Im Gegensatz zum Winter war der Frühling sehr gemütlich. Ein Animeabend in der Woche reichte diesmal, um alles zu schauen, was mich interessierte.
Ich bleibe konservativ, wenn ich sage, dass die dritte Staffel von Demon Slayer, nämlich die Swordsmith Village Arc, mein Liebling in dieser Season war. Was nicht zuletzt daran liegt, dass der Handlungsbogen dieser Staffel schön abgeschlossen wurde, also ordentlich abgerundet. Eine Geschichte wurde erzählt, ein toller Kampf, optisch großartig, mit einem schönen Ende. Fans der Serie sind weiterhin begeistert und wir freuen uns alle schon auf die nächste Staffel.
Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir Hell’s Paradise, ein düsteres Action-Anime angesiedelt im mittelalterlichen Japan. Eine Gruppe von Kriminellen wird auf eine mysteriöse Insel geschickt und wer das Elixir des Lebens findet, wird begnadigt. Doch die Kriminellen müssen dort nicht nur gegeneinander kämpfen, sondern auch gegen die seltsamen Einwohner. Nicht nur spannend, sondern auch optisch sehr gut gemacht, mit interessanten Charakteren. Leider mit einem Cliffhanger, doch die zweite Staffel für 2024 wurde bereits bestätigt.
Birdie Wing ist ein interessantes Golf-Anime, eine Mischung aus absurdem Action-Golf und realistischem Turnier-Golf, schön animiert und spannend. Eine gute Portion Drama für die Emotionen muss natürlich auch dabei sein, aber am Ende ist die Geschichte abgeschlossen mit einem zufriedenstellenden Finale.
Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir Tengoku Daimakyou, eine spannende Geschichte im postapokalyptischen Japan mit interessanten Charakteren. Ein Junge und ein Mädchen reisen gemeinsam durch ein zerstörtes Japan auf der Suche nach dem „Himmel“ und erleben immer wieder Abenteuer. Die letzten beiden Folgen sind definitiv nichts für schwache Nerven und leider endet es in einem Cliffhanger. Ich hoffe auf eine zweite Staffel, auch wenn sie noch nicht angekündigt ist.
Neben diesen vier sehr guten Animes habe ich noch zwei geschaut, die mir nicht so gut gefallen haben, aber ich hatte einfach Zeit und habe sie deshalb mitgenommen. Bei mehr Stress hätte ich diese sicher schon nach drei Episoden abgebrochen.
Mashle beginnt sehr interessant und lustig, eine Art One Punch Man in einer magischen Welt, gleichzeitig eine gelungene Harry Potter Parodie. Doch dieses tolle Niveau hält nicht lange. Die Witze wiederholen sich ständig, die Kämpfe sind schlecht animiert und Spannung kommt keine auf. Am Ende ist es nur noch ein generisches Magie-Kampf-Anime mit einem Cliffhanger. Die zweite Staffel für 2024 wurde bereits angekündigt, aber ob ich da dabei sein werde, bezweifle ich.
In die gleiche Kerbe schlägt I Got a Cheat Skill in Another World and Became Unrivaled in The Real World, Too, welches eine interessante Prämisse hatte, nämlich ständig zwischen zwei Welten, Fantasy und Real, hin- und herzuwechseln. Aber es entwickelte sich einfach so langweilig, öffnete zu viele Handlungsstränge und erzählte keinen davon weiter. Die Charaktere waren auch alle sehr oberflächlich und am Ende war auch noch ein Cliffhanger. Falls eine zweite Staffel kommen sollte, werde ich nicht mehr dabei sein.
One Piece, Edens Zero und Boruto lese ich als Manga, habe also die Animes nicht geschaut.
Weil es in dieser Season wenig Serien gab, hatte ich genug Zeit, um mich auch älteren Animes zu widmen. So habe ich dann Uncle from Another World und Summer Time Rendering probiert. Ich habe davon aber jeweils nur drei Episoden geschaut und dann wieder aufgehört, denn sie haben einfach nicht mein Interesse geweckt. Ich weiß, dass beide Serien sehr beliebt sind, aber sie haben einfach nicht meinen Geschmack getroffen. Dafür habe ich Re:Creators fertig geschaut und Gintama endlich weitergeschaut – beides nur zu empfehlen.
Ausblick auf den Sommer 2023:
Der Sommer scheint genauso ruhig zu werden wie der Frühling, also kann ich da wohl wieder ein bisschen entspannen und andere Dinge schauen. Die zweiten Staffeln von Jujutsu Kaisen und Mononogatari sind die einzigen Fixstarter, aber es gibt noch einige andere, die sich eine Chance verdienen.

