Film: The Northman (2022)

Nach diesem Film ist niemand mehr ein Wikinger-Fan.
Historisch / Action / Thriller mit Alexander Skarsgård von Robert Eggers. 137 Min.
Inhalt: Der Wikingerkönig Aurvandil herrscht im Jahr 895 über sein Reich und will es später seinem jungen Sohn Amleth übertragen. Doch Aurvandils Halbbruder Fjölnir tötet den amtierenden König, um selbst die Macht zu übernehmen. Daraufhin flieht der junge Prinz und muss vorher mitansehen, wie sein Onkel seine Mutter, Königin Gudrún, gefangen nimmt. Er setzt das Ziel, eines Tages seinen Vater zu rächen und seine Mutter zu befreien.
Dieser Film ist im Windschatten von Everything Everywhere All at Once gelaufen, genauso ein Überraschungshit, genauso bei Kritikern gut angekommen und ebenso bei mir wegen zu viel Hype abgestürzt.
Grundsätzlich sei vorweg gesagt, dass der Regisseur es sich hier zur Aufgabe gemacht hat, die Lebenswelt der Wikinger realistisch darzustellen, also schmutzig und eklig, nicht romantisch verklärt, wie in anderen Serien, Filmen oder Spielen. Dazu kommen noch der behäbige Plot und einige Szenen, die das Publikum daran erinnern, dass Film ja auch eine Kunstform ist. Das alles zusammen mag einige abschrecken, doch insgesamt ist der Film vom Publikum schon eher positiv aufgenommen worden, nicht zuletzt wegen der Schauspieler.
Aus irgendeinem Grund hatte ich mir vom Trailer und vom Hörensagen her eine andere Geschichte erwartet. Also die klassische Geschichte eines Niemand, der in der Ferne zu Rang und Ehre aufsteigt und dann mit voller Macht zurückkehrt. Das ist hier nicht der Fall. Prinz Amleth ist allein, bleibt allein und kehrt allein zurück. Auch habe ich einige Szenen des Films nicht nachvollziehen können. Und dazu kommt noch, dass ich erst im Nachhinein erfahren habe, dass der Film eine tatsächliche Sage wiedergibt, nämlich jene um Prinz Amleth, welche auch als Vorbild für William Shakespeares Tragödie Hamlet diente. Wer das vorher weiß, schaut den Film natürlich auch ganz anders.
Es ist also eine rein persönliche Sache, weshalb ich am Ende eher enttäuscht zurückgeblieben bin. Denn handwerklich ist der Film absolut nicht schlecht gemacht und er erzählt auf eine spezielle Weise eine brutale Wikingergeschichte. Wie gesagt hat der Film einem breiten Publikum gut gefallen und wird auch von mir keine schlechte Bewertung erhalten.
Fazit: Empfehlenswert, aber nicht für jeden.

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