Serie: Halo – Staffel 1

Zum Glück bin ich kein Fan der Computerspielreihe.
Diese Military-Sci-Fi-Action-Serie basiert also auf der gleichnamigen Computerspielreihe. Diese habe ich nie gespielt, assoziere damit aber zwei Dinge, nämlich ein gigantisches, künstliches Habitat in Form eines Rings sowie sehr viel Action. Nun, beides liefert die Serie nicht. Was ich so peripher mitbekommen habe, gibt es noch sehr viel mehr, was den Fans sauer aufstößt. Zum Glück bin ich kein Fan, also alles kein Problem. Es wird dann eh recht bald klar, dass diese Serie die Vorgeschichte der Computerspiele erzählt, also die Entdeckung des Halo sowie die Entstehung der Spartan-Einheit mit dem Master Chief im Zentrum. Das ist ein legitimer Plot, der eigentlich auch Fans locken sollte, nicht sehr innovativ, aber durchaus spannend.
Weil das hier eben ein Prequel ist, ist null Vorwissen nötig. Das ist sogar besser, sonst hat man nur falsche Erwartungen. In dem Sinne kann das hier auch als eigenständige Sci-Fi-Serie betrachtet werden, die auch für ein Publikum geeignet ist, welches das Computerspiel nicht kennt.
Wenn man die Serie als eigenständiges Podukt betrachtet, gibt es leider immer noch viel zu bemängeln. Die Produktionsqualität, verglichen zu aktuellen Top-Serien, wirkt teilweise etwas billig. Dann kommen aber wieder Szenen, die echt gut ausschauen, als hätten zwei verschiedene Teams da gearbeitet und niemand hat sich darum gekümmert, das zu vereinheitlichen. Die beiden Nebencharaktere Kwan Ha und Soren-066 wurden zu Beginn als wichtige Plot-Träger eingeführt, aber dann nur mehr halbherzig mitgeführt, als ob plötzlich keiner der Drehbuchautoren mehr Interesse an denen gehabt hätte. Am Ende bleibt man mit dem Gefühl zurück, dass wegen diesen beiden Charakteren sinnlos viel Zeit verschwendet wurde. Also sowohl optisch als auch inhaltlich eher inkonsistent. Folgt man aber dem Hauptplot rund um Master Chief, ist das eine durchaus spannende Geschichte, die großteils auch gut ausschaut. Die letzte Episode bietet dann eine richtig tolle Actionszene. Als ich die gesehen habe, habe ich mich gefragt, warum es nicht mehr davon gab. Vermutlich zu teuer.
Die letzte Episode schließt die wichtigsten Punkte ab, weshalb das Staffelfinale die Zuschauer eher zufrieden zurücklässt. In diesem Sinne könnte damit auch die gesamte Serie abgeschlossen werden. Denn wenn ich das richtig verstanden habe, könnte man jetzt das Computerspiel spielen, wenn man wissen möchte, wie es weitergeht. Anderseits wurde bereits eine zweite Staffel bestellt und all jene, die keine Motivation verspüren, das Computerspiel zu spielen, können da dann schauen, wie es weitergeht.
Fazit: Empfehlenswert für eingefleischte Sci-Fi-Fans.

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