Gedankensprung: Anime-Update Herbst ’25

Ich habe jetzt im Herbst tatsächlich mehr Anime geschaut als im Sommer. Aber das ist auch nicht schwer, da ich dort ja nur zwei Serien geschaut habe. Eine Mischung aus Zeitmangel und Übersättigung hält mich zwar weiterhin davon ab, mehr zu schauen, aber irgendwie gab es in dieser Season nichts, bei dem ich das Gefühl hätte, etwas verpasst zu haben.

Boku no Hero Academia: Final Season war nicht nur Höhepunkt des Herbsts, sondern wohl auch des ganzen Jahres. Nach acht Staffeln und vier Kinofilmen ist Boku no Hero Academia nun zu einem würdigen, großartigen, zufriedenstellenden Abschluss gekommen. Die Serie war so erfolgreich, dass Legendary Entertainment bereits an einer Live-Action-Adaption arbeitet.
Auch wenn man jetzt noch voll positiver Emotionen ist, darf man nicht vergessen, dass die Serie im Laufe der Zeit viele Fans verloren hat, weil einfach jede Staffel schlechter wurde. Auch ich selbst muss gestehen, dass ich ab der vierten, vor allem dann die fünfte und sechste Staffel nur noch geschaut habe, um es halt weiterzuschauen. Doch dann kam die siebte Staffel, die das Ruder voll rumgerissen hat und gemeinsam mit der achten staffel jetzt das beste ist, was Boku no Hero Academia je rausgehauen hat. Diese beiden letzten Staffeln haben einfach gezeigt, wie toll Anime sein kann und warum es mittlerweile so viele Anime-Fans gibt.
Jedenfalls verstehe ich alle, welche im Laufe der Zeit bei der Serie ausgestiegen sind, aber jeder der drangeblieben ist, wurde am Ende belohnt. Tatsächlich weiß ich auch von einigen Aussteigern, die nach der siebten Staffel die Rezensionen gelesen haben, zurückgekehrt sind und es nicht bereut haben.

Die dritte Staffel von Spy x Family war wie immer großartig, hatte aber gegen Boku no Hero Academia natürlich keine Chance auf den Top Platz. Charmante Figuren, gelungene Mischung aus Humor und Herz sowie entspannte Alltagsmissionen. Inhaltlich gibt es weniger große Wendepunkte, dafür mehr Fokus auf Charakterentwicklung und Familiengefühl. Insgesamt eine unterhaltsame, warme Fortsetzung, eher gemütlich als spektakulär, aber genau das macht den Reiz aus. Ich freue mich schon auf die vierte.

Nach einem Jahr Pause ist auch das sehr gute Remake von Ranma ½ zurückgekehrt. Ich war damals ein Fan und wurde jetzt wieder gut unterhalten. Auch die zweite Staffel des Ranma ½-Remakes bleibt dem Original spürbar treu und punktet mit moderner, sauberer Animation und gutem Timing bei Humor und Action. Die Charaktere wirken lebendig, die klassischen Gags funktionieren weiterhin, ohne altmodisch zu sein. Inhaltlich gibt es wenig Überraschungen, dafür viel Nostalgie und Charme. Insgesamt eine gelungene Fortsetzung für Fans, vertraut, flott und liebevoll umgesetzt. Ich freue mich schon darauf, wenn es weitergeht.

Shuumatsu Touring überzeugt mit ruhiger, melancholischer Atmosphäre und einer ungewöhnlich entspannten Endzeit-Perspektive. Die Kombination aus postapokalyptischer Welt, Motorrad-Reisen und stillen Charaktermomenten wirkt entschleunigend und nachdenklich. Weniger Handlung und mehr Stimmung macht den Reiz aus. Ideal für alle, die leise Geschichten und visuelles Erzählen mögen. Denn gerade die Landschaften, ein von Natur überwuchertes Japan, sind wunderbar gezeichnet. Eine Postapokalypse ohne Gefahren, ohne Horror, ohne menschliche Abgründe, aber dennoch spannend und mitreißend, emotional, melancholisch, einfach schön. Das Ende der Serie lässt einige Fragen offen, aber das ist auch eine Serie, bei der es gar nicht nötig ist, dass alles aufgelöst und erklärt wird. Ich bin sehr zufrieden mit dem Abschluss und Shuumatsu Touring kann gerne so stehen bleiben. Sollte eine zweite Staffel folgen, werde ich natürlich wieder einschalten.

Von den Serien, die ich im Sommer-Beitrag als interessant markiert habe, habe ich
– vier bereits nach ein paar Episoden wieder abgebrochen: die zweite Staffel von Kakuriyo: Bed and Breakfast for Spirits konnte mich leider nicht so abholen wie die erste und die neue Richtung des Plots hat mir nicht gefallen, Gnosia (Für Fans des Spiels vielleicht interessant, aber eigentlich total unlogisch und lächerlich), Wandance (Ein Tanzanime, in welchem Tanzen wegen CGI extrem hässlich ausschaut) und Disney: Twisted-Wonderland The Animation – Episode of Heartslabyul (Ein Isekai, bei dem man das Disney-Geld sieht, aber wohl nur für Fans des Spiels interessant, denn eigentlich total banal und unspannend).
– eine leider nicht schauen können, weil sie auf einem Streamingdienst läuft (Aniverse), den ich nicht abonniert habe: Dusk Beyond the End of the World.

Separate Reviews habe ich für Star Wars: Visions Volume 3, Demon Slayer – Infinity Castle und Chainsaw Man – The Movie. Reze Arc.

Viele der aktuellen Animes schaue ich aber auch deswegen nicht, weil ich einfach das Manga dazu lese, bzw. gelesen habe und keine Lust auf das Anime hatte, nämlich One Punch Man, One Piece, Record of Ragnarok und Gachiakuta.

Serien, die ich gerne sehen würde, aber leider noch nicht dazu gekommen bin, sind Rascal Does Not Dream of Santa Claus, Apocalypse Hotel, Lazarus, Gintama, Terror in Resonance, Fujimoto Tatsuki 17-26 und Dusk Beyond the End of the World. Eine recht lange Watchlist.

Ausblick auf den Winter 2026:
Für den Winter sind einige Serien angekündigt, die mein Interesse geweckt haben. Mal schauen, wie viel ich davon dann auch wirklich unterkriege: Sousou no Frieren 2nd Season, Jujutsu Kaisen: Shimetsu Kaiyuu – Zenpen, Hell’s Paradise Season 2, Yuusha-kei ni Shosu: Choubatsu Yuusha 9004-tai Keimu Kiroku, Trigun Stargaze, Ikoku Nikki, Dead Account, Roll Over and Die und Yuusha no Kuzu.

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