Spiel: Krakel Orakel (frechverlag)

Lustiges Linien-Wirrwarr.
Von Die 7 Bazis (ca. 30 Min.; 2-8 Spieler)
Krakel Orakel ist ein kooperatives Party- und Familienspiel, das sich bewusst als „Zeichenspiel für alle, die nicht zeichnen können“ versteht und diesen Anspruch mit einem ungewöhnlichen Konzept einlöst: Statt frei zu malen, besteht die Aufgabe darin, vorgegebene Begriffe auf abwischbaren Tafeln nach vorgezeichneten, scheinbar wirren Punkten und Linien darzustellen, sodass die Mitspieler sie später erraten.
Die Regeln sind einfach und der Einstieg schnell geschafft, was das Spiel zu einer zugänglichen Option für größere Runden und generationsübergreifende Spielgruppen macht. Viele Spielerinnen und Spieler empfinden die Mischung aus Zufall, Kreativität und Gruppendynamik als unterhaltsam, und die vorgedruckten Linien geben selbst zeichnungsscheuen Teilnehmern einen Ansatzpunkt.
Gleichzeitig bleibt der Reiz stark von der Gruppe und dem gemeinsamen Erlebnis abhängig. Ohne lebhafte Mitspieler kann das Zeichnen und Raten weniger packend wirken, und bei voller Besetzung kann es leicht unübersichtlich werden.
Insgesamt bietet Krakel Orakel ein leichtes, kommunikatives Spielgefühl, das weniger durch strategische Tiefe als durch spontanen Austausch und Lachen lebt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Serie: Percy Jackson – Staffel 2

Tolle Fortsetzung.
Die zweite Staffel von Percy Jackson entfesselt ein noch größeres Abenteuer und lässt die Mythologie erneut zum Leben erwachen. Percy, Annabeth und ihre Gefährten werden diesmal auf eine epische Reise ins Meer der Ungeheuer geschickt, um ihren Freund Grover zu retten und das legendäre Goldene Vlies zu finden.
Eigentlich hatte ich nicht geplant, das hier zu schauen, weil ich mit der ersten Staffel nicht sehr zufrieden war. Aber in der Zwischenzeit ist meine Tochter ein Fan von Percy Jackson geworden, hat alle Bücher gelesen und die beiden Filme sowie die erste Staffel geschaut, weshalb wir dann doch als Familienabend wöchentlich die neue Folge gemeinsam geschaut haben. Dieser soziale Aspekt hat stark dazu beigetragen, dass mir diese zweite Staffel gut gefallen hat.
Aber auch, wenn ich diese Emotionalität rausnehme, finde ich doch, dass diese zweite Staffel eine Verbesserung zur ersten ist. Auch meine Tochter meint, dass die zweite Staffel sich besser ans Buch hält als die erste. Es gibt hier emotional stärkere Momente und eine spürbare Charakterentwicklung. Die Produktion wirkt noch ausgefeilter, die Actionsequenzen sind temporeicher und die Interaktionen im Ensemble lassen die Figuren tiefer und lebendiger erscheinen als zuvor, was das Fantasy-Universum noch greifbarer macht. Dank der Erweiterung des Casts und der sorgfältigeren Adaption des zweiten Buchs entsteht ein mitreißendes Erlebnis, das Fans wie Neulinge begeistert. Die zweite Staffel bietet eine reifere Erzählweise und ein stärkeres Gefühl dafür, was diese mythologische Welt so faszinierend macht. Besonders das intensivere Eintauchen in die Beziehungen zwischen den Figuren geben dieser Staffel einen spürbaren Vorsprung.
Mit dem eher offenen Ende sind weder meine Tochter noch ich zufrieden, aber die dritte Staffel ist ja schon fertig gedreht und wird noch in diesem Jahr erscheinen. Wir freuen und schon darauf.
Fazit: Empfehlenswert.

