Das Spielefest Wien hat nun erstmals unter neuer Führung, an einem neuen Datum und mit neuem Rahmenprogramm stattgefunden. Und es hat mir sehr gut gefallen.
Bisher hat das Spielefest Wien immer im Herbst kurz nach dem weltgrößten Spielefest in Essen stattgefunden und war dann eine großartige Gelegenheit, die Essen-Neuheiten ofenfrisch kennenzulernen. Doch aufgrund Querelen im Hintergrund und einem ständigen Rücklauf an Ausstellern hat der Vorstand beschlossen, das Spielefest nicht weiterzuführen. Nach einem Jahr Pause wurde das Spielefest Wien von einem neuen Event Management Team übernommen und neu organisiert.
Zunächst war ich sehr skeptisch, als ich die Details erfuhr: Wer würde schon im Frühling bei schönem Wetter kommen und welche Spielehighlights würde es denn da geben? Aber es hat sich ergeben, dass kurz vor dem Spielefest Wien die Nominierten für das Spiel des Jahres, Kennerspiel des Jahres und Kinderspiel des Jahres bekanntgegeben wurden und diese dann auch die Spielehighlights auf dem Spielefest waren. Sollte das so nicht geplant gewesen sein, war es ein perfekter Zufall. Außerdem waren auch zweitweise alle Tische besetzt und es gab doch einige Personen, die keinen Platz fanden, also auch in dieser Hinsicht ein großer Erfolg.
Auch dem Rahmenprogramm gegenüber war ich zunächst skeptisch, aber es war dann doch eine richtig tolle Symbiose. Das Food Festival vor dem Austria Center Vienna Energie war eine großartige Idee und das A1 Austrian eSports Festival im dritten Stock hat super funktioniert. Die beiden Feste (analoge und digitale Spiele) liefen großartig parallel zueinander ab und störten sich nicht gegenseitig. Im Gegenteil sind dann doch viele Brettspieler zum Cosplay-Event beim eSports Festival hinaufspaziert.
Der Platz ist gegeben und mit dem neuen Event Management Team ist auch die Kompetenz vorhanden, in den nächsten Jahren aus dem Spielfest ein größeres und internationaleres Ereignis zu machen. Ich jedenfalls freue mich schon darauf, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.
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