Spiel: Momiji (Deer Games)

Nettes Set-Collection-Spiel mit schöner Grafik.
Von Dario Massarenti und Francesco Testini (ca. 30 Min.; 1-4 Spieler)
In diesem schön gestalteten Kartenspiel sammeln wir farblich zusammenpassende Karten, wobei es bestimmte Legeregeln bei der Erschaffung der einzelnen Stapel gibt. Dieser Kernmechanismus ist eigentlich recht nett und funktioniert auch gut. Die Probleme liegen an anderen Stellen. So hat etwa jeder Spieler individuelle Sonderfähigkeiten, die dem Spiel eine Asymmetrie verleihen. Jedoch sind diese schlecht balanciert, was nie ein angenehmes Gefühl ist. Speziell bei so einem kurzen und knappen Spiel kann das siegentscheidend sein.
Dann gibt es noch die Bonuspunkteplättchen, die einfach nur kompliziert sind, aber punktemäßig fast gar nichts bringen, weshalb man sie eigentlich nur ignorieren kann. Neben diesen beiden spielmechanischen Aspekten ist vor allem auch das schlechte Regelwerk frustrierend.
Das Spiel funktioniert und macht auch Spaß, ist jedoch nur dann richtig spannend, wenn man jedes Regeldetail korrekt anwendet. Das Regelheft hilft dabei aber gar nicht, im Gegenteil sitzt man lange da und versucht zu verstehen, was da jetzt gemeint ist, damit es auch wirklich Sinn ergibt.
Das Spiel ist nett und wenn es jemand einem erklärt, sicher ein netter Zeitvertreib. Aber ob es die Mühe wert, sich selbst durch das Regelheft zu kämpfen, wage ich zu bezweifeln.
Fazit: Kann probiert werden.

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