Film: Jungle Cruise (2021)

Kurzweilige Unterhaltung ohne Originalität.
Abenteuer mit Emily Blunt von Jaume Collet-Serra. 127 Min.
Inhalt: Eine uralte Legende besagt, dass irgendwo im Amazonas ein einzigartiger Baum wächst, der über außergewöhnliche Heilkräfte verfügt. Anfang des 20. Jahrhunderts hat es sich die Forscherin Lily Houghton (Emily Blunt) zur Aufgabe gemacht, das magische Gewächs ausfindig zu machen. Um sich ihren Weg durch den ebenso dichten wie gefährlichen Dschungel zu bahnen, heuert sie gemeinsam mit ihrem Bruder McGregor (Jack Whitehall) den windigen Flussschiff-Kapitän Frank (Dwayne Johnson) an, der das Gebiet wie seine Westentasche kennt. Doch die Zeit rennt ihnen davon, denn auch einige finstere Gesellen, darunter der verrückte Prinz Joachim (Jesse Plemons), haben es auf den heilenden Baum abgesehen. Und als wäre das noch nicht genug, macht dem ungleichen Trio bald noch ein mysteriöser Fluch das Leben schwer.
Ich liebe ja Abenteuerfilme und ich freue mich immer, wenn ein neuer irgendwo auftaucht. Entsprechend habe ich mit Vorfreude den hier erwartet, muss aber am Ende sagen, dass ich froh bin, nicht extra Geld für das Kinoticket oder den VIP-Zugang bezahlt zu haben, sondern ihn ohne Aufpreis auf Disney+ gesehen zu haben. Ich frage mich einfach, ob dies das Laster all jener ist, die alt werden und bereits zu viele Filme gesehen haben. Ich kann mir nämlich schon verstellen, dass ein unbelastetes junges Publikum hier viel Spaß haben wird, denn der Film ist gut gemacht, witzig und auch durchaus spannend. Emily Blunt spielt großartig, Dwayne Johnson nicht so sehr.
Meine Enttäuschung rührt halt daher, dass dieser Film so viele eindeutige Anleihen von anderen Filmen nimmt, aber in seinem Gesamtpaket einfach keinem davon auch nur annährend das Wasser reichen kann. Die drei Hauptcharaktere scheinen 1:1 von Die Mumie (1999) übernommen worden zu sein, nur mit weniger Charme und weniger Elan. Auch Fluch der Karibik, Indiana Jones und Jumanji lassen grüßen, sowie die Anime-Serie Black Lagoon.
Aber es ist nicht nur die fehlende Originalität, die mich hier stört, sondern auch einige eklatante Logikfehler. Wenn man sich vom Rausch des Films fesseln lässt und die Achterbahnfahrt genießt, wird man sich auch nicht weiter daran stoßen, wenn man aber den Film anschließend nochmal Revue passieren lässt, fallen doch so einige Dinge auf.
Da nun im Genre der Abenteuerfilme ohnehin viel zu wenig erscheint, erfüllt dieser Film seinen Zweck. Er unterhält und lädt zum Träumen ein, selbst mal ein Abenteuer zu erleben. Ein junges Publikum wird vermutlich begeistert sein und sich dann dazu verleiten lassen, diese viel besseren Vorbilder auch noch zu schauen.
Fazit: Kann geschaut werden.

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