Film: The French Dispatch (2021)

Guter Film, aber nicht für jedermann und ohne Kontextwissen sinnfrei.
Drama / Komödie mit Bill Murray von Wes Anderson. 103 Min.
Inhalt: Arthur Howitzer Jr. hat 50 Jahre lang das Magazin „French Dispatch“ in einer französischen Stadt geleitet und ist nun verstorben. Seine Angestellten erinnern sich an sein Leben und seine Karriere zurück, indem vier seiner größten Geschichten zum Leben erwachen. Eine der Geschichten handelt von einem Maler, der im Gefängnis sitzt und dessen Wärterin ihm eine Muse und Model ist. Eine weitere handelt von einer Reporterin, die eine Affäre mit einem Revoluzzer hat und so ihre Karriere gefährdet.
The French Dispatch ist eine Hommage an eine ganze Generation von Autoren wie John Fante oder Zeitungsredakteure wie Harold Ross und William Shawn von The New Yorker. Diese Autoren hatten Poesie auf den Straßen und Helden am Rande der Gesellschaft gefunden und das Establishment herausgefordert. Dabei ist dieser Film selbst wie ein literarisches Magazin gestaltet. Vier Geschichten / Artikel aus unterschiedlichsten Rubriken reihen sich aneinander und man taucht ein in die Welt der literarischen Berichterstattung.
Ich bin grundsätzlich ein Fan von Wes Anderson, speziell wegen seiner detailverliebten Szenographie, bei der jedes Kostüm, jede Requisite, jede Bewegung perfekt kalkuliert ist und der teils skurrilen Erzählweise, wodurch sich ein ganz eigener Charme entwickelt. Seine Filme machen einfach Spaß. Aber nicht dieser hier. Als Hommage an diese diversen Autoren und als Verfilmung eines literarischen Magazins funktioniert der Film perfekt. Wenn man das weiß, sich dafür interessiert und sich darauf einlässt, wird man gut unterhalten werden. Wenn man aber einfach eine unterhaltsame Komödie erwartet, wie es die anderen Werke von Anderson teilweise sind, wird man eher enttäuscht werden. Passives Schauen ohne sich vorher mit den Hintergründen des Films beschäftigt zu haben ist nicht möglich.
Ich denke, das hier ist ein Film, bei dem jeder zugeben wird, dass er „gut“ ist, aber viele werden noch hinzufügen, dass er ihnen dennoch nicht gefallen hat.
Fazit: Es gibt ein klares Zielpublikum und für dieses ist der Film sehr zu empfehlen.

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