sich an, als der mysteriöse Kahn in See sticht. Zwischen Monster-Volleyball, Relaxen im Mondschein und Ausflügen an Land entdeckt Dracula eine längst begraben geglaubte Gefühlswelt in sich, als er Captain Ericka erblickt und sich Hals über Kopf in sie verliebt.
Diesem Film ist das Gleiche passiert, wie so vielen dritten Teilen. Nachdem der zweite Teil nicht so gut angekommen ist, hat man sich eine Pause gegönnt, die Sache reevaluiert und am Ende ein ordentliches Produkt präsentiert, das zwar nicht so gut ist, wie das Original, aber viel besser als die erste Fortsetzung.
Der Plot ist durchaus spannend, der untypische Endkampf sehr gut gemacht und auch die Witze sind gelungen. Ja, mich hat der Film gut unterhalten.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Plagiate bei Brettspielen

Ab wann ist ein Brett- oder Kartenspiel neu und ab wann eine Kopie?
Diese Frage ist schwer zu beantworten. Sehr oft wird ein Spiel einfach genommen und mit einem neuen Thema versehen. Aber das Spiel ist noch das gleiche, nur halt mit einer anderen Optik. So etwa wurde aus Cities das Spiel Limes und aus Richard I wurde Orkensturm. Diese thematischen Umfärbungen stoßen zwar immer wieder auf Kopfschütteln und Kritik, aber sie sind nachvollziehbar und niemand wird hier „illegale Kopie“ rufen, zumal hier ja Rechte bei den Autoren und Verlagen bleiben, bzw. ganz korrekt verkauft werden.
Dann gibt es manchmal ein Spiel, das Mechanismen von anderen nach Rücksprache übernimmt. Das berühmteste Beispiel dafür ist Ohne Furcht und Adel von Bruno Faidutti, in welchem von Verräter von Marcel-André Casasola Merkle kopiert wird und man sich im Regelwerk auch extra dafür bedankt. Das ist die korrekte Vorgehensweise. Aber hätte Merkle überhaupt „Nein“ sagen können? Denn das neue sehr erfolgreiche Clans of Caledonia hat schamlos Elemente von Terra Mystica übernommen. Der Feuerland-Redakteur, also der Herausgeber von Terra Mystica, hat mir erzählt, wie wütend er darüber ist, dass die Autoren von Clans of Caledonia an keiner Stelle im Regelwerk sich irgendwie bedanken oder zumindest die Anleihungen zugeben. Das Problem ist, dass es keine rechtliche Handhabe gibt, so etwas zu verhindern oder zumindest eine Gewinnbeteiligung einzufordern. Wenn man nicht wie Fantasy Flight Games oder Wizards of the Coast viel Kapital in Copyright-Rechte für gewisse Begriffe und Mechanismen investiert, was eben für kleine Verlage ein Ding der Unmöglichkeit ist, dann muss man einfach hoffen, dass die Konkurrenten der Branche einem ungeschriebenen Ehrenkodex folgen.
Aber jetzt mit all diesen Kickstarter-Kampagnen sind auch genug schwarze Schafe aufgetaucht, wie eben die Macher von Clans of Caledonia oder jetzt ganz aktuell das Spiel Crypto Cartel von Andy Mažeika, das im Grunde Bohnanza ist.
Wie immer liegt es am Konsumenten. Wenn er bereit ist für solche Spiele Geld auszugeben, unterstützt er einen ethischen Graubereich, der sich somit nur vergrößern wird, weil sich damit ja Geld verdienen lässt. Ich selbst, da ich einfach Autoren und andere Personen der Szene kenne, würde so etwas nie unterstützen, weil ich einfach weiß, wie viel Arbeit und Mühe in ein originales Werk fließt.

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Spiel: Onitama (Arcane Wonders)

Tolle Alternative zu Schach.
Von Shimpei Sato (ca. 15-20 Min.; 2 Spieler)
In diesem abstrakten strategischen Spiel mit kompletter offener Information, kämpfen zwei Spieler um den Sieg. Dabei hat jeder Spieler auf einem 5×5 Feld 5 Figuren (1 König und 4 Krieger), mit denen er kämpft. Außerdem hat jeder Spieler zwei Bewegungsplättchen vor sich liegen. Zusätzlich zu diesen vier liegt noch ein fünftes Plättchen bereit. Wenn nun ein Spieler am Zug ist, wählt er eines seiner Plättchen und bewegt eine seiner fünf Figuren wie angegeben. Danach tauscht er das verwendete Plättchen mit dem neutralen. Der Gegner macht das selbe und bekommt somit das Plättchen, das der andere Spieler in seinem letzten Zug verwendet hat. Bei der Ausführung der Züge gilt es also auch immer zu bedenken, welche Bewegungsmöglichkeiten ich dadurch meinem Gegner gebe.
Das Tolle an dem Spiel ist nun, dass es viele verschiedene Bewegungsplättchen gibt, aber immer nur 5 verwendet werden. Dadurch gibt es in jeder Partie andere Bewegungsmöglichkeiten und somit ist jede Partie anders. Das garantiert einen sehr hohen Wiederspielwert.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Buch: Brandhorst, Andreas – Ewiges Leben

