Solides Weltraum-Abenteuer.
Sci-Fi/Fantasy mit Pedro Pascal von Jon Favreau. 132 Min.
Inhalt: Nach dem Untergang des Dunklen Imperiums haben sich die imperialen Kriegsherren über die gesamte Galaxis verstreut. Um das zu schützen, wofür die Rebellion gekämpft hat, bittet die Neue Republik Din Djarin und seinen Lehrling Grogu um Hilfe. Dabei treffen sie auf alte Verbündete und neue, finstere Bedrohungen am Rande der bekannten Outer Rim-Territorien.
Mit Star Wars: The Mandalorian and Grogu bringt Regisseur Jon Favreau das beliebte Duo von der heimischen Streaming-Plattform auf die ganz große Leinwand. Um ehrlich zu sein, verstehe ich vollkommen, weshalb das Projekt im Kino im Vorfeld und auch an den Kinokassen nicht das ganz große, breite Interesse geweckt hat. Die Prämisse fühlt sich phasenweise doch sehr wie eine verlängerte Serienepisode an, der der ganz große, epische Kino-Faktor etwas abgeht. Dennoch liefert der Film letztlich ein unterhaltsames und handwerklich gut umgesetztes Sci-Fi-Abenteuer ab. Tolle Kämpfe und kreative Monster bieten beste Unterhaltung.
Ein großer Pluspunkt des Drehbuchs ist die Zugänglichkeit. Man muss die vorhergegangenen Staffeln der Serie definitiv nicht zwingend kennen, um der Handlung des Films zu folgen und ihn zu genießen. Die Geschichte steht weitgehend auf eigenen Beinen. Wer die Serie allerdings im Vorfeld gesehen hat, dem hilft es natürlich enorm, um sofort ohne Erklärungen in die Dynamik der Figuren und das Setting einzusteigen.
Ein spürbarer Wermutstropfen zeigt sich jedoch in der Struktur des Films. Während die erste Hälfte noch einer klaren Story folgt, wirkt die zweite Hälfte des Films teilweise leider wie eine ausgedehnte Werbeanzeige, die gezielt darauf optimiert wurde, damit Kinder am Ausgang direkt das passende Merchandise und Spielzeug kaufen wollen. Die Dichte an niedlichen Kreaturen, neuen Raumschiff-Modellen und cool designten Gadgets nimmt hier etwas überhand und bremst die dramaturgische Dichte spürbar aus. Wer über diesen kommerziellen Beigeschmack hinwegsehen kann, bekommt aber dennoch ein kurzweiliges und atmosphärisches Wiedersehen mit Mando und Grogu serviert.
Fazit: Empfehlenswert.
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