Buch: Butcher, Jim – Windjäger

Ein toller Fantasy-Roman, der ein Muss für Katzenfans ist.
Inhalt: Ein Wolkenturm wird angegriffen. Schnell ist klar, dass es einen Verräter gibt, der gefunden werden muss.
Windjäger ist eines der wenigen Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen, das von Anfang an toll ist – abgesehen vom etwas missglückten Prolog. Fliegende Schiffe faszinieren mich einfach und so musste ich hier zugreifen, war auch sofort gefesselt von der packenden Story, vom Kampf in windigen Höhen.
Und dann kamen die Katzen.
Sprechende Katzen.
Man erfährt bereits in der Widmung, dass der Autor ein Katzenfan ist, aber ansonsten wird nirgends darauf hingewiesen, dass so etwas Teil der Story sein wird. Und für mich persönlich passt es auch gar nicht. Die Kapitel mit den Katzen haben irgendwie einen ganz anderen Stil und der erste Kontakt des Lesers mit diesen wirkt wie ein Faustschlag.
Versteht mich bitte nicht falsch, auch Personen, die nicht Katzenfans sind, werden ihre Freude mit dem Buch haben, da der eigentliche Plot mit den Türmen, dem Äther, den Kristallen und den fliegenden Schiffen echt spannend ist. Aber es braucht eine Weile, sich an dieses Element zu gewöhnen. Katzenfans hingegen werden ihre helle Freude haben.
Diese Kristalle und die fliegenden Schiffe erinnern mich stark an Chersos, aber ich bezweifle, dass der Autor dieses eher unbekannte deutsche ebook gelesen hat. Aber wer das eine Buch mag, wird ziemlich sicher auch das andere mögen.
Der Plot selbst, also die Suche nach dem Verräter, ist recht dünn und streckenweise auch gar nicht wichtig, weil man einfach so in diese Welt eintaucht und sich mit den Charakteren anfreundet. Statt also gespannt zu sein, was als nächstes passiert, ist man gespannt, was einem diese Welt als nächstes bietet. Im Sinne einer Welterschaffung ist das Buch wirklich gut gelungen.
Was man aber nicht unbemerkt lassen sollte, ist der gravierende Produktionsfehler, der eine falsche Erwartungshaltung geweckt hat. Im Klappentext steht nämlich, dass Grimm der Kapitän des Luftschiffs „Jäger“ sei, im Buch heißt es jedoch „Raubtier“. Meine logische Schlussfolgerung war also, dass die „Raubtier“ in einer coolen Szene zerstört würde und er dann die viel bessere „Jäger“ erhalten würde. Aber nein! Es ist einfach ein Fehler im Klappentext.
Das Ende selbst ist gut, zufriedenstellend, aber so gestaltet, dass auf Wunsch ein zweiter Teil angeschlossen werden kann. Es ist also kein offenes Ende, sondern man hat hier durchaus eine abgeschlossene Leseerfahrung, mit jedoch genug Strängen, direkt ins nächste Buch überzugehen.
Fazit: Ein großartiges Fantasy-Buch, das ich jedem Fan des Genres nur empfehlen kann.

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Windjäger: Roman
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