Selten so viel Propaganda in einem Jackie Chan Film gesehen.
Action / Thriller mit Jackie Chan von Stanley Tong. 119 Min.
Inhalt: Das Sicherheitsunternehmen Vanguard, das vom legendären Tang Huanting gegründet wurde, sorgt für erstklassigen Personenschutz für Menschen auf der ganzen Welt. Der Ruf der Firma gerät allerdings in Bedrängnis, als eines Tages die Tochter des Geschäftsmannes Qin von Terroristen entführt wird. Der Einsatz der Sicherheitskräfte läuft schief und auch Qin wird gekidnappt. Tang und sein Team müssen daraufhin alles daran setzen, den Geschäftsmann, dessen Tochter und viele weitere Leben zu retten.
Als jahrzehntelanger Jackie Chan Fan schaue ich eigentlich fast alles vom ihm. Und was ich noch nicht gesehen habe, ist auf meiner Watchlist sehr weit oben. Aber nach diesem Film frage ich mich schon, ob ich ihm noch die Treue halten soll. Während man über die peinlichen Propagandamomente und die eh schon bekannten klobigen Dialoge noch hinwegblicken könnte, ist der Rest leider unverzeihlich. Der dünne, temporeiche Plot würde funktionieren, wenn die Action passen würde, was hier aber nicht der Fall ist. Jackie Chan gibt zwar sein bestes, sich immer wieder agil in Szene zu setzen, aber das Alter hat halt doch Spuren hinterlassen. Statt dass aber jetzt die jüngere Generation die coolen Stunts übernimmt, wird der Film mit CGI überladen und die meiste Action besteht aus Schießereien und Verfolgungsjagden.
Eine sehr coole Szene hätte die abenteuerliche Wildwasser-Verfolgungsjagd werden können, bei der die Kontrahenten von Boot zu Boot springen und sich dabei in bester Martial Arts Manier prügeln. Speziell wenn man im Abspann sieht, wie das tätsächlich in einem reißenden Fluss gedreht worden ist. Doch dann wurde der Hintergrund so mit CGI vollgeklaster, dass es aussieht wie ein Wasserbecken vor einem Greenscreen in einem Studio. Da frage ich mich immer, welcher Entscheidungsträger so etwas für eine gute Idee gehalten hat.
Fazit: Nur für echte Jackie Chan Fans, die einfach alles von ihm gesehen haben wollen.
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