Film: Lion (2017)

Ein schöner Film mit ein paar Schwächen. Basierend auf einer wahren Begebenheit.
Drama mit Dev Patel von Garth Davis. 120 Min.
Inhalt: Der fünfjährigen Saroo wächst in einer indischen Kleinstadt in ärmlichen Verhältnissen auf. Eines Tages möchte er seinen älteren Bruder zu dessen Arbeit begleiten, schläft dann aber in einem Zug ein, der drei Tage bis Kalkutta durchfährt. Dort muss er sich einige Wochen durchschlagen, bis er in ein Waisenhaus kommt und dann von einem australischen Paar adoptiert wird. 20 Jahre später plagen ihn die Erinnerungen an seine Kindheit und mit Google Earth folgt er den Zuglinien und zoomt auf hunderte von Bahnhöfen, um Hinweise zu finden.
Der Film besteht aus zwei Teilen. In der ersten Hälfte wird die Kindheit von Saroo dargestellt, die glückliche Zeit bei seiner Familie und dann die traumatischen Erlebnisse in Kalkutta. Der indische Kinderdarsteller ist einfach großartig und die bedrückende Atmosphäre ist sehr gut eingefangen. Man ist sofort gefesselt von den Ereignissen und wird intensiv emotional mitgerissen. Doch dann kommt die zweite Hälfte, als Dev Patel den erwachsenen Saroo spielt. Hier nun gibt es für mich zwei Probleme: Erstens Spielt Nicole Kidman als Adoptivmutter übertrieben emotional, als würde sie jedem beweisen wollen, dass sie eine großartige Charakterdarstellerin ist. Ich finde ihre Performance einfach schlecht. Zweitens wird die Rückkehr Saroos in die indische Kultur viel zu hastig gezeigt. Da hätte ich mir mehr erwartet, stattdessen ist so eine komische Liebesgeschichte im Vordergrund, die dem Plot und der Atmosphäre nur im Wege steht. Auch seine Google Earth Recherche hätte interessanter gestaltet werden können. Als er dann aber wieder nach Indien reist, gibt es ein wunderbares, emotional zufriedenstellendes Ende.
Die erste Hälfte des Films ist so gut gemacht, dass man über die Mängel des zweiten Teils leicht hinwegblickt, weil man einfach das Ende kaum noch abwarten kann.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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