Ich habe mich schon immer bemüht, Filme und Serien aus allen Teilen der Erde zu konsumieren. Denn man verpasst einfach so viele geniale Werke, wenn man sich nur auf Hollywood konzentriert, etwa die Polizeifilme aus Hong Kong, die Horrorfilme aus Japan oder die Martial-Arts-Filme aus Thailand und noch vieles mehr. Russland aber war immer ein blinder Fleck auf meiner Landkarte, von denen es leider noch zu viele gibt.
Vor etwas über einem Jahr habe ich dann begonnen, öfters auch russische Filme zu schauen, wobei ich leider die Erkenntnis gewonnen habe, dass die modernen Werke von dort sich sehr stark an amerikanischen und westeuropäischen Vorbildern orientieren.
Anders aber verhält es sich, wenn man ein bisschen in die Vergangenheit reist, also in die sowjetische Filmewelt der 60er, 70er und 80er. Es gibt aus dieser Zeit zahlreiche geniale seriöse Filme, mit denen ich mich aber noch nicht beschäftigt habe. Nein, ich habe die Komödien aus dieser Zeit verschlungen.
Eine der besten sowjetischen Komödien, die ich in letzter Zeit gesehen habe, ist Ivan Vasilevich menyaet professiyu – Ivan Vasilievich wechselt den Beruf, in der ein Wissenschaftler eine Zeitmaschine baut und mit Zar Ivan dem Schrecklichen Platz tauscht. Das führt natürlich zu zahlreichen chaotischen Momenten für den Wissenschaftler in der Vergangenheit und dem Zar in der Gegenwart.
Allgemein finde ich Aleksandr Demyanenko sehr witzig, der in einer Reihe von Komödien und auch in vielen slapstick sketches mitspielt. Am besten in Erinnerung sind mir die beiden geblieben, in welchen er einmal versucht auf einer Baustelle zu arbeiten und dabei ständig einem gewalttätigen Mitarbeiter davonlaufen muss, und im anderen als Ersatzwachmann mit Einbrechern konfrontiert wird.
Fazit: Lasst euch nicht abschrecken, sondern greift getrost zu, wenn ihr so eine Komödie mal in die Hände bekommen solltet. Natürlich ist nicht alles gut, was es da gibt, aber wo ist schon alles Gold, was glänzt? Sicher nicht in Hollywood.
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