Gedankensprung: Anime Streaming Zersplitterung

Als ich vor einigen Jahren ein Abo für Crunchyroll abgeschlossen habe, war das ein super Deal, denn für einen günstigen Preis gab es alle Animes an einem Ort. Doch nun hat sich das leider geändert. Mittlerweile sind viele Animes, die ich schaue, auf Netflix, was ja an sich kein Problem ist, da ich dafür ja auch ein Abo habe und dort eh auch viel schaue. Aber einige interessante Animes sind nochmal auf anderen Streamingdiensten, die ich nicht abonnieren will und daher nicht schaue.
Als ich letztens meine Liste erstellt habe, welche Animes ich im Herbst schauen möchte, war ich am Ende einfach nur genervt:
Re:Zero kara Hajimeru Isekai Seikatsu 3rd Season und Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online II findet man auf Crunchyroll.
Ranma ½ (2024) und Tomb Raider starten auf Netflix.
Dandadan gibt es auf Crunchyroll und Netflix.
Danmachi 5th Season kommt zu Aniverse.
Dragon Ball Daima steht auf ADN bereit.
Und wer Uzumaki schauen will, braucht den PayTV-Sender Warner TV Comedy.
Neben diesen fünf Anbietern gibt es dann auch noch Animes auf Disney+, was somit bedeutet, dass allein im deutschsprachigen Raum Animes auf sechs Plattformen aufgeteilt werden. Aniverse, Warner TV Comedy und ADN werde ich sicher nicht abonnieren, auch wenn mein Lieblingsanime, nämlich Legend of the Galactic Heroes auf Aniverse zur Verfügung steht. Sollte davon eine Fortsetzung kommen werde ich vielleicht ein punktuelles Abo abschließen. Aber wer hat denn schon genug Geld, um all diese Dienste zu nutzen? Kein Wunder, dass die Piraterie im Internet wieder aufblüht.
Tatsächlich bin ich dabei zu überlegen, Crunchyroll wieder zu kündigen, wenn dort nur noch ein Bruchteil der aktuellen Serien gezeigt wird und oft gar nicht die, die mich am meisten interessieren.
Solange aber die diversen Studios genug Geld verdienen, wird diese Zersplitterung bestehen bleiben und die Piraterie wird halt in Kauf genommen.

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Spiel: 5 Towers (Pegasus Spiele)

Kurzweiliges Kartenspiel.
Von Kasper Lapp (ca. 15-30 Min.; 2-5 Spieler)
In diesem Spiel wird um offene Karten in der Tischmitte geboten. Der Sieger erhält die Karten und darf diese vor sich ablegen, wo er sie zu Türmen zusammenstellt. Da es fünf Farben gibt, können fünf Türme gebaut werden.
Mir persönlich hat der Bietmechanismus nicht gefallen und ich habe den Turmbau als frustrierend empfunden. Aber ich habe viele Runden gesehen, wo dieses Spiel sehr gut angekommen ist. Ein Freund hat mir erzählt, dass sie es im Zug fast fünf Stunden lang ununterbrochen gespielt haben. Ich finde nicht, dass das Spiel schlecht ist, es trifft halt einfach nicht meinen Geschmack, während andere damit viel Spaß haben.
Fazit: Kann probiert werden.

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Buch: Sommer, Michael – Mordsache Caesar. Die letzten Tage des Diktators

Spannendes Buch über einen der bekanntesten Momente der Geschichte.
Rom hält den Atem an: Während der Senatssitzung am 15. März 44 v. Chr. ist Gaius Julius Caeser unter den Dolchen der Verschwörer gefallen – tödlich verwundet durch mindestens 23 Stiche. Wie konnte es so weit kommen? Wer waren die Täter? Welche Motive trieben sie an? Als historischer Ermittler untersucht Michael Sommer den berühmtesten Mordfall der Weltgeschichte und präsentiert seine Ergebnisse.
Das Attentat mag Caesar unerwartet getroffen haben, doch aus heiterem Himmel kam es nicht. Im Stillen hatte sich seit längerer Zeit eine Gruppe aus alten Gegnern und enttäuschten Anhängern formiert, die ihm nach dem Leben trachteten. Nach seiner Ausrufung zum Diktator auf Lebenszeit am 15. Februar 44 v. Chr. begann sich das Netz einer Verschwörung zu spinnen, die sich auf den unvermeidlichen blutigen Höhepunkt an den Iden des März hin zuspitzen sollte. Auf Grundlage der reichen antiken Quellen schildert Michael Sommer die Geschehnisse aus den verschiedenen Perspektiven einer Vielzahl beteiligter Akteure. Dabei legt er die teils sehr unterschiedlichen Motive der Caesarmörder offen, was dann auch zum Spiegel einer ganzen Epoche im Umbruch wird.
Für alle Geschichtsinteressierten, die ein Faible für das Römische Reich haben und insbesondere Gaius Iulius Caesar spannend finden, die bekommen hier eine tolle Lektüre. Der Autor bearbeitet sehr gut die diversen Quellen und stellt diese nachvollziehbar dar. Also nicht nur die Erzählung einer Geschichte, sondern die Aufarbeitung von Indizien, Hinweisen und Spuren, echte Detektivarbeit eben, weshalb sich der Autor hier auch treffend als historischer Ermittler bezeichnet.
Das Interessanteste an dem Buch sind aber die verschiedenen Perspektiven. Angefangen bei Caesar selbst, Cato und Cicero, über Brutus und Cassius bis hin zu Antonius und Octavius, werden insgesamt 15 Personen vorgestellt und damit 15 unterschiedliche Blickwinkel auf ein und dieselbe Szene. 15 verschiedene Gedanken, Hoffnungen und Motivationen.
Besonders interessant habe ich auch das Post Scriptum gefunden, in welchem gut ausgeführt wird, was mit all den Mördern nach dem Attentat passiert ist. Ein Aspekt, mit dem ich persönlich mich noch nie beschäftigt habe, der aber auch relevant und spannend ist.
Fazit: Empfehlenswert.