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Film: Tron – Ares (2025)

Nett.
Sci-Fi/Action mit Jared Leto von Joachim Rønning. 119 Min.
Inhalt: Das hochentwickelte Programm Ares wird auf eine gefährliche Mission aus der digitalen Welt in die reale Welt geschickt.
Tron: Ares bietet visuell ein wahres Fest. Die Effekte sind atemberaubend, die Neon-Ästhetik und das Design zwischen digitaler und realer Welt machen den Film zu einem Spektakel, das man am besten auf der größten Leinwand erlebt. Die musikalische Untermalung durch Nine Inch Nails trägt zusätzlich zu dieser dichten, futuristischen Atmosphäre bei und zeigt, wie stark das Franchise visuell noch immer punkten kann. Doch so beeindruckend das Auge verwöhnt wird, so enttäuschend ist der erzählerische Kern. Das Drehbuch wirkt oberflächlich und formelhaft, mit Dialogen und Plotwendungen, die kaum Tiefe entwickeln und der ohnehin dünnen Story wenig emotionalen Halt geben. Zentrale Themen wie künstliche Intelligenz und Menschlichkeit werden zwar angeschnitten, aber nie wirklich ausgearbeitet, wodurch der Film trotz all seiner Technik eher hohl wirkt. Auch Jared Leto als Ares hinterlässt hier keinen bleibenden Eindruck. Seine Darstellung ist blass und wenig nuanciert, was gerade bei einem Charakter, der emotionale Transformation zeigen soll, spürbar ins Gewicht fällt. Statt einer überzeugenden Performance bleibt sein Beitrag eher unbestimmt und trägt so wenig zur Glaubwürdigkeit der Geschichte bei.
Insgesamt bleibt Tron: Ares ein technisch brillanter, aber inhaltlich enttäuschender Sci-Fi-Ausflug, der visuelle Opulenz und Soundtrack nutzt, um narrative Schwächen zu übertünchen.
Fazit: Kann probiert werden.

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Gedankensprung: Star Trek – Starfleet Academy

Ich habe vor ca. einem Jahr >>an dieser Stelle<< erklärt, weshalb ich den Film Star Trek – Section 31 und die Serie Star Trek – Starfleet Academy nicht schauen werde. Denn auch wenn man etwas schaut, von dem man bereits weiß, dass es einem nicht gefällt und dass man sich darüber ärgert, man es aber nur schaut, um es gesehen zu haben, dann generiert das Klicks fürs Studio, welches diese dann als Erfolg werten kann.
Schlechte Kritiken, Negativität in den sozialen Netzwerken und niedere Ratings in irgendwelchen Datenbanken interessieren niemanden, wenn die Zuschauerzahlen trotzdem passen. Und daher muss einfach das Publikum aktiv „Stopp“ sagen und nicht jeden Blödsinn schauen.
Daher freut es mich zu berichten, dass die Quoten für die erste Folge von Star Trek – Starfleet Academy katastrophal waren. Außer Personen, die anschließend damit Beiträge für soziale Medien generieren wollten, hat das scheinbar keiner geschaut. Die erste Episode wurde von Paramount sogar gratis auf YouTube gleichzeitig mit der Premiere auf Paramount+ ausgestrahlt und dort haben ca. 1.300 Personen geschaut. Paramount investierte also zwischen 6 und 10 Millionen Dollar pro Folge in Star Trek – Starfleet Academy, die Premiere wurde kostenlos auf YouTube veröffentlicht und erreichte nur 1.300 Live-Zuschauer, bzw. ca. 16.000 Aufrufe in den ersten 11 Stunden. Nicht einmal auf der Plattform Paramount+ selbst war Star Trek – Starfleet Academy am Premierentag unteren den meistgeschauten Shows.
Große Franchise-Serien (Star Trek, Star Wars, Marvel) erreichen bei kostenlosen Premieren meistens mehrere hunderttausend Aufrufe in kurzer Zeit. Selbst weniger prominente Sci-Fi-Serien kommen bei YouTube-Premieren oft auf 50.000–200.000 Aufrufe am ersten Tag.
Wenn das kein Signal an die Studiobosse ist, dann weiß ich auch nicht.

