Serie: God Friended Me – Staffel 1

Eine Überwindung, die sich auszahlt.
Die Prämisse der Serie ist durchaus spannend: Jemand erhält über Facebook von einer Person, die sich Gott nennt, Freundschaftsempfehlungen. Diese führen ihn zu Personen, denen er helfen soll. Die Serie spielt nun auf zwei Ebenen. Einmal die konkreten Freundschaftsempfehlungen, von denen der Protagonist in jeder Folge eine erhält. Diese Einzelgeschichten sind qualitativ sehr unterschiedlich, manchmal ziemlich langweilig, manchmal hingegen äußerst herzerwärmend und schön gemacht. Und daneben noch die Suche nach der Person, die hinter dem Gott-Profil steckt. In den ersten Episoden läuft dieser Aspekt etwas in die falsche Richtung, weshalb man das Gefühl hat, dass da wirklich Gott dahinterstecken muss. Es wird also nicht wenig Zuschauer geben, die sich davon abschrecken lassen, denn wer will sich schon den Feierabend mit religiöser Propaganda verderben. Das ist aber ein falscher Eindruck! Denn mit der Zeit nimmt die Serie wirklich an Fahrt auf, als nämlich ein mysteriöser Programmierer auftaucht und das Konzept der predictive algorithms, also der Vorhersagealgorithmen eingeführt wird. Es bleibt bis zum Ende spannend, was und wer jetzt genau hinter diesem Gott-Profil steckt. Dazu kommt auch New York als wunderbarer Hintergrund.
Um das Drama-Paket abzurunden gibt es Beziehungsgeschichten und Vater-Sohn-Probleme. Der Vater ist nämlich ein Priester, während der Sohn einen Podcast leitet, auf dem Atheismus propagiert wird.
Mir gefällt an der Serie, dass hier weder Religion propagiert noch mit dem Holzhammer kritisiert wird. Man versucht einfach so zu leben, wie man es selbst für richtig hält. Ob es Gott nun gibt oder nicht sollte egal sein, wenn es darum geht, Anderen zu helfen.
Der Abschluss der ersten Staffel ist auch gut gemacht. Man merkt da sehr schön, dass zwei Möglichkeiten bis zum Ende offen gehalten worden sind. Die Gezeigte wurde deshalb gewählt, weil die Serie um eine zweite Staffel verlängert worden ist. Anderseits bin ich mir nach diesem Ende nicht sicher, wie man in der zweiten Staffel eine ähnliche Spannung aufrecht erhalten möchte. Ich bin gespannt und werde sie sicher schauen.
Fazit: Empfehlenswert.

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3 Antworten zu Serie: God Friended Me – Staffel 1

  1. Carli Sun schreibt:

    Danke für den Tipp! Von der Serie habe ich vorher nich nie gehört und dank der Beschreibung auf meine Watchlist gesetzt. Top! 👍

  2. Emily - Star schreibt:

    Das klingt wirklich sehr interessant und Du hast absolut Recht, daß man keinen Glauben braucht um zu helfen. So mancher Atheist kann hilfsbereiter sein als ein Gläubiger und jemanden bekehren zu wollen, ist generell komplett verkehrt. Wenn dann muß die Person das in sich spüren. Und das schreibe ich, als Christ. Herzliche Grüße,

    Emily

  3. Pingback: Serie: God Friended Me – Staffel 2 (abgeschlossen) | Meine Kritiken

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