Spannender Thriller zu einem interessanten Thema.
Inhalt: Die Journalistin Sophia erhält einen scheinbar harmlosen Auftrag. Für den Biotechnologie-Konzern Futuria soll sie ein Porträt für die Firmengeschichte verfassen. Futuria wird wegen seiner Verdienste um die gentechnische Heilung von Krankheiten wie Krebs und der Forschungen auf dem Gebiet der Lebensverlängerung geschätzt. Doch je tiefer Sophia gräbt, desto unheimlicher wird ihr das Unternehmen, dessen Gründer, der legendäre Salomon Leclerq, seit einigen Jahren verschwunden ist. Sie stößt auf Hinweise, dass Futuria den genetischen Schlüssel für die Unsterblichkeit gefunden hat. Doch hinter der Verheißung von ewigem Leben verbirgt sich ein düsteres Geheimnis, ein großangelegter Plan, den das Unternehmen verfolgt. Gemeinsam mit dem abtrünnigen Casper muss Sophia alles daransetzen, den Plan zu vereiteln. Denn Futuria hat nicht vor, sein Wissen nur zum Wohle der Menschheit einzusetzen.
Ich hatte zu Beginn einige Probleme mit dem Buch. Das beginnt einmal mit der falschen Erwartungshaltung. Ich hatte mir nämlich einen Biotechnik-Thriller erwartet, der sich also mit sämtlichen Aspekten dieses Themas beschäftigt, was leider nicht der Fall ist. Außerdem wirkt das Buch zunächst auch wie eine Kopie von Das Erwachen des selben Autors. Aber weil ich die 100-Seiten-Regel habe und ein Fan des Autors bin, habe ich natürlich weitergelesen und tatsächlich wird der Plot sehr spannend, auch Dank der sehr interessanten Charaktere.
Das Buch ist also kein Biotechnik-Thriller, obwohl das auch ein wichtiger Aspekt hier ist. Nein, das zentrale Element ist das ewige Leben. Dabei hat der Autor auf sehr interessante Weise die drei Varianten der Unsterblichkeit, nämlich durch Genetik, durch Bewusstseinstransfer in eine Virtuelle Realität und durch den Tod im religiösen Jenseits bei Gott, ausgebaut und gegeneinander angesetzt. Der Konflikt dieser drei Modelle trägt das Buch, also Gentechnik vs. Informationstechnik vs. Religion. Meiner Meinung nach wäre das Buch besser geworden, wenn diese drei Fraktionen noch weiter getrennt und noch intensiver gegeneinander angesetzt worden wären, aber auch so ist das Buch bis zum Schluss spannend.
Letztens habe ich von Dan Simmons Endymion. Die Auferstehung (Endymion 2) gelesen, in welchem auf sehr schöne und faszinierende Weise erörtert wird, warum das ewige Leben eigentlich schlecht ist. Dieser Aspekt hat mir hier in diesem Buch leider gefehlt.
Fazit: Mir gefallen die Space-Sci-Fi-Bücher von Brandhorst sehr viel besser als seine Thriller, aber auch diese sind durchaus lesenswert.

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Serie: Planet Earth II (BBC Doku-Reihe; abgeschlossen)

Die Natur hat einfach viel zu bieten.
In dieser fantastischen sechsteiligen Naturdokumentarfilmreihe, die von Sir David Attenborough mit der Hauptthemenmusik von Hans Zimmer präsentiert wird, werden mit modernsten Kameratechniken Naturaufnahmen gezeigt, wie man sie so noch nie gesehen hat. Allein deshalb schon ist das absolut sehenswert. Wir sehen hier aber nicht nur spektakuläre Aufnahmen, sondern lernen Tiere und Orte kennen, die so eigentlich kaum irgendwo erwähnt werden. Ich habe mich gut unterhalten und viel gelernt. Sehr oft sind mir die Ausdrücke „Woah!“ und „Wirklich?!“ über die Lippen gekommen. Speziell die letzte Folge über die Tiere in den Städten ist sehr gut gemacht.
Fazit: Auch wenn man nicht viele Dokumentationen schaut, diese Serie sollte sich jeder gönnen.

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Film: Big Fish & Begonia (Anime 2016; Originaltitel: Da Yu Hai Tang)

Auch aus China kommen nun tolle Animationsfilme in höchster Qualität.
Drama / Fantasy von Liang Xuan und Chun Zhang. 106 Min.
Inhalt: In einem mystischen Reich, das unter jenem der Menschen existiert, lebt ein Mädchen. Zur Volljährigkeitsfeier muss sie 7 Tage in Form eines roten Delphins in der Welt der Menschen leben. Dort gerät sie jedoch in Gefahr und wird von einem Jungen gerettet, der daraufhin sein Leben verliert. Zurück in ihrem Reich versucht sie ihn wiederzubeleben und muss dafür einen hohen Preis bezahlen.
Zunächst sei einmal angemerkt, dass dieser Film fantastisch aussieht, also allein schon deshalb empfohlen werden kann. Dazu noch diese asiatische, uns so fremde Mythologie und Phantasie, die einfach sehr interessant ist.
Der Plot hingegen hat einige Durchhänger. Es ist schon interessant zu sehen, wie sie darum kämpft, den Jungen zurück ins Leben zu bringen, doch entwickelt es sich in eine seltsame Richtung. Es gibt dann noch einen zweiten Jungen, der in das Mädchen verliebt ist und der alles für sie macht. Der kann einem echt leid tun. Und die Frage am Ende bleibt: Wie hoch ist der Preis für die Liebe? Ist er nicht irgendwann zu hoch?
Fazit: Empfehlenswert.

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Spiel: Brix (Pegasus Spiele)

Nettes abstraktes 3D 2-Personen Legespiel.
Von Charles Chevallier und Thierry Denoual (ca. 10 Min.; 2 Spieler)
Dieses Spiel ist eine abstraktere Variante von 4 gewinnt. Anstatt einfacher Farbklötze sind sämtliche Teile Doppelwürfel, man legt also jedes Mal eine eigene und eine gegnerische Farbe aus. Dazu kommen noch Symbole auf den verschiedenen Seiten. Man muss also zusätzlich darüber nachdenken, auf welcher Seite man die Würfel hinlegt. Das alles macht Brix zu einem interessanten Spiel, das man gleich wieder und wieder spielen möchte.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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