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Serie: Kleo – Staffel 2

Wow, was für eine tolle Überraschung.
Nach der großartigen ersten Staffel, die ja in sich geschlossen ist, war ich mir nicht sicher, was da noch kommen soll, aber die Drehbuchautoren haben da wirklich eine sehr spannende Fortsetzung geschaffen. All jene, denen bereits die erste Staffel gefallen hat, die werden auch hier wieder prächtig unterhalten werden.
Eine dritte Staffel scheint wahrscheinlich, aber auch wenn sie nicht kommen sollte, ist erneut ein zufriedenstellender Abschluss geglückt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Officer Black Belt (2024)

Coole Polizeiaction aus Südkorea.
Action mit Kim Woo-bin von Kim Ju-hwan. 109 Min.
Inhalt: Ein talentierter Kampfsportler, der bei Menschen in Not nicht wegsehen kann, verbündet sich mit einem Bewährungshelfer, um Verbrechen zu bekämpfen und zu verhindern.
Offiziell wird dieser Film als Actionkomödie deklariert, aber ich habe hier nichts gefunden, was irgendwie komödienhaft sein könnte. Nein, das ist ein Actionfilm und als solcher funktioniert er super.
Es ist schön zuzusehen, wie ein junger Mann, der nicht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll, aufgrund einer guten Tat ein Jobangebot erhält und damit wächst, erwachsen wird, seinen Platz in der Gesellschaft findet. Die Action ist auch sehr gelungen und am Ende hat man einen sehr tollen finalen Showdown.
Fazit: Empfehlenswert.

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Gedankensprung: Anime-Update Sommer ’24

Wie schon im Winter und Frühling gab es auch diesmal nur wenig Sehenswertes.

Terminator Zero war eindeutig der Höhepunkt dieser Season. Für mich persönlich die beste Terminator Geschichte seit Terminator 2 – Tag der Abrechnung aus dem Jahr 1991. Eine großartige Geschichte, die mit einer Staffel abgeschlossen ist. Sehr zu empfehlen.

Die dritte Staffel von That Time I Got Reincarnated as a Slime ging direkt vom Frühling weiter, hat mir weiterhin gut gefallen und ich freue mich schon auf die vierte Staffel.

Die siebte Staffel von My Hero Academia ging ebenfalls direkt aus dem Frühling weiter und ich bin einfach nur genervt und verwirrt. Der finale Kampf wird unnötig in die Länge gezogen, uninteressante Schauplätze eröffnet und frustrierende Wendungen gemacht. Daher bin ich mir jetzt auch gar nicht sicher, ob der angekündigte Film tatsächlich das Finale ist oder ob das Franchise noch länger gemelkt wird.

One Piece lese ich als Manga, habe also das Anime nicht geschaut.

Da der Sommer nun so spärlich besetzt war, habe ich die Gelegenheit gehabt, wieder einiges älteres nachzuholen:

Yakitori startet mit einer großartigen Sci-Fi-Prämisse (Menschen als Söldner für Außerirdische) und bietet auch tolle Action, ist also für die meisten Episoden sehr unterhaltsam, führt das Konzept aber nicht konsequent zu Ende, wird dann sehr vage in seiner Botschaft und schließt für mich persönlich nicht zufriedenstellend ab.

