Children of Men (2006)

Sehenswerter, dystopischer Sci-Fi-Thriller.
Inhalt: 2027 ist der jüngste Mensch der Welt 18 Jahre alt, da Frauen keine Kinder mehr gebären können. Revolutionen und Chaos sind die Folge, nur England ist sicher, dank eines strengen Militärregimes. Als dann eine Frau doch schwanger wird, muss sie in Sicherheit gebracht werden.
Vorweg genommen sei gesagt, dass sich der Film alleine schon deshalb auszahlt, um Sir Michael Caine als Hippie zu erleben. Einfach ein genialer Schauspieler.
Zunächst aber war ich dem Film gegenüber skeptisch, da er beworben wurde mit „Vom Regisseur von Harry Potter und der Gefangene von Askaban„, dem schlechtesten HP-Film in meinen Augen. Aber Alfonso Cuarón hat mich mit Gravity dann doch beruhigt und so konnte ich diesem Film eine Chance geben.
Außerdem bin ich kein großer Fan von Single-Shot-Kamerasequenzen, doch in diesem Film wurden die so genial choreographiert, dass es ein wahrer Genuss ist.
Am besten aber gefiel mir die Tatsache, dass der Held nicht kämpft. In den meisten solcher Filme kämpft sich der Hauptcharakter aus allen Situationen oder entwickelt sich zumindest zu jemanden, der am Ende kämpft. Aber hier nicht. Was jedoch nicht bedeutet, dass er schwach oder dumm ist, er ist einfach ein normaler Mensch, der macht, was er kann. Nicht mehr und nicht weniger.
Wer den Film schaut, kommt aber nicht umher Parallelen zu Babylon A.D zu entdecken, welcher 2008 erschien. Im ersten Moment glaubt man, dass letzterer einfach eine amerikanische (actiongeladenere) Kopie des englischen Originals ist. Jedoch basieren beide Filme auf Büchern, die ich beide nicht gelesen habe. Der Roman The Children of Men ist 1992 erschienen, während Babylon Babies 1999. Wieviel jetzt wer von wem kopiert hat, sei also dhingestellt, aber krasse Ähnlichkeiten (wie die Konstellation der Reisegruppe) sind nicht zu übersehen.
Grundsätzlich ist Children of Men ein tiefer, realistischer Film, ohne Übertreibungen und mit einer detailliert dargestellen Hintergrundwelt. Der Hauptplot selbst ist beinahe schon 0-8-15, aber das ganze drum-herum ist so durchdacht, dass es gar nicht auffällt.

Note 2,5

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Eine Antwort zu Children of Men (2006)

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