Buch: Earle, Sylvia A. – Das große Buch der Ozeane

Wunderbarer Einblick in den blauen Lebensraum.
In diesem 520 Seiten dicken, großformatigen Bildband erfahren wir wirklich alles über die Ozeane, von deren Ursprüngen bis zur heutigen Situation und einer Prognose für die Zukunft. Im ersten Teil geht es um den Ozean an sich, im zweiten Teil um das Leben im Ozean und im dritten Teil um die Menschheit im Wechselspiel mit dem Ozean und die technischen Aspekte der Unterwasserforschung. Also ein schönes, rundes, allumfassendes Panorama. Das große Buch der Ozeane überzeugt als Mischung aus Bildband, Atlas und meeresbiologischem Sachbuch.
Die hohe Fotoqualität bei einem Buch von National Geographic ist selbstverständlich, dafür sind sie bekannt, deshalb greift man danach und in diesem Sinne wird man hier nicht enttäuscht. Dieses Buch ist ein wahrer Schmöker, der zum Verweilen und Träumen einlädt, wenn man durch die Seiten blättert, die Bilder genießt und sich in den Details verliert.
Besonders gefallen hat mir, dass verteilt auf das gesamte Buch in den Visionär-Infoboxen Persönlichkeiten kurz präsentiert werden, die für die Erforschung der Ozeane relevant sind, sowie in den Hope-Spot-Infoboxen Orte gezeigt werden, die Hoffnung geben, dass uns die Meere und ihre massive Biodiversität noch lange erhalten bleiben. Also neben dem allgemeinen Sachbuchtext viele kleine, interessante Wissenshäppchen zu den verschiedensten Aspekten.
Das Highlight des Buches aber ist für mich persönlich der vierte Teil dieses Bandes, der Atlas des Ozeans, wo Karten der Ozeane präsentiert und beschrieben werden. Da springt mein kleines Kartographenherz gleich viel höher. Denn jede Karte füttert die Fantasie und lässt im Kopf des Betrachters Geschichten über unentdeckte Orte erwachen. Ich möchte an dieser Stelle aber ein kleines Manko anbringen: Deutsche vs. Englische Bezeichnungen. Ich verstehe, dass dieses Buch original auf Englisch geschrieben worden ist und die Landkarten auf Englisch eingefügt worden sind. Das hier ist „nur“ die deutsche Übersetzung. Dennoch hätte ich es schön gefunden, wenn man diesen extra Schritt noch gegangen wäre, um auch die englischen Karten mit deutschen Karten zu tauschen. Aber abgesehen von dieser kleinen Kritik gibt es nichts zu bemängeln.
Dieses Werk ist eine bildgewaltige Liebeserklärung an die Weltmeere. Es eignet sich dank seiner klaren Struktur gleichermaßen zum gezielten Nachschlagen wie zum stundenlangen Festlesen und Schmökern. Ein absolutes Must-have für Naturbegeisterte, das die elementare Bedeutung der Meere für unsere eigene Zukunft eindrücklich vor Augen führt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Das Buch wurde dankenswerterweise vom Verlag zu Verfügung gestellt.
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