Blue Eye Samurai erzählt die Geschichte einer Frau, die sich als Mann verkleidet, um als Samurai zu trainieren und den Europäer zu finden, der ihre Mutter vergewaltigt hat, also ihren Vater, um ihn zu töten. Denn aufgrund ihrer blauen Augen war sie bereits als Baby eine Ausgestoßene und wurde als Dämon beschimpft.
Die Serie erzählt eine spannende Geschichte mit toller Action und ich freue mich bereits auf die zweite Staffel.

In Rising Impact folgen wir einem kleinen Jungen, der ein Naturtalent für Golf hat und dann beginnt zu trainieren, um der beste der Welt zu werden. Es ist eine typische Sportgeschichte, in welcher hartes Training gezeigt wird, motivierende Momente, interessante Rivalen und schließlich in spannendes Turnier. Ich freue mich schon auf die nächste Staffel.

Schließlich bin ich auch endlich dazugekommen die erste Staffel von Psycho-Pass abzuschließen. Auch wenn die Geschichte sehr spannend ist, eingebettet in einer interessanten Welt, wurde sie am Ende nur noch mühsam und das Ende hat mich nicht wirklich überzeugt. Leider konnte mich das Staffelfinale nicht davon überzeugen, mit der zweiten Staffel weiterzumachen, ich habe die Serie also jetzt abgebrochen.

Gintama aber liegt weiterhin auf der Watchlist.

Ausblick auf den Herbst 2024:
Nach drei Seasons mit wenig interessanten Animes scheint es im Herbst endlich rund zu gehen, da kommen nämlich: Re:Zero kara Hajimeru Isekai Seikatsu 3rd Season, Dandadan, Fifth season of Dungeon ni Deai wo Motomeru no wa Machigatteiru Darou ka, Sword Art Online Alternative: Gun Gale Online II, Dragon Ball Daima und Ranma ½ (2024). Und wer weiß, ob nicht doch noch irgendwelche versteckte Perlen auftauchen.

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Spiel: After Us (Pegasus Spiele)

Langweiliges Deck-Building-Spiel.
Von Florian Sirieix (ca. 40-60 Min.; 1-6 Spieler)
In diesem Spiel, das thematisch an den Film Planet der Affen angelehnt ist, spielt jeder Spieler jede Runde seine Handkarten aus, erhält neue Karten, die er dann seinem Deck hinzufügt und in späteren Zügen ausspielen kann. An sich ein geradliniges Deck-Building-Spiel, das dem Genre jedoch nichts Neues hinzufügt. Mechanisch betrachtet funktioniert das Spiel tadellos, benutzt es ja auch ein erprobtes Rezept. Aber im Kern bietet dieses Spiel nichts, was mich dazu bewegt, nach dem hier zu greifen statt nach einem anderen Deck-Builder, von denen es sprichwörtlich so viele wie Sand am Meer gibt.
Außerdem ist das ein pures Solitärspiel. Was noch frustrierender ist, ist, dass jeder Spieler unterschiedlich lang für seinen Zug braucht und ein Spieler dann gefühlt eine Ewigkeit warten muss, bis alle fertig sind und die nächste Runde beginnt.
Fazit: Kann probiert werden.

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Buch: Tesh, Emily – Die letzte Heldin

