Film: Snatched – Mädelstrip (2017)

Gruppenzwang + Missverständnis = missratener Filmabend.
Action / Komödie mit Amy Schumer von Jonathan Levine. 97 Min.
Inhalt: Nachdem ihr Freund sie am Abend vor ihrem gemeinsam geplanten exotischen Urlaub verlässt, überzeugt die ungestüme Träumerin Emily Middleton (Amy Schumer) ihre übervorsichtige Mutter Linda (Goldie Hawn), mit ihr ins Paradies zu reisen, wo sie jedoch entführt werden.
Der Film ist schlecht. Da muss man nicht lange um den heißen Brei reden. Ich hatte das schon vorher geahnt, konnte aber meinen Filmkreis davon nicht überzeugen. Erst im Nachhinein, nachdem eindeutig klar war, dass wir fast zwei Stunden verschwendet haben, kam ans Licht, dass eine Person meinte, hier spiele Melissa McCarthy mit, und nicht Amy Schumer, während eine andere Person davon ausgegangen war, hier eine romantische Liebes-Urlaubskomödie vor sich zu haben.
Nun denn, ich habe den Film geschaut und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, ihn zu kritisieren. Es gibt einige lustige Momente, ja, aber die sind so rar gesät, dass sie zwischen all den Szenen, die lustig sein sollten, es aber nicht sind, einfach untergehen. Es gibt hier einen seltsamen Mix aus Schwarzem Humor, Unter-der-Gürtellinie-Humor und allgemein tauglichem Humor – wir haben kaum gelacht. Dazu kommt noch ein typischer Hollywood-Plot, in dem alle Länder, die nicht USA heißen, einfach böse und gefährlich sind. Schumer und Hawn haben durchaus eine gute Chemie und ich glaube, in einer gut geschriebenen Komödie hätten die beiden großartige Arbeit geleistet. Vielleicht ohne Entführung und Vagina-Witze, also als reine Chaos-Urlaubs-Komödie hätte das eigentliche Thema des Films, nämlich die kaputte Mutter-Tochter-Beziehung, viel besser herausgearbeitet werden können. So aber ist das ein klarer Reinfall und ich gebe zum Teil der Drehbuchautorin Katie Dippold die Schuld daran. Die hat übrigens auch Taffe Mädels geschrieben, eine fantastische Komödie, aber auch das Reboot von Ghostbusters, was in einer Katastrophe endete. Vielleicht war ihr Drehbuch auch super und der Regisseur hat es verhunzt, wer weiß.
Amy Schumer hat durchaus einen fragwürdigen Humor und wenn man sie sich selbst überlässt, endet das meistens nicht gut. Aber es ist wie mit Adam Sandler: Wenn der Regisseur wenig Freiräume gibt und das Drehbuch sitzt, dann kann aus diesen Schauspielern viel rausgeholt werden. Andererseits hat der Trailer zu diesem Film eh schon ehrlich davor gewarnt, was einen erwartet, man geht also schon mit der entsprechenden Erwartungshaltung hinein.
Fazit: Einfach nur schlecht.

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