Da ich in den letzten Tagen aber immer wieder von Personen, denen Star Trek – Starfleet Academy nicht schlecht gefallen hat, gehört habe, dass sie keine Lust mehr haben, ständig zu hören, dass die neuen Serien „kein Star Trek seien“, möchte ich hier nochmal kurz meine Meinung zu diesem Thema äußern. Gene Roddenberry hat in den 60ern Star Trek erschaffen und definiert. Die nachfolgenden Serien TNG, DS9, VOY und ENT haben Star Trek erweitert, weiterentwickelt, sich aber immer an den Rahmen gehalten und sich bemüht, eine innere Logik, eine Konsistenz zu haben.
Die neue Filmtrilogie ab 2009 unter J. J. Abrams hat klar definiert, dass hier eine alternative Zeitlinie entstanden ist und alle waren damit einverstanden. Mir selbst haben diese Filme sehr gut gefallen.
Doch dann kam Alex Kurtzman zu Paramount+ und hat mit seinem „New Trek“ die IP übernommen, jegliche Konsistenz, Tradition ignoriert und gedacht, wenn man einfach Star Trek auf etwas drauf schreibt, werden die Leute schon kommen. Was mich und viele Fans einfach wirklich ärgert, ist das Gefühl, dass man vom Studio, den Produzenten und Autoren nicht ernst genommen wird. Die Fans, die mit TNG, DS9 und VOY groß geworden sind und über 20 Jahre lang das Franchise am Leben erhalten haben, sind jetzt ca. 40-50 Jahre alt. Wir stehen fest im Arbeitsleben, haben genug Geld, um unser Lieblingsfranchise zu unterstützen und haben nun selbst Kinder, denen wir Star Trek zeigen wollen. Dass dann die Attitüde des Studios mehr oder weniger lautet „Euch brauchen wir nicht, wir wollen eine neue Generation von Fans“, ist einfach nur lächerlich. Die Quoten bei Star Trek – Starfleet Academy haben gezeigt, dass die alten Fans weg sind, aber keine neuen dazugekommen sind.
Wenn es Menschen gibt, denen Star Trek – Starfleet Academy wirklich gefällt, dann ist das schön für sie, aber es bleibt einen Tatsache, dass hier einfach nichts mehr von der Star Trek Essenz vorhanden ist und die paar Elemente, die man pro forma übernommen hat, sind komplett falsch implementiert.
Star Trek – Lower Decks, Star Trek – Prodigy und die dritte Staffel von Star Trek – Picard, sowie einzelne Episoden von Star Trek – Strange New Worlds haben gezeigt, dass es sehr wohl Autoren und Produzenten gibt, die noch verstehen, was Star Trek ist und wie man eine Serie schreibt, die alte Fans abholt und eine neue Generation anspricht. Star Trek – Starfleet Academy hingegen fühlt sich so an, als hätte Alex Kurtzman beschlossen, aus Trotz heraus, all das, was er in den letzten Jahren an Kritik einstecken musste, hier extra einzubauen, als finaler Schlag ins Gesicht zum Abschied.

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Spiel: Schattenwald (KOSMOS)

Nächtliche Tiersuche.
Von Florian Nadler (ca. 15 Min.; 2-4 Spieler)
Schattenwald ist ein kooperatives Familienspiel von Kosmos, das Spielerinnen und Spieler ab etwa sieben Jahren gemeinsam auf eine magische Reise durch einen geheimnisvollen Wald mitnimmt. In aufeinander aufbauenden Kapiteln sammeln die Mitspielenden Zutaten, um Zaubertränke zu brauen, und müssen dabei darauf achten, die versteckten Waldgeister zwischen den 3D-Waldboxen nicht zu übersehen. Das liebevoll gestaltete Spielmaterial und das Kapitelbuch tragen zu einer stimmungsvollen Atmosphäre bei und bieten mit einer Spieldauer von rund 15 Minuten pro Kapitel kurze, aber abwechslungsreiche Partien.
Die Regeln sind zugänglich gehalten, und der kooperative Ansatz fördert Teamarbeit und strategische Abstimmung, was besonders in Familienrunden gut funktioniert. Gleichzeitig hängt der Spielspaß stark von der Gruppe ab. Ohne lebhafte Kommunikation können manche Herausforderungen weniger packend wirken, und Spieler sollten gut darauf achten, alle Elemente im Wald im Blick zu behalten.
Insgesamt bietet Schattenwald ein leicht zugängliches, thematisch stimmiges Erlebnis mit hohem Wiederspielwert für Kinder und Gelegenheitsspieler, das jedoch keine tiefgreifende strategische Komplexität verlangt.
Fazit: Empfehlenswert.

