Ein schöner, gefühlvoller Roman, der in Burma angesiedelt ist.
Inhalt: Der zwölfjährige Ko Bo Bo lebt bei seinem Onkel U Ba in Kalaw, einem Ort in Burma. Er ist ein Kind mit einer ungewöhnlichen Gabe: Bo Bo kann die Gefühle der Menschen in ihren Augen lesen. Sein Vater kommt ihn einmal im Jahr besuchen, an seine Mutter kann er sich kaum erinnern. Dann erzählt ihm U Ba von einer großen Liebe, die im Wirbel politischer Ereignisse zu zerbrechen droht, von der Tapferkeit des Herzens und einer geheimnisvollen Krankheit seiner Mutter. Bo Bo beschließt sich auf die Suche nach seinen Eltern zu machen. Er ist überzeugt, dass er seine Mutter heilen kann.
Dies ist bereits der dritte Roman dieses Autors, der in Burma angesiedelt ist. Sie sind aber zum Glück unabhängig voneinander, denn die ersten beiden habe ich nicht gelesen. Sehr wohl habe ich aber die Geschichten-Sammlung Das Geheimnis des Alten Mönchs. Märchen und Fabeln aus Burma des selben Autors gelesen, welches mir sehr gut gefallen hat, weshalb ich beschlossen habe, hier nun auch zuzugreifen.
Man merkt beim Lesen sehr gut, dass der Autor viele Jahre in Burma gelebt hat und das Land liebt. Das ist der Hauptgrund, weshalb mir das Buch so gut gefallen hat, denn man lernt hier sehr schön eine andere Kultur, eine andere Welt kennen. Bücher brauchen einfach einen interessanten Hintergrund und je unbekannter, je neuartiger dieser ist, desto besser. Das ist hier wunderbar gelungen und hat allein dadurch bei mir die Lust geweckt, auch die ersten beiden Bücher zu lesen.
Der Plot selbst ist durchaus spannend, stellenweise sehr emotional und profitiert davon, dass man den Hauptcharakter sehr schnell ins Herz schließt und dadurch gleich noch viel involvierter in die Geschichte ist. Man muss natürlich offen sein für einen gefühlvollen Schreibstil und für eine Anhäufung fremdartiger Namen, die den Lesefluss stellenweise hemmen.
Da ich die ersten beiden Bücher nicht gelesen habe, kann ich keinen Vergleich anstellen. Ich weiß aber, dass Leser jener Bände hier auch zufriedengestellt wurden, wobei manch einer doch anmerkte, dass er hier etwas Magie vermissen würde. Wie gesagt, kann ich das nicht beurteilen, mir hat es jedenfalls für sich allein gestellt gut gefallen.
Fazit: Empfehlenswert.
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