Enttäuschung im Weltall.
Inhalt: Seit die außerirdischen Majoda die Erde zerstört haben, gibt es nur noch wenige Orte in der Galaxis, die ausschließlich von Menschen bewohnt werden. Einer davon ist die Raumstation Gaea, die Heimat der jungen Kyr. Sie ist die beste Kämpferin ihres Jahrgangs, und sie kennt nur ein Ziel: Rache für die Vernichtung der Erde zu nehmen. Doch als sie in die Kinderstation Gaeas befohlen wird, um für den Rest ihres Lebens Babys zu bekommen, und ihr Bruder auf eine Selbstmordmission muss, wird Kyr klar, dass das Oberkommando einen Fehler gemacht hat. Sie flieht von Gaea und macht sich auf die Suche nach ihrem Bruder – und muss dabei feststellen, dass alles, was sie über die Galaxis, die Menschheit und die Majoda zu wissen glaubte, eine Lüge ist.
Die schräge Wissenschaft, die fehlende, aber erzwungene Romantik und die chaotische Handlung machten Die letzte Heldin für mich zu einem enttäuschenden Roman.
Das Buch beginnt in einer dystopischen Gesellschaft mit sexistischen, homophoben, transphoben, rassistischen und ableistischen Einstellungen, sexuellen Übergriffen einschließlich der Diskussion über erzwungene Schwangerschaften, Gewalt, Kindesmissbrauch, Radikalisierung in Form von Kindesmissbrauch, Völkermord, Suizidgedanken und Selbstmord. Puh, wer schwache Nerven hat, wird das Buch gleich wieder weglegen (was ich mir auch tatsächlich überlegt habe). Doch die Geschichte handelt ja davon, dass Kyr dort ausbricht und lernt, dass das alles falsch ist und was es für andere Lebensweisen gibt.
Doch dann kommt das Element, das mich komplett aus dem Lesefluss geworfen hat: Man nimm eine sehr charaktergetriebene Geschichte über die Deprogrammierung von jemandem und wirf dann einfach mit mehreren Universen um sich? Und verwendet das Multiversum als Grund dafür, dass die Figur lernt und sich verändert? Am Ende hatte ich nicht das Gefühl, dass Kyrs Erlösung und Charakterentwicklung überhaupt verdient waren. Es fühlte sich an, als würden die Handlungshöhepunkte und Deus ex Machinas sie schreiend und strampelnd auf die andere Seite ziehen.
Das Buch ist ein sehr grundlegender Kommentar zu faschistischen Geschlechterrollen, die der schlechten reproduktiven Gesundheit in dieser Welt entspringen. Und dabei ist das eigentlich total unlogisch: Sie haben so viel Sexismus im Weltraum, dass sie jede Form der Gentechnik zur Babyherstellung zerstört haben und ein Drittel ihrer Mütter auf einem Schiff mit begrenzter Bevölkerung töten, obwohl sie ihre Bevölkerung vergrößern wollen.
Außerdem gibt es hier jede Menge Homosexualität, jedoch banal und lächerlich, beinahe schon peinlich. Die f/f-Beziehung ist einfach nur geschmacklos und distanziert, während die m/m-Beziehung so wirkt, als hätte jemand eine Boy Love Fan Fiction geschrieben. Wenn ein/e Autor/in sich mit dem Thema nicht auskennt, es seiner/ihrer Lebensrealität nicht entspricht, dann sollte man sich vielleicht überlegen, nicht darüber zu schreiben oder Unterstützung holen.
Das Buch wirkt so, als wäre einfach eine Checkliste abgehakt worden, wie man im Jahre 2022 erfolgreich Sci Fi schreibt, ohne diese Elemente gut auszubauen und irgendwie sinnvoll miteinander zu verweben.
Aber das größte Verbrechen ist sicher das Titelbild. Die sexy Dame, die dort abgebildet ist, hat rein gar nichts mit der Beschreibung im Buch zu tun. Keine Ahnung, wer da welche Entscheidung getroffen hat.
Fazit: Nicht zu empfehlen.

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Serie: Die wilden Neunziger – Staffel 2, Teil 2

Gelungene Fortsetzung.
Es geht hier genauso weiter, wie im ersten Teil der zweiten Staffel und wer bisher von dieser Serie unterhalten wurde, wird es hier wieder. Die Schauspieler sind in ihre Rollen reingewachsen, verkörpern diese wunderbar und die Chemie im Cast untereinander ist auch toll, man merkt, dass die Spaß miteinander haben und bringen diesen auch auf den Bildschirm. Es ist halt eine klassische Sitcom, wie es sie heute kaum noch gibt und das alleine ist schon ein starkes Nostalgieelement.
Eine drittel Staffel wird wohl ziemlich sicher kommen.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Rebel Ridge (2024)

Jack Reacher light.
Thriller / Action mit Aaron Pierre von Jeremy Saulnier. 131 Min.
Inhalt: Ein ehemaliger Marine kämpft sich durch ein Netz kleinstädtischer Korruption, als der Versuch, die Kaution für seinen Cousin zu bezahlen, in Gewalt eskaliert.
Ich habe diesen Film konkret geschaut, weil ich in irgendeiner Kritik gelesen habe, dass er „wie Jack Reacher“ sei. Also diese Standardprämisse, die momentan so beliebt ist, dass ein Veteran in eine amerikanische Kleinstadt kommt und dort dann im Alleingang mit Korruption und Verbrechen aufräumt, meistens mit der Polizei als Bösewicht. An sich eh ein zeitloser Plot, der immer funktioniert und eigentlich überall auf der Welt angesiedelt werden kann. Dass so eine Geschichte als Film dann auch funktioniert, ist aber natürlich nicht automatisch garantiert.
Rebel Ridge beginnt stark, zeigt auch wunderbar, dass der Hauptcharakter kein Superheld ist und nicht automatisch aus Gutmütigkeit sein Leben riskiert, aber leider kommt die Action viel zu kurz. Das ist natürlich Geschmacksache und es gibt sicher Zuschauer, denen das Thriller- und Drama-Element besser gefällt.
Was für mich jedoch die größte Enttäuschung war, war das Ende. Man merkt hier einfach, dass man sich in eine Ecke geschrieben hat und statt einfach Dinge zu löschen und neu zu drehen, hat man auf diese seltsame, billige Auflösung zurückgegriffen.
Fazit: Kann geschaut werden.

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