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Buch: Lustiges Taschenbuch Europareise 01

Toller Start einer interessanten Reihe.

©2026 Egmont Ehapa Media/Disney

Neues Jahr, neue Lustige Taschenbücher. Eine der neuen Serien ist dabei Lustiges Taschenbuch Europareise, wo wir in jedem Band ein anderes Land oder eine Region Europas besuchen. Für die Cover wurden fotorealistische Hintergrundbilder verwendet, vor denen die Entenhausener posieren, was mir persönlich sehr gut gefällt.
Den Anfang machen wir dabei in Italien. Da die Comics in den Lustigen Taschenbüchern ohnehin allesamt aus Italien stammen, geschrieben und gezeichnet von italienischen Künstlern, ist das natürlich die offensichtliche erste Wahl, wenn man schon eine entenhafte Europareise unternimmt. Also auf in die Heimat der Entenhausen-Comics.
Vorweg gleich mal die relevanten Zahlen für echte Fans: 14 Geschichten, die allesamt in Italien spielen, davon 12 deutsche Erstveröffentlichungen. Also richtig viel neues Lesefutter auch für langjährige LTB Sammler.
Was ich persönlich ein bisschen Schade finde, ist, dass es hier keine Seiten mit Extrainformationen gibt. Ich finde einfach, dass ein Buch über Italien sich wunderbar eignen würde, um ein paar Seiten mit Zusatzmaterial einzufügen. Wenn man etwa zwischen jedem Comic so eine Seite eingefügt hätte, dann wären das 13 solcher Seiten. Da hätte man etwa Fun Facts, Reisetipps, ein Rezept, einen kleinen Sprachführer u.v.m. erstellen können. Einfach ein Mehrwert für Kinder und Jugendliche, die dann auf lustige Weise ihr Allgemeinwissen erweitern könnten.
Nun, ich will nicht zu viel darüber schreiben, was ich vermisse und schade finde, also tauchen wir ein in die Comics, die uns hier präsentiert werden. Während allesamt lustig und lesenswert sind, gibt es zwei echte Highlights.
Einmal die Geschichte Eine hoheitliche Italienreise (geschrieben von Alessandro Ferrari und gezeichnet von Umberto Sacchelli, Mario Ferracina und Simone Paoloni), in welcher Donald Duck wegen einer vermeintlichen Erbschaft eine chaotische Reise quer durch Italien unternimmt. Es ist sehr witzig, Donald dabei zu beobachten, wie er von einer Ecke Italiens zur nächsten eilt. Die Alltagsprobleme in Italien werden dabei sehr lustig dargestellt. Aber natürlich sind es die Zeichnungen der ikonischen Orte Italiens, die besonders ins Auge stechen. Als Leser unternimmt man da wirklich selbst vom Sofa aus eine Italienreise im Geiste.
Der wahre Höhepunkt dieses Bandes ist aber die Geschichte Da ist Genie im Spiel (geschrieben von Bruno Enna und gezeichnet von Andrea Freccero, Nicola Tosolini, Lorenzo Pastrovicchio, Giampaolo Soldati und Alessandro Perina), in welcher Tick, Trick und Track einen Kreativwettbewerb gewinnen und als Preis eine Italienreise erhalten. Diese entpuppt sich jedoch als weniger erholsam als geplant, denn die drei Jungs müssen gemeinsam mit ihrem Onkel Donald ein längst vergessenes Rätsel von Leonardo Da Vinci lösen. Bestehend aus fünf Teilen mit insgesamt satten 138 Seiten ist diese Geschichte nicht nur inhaltlich, sondern auch vom Volumen her die zentrale Story dieses Bandes. Und sie ist für mich in der Comicwelt Entenhausens ein wahres Meisterwerk. Der Autor hat Leonardo Da Vinci nämlich sehr gut recherchiert und ein spannendes, clevers Rätsel ersonnen. Da Leonardo Da Vinci an mehrere Orten Italiens aktiv war, führt uns diese Geschichte mit tollen Zeichnungen natürlich auch quer durch Italien. Dazu kommen hier noch Liebe, Krimi und viel Humor, also das volle Paket für eine absolut lesenswerte Geschichte.
Insgesamt muss ich sagen, dass mir der erste Band dieser neuen Reihe sehr gut gefallen hat und ich mich schon sehr darauf freue, den nächsten in sieben Wochen in der Hand zu halten.
Fazit: Für Italien und Entenhausen Fans sehr zu empfehlen.

