Buch: Rehfeld, Frank – Der Weg des Inquisitors

Ein Buch der Überraschungen. Übrigens Fantasy, falls es nicht klar sein sollte.
Inhalt: Der Waisenjunge Torin wächst in einem Kloster auf und setzt alles daran, ein Inquisitor zu werden. Als es dann soweit ist, merkt er, dass Hexen das kleinste ihrer Probleme sind.
Bevor ich über dieses Buch schreibe, muss klar gemacht werden, dass hier streng zwischen Verlag und Autor unterschieden werden muss. Ersterer ist zu kritisieren, zweiter zu loben. Was also meine ich damit? Wenn man das Buch so in die Hand nimmt, weiß man nicht, ob es Fantasy oder Historisch ist. Ich habe an anderen Stellen gelesen, dass so mancher einen historischen Roman erwartet hatte und dann überrascht wurde, teilweise negativ. Außerdem ist der Roman nicht abgeschlossen und es gibt nirgends einen Hinweis darauf, dass wir hier eine Serie, eine Trilogie oder ein zweibändiges Werk vor uns haben. Das hasse ich immer so sehr. Denn grundsätzlich habe ich kein Problem eine mehrbändige Reihe zu lesen, ich möchte nur vorher wissen, dass dies der Fall ist, damit ich nicht am Ende enttäuscht zurück bleibe. Und schließlich hat der Klappentext in mir eine andere Erwartungshaltung geweckt. Ich dachte wirklich, dass hier die Abenteuer eines Inquisitors erzählt werden, stattdessen geht es im gesamten Buch nur um seine Ausbildung.
Wie gesagt kritisiere ich den Vertrag ob dieser Mängel, nicht den Autor. Denn das Buch selbst ist eigentlich recht spannend und ich freue mich schon auf den zweiten Band. Torin wächst einem schon ziemlich ans Herz und das Rätsel um die alte Rasse entwickelt sich sehr interessant. Natürlich, es ist kein Meistwerk, aber es bietet sehr gute Unterhaltung. Es gibt schon einige kleinere Mängel, die aber nicht weiter ins Gewicht fallen. Zum Beispiel werden Torins Alpträume sehr abrupt eingeführt, da hätte ich mir schon viel früher ein paar Atmosphärische Anspielungen gewünscht. Und auch Shirinas Entführung zu Beginn wirkte irgendwie unlogisch. Diese Kleinigkeiten mindern jedoch nicht die allgemeine Qualität des Buches.
Eine Warnung sei aber noch angebracht, denn die Folterszenen, also wenn die Hexen befragt werden, sind nichts für schwache Nerven. Sie zeigen aber sehr gut die Brutalität, die im wahren Mittelalter angewandt worden ist.
Fazit: Für Fantasy-Fans sehr zu empfehlen.

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Eine Antwort zu Buch: Rehfeld, Frank – Der Weg des Inquisitors

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