Der klassische Fall einer guten ersten und einer schlechten zweiten Staffel.
Auch diese Serie war, wie so viele andere, als Miniserie mit nur einer Staffel konzipiert. Aufgrund der interessanten Idee hat sich ein Studio gefunden, welches sie produziert und aufgrund der hohen Qualität wurden Preise gewonnen und gute Einschaltquoten erzielt. Das hat natürlich dazu geführt, dass eine zweite Staffel in Auftrag gegeben wurde, obwohl es dazu kein Konzept gab. Man hat also noch irgendetwas erfunden, um eine zweite Staffel zu füllen, dann war endgültig Schluss.
Mir persönlich hat die erste Staffel sehr gut gefallen, denn die Prämisse ist wirklich spannend: Man weiß, dass jemand ermordet worden ist, aber nicht wer und schon gar nicht von wem. Im Laufe der ersten Staffel lernen wir dann sämtliche Konflikte in dieser nach außen hin perfekten Kleinstadt kennen und rätseln mit, wer nun aufgrund welcher Motivation schließlich einen Mord begangen hat. Ich persönlich habe die Auflösung am Ende als eher enttäuschend empfunden, denn nach all dem Tamtam hätte ich mir mehr erwartet. Es ist aber auf einer emotionalen Ebene durchaus befriedigend und ich kann mir vorstellen, dass viele zufrieden damit sind.
Speziell möchte ich hier die schauspielerische Leistung von Reese Witherspoon hervorheben. Seit dem Film Wild gehört sie für mich zu meinen Lieblingsschauspielern und sie enttäuscht hier absolut nicht.
Die zweite Staffel behandelt mit viel Geschwafel und wenig Spannung die Auswirkungen des Mordes. Meryl Streep stößt hier als seltsame Schwiegermutter hinzu und bietet eine brillante Vorstellung, kann aber die Schwäche des Plots nicht retten. Dafür aber ist der Abschluss dann absolut zufriedenstellend und wer sich diese zweite Staffel noch gönnt, wird am Ende belohnt.
Fazit: Empfehlenswert.
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