Ein Science-Thriller. Aber ab wann ist Science eigentlich Science-Fiction?
Inhalt: Die Meeresbiologin Alison Shaw hat mit ihrem Team einen unglaublichen wissenschaftlichen Durchbruch erzielt: Tiere mit menschlicher Intelligenz sind kein Märchen mehr. Sie will weiterforschen, doch dann taucht in Südamerika ein lange verschollen geglaubtes russisches U-Boot auf. Welches Geheimnis hat es vom Meeresgrund geborgen? Die Navy schickt ihre Sonderermittler John Clay und Steve Cesare, um Licht ins Dunkel zu bringen. Schon bald stoßen die beiden auf erste Ungereimtheiten, die sie nur mit Alisons Hilfe lösen können. Eine Jagd quer über den Globus beginnt.
An sich wäre das ein recht spannender Agententhriller in der Tradition von Tom Clancy, wie auch schon der erste Band der Serie. Man muss den ersten Band nicht gelesen haben, sollte man aber, um die Beziehungen der Charaktere zueinander zu kennen und zu verstehen, was die Delphine da machen. Aber auch so gibt der Band zu Beginn genug Informationen, um die Lücken zu füllen.
Ich kann ja akzeptieren, dass eine Technologie, um mit Delphinen zu kommunizieren, als „Science“ durchgeht, das Geheimnis am Meeresgrund des Ersten Bandes war aber eindeutig „Science Fiction“. Jetzt kommen wir in den zweiten Band und neben den Delphinen kommunizieren wir nun auch mit Gorillas, was ich gerade noch als „Science“ akzeptieren kann, während der Meeresgrund weiterhin „Science Fiction“ bleibt. Das ist eben mein Problem, ich habe mir eine „Science“-Lösung erwartet, die mit „Science“-Technologie gefunden wird. Ansonsten hätte man dieses Buch einen „Sci-Fi“- oder „Mystery“-Thriller nennen sollen. Da man eben mit einer gewissen Erwartungshaltung an die ganze Sache herangeht, wirkt das Resultat dann eben umso schlechter, als hätte sich jemand in die Ecke geschrieben und dann schnell was aus den Fingern gezogen. Da ich das aber schon vom ersten Teil wusste, habe ich mich im zweiten Teil bewusst darauf eingelassen, was dazu führte, dass ich diesen zumeist spannenden Agenten-Thriller durchaus genießen konnte.
Fazit: Kann gelesen werden.
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