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Das Buch wurde dankenswerterweise vom Verlag zu Verfügung gestellt.
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Serie: Dark Winds – Staffel 1-3

Großartige Navajo-Thrillerserie.
In der Serie folgen wir Joe Leaphorn und der Navajo-Stammespolizei, wie sie in den 1970er Jahren Kriminalfälle im Reservat im Südwesten der USA aufklären. Dabei geht es aber nicht nur um die Verbrechen, sondern auch um die Lebensweise der Navajo und den Drangsalen durch die US-Regierung. Realistisch, dreckig, bedrückend, spannend.
Jede Staffel erzählt dabei einen anderen Kriminalfall, immer auch verwoben mit der Spiritualität und Mystik der Navajo. Drei Staffeln, also drei Geschichten gibt es bereits, jede in sich geschlossen und ordentlich abgerundet. Eine vierte ist schon in Arbeit.
Dark Winds ist eine außergewöhnliche Mischung aus Kriminal- und Western-Thriller, die mit viel Atmosphäre, starken Charakteren und einer packenden Mystik ins Amerika der 1970er Jahre entführt. Die Serie folgt den Navajo-Polizisten bei ihren Ermittlungen in der weitläufigen wunderschönen Reservatlandschaft und schafft dabei eine intensive Verbindung von Spannung und Figurenentwicklung. Besonders hervorzuheben ist die beeindruckend authentische Darstellung der Navajo-Kultur im Konfliktfeld zwischen Moderne und Tradtion sowie die tiefgründige, oft emotionale Erzählweise, die weit über reine Krimielemente hinausgeht und Geschichten über Gemeinschaft und innere Konflikte erzählt.
Insgesamt bietet Dark Winds ein fesselndes Fernseherlebnis mit Tiefgang, das genreübergreifend überzeugt und sowohl Western-Fans als auch Liebhaber atmosphärischer Dramen begeistern kann.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Film: Der Graf von Monte Christo (2024)

