Wieder ein Film, der eindeutig im falschen Genre beworben wurde. Und schlecht ist er auch noch.
KEINE Komödie, aber Drama mit Liam Neeson von James D’Arcy. 94 Min.
Inhalt: Ein Künstler und sein entfremdeter Sohn reisen nach Italien, um dort ein Haus zu verkaufen.
Der Plot dieses Films ist gefühlt schon in hundert anderen Filmen erzählt worden und jedes mal besser. Manchmal sogar wirklich als Komödie. Aber das ist noch das kleinste Problem. Es gibt einfach so viele andere Details, die mich am Film ärgern. Dass Schauspieler ihre eigenen Kinder in Filmprojekte einbeziehen ist mittlerweile keine Seltenheit mehr, im Gegenteil ist dies schon so weit verbreitet, dass es an Korruption grenzt, oder vielmehr an die Etablierung von Dynastien erinnert. Was kein Problem wäre, wenn die Kinder gute Schauspieler wären, was hier jedoch definitiv nicht der Fall ist.
Noch viel lächerlicher ist die Reparatur des Hauses. Da hat sich wohl während der Dreharbeiten keiner so richtig Gedanken darüber gemacht. Das Grundstück alleine ist ja schon ordentlich viel Geld wert, warum also nicht das Haus einreißen und einfach das verkaufen? Denn das Geld, das sie hier in eine profesionelle Sanierung investieren müssten, würde dann beim Verkauf zu einem Nullgeschäft führen. Aber das ist ja alles egal. Wichtig ist, dass Vater und Sohn gemeinsam mehr schlecht als recht das Haus reparieren, um zusammenzufinden. Aber dann wird’s noch absurder: Der Sohn soll Halbitaliener sein, hat aber keinen Kontakt zu seiner italienischen Familie. Warum? Keine Ahnung. Denn wenn er Italienisch sprechen würde, könnte es keinen Kulturschock geben, der in diesem Film übrigens keiner ist. Der Plot dieses Films ist so verhersehbar wie ein Kind, das in Regenstiefeln vor einer Pfütze steht.
Nun, all das könnte man noch irgendwie verkraften, wenn der Titel halten würde, was er verspricht: Dolce Vita und Toskanische Idylle. Aber nicht einmal das gelingt hier.
Fazit: Nicht zu empfehlen.
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Schade, schau ja Liam Neeson recht gerne.