Manchmal sind Geschichten nach einer Staffel erzählt und dann sollte man aufhören.
Hier geht es nun darum, dass durch eine Gerichtsverhandlung der wahre Schuldige für die Begebenheiten in der ersten Staffel gefunden werden soll. Naja, eigentlich geht es bei der Gerichtsverhandlung darum, ob die Schule verantwortlich war oder nicht. Dabei bekommt jeder, der in der vorigen Staffel durch die Kassetten beschuldigt wurde, die Gelegenheit, öffentlich seine Sicht der Dinge zu präsentieren. Was interessant klingt, entpuppt sich dann doch als ziemlich langweilig. Diese zweite Staffel konnte mich zu keinem Zeitpunkt fesseln, Clay Jensens Halluzinationen waren sowieso nur lächerlich. Sie ist noch mehr als die erste Staffel für Eltern und Lehrer gedacht, um aufzuzeigen, wie viel zwischen Kindern und Jugendlichen passiert, von dem die Erwachsenen gar nichts mitbekommen. Alles kommt in der vorletzten Folge zu einem vorhersehbaren Ende, die vorherigen Folgen musste man dafür gar nicht schauen. Die letzte Folge dann war von den Machern ursprünglich wohl anders geplant und nach der heftigen Kritik an der ersten Staffel abgeändert worden. Ich habe sogar das Gefühl, dass ein Großteil der zweiten Staffel anfangs dafür geplant gewesen war.
Ich nehme das Wort „unnötig“ eigentlich ungern in den Mund, aber hier trifft es leider zu. Die durchaus spannende erste Staffel mit interessanten Charakterentwicklungen bot einen zufriedenstellenden Abschluss. Eine zweite Staffel war nicht nötig, weil es dazu eigentlich nichts mehr zu sagen gibt. Die Story wird einfach weitergezogen, mühselig in die Länge gestreckt, ohne dem Publikum irgendwas neues, relevantes oder zumindest interessantes zu geben. Die letzte Folge hätte man sich komplett sparen können, war doch alles schon in der vorletzten erzählt und die letzte diente nur noch dazu, einen Cliffhanger für die dritte Staffel zu haben.
Fazit: Sollte man nicht schauen und für mich ist diese Serie nun zu Ende.
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