Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück (2014)

Ein enttäuschender Film, gefüllt mit Stereotypen und pseudophilosophischen Floskeln, der die wahre Essenz der Romanvorlage nicht vermittelt und sogar einige Kernszenen auslässt.
Drama / Komödie von Peter Chelsom mit Simon Pegg und Rosamund Pike. 119 Min.
Inhalt: Hector ist ein Psychiater und beschließt eines Tages, um seine Patienten glücklicher zu machen, die Welt zu bereisen und das Geheimnis des Glücks zu suchen.
Diesen Film jetzt ewig lang mit dem Buch zu vergleichen wäre müßig und würde jede Menge Spoiler mit sich bringen. Nur so viel: Die letzte und wohl wichtigste Erkenntnis Hectors wird im Film nicht erwähnt. Auch wird sein Einfluss auf die Menschen, denen er begegnet ist, nicht gezeigt.
Naja, was soll ich sagen. Es war einer der Filme, auf denen ich mich am meisten gefreut habe (neben Guardians of the Galaxy, den ich nächste Woche schauen werde) und der, der mich heuer am meisten enttäuscht hat.
Warum nur verfilme ich ein Buch, wenn ich die Geschichte doch nicht zeige?
Ja, ich bin ein großer Verfechter der Interpretationsfreiheit und des Rechts der Regisseure, eine Geschichte nach ihren Ideen zu präsentieren, wie etwa der vieldiskutierte Film Troja von Wolfgang Petersen. Daher hatte ich auch hier kein Problem damit, dass Hector im Film zu einem Mönch nach Tibet gereist ist und nicht nach Hong Kong Island.
Was ich aber nicht akzeptieren kann, ist, dass die Kernaussage, das zentrale Thema fehlt. Warum ist das Buch so beliebt? Wegen der Suche nach dem Gluck und dem, was Hector findet, was er bewirkt. Aber wenn der Film am Ende nicht zeigt, was er gefunden und bewirkt hat, dann ist das alles sinnlos. Im Gegenteil wird ein recht unverständliches Ende gezeigt.
Kommen wir aber noch zu den oben erwähnten Stereotypen: Da ist das Buch schuld. Denn wie jeder weiß, wenn ich nach China reise, passiert das und wenn ich nach Afrika reise, passiert jenes. Die Darstellung dieser Stereotype, die im Buch ja eine Funktion haben, ist im Film jedoch nur blamabel.
Fazit: Geld- und Zeitverschwendung. Einzig Veronica Ferres als verrückte Esoterikerin mit überraschend gutem Englisch war ein netter Gag.

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