Film: Kingsman (2015)

Unlogische Möchtegern-Agentenparodie.
Agenten-Actionfilm mit Colin Firth, Taron Egerton, Samuel L. Jackson und Michael Caine von Matthew Vaughn. 129 Min.
Inhalt: Ein junger Nichtsnutz, der auf dem besten Weg ist, ein Gangster zu werden, wird von einem Geheimagenten rekrutiert, ein eben solcher zu werden. Nach dem (zu) kurz dargestellten Training gilt es einen Plan zu vereiteln, der die gesamte Menschheit ausrotten würde. Dieser Plan ist jedoch so abstrus, dass ich mir nicht die Mühe mache, ihn hier zu erklären.
Um diesen Film richtig kritisieren zu können, muss ein (nicht plotrelevanter) Spoiler erwähnt werden. Daher: Achtung SPOILER! So, der Film kann in zwei Teile geteilt werden: Prä-Firth und Epi-Firth. Solange Colin Firth nämlich noch dabei ist, sind die Witze sauber, der Plot noch halbwegs logisch und die schauspielerische Leistung in Ordnung. Vor allem die Szene, in welcher sich Firth durch die Kirche kämpft ist großartig gemacht. Doch dann stirbt er und mit dem Film geht es nur noch abwärts. Das einzige, was den zweiten Teil des Films rettet, sind die relativ gut choreographierten Kampfszenen, aber sonst gar nichts.
Meine Theorie: Entweder hatte Firth großen Einfluss auf die Dreharbeiten und nach seinem Abgang konnte der Regissuer tun, was er wollte, oder mit Firth ist auch der Regissuer gegangen und irgendein Produzent hat seiner Phantasie freien Lauf lassen.
Jedenfalls beginnt der Film als toller und interessanter Agenten-Jugendfilm in bester James-Bond-Manier, endet aber im Versuch, eine Parodie der Agentenfilme zu sein.
Fazit: Wer eines der schlimmsten Filmenden, dafür aber einen großartigen Firth kämpfen sehen möchte, sollte zugreifen.

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3 Antworten zu Film: Kingsman (2015)

  1. Da kann ich dir dieses mal leider nicht zustimmen. Finde, dass der Film einer der Besten heuer war. Und auch das Ableben von Firth ist ja schon komplett irrsinnig inzeniert und gehört zum mutigsten was ich seit Jahren in Filmen gesehen habe und hinterlässt endlich wieder mal diesen WTF Moment in einem Film. Auch die Schlussszene löst ähnliches aus. Ich war im Kino und man konnte das Publikum bei beiden Szenen wirklich mal wieder hören. Beschwert hat sich aber keiner.Und wenn man den Regiesseur Mathew Vaughn kennt, dann weiß man, dass alles auf diese 2. Hälfte hinausgelaufen ist. Man braucht dazu ja nur Kick Ass zu schauen. Man merkt dem Film jederzeit an, dass es eine Produktion aus Europa ist und leicht losgelöst vom Hollywood Mainsteam. Und das ist gut so! Ob es wirklich einen 2.Teil braucht sei aber dahingestellt!

    • wsnhelios schreibt:

      Zum Glück gibt es verschiedene Geschmäcker, dennoch bleibe ich dabei, dass ich dieses „bunte“ Ende einfach nur grauenvoll finde, dass der Film nach Firths Ableben extrem nachlässt. Aber ja, die Szene von Firths Tod und den Kampf in der Kirche habe ich auch extra lobend hervorgehoben.

  2. franziska-t schreibt:

    Ich fand den Film auch sehr durchgeknallt, aber Colin Firth war für mich definitiv eine Überraschung. Es scheint ja momentan ziemlich populär zu sein, englische Oscarnominierte und -gewinner zu Actionhelden zu machen (Stichwort Liam Neeson) und da hat Colin Firth von allen wirklich die größte Transformationsleistung hingelegt (Auf Platz 2 ist Michael Caine für HARRY BROWN). Während dem Kirchengemetzel saß ich fassungslos im Kino und war positiv entsetzt. Ich hoffe, er darf im zweiten Teil zurückkehren.

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