Spiel: Pantheon (Hans im Glück)

Von Bernd Brunnhofer (ca. 90 Min.; 2-4 Spieler).
Ein Spiel, das toll sein könnte, aber anscheinend nicht bis zum Ende durchdacht wurde.
Unser Ziel ist es – wie bei jedem Hans-im-Glück-Spiel – viele Punkte auf verschiedenste Weise zu sammeln. Hier ist das zum Glück überschaubar und es gibt keine bösen Überraschungen am Ende.
Beginnen wir mit dem Positiven: Es gibt 6 Epochen und in jeder starten wir mit unserer „Fußlinie“ woanders, es gilt also immer neue Dinge zu berechnen. Auch geht es sehr schnell, denn jeder macht genau eine Sache und schon ist der nächste dran. Spielbedingte Auszeit gibt es fast keine, außer ein Mitspieler muss viel Grübeln, was hier eher selten der Fall ist.
Kommen wir nun zum Negativen: Es gibt sehr viel Zufall im Spiel, fast schon zu viel. Ein Spieler könnte etwa bei Spielbeginn einige Halbgötter bekommen, die bei ihm dann zweimal gewertet werden und ihm viele Punkte bringen. Wenn keine weiteren Halbgötter gezogen werden, haben die anderen Spieler einen klaren Nachteil. Ebenso ist es mit den Götter. Wenn ein Spieler zu Beginn einen mächtigen Gott bekommt und für lange Zeit keiner mehr gezogen wird, hat er einen großen Vorteil.
Nun gut, diese beiden Punkte sind Kleinigkeiten, denn jeder hat die Möglichkeit, sie zu bekommen und bei mehr Spielern wird auch viel mehr gezogen, bei zwei Spielern ist es aber sehr glückslastig.
Der größte Kritikpunkt sind die Karten. Augrund der unbalancierten Kartenverteilung und der sehr teuren Plättchen muss man sehr lange Karten ziehen und in der Hand horten, bis man etwas machen kann. Es ist einfach nur frustrierend, wenn man rundenlang da sitzt und hofft, endlich die richtigen Karten zu bekommen. Dazu kommt noch, dass der Autor dieses Problem anscheinend bemerkt hat, denn es gibt die Regel, dass wenn der Stapel aufgebraucht ist und alle Karten irgendwo auf die Spieler verteilt sind, müssen alle abgegeben und gemischt werden. Es besteht also ganz klar die Möglichkeit, dass sämtliche Karten verteilt sind und niemand etwas machen kann/will, dass das Spiel stecken bleibt. Wie oft das vorkommt, ist eine andere Diskussion, aber dass es geschehen kann, ist schon eine Frechheit.
Fazit: Das Spiel ist nicht schlecht und durchaus nett, hin- und wiedermal zu spielen, aber es sind zu große Fehler in der Balance gemacht worden, um einen Kauf zu empfehlen.

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