Was für ein cooler Mechanismus.
Von John D. Clair (ca. 45-60 Min.; 2-4 Spieler)
Eigentlich ist es falsch, den Mechanismus zu loben, sondern es müsste heißen: „Cooles Material“. Der Mechanismus nämlich und auch das ganze Spiel ist eigentlich nichts weiter als Dominion, also ein Deckbuilder. Nur vergrößern wir hier nicht unser Deck, sondern verändern die Karten in unserem Deck. Wie soll das gehen?
Jeder Spieler erhält Sleeves / Hüllen, in denen er seine Karten hineingibt. Die Karten selbst bestehen aus einem transparenten Plastikmaterial, von denen immer nur ein Drittel bedruckt ist. Ich kann also in meine Hülle bis zu drei solcher Karten übereinander hineinschieben, wobei sich die bedruckten Teile nicht überdecken dürfen. Indem ich also Karten kaufe und reinschiebe, verändere ich ständig meine Sleeves, wodurch keine identisch ist. Es gilt also nicht nur zu bedenken, was ich kaufen möchte, sondern auch in welcher Hülle ich die neue Karte mit etwas anderem kombinieren möchte. Das ist wirklich sehr interessant und lustig.
Das Spiel selbst ist wie Dominion, jeder verändert sein Deck und spielt vor sich hin, es gibt kaum Interaktion. Weil aber das mit dem Karten basteln so cool ist, macht das auch die ersten Partien viel Spaß. Irgendwann aber wird es langweilig, weil die Anzahl der Karten recht klein ist und man bald alles kennengelernt hat. Wer Dominion mag, wird auch Mystic Vale mögen. Durch den netten Push-your-Luck-Mechanismus beim Kartenheben kommt sogar immer wieder etwas Spannung auf und weil man für die Missionen Symbole sammeln muss, gibt es sogar ein Ziel, das man irgendwie zu erreichen anstrebt, was ein weiterer Grund ist, dieses Spiel qualitativ über Dominion zu setzen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.
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