Buch: Forcher, Michael – Michael Gaismair

Ich habe noch nie verstanden, weshalb die Tiroler und Südtiroler Andreas Hofer als ihren Nationalhelden betrachten. Dieser ultrakonservative, tiefreligiöse, habsburgtreue Alkoholiker hat Nichts bewirkt. Anderseits sind die Tiroler nun mal ein konservatives und religiöses Völkchen, als kann man ihre Begeisterung für Andreas Hofer dennoch verstehen.
Im selben Gedankengang habe ich auch nie verstanden, weshalb Michael Gaismair in dieser Alpenregion beinahe todgeschwiegen wird, obwohl er sehr viel Positives bewirkt hat und vor allem bewirken wollte.
Dieses Buch ist nun eine wunderbare kleine Abhandlung zum Leben und Wirken von Michael Gaismair. Man lernt seine Beweggründe kennen, der Anführer des Bauernaufstandes zu werden, wie er zunächst Tirol von Innen heraus reformieren wollte und dann eine regelrechte Revolution anstrebte, als die Verhandlungen mit den Landesherren scheiterten.
Da er im Exil zum Protestantismus übergelaufen war und die letzten Jahre seines Lebens bei den verhassten Venezianern verbracht hatte, war es leicht, ihn bei seinen Landsmannen zu verunglimpfen und die positiven Dinge, die er den Bauern gebracht hatte, waren bald vergessen.
Fazit: Ein interessantes Buch über eine faszinierende Persönlichkeit.

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