Spiel: Lone Wolves (Pegasus Spiele)

Nettes Wolfsduell.
Von Yasuyuki Nakamura und Anthony Perone (ca. 15 Min.; 2 Spieler)
Lone Wolves ist ein kompaktes Zweipersonenspiel, das die vertrauten Mechanismen eines Stichspiels mit einem taktischen Mehrheitenkampf auf einem gemeinsamen Spielplan verbindet. Als Anführer konkurrierender Wolfsrudel versuchen beide Kontrahenten, die Vorherrschaft in fünf verschiedenen Territorien zu erlangen, indem sie über dreizehn Runden hinweg ihre Handkarten geschickt ausspielen. Ein interessanter Kniff des Duells liegt darin, dass gewonnene Stiche zwar die eigene Präsenz im jeweiligen Gebiet stärken, eine Niederlage aber keineswegs bedeutungslos ist. Wer den Kürzeren zieht, muss seine Karte zwar auf die schwächere Wolfsseite umdrehen, erhält als Ausgleich jedoch wertvolle Narbenplättchen, die bei der finalen Abrechnung spielentscheidende Boni oder Sonderpunkte einbringen können. Zudem sorgt das dynamische System der Trumpffarben, die sich im Verlauf verändern, für ein variables Spielgeschehen. Diese enge Verzahnung erfordert ständige Abwägungen, bringt durch die zufällige Kartenverteilung aber auch eine spürbare Glückskomponente mit sich. Während Genreliebhaber das taktische Lavieren schätzen, kann die leicht unlogische Situation, dass sich Karten in völlig unterschiedlichen Landschaften gegenüberstehen, den thematischen Eindruck etwas trüben. Das Kartenspiel liefert unterm Strich ein solides und schnelles Duell für zwischendurch, das das Rad jedoch nicht völlig neu erfindet.
Fazit: Kann probiert werden.

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