Buch: Campbell, Jack – Ein teurer Sieg (Die Verschollene Flotte 6)

Guter und zufriedenstellender Abschluss einer interessanten Serie.
Inhalt: Die Flotte ist zurück in der Heimat, wird neu ausgerüstet und verstärkt und muss in eine letzte Schlacht ziehen, um den Krieg zu beenden.
Wie bereits im letzten Band hat der Autor es geschafft, endlich auf die lästigen Wiederholungen zu verzichten. Die Liebesgeschichte verliert endlich ihre Absurdität und der restliche Plot ist spannend wie eh. Military Science Fiction vom Feinsten.
Wenn man die Serie als Ganzes betrachtet, muss gesagt werden, dass The Lost Fleet stark beginnt, dann zwei miese Bände hat, anschließend einen mittelmäßigen und mit zwei sehr guten endet. Ich kann durchaus verstehen, wenn manche Leute nach den ersten Bänden aufhören, aber für die, die durchalten, gibt es einen tollen Abschluss.
Fazit: Am Ende bereue ich es nicht, diese Serie gelesen zu haben. Ob ich aber die Nachfolgereihe Beyond the Frontier auch noch durcharbeite, wage ich zu bezweifeln.

P.S.:
Ich habe nun die Anabasis von Xenophon ebenfalls gelesen. Dieses historische Werk wollte ich schon immer Mal lesen und jetzt, inmitten der Lost Fleet, war einfach ein idealer Zeitpunkt. Als Campbell zu Beginn gemeint hatte, dass er sich an der Anabasis orientiere, dachte ich nicht, dass er sie kopiere. Hier nun die Parallelen:
Ein riesiges griechisches Söldnerheer ist bis nach Babylon vorgedrungen, um den Großkönig/CEO zu töten. Doch plötzlich wurden ihre Führer/Admiräle hinterhältig getötet und es lag an Xenophon/Geary, die Führung zu übernehmen und die Soldaten nach Hause zu bringen. Sie gelangen von Land/System zu Land/System und wir lernen, was es dort gibt und was sie plündern. In manchen Ländern/Systemen kämpfen die Einwohner treu für den Großkönig/CEO, in anderen sind sie eher abtrünnig. Regelmäßig werden die Götter/Ahnen um Zeichen gebeten, an denen man sich orientiert. Ständig werden sämtliche Strategen/Captains zusammengerufen, um Pläne zu diskutieren. Manch einer versucht Alleingänge und es liegt an Xenophon/Geary, alle daran zu erinnern, dass man nur in Formation überleben kann.
Allgemein hat Campbell seine Flotte an der griechischen Armee orientiert und sogar deren Formationen kopiert. Und am Ende wurde Xenophon/Geary gefragt, ob er in der Heimat nicht ein Diktator werden wolle und konnte dies nur unterbinden, indem er vorgab, es sein zu wollen.
Okay, genug davon. Jedenfalls ist Lost Fleet eine ins Weltall versetzte Anabasis, mit jedoch genug eigenständigen Ideen, um nicht als Plagiat abgestempelt zu werden.

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