Bildgewaltige Literaturverfilmung.
Abenteuer/Drama mit Pierre Niney von Alexandre de La Patellière und Matthieu Delaporte. 178 Min.
Inhalt: Im Jahr 1815 scheint der junge Seefahrer Edmond Dantès das Glück gefunden zu haben, doch wird er fälschlicherweise beschuldigt, Verbindungen zum abgesetzten Kaiser Napoleon zu haben und wegen Staatsverrat verurteilt. Nach vierzehn Jahren unschuldig hinter Gittern gelingt ihm die Flucht aus dem Gefängnis. Als Graf von Monte Cristo plant er einen raffinierten Rachefeldzug gegen die Männer, die einst sein Leben zerstörten.
Der Graf von Monte Christo ist eine opulent inszenierte Neuadaption des klassischen Alexandre-Dumas-Romans, die viele der zeitlosen Elemente von Verrat, Gerechtigkeit und persönlicher Wandlung mitreißend auf die große Leinwand bringt. Die Geschichte eines fälschlich Verurteilten, der nach Jahren der Haft als geheimnisvoller Graf zurückkehrt, um sich seiner Peiniger zu stellen, wird mit großem erzählerischem Schwung und viel Liebe zum Detail erzählt.
Besonders hervorzuheben ist die Bildgestaltung: prachtvolle Kostüme, eindrucksvolle Schauplätze und Hintergrundmusik, die jede Szene emotional nuanciert unterlegt, tragen zu einem cineastischen Erlebnis bei, das sowohl Fans des Klassikers als auch Neuentdecker anspricht. Die Leistungen des Ensembles, allen voran Pierre Niney in der Titelrolle, tragen dazu bei, dass man mitfiebert, wenn aus Schmerz und Verrat eine epische Reise zu Selbstbestimmung und Vergeltung wird.
Insgesamt überzeugt Der Graf von Monte Christo als stilvolle, spannende und emotional resonante Verfilmung, die das Erbe des historischen Stoffs würdigt und zugleich modern und packend inszeniert. Vor allem aber ist der Film schön anzuschauen, ein Fest für die Augen.
Natürlich darf man sich hier keine getreue Literaturverfilmung erwarten. Wer das Buch gelesen hat, wird bald bemerken, dass einige Dinge weggelassen, manche Handlungen gestrafft und einige Details verändert worden sind. Das große Gerüst mit den wichtigsten Pfeilern wurde schon beibehalten und der Geist gut eingefangen.
Wer mehr Zeit hat, kann sich ja die zeitgleich erschienene Miniserie mit acht Folgen zu je einer Stunde Laufzeit gönnen. Eine längere Erzählzeit erlaubt es, mehr Facetten der Buchvorlage auszuarbeiten, was besonders Fans des Romans entgegenkommen dürfte. Aber auch dort wurden einige Dinge verändert, sie ist also auch nicht getreu, sondern nur getreuer. Die Serie ist jedoch eine internationale Produktion auf Englisch, während der Film eine rein französische Produktion ist.
Kurz gesagt bietet der Film ein intensives, visuell starkes Erlebnis in einem klaren Ablauf, das gut funktioniert, wenn man die Essenz des Romans in einem Stück erleben möchte. Die Serie hingegen nutzt ihr episodisches Format, um die Geschichte ausführlicher und nuancierter zu erzählen, wodurch Charaktere und Nebenhandlungen mehr Raum bekommen.
Ich selbst habe diese aktuelle Serie nicht geschaut, weil ich eben die Geschichten des Grafen von Monte Christo an einem Abend erleben und abschließen wollte. In diesem Sinne ist der Film absolut gelungen.
Persönlich möchte ich aber noch hinzufügen, dass ich die Miniserie aus dem Jahre 1998 mit Gérard Depardieu immer noch sehenswert finde, eine klassische TV-Adaption, die ein traditionelles, detailreiches Kostümabenteuer ist. Sie nutzt weniger kinematographische Opulenz als moderne Produktionen, dafür aber eine eher literarisch-konservative Erzählweise, die den Stoff stimmig umsetzt.
Die Entscheidung, was man davon schauen möchte, könnte natürlich auch die Zugänglichkeit sein. Während der Film in Prime inkludiert ist und die neue Serie auf Disney+ läuft, ist die ältere Miniserie auf keinem Streamingdienst frei erhältlich.
Fazit: Der Film Der Graf von Monte Christo aus dem Jahre 2024 ist absolut empfehlenswert.

