Seltsam interessant.
Horror/Action mit Jack Kesy von Brian Taylor. 99 Min.
Inhalt: In den 1950er-Jahren fängt der junge Hellboy gemeinsam mit der frisch gebackenen BPRD-Agentin Bobbie Jo Song eine riesige mutierte Spinne, um sie ins Hauptquartier zu bringen. Als die Spinne flieht, verfolgen sie sie und treffen dabei auf eine Dorfgemeinde, die von Hexen bevölkert ist. Es stellt sich heraus, dass sie unter dem Einfluss des „Crooked Man“ stehen, einem Dämon, der Seelen für den Teufel fangen soll und der für Hellboy wahrlich kein Unbekannter ist.
Hellboy – The Crooked Man versucht das Franchise stärker in Richtung düsteren Folk Horror zu verschieben und setzt auf eine kleine abgeschlossene Geschichte in einer abgelegenen ländlichen Region. Der Ansatz wirkt zunächst interessant, da Hexerei, Aberglaube und eine rauere Atmosphäre gut zur Vorlage passen könnten. In der Umsetzung bleibt vieles jedoch überraschend unspektakulär. Die Handlung entwickelt sich recht vorhersehbar und die Bedrohung rund um den Crooked Man baut nur selten echte Spannung auf.
Auch die Inszenierung wirkt stellenweise schlicht und erreicht nicht die Wucht oder den eigenständigen Stil, den man mit der Figur verbindet. Actionmomente sind rar und fühlen sich wenig dynamisch an, während Dialoge nicht immer genug Gewicht haben, um die ruhigeren Passagen zu tragen. Positiv fällt die grundsätzlich düstere Stimmung auf, die gut zum Ton des Films passt, doch insgesamt fehlt es an Tempo und erzählerischer Tiefe. So bleibt Hellboy – The Crooked Man ein durchaus interessanter Ansatz, der zwar atmosphärisch funktioniert, aber in der Umsetzung enttäuscht.
Fazit: Nicht zu empfehlen.
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