Tolles Spiel! Sowohl mechanisch als auch optisch.
Von Flaminia Brasini und Virginio Gigli (ca. 60-90 Min.; 2-4 Spieler)
Coimbra ist eine Universitätsstadt in Portugal, von welcher aus wir (im Mittelalter) unsere Gelehrten zu verschiedenen Klöstern und Kolonien schicken, bzw. wo wir Persönlichkeiten für unsere Universität anheuern. Das Spiel geht über vier Runden, wobei jede aus mehreren Phasen besteht. Die Züge sind sehr schnell, es gibt dabei kaum Downtime. Wenn mal jemand wirklich länger nachdenken muss, müssen das die anderen in der Regel auch, daher fällt es nicht so auf. Was mir besonders gut gefällt, ist, dass die Aktionen in den einzelnen Phasen direkt Auswirkungen auf die anderen Phasen haben. Man tut also nicht einfach linear Dinge abhandeln, sondern alles beeinflusst alles. Dazu kommt noch die große Anzahl an Optionen, die unterschiedliche – gefühltermaßen gleichwertige – Strategien ermöglichen.
Zu Beginn wählen wir aus einem Würfelpool der Reihe nach je einen Würfel aus. In der einen Phase sind die Werte wichtig, in einer anderen die Farben. Das führt zu sehr spannenden Dilemmata. Die Würfelwerte entscheiden, zu welchem Zeitpunkt wir um welchen Preis eine Persönlichkeit anheuern können. Jede Persönlichkeit hat Einfluss auf eine andere Phase. Die Würfelfarben entscheiden dann, welches Einkommen man erhält. Dieses ist wiederum wichtig, um die Persönlichkeiten und die Kolonisten zu bezahlen. Und nicht den Wanderer vergessen, der von Kloster zu Kloster zieht und ebenfalls überall Einfluss nimmt.
Das Spiel ist spannend, fließt schnell dahin und bietet einen ordentlichen Abschluss. Es hat absolut meinen Vielspieler-Geschmack getroffen.
Fazit: Sehr zu empfehlen.
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