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Gedankensprung: Top Anime 2025

Nachdem nun also auch die Anime-Herbst-Staffel 2025 zu Ende gegangen ist, wird vielerorts allgemein über das Anime-Jahr 2025 diskutiert und unweigerlich kommt die Frage nach dem jeweiligen Lieblingsanime des Jahres auf.
Dieses Jahr ist das für mich erneut eine recht schwierige Entscheidung, denn Orb: On the Movements of the Earth, war für mich eigentlich bis zum Ende das Top Anime des Jahres. Moonrise ist zwar knapp dahinter, war aber nie ein echter Konkurrent um den Thron. Bis dann jetzt im Herbst die finale Staffel von My Hero Academia erschien.
Orb: On the Movements of the Earth oder My Hero Academia? Das sind halt doch zwei gänzlich unterschiedliche Sachen und haben außer der Tatsache, dass sie Animes sind, also animierte Geschichten aus Japan, nichts miteinander gemein. Und daher will ich mich auch gar nicht entscheiden, weil beide für sich in ihrem Genre großartig sind.
Orb: On the Movements of the Earth ist mit 25 Episoden abgeschlossen und eine der besten Animeserien, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Eigentlich endet Orb in Episode 23, die letzten beiden Folgen danach sind ein Epilog, um die fiktive Anime-Geschichte mit der realen historischen Geschichte zu verknüpfen. Da am Ende ein seltsames literarisches Stilmittel, nämlich der „thematische Charakter-Doppelgänger“ verwendet wird, ist der Epilog verwirrend und stößt vielen negativ auf. Insgesamt aber ist diese Serie um die Etablierung des Heliozentrismus eine großartige Serie, die zum Nachdenken, Grübeln und Philosophieren einlädt.
Nach acht Staffeln und vier Kinofilmen ist My Hero Academia nun zu einem würdigen, großartigen, zufriedenstellenden Abschluss gekommen. Die Serie war so erfolgreich, dass Legendary Entertainment bereits an einer Live-Action-Adaption arbeitet.
Auch wenn man jetzt noch voll positiver Emotionen ist, darf man nicht vergessen, dass die Serie im Laufe der Zeit viele Fans verloren hat, weil einfach jede Staffel schlechter wurde. Auch ich selbst muss gestehen, dass ich ab der vierten, vor allem dann die fünfte und sechste Staffel nur noch geschaut habe, um es halt weiterzuschauen. Doch dann kam die siebte Staffel, die das Ruder voll rumgerissen hat und gemeinsam mit der achten staffel jetzt das beste ist, was My Hero Academia je rausgehauen hat. Diese beiden letzten Staffeln haben einfach gezeigt, wie toll Anime sein kann und warum es mittlerweile so viele Anime-Fans gibt.
Jedenfalls verstehe ich alle, welche im Laufe der Zeit bei der Serie ausgestiegen sind, aber jeder der drangeblieben ist, wurde am Ende belohnt. Tatsächlich weiß ich auch von einigen Aussteigern, die nach der siebten Staffel die Rezensionen gelesen haben, zurückgekehrt sind und es nicht bereut haben.

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Spiel: Blitzwisser (Game Factory)

Rasantes Wortspiel.
Von Arno Steinwender (ca. 15-25 Min.; 2-4 Spieler)
Blitzwisser ist ein temporeiches Wort- und Reaktionsspiel für zwei bis vier Personen ab etwa zehn Jahren, bei dem Wissen und Geschwindigkeit gleichermaßen gefragt sind. In jeder Runde gilt es, zu vorgegebenen Kategorien schnell passende Begriffe zu finden und den Buzzer zu drücken, bevor es die Mitspielenden tun, was für viel Dynamik und ein hohes Tempo sorgt.
Die Regeln sind einfach und der Einstieg gelingt schnell, weshalb Blitzwisser sich gut für kurze Spielrunden von etwa 20 Minuten eignet und sich besonders für Familienabende oder gesellige Runden eignet.
Gleichzeitig hängt der Spaß stark davon ab, wie sehr die Gruppe Freude an schnellem Denken und lautem Buzzern hat. Ohne diesen Wettkampfcharakter kann das Spiel etwas oberflächlich wirken, denn strategische Tiefe sucht man hier vergeblich.
Insgesamt ist Blitzwisser ein leicht zugängliches und lebhaftes Partyspiel mit klarem Fokus auf Reaktion und Spontanität.
Fazit: Empfehlenswert.

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