Serie: 13 Reasons Why – Staffel 1

Schön, traurig und gefährlich. Ein zweischneidiges Schwert, das leicht in die falsche Richtung ausschlagen kann.
In dieser Serie geht es darum, dass ein Mädchen Selbstmord begangen hat, doch vorher hat sie noch auf 13 Kassettenseiten die 13 Gründe erklärt, warum sie sich das Leben genommen hat. In jeder Folge der ersten Staffel wird also eine andere Kassettenseite behandelt, bis man eben am Ende ein vollständiges Bild ihrer Probleme hat.
Die Serie ist an sich sehr bewegend, fesselnd und hat viele lobenswerte Elemente. Doch es gibt auch einiges zu kritisieren, bleiben wir aber kurz beim Positiven. Die Schauspieler sind wirklich gut, speziell Dylan Minnette, der Clay Jensen spielt, jenen Jungen, der die Kassetten hört und darauf reagiert. Allgemein wird hier sehr gut dargestellt, wie die Erwachsenen in der Schule und zuhause teilweise gar keine Ahnung haben, was mit den Jugendlichen so passiert, was sie machen und wie sie sich fühlen.
Kommen wir aber nun zur Kehrseite der Medaille. Diese Serie selbst ist sehr spannend und gut gemacht, lediglich die Darstellung gewisser Aspekte empfinde ich als äußerst problematisch. Der Sozialberater am Ende hat total falsch reagiert und man bekommt den Eindruck, dass alle Sozialberater so wären. Als Jugendlicher mit Suizidgedanken hätte ich nach der Serie keine Lust, meinen Sozialberater aufzusuchen, obwohl der einem wirklich helfen kann. Und eine zentrale Aussage des Sozialarbeiters in der Serie ist einfach nur falsch. Außerdem wird auch so getan, als ob diese 13 Gründe ausreichen, einen in den Suizid zu stürzen, als wäre er damit gerechtfertigt.
Ich bin hier wirklich hin- und hergerissen, weil ich die Serie an sich wirklich gut finde – ich hatte sie in drei Abenden durch – jedoch gleichzeitig sehr starke Bedenken habe. Das liegt auch vor allem an der letzten Folge. Wäre dies schon viel früher gekommen, weiß ich nicht, ob ich die Serie wirklich so genossen hätte, ob ich sie überhaupt zu Ende geschaut hätte. Denn diese negativen Elemente, die ich erwähnt habe, treten erst in der letzten Folge richtig zum Vorschein.
Und dann planen die auch noch eine zweite Staffel. Warum? Was wollen die dort noch erzählen? Andererseits freue ich mich darauf, denn ich habe während der gesamten letzten Folge auf einen bestimmten Moment gehofft, der dann jedoch nicht gekommen ist. Vielleicht dann in der nächsten Staffel.
Fazit: Empfehlenswert, aber mit Vorsicht zu genießen.

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