Für mich persönlich die größte literarisches Enttäuschung des Jahres.
Inhalt: Havald und seine Gefährten können noch nicht weiterreisen, sondern müssen noch jede Menge kleine Geschäfte in Gasalabad erledigen.
Das Wort „Enttäuschung“ sollte hier kurz genauer erklärt werden. Wenn ich ein unbekanntes Buch in die Hand nehme und es gefällt mir nicht, lege ich es wieder zur Seite und denke: „Da hab ich halt mal daneben gegriffen.“ Wenn mir ein Buch empfohlen wird, es mir aber nicht gefällt, dann denk ich: „Naja, Geschmäcker sind halt verschieden.“ Aber wenn ich ein Buch lese, das der vierte Teil einer Reihe ist, aber so viel schlechter als der Rest der Serie, dann bin ich richtig enttäuscht. Nachdem die ersten drei Bände richtig genial waren, bin ich hier mit hohen Erwartungen ans Werk gegangen, doch es war wie ein Schlag ins Gesicht.
Wenn wir aber bei meinem Vergleich mit dem Rollenspiel bleiben wollen: Anscheinend hatten nicht alle Spieler Zeit, an dem Abend zu kommen und so hat der Meister die Gruppe halt noch ein paar Tage in Gasalabad herumstreunen lassen. Es wirkt wie ein extrem improvisiertes RPG-Abenteuer, das für Spieler sicher toll ist, aber nicht für Leser.
Mein persönlicher Höhepunkt war der Kmapf gegen die Nachtfalken, der witzig und spannend beschrieben wurde. An sich ist das ganze Buch gut geschrieben, Schwartz‘ Stil fesselt einfach. Aber die Story selbst… Warum hat sie mich denn so enttäuscht? Nach dem dritten Band dachte ich, die Gruppe würde nun nach Askir weiterreisen, da ja in Bessarein alles abgeschlossen war. Aber dann ein ganzes Buch vor sich zu haben, das wieder in Gasalabad / Bessarein spielt, in dem aber absolut gar nichts relevantes passiert, war beinahe schon unverschämt.
Fazit: Jeder Leser der Askir-Serie kann dieses Buch getrost überspringen. Im fünften Band reisen sie dann definitiv weiter und der könnte theoretisch direkt an den dritten angeschlossen werden. Dem Leser würde nichts fehlen, außer die Information, warum eine Person nicht mehr da ist.
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