Gedankensprung: Anime-Update Frühling ’17

Manch einer würde hier das Wort „Super-Staffel“ in den Mund nehmen, so weit kann ich jedoch nicht gehen. Zufrieden war ich aber allemal.

Meine Lieblingsserie war diesmal jene, die in der Winter-Staffel ’17 begonnen und mich da schon überzeugt hat: Little Witch Academia. Es ist Harry Potter Light auf einer reinen Mädchenschule. Die Serie ist im wunderbaren klassischen Zeichenstil gehalten, in dem es anscheinend keine gerade Linien gibt und die Bewegungen viel flüssiger als in den computergenerierten Serien sind. Der Plot rund um das Geheimnis des Zauberstabs ist sehr spannend geworden, mit einer tollen Wendung und einem fantastischen Finale. Diese Serie kann sowohl vom Stil als auch vom Plot nur empfohlen werden.

Sakura Quest war für mich eine große Überraschung. Eigentlich geht es nur darum, dass eine junge Frau aus Tokyo zufällig zum Tourismus-Aushängeschild eines kleinen Dorfes wird. Aber die Charaktere sind einfach toll geschrieben und es ist sehr interessant das ländliche Leben und die Traditionen kennenzulernen. Einfach eine gemütliche, herzerwärmende Serie. Ich bin so glücklich, dass sie im Sommer direkt weiterläuft.

Zero kara Hajimeru Mahou no Sho hat mich ebenfalls sehr beeindruckt. Es ist eine interessante Fantasy-Welt mit tollen Charakteren und viel Magie. Thematisiert wird der Krieg zwischen Hexen und dem Königreich, was zu einem sehr spannenden Plot führt. Das Ende war zu abrupt, aber okay.

Zwei sehr beliebte Serien haben diesmal ihre Fortsetzungen erhalten, nämlich Boku no Hero Academia und Attack on Titan. Diese beiden Serien haben in den letzten Jahren eine riesige Fangemeinde um sich geschart, die natürlich jetzt überglücklich ist. Ich selbst hatte dies beiden Serien nicht geschaut, weil sie mich weder vom Zeichenstil noch vom Plot interessiert haben. Erst im Nachhinein wurde mir gesagt, wie großartig die beiden doch wären. Leider bin ich nie dazu gekommen, das nachzuholen. Ich habe jetzt aber die Gelegenheit ergriffen und Zusammenfassungsepisoden zu den beiden geschaut und bin dann direkt in die zweiten Staffeln gesprungen. Ich muss aber wieder sagen, dass mich bei Attack on Titan weder vom Zeichenstil noch vom Plot umgehauen hat. Ich kann dem nichts abgewinnen und habe es also nicht weitergeschaut. Bei Boku no Hero Academia habe ich hingegen meine Meinung geändert. Auch wenn der Plot nicht viel hermacht, sind die Charaktere einfach fantastisch, ihre Hintergründe, ihre Motivation, ihr Schicksalsschläge. Ich bin sehr froh, dass auch diese Serie im Sommer direkt weitergeht.

Kabukibu! war auch sehr interessant. Eine lehrreiche Serie über Kabuki, eine traditionelle japanische Kunstform, mit interessanten Charakteren. Ich hätte nicht geglaubt, dass sich das so unterhaltsam entwickelt.

Quan Zhi Gao Shou hat mir wegen dem Realsimus so gut gefallen. Ich bin grundsätzlich kein Fan von Computerspiel-Animes, aber dieses hier hat mich wegen der Optik und vor allem wegen der Welt um das Spiel herum überzeugt. Es werden also nicht nur die Avatare im Computerspiel gezeigt, sondern auch das Leben der Spieler draußen.

Renai Boukun war recht witzig, hat aber gegen Ende etwas an Charme verloren. Es geht um einen Liebesengel, der viel Chaos verbreitet und zu verstehen versucht, was Liebe denn eigentlich sei. Das Witzige war am Anfang das Parodieren der Anime-Welt, was aber dann etwas nachlässt.

Shuumatsu Nani Shitemasu ka? Isogashii desu ka? Sukutte Moratte Ii desu ka? war nett, aber weder vom Stil noch vom Plot überaus interessant. Es klang am Anfang interessant und ich bin dann hängen geblieben. Mein Guilty Pleasure dieser Staffel, kann ich aber nicht wirklich weiterempfehlen.

Nachdem Naruto endete kam nun die Nachfolgeserie Boruto. Da geht es um die Kinder der Naruto-Charaktere. Nur schauen diese Kinder identisch aus wie die Eltern, haben dieselben Fähigkeiten, dieselbe Persönlichkeit und sind alle (!) gleich alt. Haben die Eltern einfach beschlossen nach der großen Hochzeit von Naruto alle gleichzeitig Kinder zu kriegen? Es wirkt wie eine Kopie von Naruto, nur „moderner“ und für die heutigen „jungen“ gemacht. Der Plot ist momentan okay, eine Art Krimi, aber ich schau es hauptsächlich, weil ich sehen will, was aus den alten Charakteren als Erwachsene geworden ist.

Dragon Ball Super bestand diesmal nur aus langweiligen Filler-Episoden. Wenn nicht ein tolles Turnier angekündigt wäre, hätte ich die Serie wohl schon abgebrochen. Und jetzt, da das Turnier ansteht, haben die etwas voll absurdes gemacht (Majin mit Freezer ersetzt!), weshalb ich eigentlich gar keine Lust mehr auf das Turnier habe.

Oushitsu Kyoushi Haine ist eine recht dämliche Serie, aber ich habe die ersten Folgen geschaut, weil es in Wien spielt. Die Hofburg und Schönbrunn sind schön gezeichnet, aber das ist es auch schon.

Und nur zur Vollständigkeitshalber: Eureka Seven AO habe ich nicht fertig geschaut, es ist einfach zu schlecht geworden.

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