Hüter der Erinnerung (2014)

Eine halbherzige Umsetzung eines genialen Buches.
Science-Fiction mit Jeff Bridges von Phillip Noyce. 100 Min.
Inhalt: In einer dystopischen Zukunft hat die Gesellschaft beschlossen, Erinnerungen und Gefühle zu verdrängen, um Frieden zu haben. Nur der Hüter der Erinnerung behält alles Wissen, um vor eventuellen Fehlern zu schützen. Sein Schüler muss nun damit kämpfen, dieses Wissen zu erhalten und von Emotionen überwältigt zu werden.
Als Jugendlicher war dies eines meiner absoluten Lieblingsbücher und meine ersten Reaktion, als ich von dessen Verfilmung erfuhr, war dementsprechend positiv. Doch dann erinnerte ich mich an all die miesen Verfilmungen und wurde skeptisch. Zu Recht.
Bereits wie bei Der Medicus (2013) ist der Film viel zu kurz, um die ganze Geschichte zu erzählen, was dazu führte, dass einige essentielle Stellen fehlen oder unlogisch abgeändert wurden. Überhaupt beginnt der Film direkt mit der „Jobvergabe“ und überspringt die gesamte Vorgeschichte.
Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Was Peter Jackson zu lang macht, ist hier zu kurz. Wer das Buch kennt, wird vom Film enttäuscht, wer es nicht kennt, wird den Film schwer verstehen.
Es ist ein Film, dem man, wie auch bei Die Bestimmung – Divergent (2014), die anfänglichen großen Ambitionen ablesen kann, doch aus irgendeinem Grund haben die Macher irgendwann auf Tempo gedrückt und das Projekt schnell schnell abgeschlossen.
Fazit: Nur anschauen, wenn ihr euch langweilt und der Film gerade zur Hand ist.

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