Fanservice ohne Spieltiefe.
Von Corey Konieczka (ca. 120-180 Min.; 1-4 Spieler)
Das hier ist ein sog. Pick-up-&-Delivery-Spiel. Wir fliegen zu einem Planeten, klauben einen Auftrag auf, fliegen zu einem anderen, um das zu holen, was ich dafür brauche und fliege zum dritten, um alles abzugeben und den Auftrag zu erfüllen. Mehr macht das Spiel nicht. Dazwischen gibt es zufällige Begegnungen und in höchst seltenen Fällen trifft man auf einen Mitspieler und es gibt so etwas, was fern an Interaktion innert. Für erfüllte Aufträge gibt es Credits und Prestigepunkte. Wer zuerst 10 Prestigepunkte hat, gewinnt das Spiel. Mit den Credits rüstet man sich auf. Wenn ich jedoch endlich ein besseres Raumschiff mit ein paar interessanten Modifizierungen zusammengebastelt habe, ist das Spiel schon zu Ende, bevor ich überhaupt etwas damit machen kann. Viel Material ohne Sinn.
Das Spiel wird gelobt, weil jeder Spieler seine eigene Geschichte erleben kann. Aber welche Geschichte? Rumfliegen, Dinge aufklauben, abliefern und vielleicht jemanden begegnen. Taktik? Strategie? Planung? Alles unnötig.
Natürlich, wenn du ein großer Star Wars Fan bist, wirst du vielleicht all die Orte und Personen wiedererkennen. Und vielleicht ist es dir sogar genug, einfach die Orte zu besuchen und den Personen zu begegnen, die du aus deinem Lieblings-Franchise so gut kennst. Aber ich bin kein Star Wars Fan und mir ist das nicht genug. Ich kann mechanische Schwächen nicht nur wegen des Themas ignorieren.
Aber eigentlich habe ich mir dieses Spiel wegen der Solo-Variante besorgt, denn ich habe immer wieder gelesen, wie gut diese sein soll. Doch auch das war eine Enttäuschung. Das Regelwerk hierfür ist dermaßen kompliziert, dass es zu keiner Zeit zu einem flüssigen Spiel kommt. Jedes Mal, wenn die Künstliche Intelligenz am Zug ist, muss eine zufällige Karte von ihrem Deck gezogen werden und ein elendiger Text gelesen werden und intensiv recherchiert werden, was sie denn jetzt eigentlich macht. Wenn man mehr Zeit für die Künstliche Intelligenz braucht als für das eigene Spiel, dann ist das schon nervig.
Wenn einem das Spiel an sich schon so gar nicht gefällt, hat man auch gar keine Lust, die Solo-Variante öfters zu spielen, um sich die Regeln zu verinnerlichen. Außerdem ist eh jedes Spiel gleich. Die unterschiedlichen Charaktere spielen sich minimal anders und es gibt keinerlei Soloszenarien.
Fazit: Nicht zu empfehlen.
- Follow Meine Kritiken on WordPress.com
-
-
Auf Instagram: board_game_pictorama
Meine Kritiken
-
Top-Beiträge und Top-Seiten
- Buch: Weymouth, Adam - Wolfspfade. Eine Spurensuche im Herzen Europas
- Serie: The WONDERfools - Miniserie (abgeschlossen)
- Film: Weekend in Taipei (2024)
- Shows
- Spiel: Darwin's Journey (Skellig Games)
- Film: That Time I Got Reincarnated as a Slime the Movie: Tears of the Azure Sea (Anime 2026; Originaltitel: Gekijōban Tensei Shitara Suraimu Datta Ken: Sōkai no Namida-hen)
- Film: xXx - Die Rückkehr des Xander Cage (2017)
- Serie: The Toys That Made Us – Staffel 1-3 (abgeschlossen)
- Buch: Pasotti, Jacopo - Wie viel wiegt ein Berg?
- Serie: The Agency - Staffel 1
-
Aktuelle Beiträge
Neueste Kommentare
Schlagwörter
- 2-Personen-Spiel
- 2-Spieler
- Abenteuer
- Action
- Agenten
- Aliens
- Animation
- Anime
- Asmodee
- Außerirdische
- Beck
- Beck Wissen
- Brettspiel
- Buch
- C.H.Beck
- China
- CIA
- Comedy
- Comic
- Computerspiel
- Detektiv
- Drama
- Entenhausen
- Fantasy
- Film
- Filme
- Gedankensprung
- Geschichte
- Horror
- Humor
- Japan
- Kartenspiel
- Kinderbuch
- Kinderspiel
- Komödie
- Kosmos
- Krimi
- Legespiel
- lustig
- Lustiges Taschenbuch
- Marvel
- Monster
- Mystery
- Netflix
- pegasus
- Pegasus Spiele
- Philosophie
- Piatnik
- Polizei
- Raumschiff
- Raumschiffe
- Roboter
- Rätsel
- Sachbuch
- Schmidt Spiele
- Sci-Fi
- Science-Fiction
- Serie
- Serien
- Solospiel
- Space
- Spiel
- Spiele
- Spionage
- Star Trek
- Star Wars
- Strategiespiel
- Superhelden
- The Expanse
- Thriller
- Weltall
- Weltraum
- Worker Placement
- Würfelspiel
- Zukunft
Archiv
Kritiken


Pingback: Gedankensprung: Brettspiele solo spielen II | Meine Kritiken