Film: Raging Fire (2021)

Enttäuschende Hong Kong – Action.
Action/Krimi mit Donnie Yen von Benny Chan. 126 Min.
Inhalt: Der rechtschaffene und erfahrene Polizist Cheung Sung-bong genießt in seiner Behörde hohes Ansehen, da er im Laufe seiner Karriere bereits eine Vielzahl von Fällen aufgeklärt hat. Eines Tages wird er bei einem Einsatz von einer Gruppe Krimineller angegriffen, die von seinem ehemaligen Protegé Yau Kong-Ngo angeführt wird. Yau, der seinen Mentor früher bewunderte und respektierte, landete infolge eines Unfalls im Gefängnis und sinnt nun auf Rache an jedem, der ihm jemals Unrecht getan hat.
Raging Fire versucht, mehr zu sein als ein gewöhnlicher Actionfilm und inszeniert die Geschichte eines kompromisslosen Polizisten, der sich mit einem ehemaligen Schüler messen muss, der zum Kriminellen geworden ist. Dabei setzt der Film stark auf moralische Konflikte innerhalb der Polizei, wirkt jedoch wie ein misslungener Versuch, ein tiefgreifendes Polizeidrama zu erschaffen. Statt wirklich komplexe Figuren oder glaubwürdige moralische Dilemmata zu entwickeln, verliert sich die Handlung immer wieder in übertriebenem Pathos und dramatischen Monologen.
Die spärliche Action ist zwar handwerklich solide und die wenigen Kämpfe sind durchaus energiegeladen, doch das Drehbuch bleibt erstaunlich oberflächlich und vorhersehbar. Besonders der Konflikt zwischen Mentor und ehemaligem Schüler, der eigentlich emotional tragen sollte, wirkt eher konstruiert als tragisch. Am Ende bleibt Raging Fire ein laut inszenierter Actionfilm mit viel erzwungenem Drama, aber erstaunlich wenig Substanz, der seine großen Themen ankündigt, sie jedoch nie wirklich überzeugend ausarbeitet.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

Dieser Beitrag wurde unter Filme abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..