Serie: Bosch – Staffel 1 & 2

Eine Noir-Cop-Story in LA mit toller Atmosphäre.
Staffel 1 ist sehr gut, Staffel 2 lässt jedoch erheblich nach. Das liegt einfach darin, dass in Staffel 1 noch eine Vorgeschichte und Harrys Vergangenheit aufgearbeitet werden, gemeinsam mit einem beinahe verjährten Mord und einem flüchtigen Serienkiller. Hier kommen die vielen Facetten von Boschs Charakter zum Tragen und man kann in die düsteren Seiten von LA eintauchen. Staffel 1 ist eine runde Geschichte, spannend und mit einem guten Abschluss.
Dann kommt Staffel 2, die nur noch von diesem einen Mord lebt, was leider zu wenig ist. Bosch verkommt zu einem eher generischen Cop mit den typischen Problemen. Am Ende wird wieder seine Vergangenheit aufgegriffen und dann damit endgültig abgeschlossen. Vermutlich haben sie gemerkt, dass der Serie etwas fehlt und wollten damit noch etwas von der Atmosphäre retten. Es gibt noch zwei Subplots. Einer behandelt die Bürgermeisterwahl und ist sehr langweilig. Diesen gab es bereits in Staffel 1, dort war er aber noch recht klein gehalten und involvierte Bosch konkret. In Staffel 2 wird er unnötig aufgebauscht und hat mit Bosch eigentlich nichts zu tun. Der andere behandelt einen Undercover-Agenten, der korrupte Bullen aufdecken soll. Dieser Handlungsstrang ist sehr interessant, kommt aber viel zu kurz. Die Prioritäten sind da leider etwas falsch gelegt worden.
Staffel 3 hat viel Potenzial. Mit einem spannenden Mord, einem interessanten Antagonisten kann viel herausgeholt werden. Auch gibt es im dunklen LA noch viel zu erforschen. Sie müssen nur die Bürgermeisterwahl wieder zurückschrauben und sich bewusst sein, dass Boschs Vergangenheit nun nicht mehr aufgewärmt werden kann.
Was mir bei der Serie stark aufgefallen ist, ist die seltsame ethnografische Verteilung der Schauspieler. Weiße überwiegen natürlich, nur wenige Afroamerikaner gibt es in höheren Rängen, aber dafür sind sie zuhauf bei der Streifenpolizei. Latinos sucht man vergeblich, außer dann bei den Kriminellen. Es fühlt sich irgendwie so an, als hätte man händeringend jeden afroamerikanischen Statisten geholt, um ja viel Diversität zu haben, hat dann aber auf die andere Minderheit vergessen, die in Folge nur auf der falschen Seite des Gesetzes vorkommt.
Fazit: Die erste Staffel kann ich jedem empfehlen, die zweite kann man dann durchaus direkt anschließend schauen und so tun, als wären die beiden gemeinsam eine lange Staffel.

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