Serie: Marco Polo – Staffel 2

Die historische Korrektheit ist nun endgültig flöten gegangen.
Während in Staffel 1 noch die wahre Geschichte Marco Polos mit einigen dramaturgischen Freiheiten erzählt worden ist, ist man nun nur noch in irgendwelche Fantasien abgedriftet, wozu die Produzenten aber auch stehen. Es geht ihnen um Unterhaltung, nicht um Unterricht. Das ist durchaus legitim und soll auch nicht weiter kritisiert werden.
Positiv ist aber, wie bereits in Staffel 1, die Darstellung der Mongolen, ihrer Kultur und Lebensweise. Als jemand, der schon öfters in Zentralasien war und der sich mit nomadischer Kultur befasst hat, kann ich nur sagen, dass mir dieses Element der Serie sehr gefällt.
Die zentralen Elemente einer Geschichte sind jedoch Plot und Charaktere. Da fällt die 2. Staffel leider durch. Speziell Marco Polo ist zu einem unbedeutenden Nebencharakter verkommen, der Khan zu einem mürrischen alten Mann und auch all die anderen Charaktere sind relativ uninteressant, außer die beiden Chinesinnen. Dazu kommt noch ein Plot, der zu Beginn viel verspricht, es aber dann leider nicht hält.
Und warum zum Teufel sind Kreuzritter in der Mongolei? Ach ja, es ist nur Unterhaltung, nicht Unterricht. Sorry, mein Fehler.
Fazit: Wer sich nicht wie ich speziell für dieses Thema interessiert, wird dem hier wohl wenig abgewinnen können.

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