Nach einem Jahr Abwesenheit war ich dieses Jahr endlich wieder beim Spielefest und es hat wieder viel Spaß gemacht.
Das Austria Center Vienna (ACV) stand am vergangenen Wochenende erneut ganz im Zeichen des digitalen und analogen Spielspaßes. 28.700 Gaming-, E-Sport sowie Fans des analogen Spielvergnügens und der Popkultur pilgerten zum Spielefest Wien. Beide Veranstaltungen fanden erneut als Kombi-Event statt, denn der Eintrittspreis inkludierte unbeschränkten Zugang zu allen Bereichen. Einerseits zum digital orientierten Esports Festival, zur analogen Schwesterveranstaltung, dem Spielefest Wien sowie auch zum Food Festival auf dem Vorplatz des ACV. Zusätzlich gab es noch eine Artist Alley, ein Cosplay Village, zahlreiche Spieleverlage, Wiener Spieleclubs und Vereine, Prototypen von unabhängigen Spieleautoren, einen Trading Card Bereich sowie eine Merch-Zone mit zahlreichen Verkaufsständen.
Meine persönlichen Eindrücke könnt ihr auf meinem Instagram-Profil einsehen.
Ich selbst bin mit meinen Kindern hauptsächlich wegen der analogen Spiele hingegangen und wir haben daher zunächst die meiste Zeit im Erdgeschoss und im Untergeschoss verbracht. Dort hat man in den Spielebereichen von all den anderen Dingen drum herum angenehemerweise nichts mitbekommen und konnte in Ruhe spielen, wenn man einen Tisch gefunden hat. Die Supporter bei den verschiedenen Spieleverlagen und die Prototypen-Testrunden waren echt super.
Was ich an dieser Stelle als Kritik anbringen möchte, ist die Ecke von der Spieleakademie und dem Österreichischen Spielepreis. Da ja vor zwei Wochen der Österreichische Spielepreis 2026 bekannt gegeben worden ist, wollte ich natürlich die Gelegenheit nutzen, diese Preisträger dort zu testen. Dass das Spielefest selbst in dieser Situation diesen Spielepreis nicht irgendwo markant zur Schau stellt, finde ich schade, dass es aber bei der Ecke selbst keinen großen auffälligen Banner gab und dass Thalia, das ja Partner vom Österreichischen Spielepreis ist, in der Merch-Zone auch keine extra Werbung dafür machte, fand ich schon seltsam. Ich meine, warum macht man sich als Verein die Mühe, so einen Spielepreis auf die Beine zu stellen, mit Presseaussendungen zu promoten und dann bei der ersten Gelegenheit, dem Spielefest Wien, versinkt man.
Doch außer diesem Kritikpunkt gab es eigentlich nichts zu bemängeln. Nach mehreren Spielen an verschiedenen Ständen haben wir uns einen köstlichen Snack beim Food Festival geholt und sind danach in die Obergeschosse spaziert, um den digitalen Spielebereich zu erkunden. Eine komplett andere Welt, aber akustisch wunderbar abgetrennt und dort war es auch sehr spannend. Für meine Kinder und mich war der Cosplay Catwalk das Highlight. Wirklich wunderschöne, kreative Kostüme.
Danach haben wir uns noch ein paar Brettspiele gegönnt und auf dem Heimweg musste ich in der Merch-Zone natürlich Geld liegen lassen.
Insgesamt war es wieder ein wirklich tolles Spielefest, für mich leider nur ein Tag statt zwei, aber ich freue mich schon auf nächstes Jahr und dann habe ich hoffentlich wieder das komplette Wochenende Zeit.
Als Abschluss hier noch ein Zitat von Manuel Haselberger, dem Organisator des Festivals: „Das Esports Festival und Spielefest haben heuer erneut bewiesen, dass der Mix aus analogem Brettspielspaß, digitaler E-Sport- und Gaming Action sowie einem abwechslungsreichen Programm mit Festivalcharacter bestens ankommt. Mit unserem Kombi-Event sind wir inzwischen zu einem der bedeutendsten europäischen Veranstaltungen der Spielebranche – sowohl digital als auch analog – geworden. Die familiäre, community-nahe und ungezwungene Atmosphäre macht das Esports Festival und Spielefest so besonders und einzigartig.” (Besucherzahlen und Zitat aus der Presseaussendung des Esports Festival und Spielefest Wien)
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